Outlook Windows 10: was Sie wissen müssen

4. Februar 2020

Windows 10 hat jetzt auch schon wieder ein paar Jahre auf dem Buckel. Zu Beginn, als Nutzer den Umstieg von Windows 7 wagten, hielt sich die Begeisterung über das neue Betriebssystem von Windows in Grenzen. Viele ärgerten sich vor allem über die Anwendungen, die jetzt offiziell Apps hießen (und heißen) und die nicht personalisiert werden konnten. Auch die Darstellungen als Kacheln im Startmenü fanden eine Menge Windows 10-Nutzer weniger gelungen.

Dabei verfügt Windows 10 durchaus über Apps, die das Arbeiten mit dem Betriebssystem von Microsoft erleichtern. Wer beispielsweise kein Office-Paket kaufen möchte, um Mails, Kontakte und Termine mit Outlook zu verwalten, hat mit der App Windows 10 Mail eine gute Alternative kostenlos an Bord. Die Einrichtung eines Mailkontos ist nicht schwer und Sie können die App auch gleich nutzen.

Erfahren Sie weiter unten in diesem Artikel, wo die wesentlichen Unterschiede zwischen Outlook und der Windows 10 Mail App liegen und wie Sie die App dennoch personalisieren.

Inhaltsverzeichnis

1. Outlook in Windows 10 – welche Versionen sind kompatibel?
2. Wie Updates Probleme von Outlook und Windows 10 beheben können
3. Windows 10 Mail App – weniger funktional als Outlook
4. Die Windows 10 Mail App – mehr als nur E-Mail
5. Video Büro-Kaizen digital: Top 9 Gründe für Office 365

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So oder so ähnlich sieht die Windows 10 Mail App aus, wenn Sie sie das erste Mal gestartet haben.

Wer immer schon Outlook genutzt hat, dürfte von einem Umstieg auf ein anderes Tool zunächst einmal kaum begeistert sein. Zum Glück gibt es eine ganze Reihe von älteren Outlook-Versionen, die Sie auch auf einem Windows 10-Rechner installieren können, wenn Sie sich nicht für Office 365 entscheiden wollen.

Outlook in Windows 10 – welche Versionen sind kompatibel?

Im Prinzip unterstützt Windows 10 sämtliche Ausgaben seit Outlook 2007. Doch in der Praxis stimmt das leider nicht, und das hat nicht direkt etwas mit einer älteren Outlook-Version zu tun, die Sie vielleicht noch benutzen. Vielmehr hängt es davon ab, wie Windows 10 auf Ihren PC gelangt ist: ob als Upgrade von Windows 7 bzw. Windows 8 oder ob als komplette Neu-Installation. In der Regel treten Konflikte zwischen Windows 10 und Outlook vermehrt auf, wenn Sie lediglich ein Upgrade durchgeführt haben.

Wenn Sie also noch über die Installationsdateien und den Office Key einer älteren Outlook- bzw. Office-Version verfügen, installieren Sie Office einfach noch einmal neu. Vorher allerdings sollten Sie ein Backup der Datendatei von Outlook anlegen. Diese Datei finden Sie auf Ihrem lokalen Datenträger unter „Dokumente“ und „Outlook-Dateien“. Copypasten Sie die Datei und speichern Sie sie zum Beispiel auf einem externen Datenträger. Sie benötigen sie, um Outlook nach der Neu-Installation genauso wie vorher nutzen zu können, also mit allen Ordnern, den enthaltenen Emails, dem Kalender und den Kontakten.

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Legen Sie die Sicherheitskopie nicht auf Ihrem Computer ab; sicherer als Speicherort ist etwa eine externe Festplatte. Befolgen Sie diesen Schritt für Outlook 2007, Outlook 2010, Outlook 2013 und Outlook 2016 gleichermaßen.

Diese Schritte befolgen Sie bei allen Varianten von Outlook 2007 bis 2016, nachdem Sie ein Upgrade auf Windows 10 durchgeführt haben und es zu Konflikten zwischen Outlook und Windows kommt. Haben Sie sich für die komplette Neu-Installation von Windows 10 entschieden, dann haben Sie sowieso nur diese eine Wahl. Durch die Neu-Installation wird das Fehlerrisiko abgesenkt. Allerdings müssen Sie anschließend die gesamte Software neu einrichten.

