Office 365-Update: das sollten Sie wissen


Microsoft Office stellt seit dem Erstrelease die meistgenutzte Sammlung von Anwendungen für das Büro dar. Ob Word, Excel, PowerPoint, Access, Publisher, OneNote oder natürlich Outlook, die einzelnen Tools sind für viele das Nonplusultra. Über OneDrive, den Clouddienst von Microsoft, können die in den Anwendungen erstellen Dokumente online gespeichert werden und Sie können als Nutzer von jedem Gerät mit Internetanschluss darauf zugreifen.

Doch Software veraltet rasch, das gilt heute fast noch stärker als früher. Das bedeutet, Sie müssen die Komponenten auch regelmäßig updaten, um mögliche Sicherheitslücken zu schließen und neue Funktionen nutzen zu können. Wer Office in den Versionen 2019, 2016, 2013 oder 2010 nutzt, hat viele Updates allein schon durch die Updates von Windows erhalten – wie das geht, sehen Sie gleich im ersten Abschnitt „Office 365-Update über die Einstellungen durchführen lassen“, denn für installierte Office 365-Programme funktioniert das genauso.

Inhaltsverzeichnis

1. Office 365-Update über die Einstellungen durchführen lassen
2. Office 365: Updates jeden Monat schon früher erhalten
3. Wie bekomme ich Informationen zu den aktuellen Office 365-Updates?
4. Als Office Insider mehr zu Office 365-Updates erfahren
5. Probleme mit einem Office 365-Update: Kann ich downgraden?
6. Video Büro-Kaizen digital: Top 9 Gründe für Office 365

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Die Startseite von Office 365 in der Gratisvariante. Die gelisteten Anwendungen können nur webbasiert genutzt werden, Updates sind darum nicht möglich.

Mit einem Klick auf „Office installieren“ können Sie, sofern Sie einen gültigen Office Product Key besitzen, die Tools fest auf Ihrem PC installieren; haben Sie den Product Key noch nicht, dann klicken Sie auf „Office 365 kaufen“.

Office 365-Update über die Einstellungen durchführen lassen

Windows 10 ist mit Updates nicht geizig. Wenn Sie mal die Einstellungen aufrufen und dort Updates und Sicherheit, können Sie sich darüber informieren, was die letzten Updates gebracht haben. Klicken Sie bei „Infos zu den neuesten Updates“ auf „Weitere Informationen“. Jetzt öffnet sich ein neues Browserfenster mit dem Windows-Updateverlauf, wo Sie detailliert nachlesen können, was die vergangenen Windows 10-Updates gebracht haben. Hin und wieder sind dort auch Einträge zu Office-Tools gelistet.

Doch wie stellen Sie sicher, dass Sie automatische Updates für Windows erhalten, um in den Genuss von Office-Updates zu kommen? Bleiben Sie in den Einstellungen bei Updates und Sicherheit und gehen Sie dort auf „Erweiterte Optionen“. Dort wählen Sie die im Bild festgehaltene Option:

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So erhalten Microsoft-Tools wie die Office-Anwendungen automatische Updates.

Wenn Sie allerdings Abonnent sind von Office 365, dann erhalten Sie sowieso jeden Monat ein neues Update. Entweder Sie warten geduldig, bis es soweit ist – oder aber Sie ziehen die Aktualisierung manuell vor.

Office 365: Updates jeden Monat schon früher erhalten

Microsoft versorgt alle Programme, die Sie im Rahmen Ihrer Office 365-Lizenz installiert haben, einmal pro Monat mit einem neuen Update. Das geschieht allerdings verzögert, also nicht sofort nach der Bereitstellung der neuen Versionen. Der Grund ist simpel, denn so verhindert der Softwarehersteller, dass die Server überlastet werden, wenn alle Office 365-Kunden gleichzeitig auf die Neuerungen zugreifen. Doch es gibt einen Trick, wie Sie Updates schon früher erhalten können, sofern diese bereits vorliegen.

Öffnen Sie einfach ein installiertes Programm der Office 365-Suite und gehen Sie oben links auf den Reiter Datei. Unten links finden Sie den Eintrag „Konto“ (in Outlook heißt das Feld „Office-Konto“), den Sie jetzt anklicken und auf der Seite mit den Benutzer- und den Kontoinformationen landen. Unter den Produktinformationen gibt es den Button „Update-Optionen“ – klicken Sie darauf und es öffnet sich ein Menü, in dem auch die Schaltfläche „Jetzt aktualisieren“ auftaucht. Mit einem Klick startet Office die Online-Suche nach eventuell vorliegenden Updates.

Die Features von Office 365 und Office 2019 sind übrigens weitgehend identisch. Dennoch erhalten Sie als Abonnent von Office 365 auch Exklusiv-Updates, die Sie als Nutzer von Outlook 2019 nicht erhalten.

Wie bekomme ich Informationen zu den aktuellen Office 365-Updates?

Wenn Sie Outlook 365 abonniert haben und zudem der Administrator der Softwaresammlung sind, dann müssten Sie ungefähr fünf bis zehn Mal pro Monat eine Email von Microsoft erhalten, in der die aktuellen Updates der diversen Office-Programme zusammengefasst werden. Bei den Neuerungen handelt es sich in der Regel um Sicherheitsupdates, neue Funktionen der einzelnen Tools und Updates, die nicht sicherheitsrelevant sind.

