Die Auferstehung von Outlook Express

31. Januar 2020

Wer eine E-Mail schreiben möchte, öffnet seinen Mail-Client, wirft rasch einen Blick in die aufgelaufenen neuen Nachrichten und beginnt dann mit dem Verfassen. So ist es immer gewesen, seit Microsoft 1997 Outlook Express auf den Markt gebracht hat. 2009 hat das Unternehmen den Support des Tools eingestellt, und immer mehr Nutzer mussten irgendwann umsteigen. Viele entschieden sich für Windows Live Mail bzw. Windows Mail, andere für Office Outlook.

Wer zum Beispiel irgendwann von Windows XP auf Windows Vista umstieg, konnte Outlook Express ebenfalls nicht mehr downloaden und installieren. Doch die Nachfrage blieb unverändert hoch – und sie ist es bis heute geblieben, wie wir ausgewertet haben. Ein Glück, dass die Softwarefirma OE Classic Outlook Express neu aufgelegt hat (zum Download klicken Sie hier). Was kann Outlook Express bzw. OE Classic heute alles und wie richten Sie das Tool ein? Doch auch Windows Mail, der Nachfolger der ursprünglichen Version von Outlook Express, wird weiterhin genutzt.

Der Maildienst Hotmail von Microsoft wurde früher ebenfalls gern genutzt. Wer bei diesem Provider noch einen Account besitzt, also @hotmail.de (alternativ ein Konto mit der Endung @outlook.com oder @outlook.de), kann sich mit diesem Account bei Outlook.com anmelden und dort seine Mails verwalten.

Inhaltsverzeichnis: Das lesen Sie hier

1. Outlook Express ist zurück
2. Outlook Express: OE Classic zur Nutzung einrichten
3. Windows Mail bzw. Windows Live Mail folgten damals auf Outlook Express
4. Die Vollversion von Microsoft Outlook hat alles, was man im Alltag benötigt
5. Video Büro-Kaizen digital: Top 7 Outlook Tipps und Tricks

Outlook Express ist zurück

Viele Nutzer verzichten heute sowohl bei privaten als auch beruflichen Emails auf einen Mail-Client wie Microsoft Outlook oder Thunderbird von Mozilla. Immer mehr User rufen ihre elektronischen Nachrichten direkt auf dem Server ihres Anbieters ab. Dabei sind Programme wie die beiden genannten gerade in geschäftlicher Hinsicht prädestiniert zur Mailnutzung, bieten sie doch eine Menge interessanter Funktionen.

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Nach der zügigen Installation können Sie direkt Deutsch als Oberflächensprache bei Outlook Express einstellen.

Genau diese Funktionen haben die Entwickler von OE Classic ausgespart. Das Tool legt vielmehr Wert auf eine anwenderfreundliche Oberfläche, wobei die relativ groß ausgefallenen Symbole den Look von Outlook Express eindeutig zurückbringen. Das ist in Sachen Design vielleicht nicht der letzte Schrei, aber tatsächlich prima im täglichen Gebrauch.

Nach dem Start befinden Sie sich direkt im Posteingang, und wie man es von früher gewohnt ist, erwartet einen dort eine Welcome-E-Mail des Softwareherstellers – und das, noch bevor Sie ein bestehendes Konto eingerichtet haben. Erst einmal können Sie jetzt aber über den Reiter „Ansicht“ die graphische Oberfläche von OE Classic einstellen.

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So stellt sich OE Classic bzw. Outlook Express nach dem ersten Start dar.

In der Inbox befindet sich nur die Welcome-Mail, und beim Klicke auf „Senden/Empf.“ Erhalten Sie natürlich eine Fehlermeldung, weil Sie ja noch keinen Mailaccount in Outlook Express eingebunden haben.