Wie Updates Probleme von Outlook und Windows 10 beheben können

Nicht immer aber lassen sich Kompatibilitätsprobleme von Windows 10 und einer Outlook-Version von 2016 oder älter auf das Upgrade reduzieren. Nein, ganz oft sind nicht installierte Updates – die sogenannten Service Packs für Outlook bzw. Office – für die Konflikte verantwortlich. Damit diese Updates nicht durch das Raster fallen, können Sie in den Einstellungen ein paar Korrekturen vornehmen. Für die Outlook-Versionen 2007, 2010 und 2013 liegen nämlich unter Windows 10 schon Service Packs bereit. Wurden diese noch nicht installiert, kann das natürlich Probleme zwischen Outlook und dem Betriebssystem verursachen.

Öffnen Sie zunächst die Einstellungen über die Windows-Symbolleiste (ein Klick auf die vier Kacheln unten links). Über den Button „Update und Sicherheit“ sowie danach auf „Erweiterte Optionen“ sehen Sie ein paar Auswahlmöglichkeiten vor sich, darunter „Updates für andere Microsoft-Produkte bereitstellen, wenn ein Windows-Update ausgeführt“ wird respektive „Erhalten Sie Updates für andere Microsoft-Produkte, wenn Sie Windows aktualisieren“.

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Die Update-Option für andere Microsoft-Produkte auf Ihrem Computer muss aktiv sein.

Welche Variante dieser beiden Fragen auftaucht, hängt nur von der Version von Windows 10 ab, die Sie auf dem PC installiert haben. Wichtiger ist, dass Sie die Option unbedingt aktivieren müssen, damit gleichzeitig mit dem Windows-Update beispielsweise auf Updates oder Service Packs für die von Ihnen genutzte Outlook-Version heruntergeladen werden können.

Windows 10 Mail App – weniger funktional als Outlook

Manchmal aber lässt uns die Software einfach im Stich und Sie können eine ältere Ausgabe von Outlook nach dem Neuaufsetzen von Windows 10 einfach nicht mehr installieren. Oder Sie stellen für sich selbst fest, dass Sie Outlook mit seinen umfangreichen Funktionen – Mails, Aufgaben, Personen und Kalender – eigentlich gar nicht mehr benötigen und es auch eine Nummer kleiner geht.

In diesem Fall sollten Sie sich die in Windows 10 integrierte App Windows 10 Mail ruhig einmal genauer ansehen. Im Vergleich zu Outlook ist die App deutlich abgespeckt, andererseits erfüllt sie die grundlegenden Funktionen, die man für ein Mailtool benötigt. Die Handhabung ist selbsterklärend, und Ihren Mailaccount haben Sie ebenfalls rasch eingebunden. Im Folgenden möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie ein externes Mailkonto in die Windows 10 Mail App einbinden können und was die Software sonst noch kann.

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Ein Mailkonto ist in der Windows 10 Mail App rasch hinzugefügt.

Nach dem Start der App klicken Sie in der linken Leiste auf „Konten“, rechts öffnet sich jetzt ein graues Feld, wo Sie „Konto hinzufügen“ wählen. Jetzt öffnet sich ein Fenster mit einer Auswahl an diversen Mailanbietern. In unserem Beispiel wollen wir ein existierendes Google-Konto einbinden.

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Wählen Sie nun jenen Account, den Sie in der Mail App von Windows 10 nutzen möchten.

Jetzt verbindet sich der Assistent mit dem Maildienst und fordert Sie auf, sich mit dem Zugang Ihres Gmail-Accounts anzumelden. Sind Ihre Anmeldedaten richtig, dann bestätigen Sie abschließend mit „Zulassen“. Die App erstellt nun das Konto und fordert Sie zunächst auf, den Namen einzugeben, den Mailempfänger sehen, wenn Sie Mails von Ihnen erhalten.

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So sieht die Oberfläche aus, wenn Sie ein Gmail-Konto erfolgreich hinzugefügt haben.

Nun können Sie Ihre Google-Mails über die App versenden und empfangen. Wenn Sie sich das Bild aber mal genauer anschauen, dann werden Sie feststellen, dass neben dem Briefumschlag unten links noch weitere Symbole existieren. Dahinter verbergen sich Features, die Sie ebenfalls nutzen können.