Sollte Ihnen daran gelegen sein, sich noch detaillierter über die Inhalte der einzelnen Updates zu informieren, dann besuchen Sie die Microsoft-Website zu den Office-Updates. Nehmen wir an, Sie nutzen Office 365 ProPlus – dann klicken Sie auf den entsprechenden Link auf der Seite und weiter unten auf „Monatlicher Kanal“ und wählen dort das Jahr. Im Bild haben wir auf 2020 geklickt:

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Hier können Sie alle zuletzt durchgeführten Office-Updates durchleuchten.

Die zuletzt für Office installierten Updates werden jetzt in chronologischer Reihenfolge gelistet. Mit einem Klick auf die Version, die Sie interessiert, können Sie erfahren, welche Featureupdates enthalten waren. In unserem Fall haben wir uns die Version 2001 vom 30. Januar 2020 mal näher angesehen:

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Hier sehen Sie, welche Features (in dem Fall Excel, Outlook und Word) Updates erhalten haben.

Wenn Sie auf der Ergebnisseite weiter nach unten scrollen, gelangen Sie zum Bereich „Gelöste Probleme“, der für Sie womöglich ebenfalls interessant ist.
Als Administrator für Office 365 dürfte es Sie natürlich interessieren, welche neuen Funktionen die einzelnen Office-Tools erhalten haben. So können Sie beispielsweise eine Infomail an Ihre Kollegen versenden, in der Sie neue Office-Features erläutern.

Als Office Insider mehr zu Office 365-Updates erfahren

Wer Office 365 abonniert hat, ist zur Teilnahme am Programm „Office Insider“ berechtigt. Das erlaubt es den Nutzern, schon frühzeitig Zugriff auf neue Features und Updates zu erhalten. Zudem können neue Builds und Funktionen getestet werden. Auch haben Sie die Option, mit Microsoft in Kontakt zu treten und Softwareprobleme mitzuteilen.

Als Abonnent von Office 365 wählen Sie zwischen zwei Stufen aus, zur Verfügung stehen „Insider“ und „Monatlicher Kanal“. Als „Insider“ bekommen Sie die neuesten Office-Builds, sobald diese zur Verfügung stehen, wobei einige dieser Updates manchmal noch nicht ausgereift sind und dementsprechend instabil laufen. Bei der Wahl „Monatlicher Kanal“ werden Ihnen die Updates erst in stabilem, ausgereiften Zustand zugestellt. Die Anmeldung ist simpel – gehen Sie in einer beliebigen Office-Anwendung auf „Datei“ und „Konto“ (in Outlook wieder auf „Office-Konto“) und klicken Sie auf den Button „Office Insider“. Die weiteren Schritte sind dann selbsterklärend.

Probleme mit einem Office 365-Update: Kann ich downgraden?

In technischen Dingen steckt der Teufel bekanntlich oft im Detail, und so kann es nach einem Update von Office 365 in einem der Office-Tools plötzlich zu Problemen kommen, die vor der Aktualisierung noch nicht vorhanden gewesen sind. Oft werden diese Konflikte bei Microsoft schnell erkannt (oder von einem Office Insider mitgeteilt!) und behoben, indem zügig ein neues Update nachgeliefert wird.

Doch oft ist die komplette Belegschaft von derlei Softwarekonflikten betroffen. Lassen sich die Probleme nicht zügig durch ein nachgeschobenes Update lösen, dann können Sie es zunächst einmal mit einem Downgrade auf die vorangegangene Version versuchen. Dafür haben Sie eine einfache Möglichkeit.

Nachdem Sie einen Wiederherstellungspunkt erstellt haben, rufen Sie die „Einstellungen“-App Ihres PCs auf und dort den Button „Update und Sicherheit“. Klicken Sie bei „Windows Update“ auf „Updateverlauf anzeigen“ und anschließend auf „Updates deinstallieren“. Nun sehen Sie in einem neuen Fenster alle in jüngster Zeit installierten Aktualisierungen vor sich, auch jene, die Microsoft Office betreffen.

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In den Updates werden auch sämtliche Office-Updates angezeigt.

Ganz rechts sehen Sie, wann die Updates jeweils installiert worden sind. Wenn Sie also zur vor dem letzte Update genutzten Version zurückkehren möchten, dann können Sie die neuesten Patches – diese tragen meist den Namen Update oder Security Update – manuell deinstallieren, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Eintrag klicken. Die einzige Option, die Sie nun angezeigt bekommen, lautet „Deinstallieren“. Sobald Sie die neuesten Aktualisierungen (entweder für das gesamte Office-Paket oder nur für ein Office.Programm) entfernt haben, starten Sie den Rechner am besten neu und probieren aus, ob das Tool jetzt wieder reibungslos funktioniert.

Wenn all diese Kniffe nicht weiterhelfen, dann müssen Sie wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und Office noch einmal komplett neu installieren. Sichern Sie vorab Ihre Daten und Dateien, erstellen Sie einen Wiederherstellungspunkt des gesamten Systems (nur zur Sicherheit), deinstallieren Sie Office 365 komplett und halten Sie für die Neuninstallation den erforderlichen Product Key bereit.

Video Büro-Kaizen digital

Top 9 Gründe für Office 365

(Dauer: 01:54 Minuten)



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