Outlook Express: OE Classic zur Nutzung einrichten

Ein Mailkonto, das Sie bereits verwenden, können Sie ohne Weiteres in dieser neuen Variante von Outlook Express nutzen. Über den Reiter „Extras“ kommen Sie zu „Konten“, woraufhin sich ein neues Fenster öffnet. Dort wählen Sie den Reiter „E-Mail“ aus, um ein Postfach in OE Classic einzubinden. Anschließend bestätigen Sie mit „Hinzufügen…“.

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Hier fügen Sie ein reales Mailkonto, das Sie nutzen, hinzu.

Im Folgenden hilft Ihnen ein Konto-Assistent bei der Konfiguration. Entscheiden Sie sich für die Option „E-Mail-Konto“ und geben Sie im nächsten Schritt an, welcher Name für das Postfach angezeigt werden soll. Nun müssen Sie alle Informationen zum Konto bereithalten. Wenn Sie nicht wissen, ob es sich um ein POP- oder um ein IMAP-Konto handelt: Das erfahren Sie in der Regel auf der Website Ihres Mailanbieters.

Wer seinen Mailaccount bei einem bekannten Provider hat, profitiert bei der Einrichtung seines Kontos von der Möglichkeit, einige der Einstellungen automatisch vornehmen zu lassen.

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Die Konfiguration wird bei bekannten Mail-Providern von OE Classic automatisch vorgenommen.

Nach der Einrichtung finden Sie links in der Leiste unter „Ordner“ Ihre neu hinzugefügte Inbox vor, die Sie augenblicklich nutzen können.

Windows Mail bzw. Windows Live Mail folgten damals auf Outlook Express

Wie eingangs schon erwähnt, wurde Outlook Express ab Windows Vista nicht mehr unterstützt. Windows Live Mail nahm rasch die frei gewordene Stelle ein – heute heißt das Tool schlicht und einfach Windows Mail. Unter Windows 10 ist die Software als App an Bord und kann mit Mailkonten vieler verschiedener Provider synchronisiert werden.

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Klicken Sie zunächst auf „Konten“ und dann auf „Konto hinzufügen“. Im neuen Fenster wählen Sie die bevorzugte Version. In unserem Test haben wir uns für ein Gmail-Konto von Google entschieden.

Windows Mail fordert im nächsten Schritt auf, die Mailadresse oder die Telefonnummer einzugeben. Anschließend werden Sie aufgefordert, dem Installationsassistenten auch Ihr Gmail-Passwort mitzuteilen. Waren die Anmeldeinformationen richtig, dann öffnet sich ein Fenster, das Ihnen mitteilt: „Alles erledigt! Ihr Konto wurde erfolgreich eingerichtet.“ Bestätigen Sie das alles nun noch mit einem Klick auf den Button „Fertig“.

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So sieht es aus, wenn der Anmeldeprozess erfolgreich verlaufen ist.

Links in der Leiste erscheint der Gmail-Account nun unter „Konten“. Ab sofort können Sie Ihre Gmail-Nachrichten mit Windows Mail empfangen und versenden.

Outlook.com als Alternative zu Outlook Express und Windows Mail

Neben Outlook Express und dem Nachfolger Windows Live Mail bzw. Windows Mail war zu Beginn des digitalen Zeitalters in erster Linie der Mailprovider von Microsoft – nämlich der Dienst Hotmail – ein sehr beliebter Mailservice. Heute heißt der Dienst Outlook.com bis zu zehn Mailadressen können Sie damit anlegen. Erlaubt sind die Endungen @hotmail.de, @outlook.com und @outlook.de. Wenn Sie bereits ein Konto bei Microsoft besitzen, dann haben Sie auch automatisch eine solche Mailadresse.

Nachdem Sie Outlook.com konfiguriert haben und erstmals in den Posteingang wechseln, stellt sich dieser folgendermaßen dar:

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Ihr Outlook.com-Konto ist jetzt zur Nutzung bereit, Sie können Mails senden und empfangen.