Die Windows 10 Mail App – mehr als nur E-Mail

Denn nicht nur E-Mail, sondern auch Kalender, Adressbuch und Aufgaben können Sie mit der App verwalten. Die Funktionen sind natürlich bei weitem nicht so ausgereift, wie das in Microsoft Outlook der Fall ist, aber für Einzelnutzer reichen sie womöglich aus.

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Die Symbole lassen erahnen, dass die App noch mehr Funktionen bietet.

Beginnen wir mit dem Kalender. Den ersten entscheidenden Unterschied zu Outlook stellen Sie direkt mit dem Klick auf das Symbol fest: Es öffnet sich ein eigenes Fenster. Das mag auf den ersten Blick nicht schlimm sein, doch gibt es Nutzer, die bereits viele verschiedene Fenster offen haben und kein zusätzliches wünschen. So wird die Taskleiste leider noch ein wenig unübersichtlicher. In Outlook können Sie auf alle Features in einem einzigen Fenster zugreifen.

Das Eintragen und Verwalten von Terminen im Kalender ist dagegen genauso einfach wie unter Outlook. Bei der Darstellung können Sie zwischen Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahresansicht wählen. Ganz nett ist, dass Feiertage voreingestellt sind – und nicht nur Feiertage, sondern zum Beispiel auch Karneval, der Internationale Frauentag, der Muttertag und viele mehr.

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Termine lassen sich sehr einfach eintragen, es gibt außerdem eine Erinnerungsfunktion. Hier sind die Unterschiede zu Outlook nicht so gewaltig.

Die Einrichtung des Adressbuchs ist zunächst einmal ziemlich umständlich. Beim Klick auf das Personensymbol müssen Sie erst zulassen, dass die Windows 10 Mail App im App Store eine neue App zum Öffnen von ms-people-Links suchen darf. Im folgenden Fenster klicken Sie auf „Herunterladen“ und nach Abschluss des Downloads auf „Starten“. Nun hilft Ihnen die Kontakte-App beim Import von Kontakten von einem beliebigen Mailkonto. Natürlich können Sie manuell auch neue Kontakte erstellen.

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In diesem Fenster erstellen Sie händisch neue Kontakte.

Alles in allem ist das Adressbuch der Mail-App schon in Ordnung – allerdings haben Sie auch hier das Problem, dass immer ein zusätzliches Fenster geöffnet wird.

Bliebe noch der Aufgabenbereich, der in der Windows 10 Mail App „To Do“ heißt. Klicken Sie auf den Haken, der sich neben „Personen“ befindet. Auch hier werden Sie aufgefordert, Microsoft To Do über den App Store herunterzuladen und zu installieren. Das geht relativ zugig, anschließend klicken Sie auch hier auf „Starten“.

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Der schicke Startbildschirm von Microsoft To Do. Jetzt können Sie Aufgaben hinzufügen.

Sobald Sie die Aufgabe in die Leiste eintragen, bekommen Sie am rechten Rand eine Auswahlmöglichkeit (Tag, Uhrzeit etc.). Dort können Sie ebenfalls einstellen, wann Sie sich eine Erinnerung an die Aufgabe schicken lassen wollen. Windows 10 übernimmt die Erinnerung dann in das Benachrichtigungsfeld.

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Einfach zu nutzen und zuverlässig ist auch Microsoft To Do.

Die Usability ist bei den Aufgaben nicht schlecht, das Grundproblem der Windows 10 Mail App bleibt aber: Auch die Aufgaben-App benötigt ein eigenes Fenster. Wenn Sie alle Funktionen der Mail App parallel nutzen wollen, sind allein dadurch vier Fenster geöffnet – zu viele!

Video Büro-Kaizen digital

Top 9 Gründe für Office 365

(Dauer: 01:54 Minuten)



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2 Kommentare
  • Hallo Frau Kaluza,

    vielen Dank für Ihre Nachricht.
    Es freut uns sehr, dass Ihnen unsere Blogbeiträge mit Tipps weiterhelfen.

    Viele Grüße
    Ivan Jurisic

  • Ich habe Windows 10 installiert weil ich immer noch Windows 7 darauf hatte. Bin fast verzweifelt weil es mit Outlook nicht funktioniert hat. Jetzt habe ich die einfache mail app eingerichtet. Vielen Dank für die Ratschläge.


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