 

Die Vollversion von Microsoft Outlook hat alles, was man im Alltag benötigt

Outlook Express, Windows Mail und Outlook.com haben allesamt ihre Vorteile. Sie können ohne große Mühe diverse Mailkonten einrichten und verwalten, bei Windows Mail gibt es sogar eine Kalenderfunktion. Der Kalender öffnet sich allerdings in einem eigenen Fenster, was nicht unbedingt ein Vorteil ist, wenn man sowieso schon mehrere Anwendungen geöffnet hat. Wer E-Mails, Termine, Aufgaben und Kontakte unter einem Dach vereinen möchte und bereit ist, Geld auszugeben, kommt an Microsoft Outlook nicht vorbei. In einem Ratgeber haben wir uns schon einmal mit der Frage beschäftigt, welche Version von Outlook 365 die richtige für Sie sein könnte. Alternativ nutzen Sie eine etwas ältere Version (Outlook 2016 oder Outlook 2013), die im jeweiligen Microsoft Office-Paket enthalten ist. Wer noch Windows 7 nutzt, kann auf die Version Outlook 2010 zurückgreifen.

Wenn Sie Outlook installiert haben, können Sie eine ganze Reihe an Mailkonten einbinden. Outlook unterstützt nicht nur IMAP- und POP-Konten, sondern auch die Kommunikation mit einem Microsoft Exchange-Account. Die Einrichtung geht zügig vonstatten und die Konten können dann sofort genutzt werden.

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Die Kontoinformationen in der Datei-Ansicht von Outlook 2016. Hier verwalten Sie die Einstellungen für Ihre Mailaccounts, fügen Konten hinzu, aktivieren Add-ins und vieles mehr. Unter „Office-Konto“ und „Optionen“ links in der Leiste personalisieren Sie Ihre Outlook-Version, wie Sie sich das vorstellen.

Die E-Mails lassen sich personalisieren, indem Sie Schriftarten und Schriftgrößen einstellen, Signaturen entwerfen und vieles mehr.

Doch ist Outlook bei weitem nicht nur ein Mail-Client. Durch die Bündelung weiterer Dienste wie Kalender, Aufgaben und Kontakte (bzw. Personen) bekommen Nutzer alle Services für die Bürokommunikation in einem einzigen Programm. Und natürlich kommunizieren diese Dienste auch miteinander. Wenn Sie die Cloud von Microsoft, OneDrive, aktiviert haben, können Sie den Onlinedienst in Outlook einbinden.

Auch für Teams ist Outlook sehr interessant, beispielsweise in einem Projekt. Aus den Kontakten können Sie etwa eine Kontaktgruppe erstellen, in die Sie jedes Teammitglied einladen. So können Sie Mails ganz gezielt und schnell an genau diesen Empfängerkreis versenden. Der Kalender ergänzt dieses Feature um die Option, Besprechungsanfragen – also zum Beispiel Termine für das nächste Meeting mit der Gruppe – an die ausgewählten Personen zu verschicken.

Die moderne Arbeitswelt ist mobiler denn je zuvor – da können Outlook Express oder Windows Mail nicht mehr mithalten. Wer sich auf einer Dienstreise befindet, agiert in Sachen Mails oder Terminverwaltung oft nur noch mit dem Smartphone. Warum also nicht Outlook mobil nutzen für Android oder iOS? Wenn Sie die App bzw. das Mailkonto einrichten, dann übernehmen Sie einfach die Daten und Kennwörter, die Sie in Ihrer Outlook-Version auf dem PC nutzen. Anschließend können Sie Outlook auf dem Smartphone genauso nutzen wie mit dem Desktop-Client – Mails senden und empfangen, Kontakte erstellen und bearbeiten, Termine verwalten und neue eintragen.

Der Schutz unserer Daten, nicht nur der sensiblen, ist in unserer vernetzten Welt ein wichtiges Thema. Microsoft hat Outlook so konzipiert, dass die Informationen, die das Tool über Sie besitzt, sicher sind vor Missbrauch.

Video Büro-Kaizen digital

Top 7 Outlook Tipps und Tricks

(Dauer: 09:40 Minuten)



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