OneDrive: Kosten, Speicherplatz und verschiedene Versionen

12. März 2020

Als der Begriff der Cloud vor ein paar Jahren Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch gehalten hat, war die Skepsis bei Unternehmen und privaten Nutzern gleichermaßen groß. Der allgemeine Tenor war, dass online gespeicherte Daten – für diese Technologie existiert parallel der Begriff Filehosting – niemals sicher sein könnten, ganz egal, wer einen solchen Service auch anböte.

Diese Bedenken sind heute ad acta gelegt. Auch Datenkraken wie große Internet-Suchmaschinen können es sich heute nicht mehr erlauben, Nutzer zu verprellen, indem sie nicht nachweisen können, dass deren Dokumente in der Cloud sicher sind. Immerhin sichern Nutzer nicht zuletzt private Fotos oder Videos bei Online-Speicherdiensten.

Doch wenn heute von der Cloud die Rede ist, dann geht es schon längst nicht mehr nur um die Online-Backups großer Datenmengen, die private User anlegen. Nein, in der modernen Businesswelt sitzen Arbeitnehmer nicht mehr jeden Tag im Office, wo sie lokalen Zugriff auf die Server haben. Viele Kollegen sind oft unterwegs und müssen täglich oder stündlich auf eine Vielzahl von Dokumenten (etwa Word, Excel oder PowerPoint) zugreifen können, um sich während der Reisezeit auf Kundentermine etc. vorbereiten zu können. Danke neuer Modelle wie Homeoffice können auch frischgebackene Eltern oft frühzeitig wieder arbeiten, wenn sie von zuhause aus auf die benötigten Daten zugreifen können. Und weil in den meisten Firmen immer noch Microsoft Office das Maß aller Dinge ist, benötigen Mitarbeiter von zuhause oder unterwegs eigentlich nur OneDrive, um flexibel und effizient arbeiten zu können.

Inhaltsverzeichnis

1. OneDrive: im Browser oder als App nutzen
2. OneDrive: Kosten hängen vom jeweiligen Plan an
3. OneDrive-Kosten sind in Office 365 enthalten
4. Kosten für OneDrive: das ist unsere Empfehlung
5. Video Büro-Kaizen digital: Tutorial: Microsoft OneDrive

OneDrive: im Browser oder als App nutzen

Wie so viele Tools von Microsoft bzw. Microsoft Office gibt es eine Reihe unterschiedlicher Versionen von OneDrive. Der Speicher, der 2007 unter dem Namen Windows Live Folders bzw. SkyDrive online gegangen ist und seit 2014 OneDrive heißt, ist grundsätzlich für jeden frei nutzbar, auch ohne ein Abonnement von Office 365 oder einer installierten Office-Vollversion. Sie müssen sich lediglich bei dem Cloud-Speicher anmelden, um Dokumente aller Art hochladen zu können.

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So sieht die Webanwendung von OneDrive auf dem PC aus.

Dabei bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie die Gratisversion im Browser oder die von Microsoft angebotene Version für den Desktop-PC (also ein Programm, das Sie installieren müssen) nutzen möchten. Die Setup-Datei für die Installation können Sie übrigens direkt auf der Website von OneDrive herunterladen. Auch für das Tablet oder das Smartphone können Sie eine Version downloaden, klicken Sie dafür hier.

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So stellt sich OneDrive in der Desktopversion dar, wenn Sie das Tool starten und sich zum ersten Mal anmelden. Um Tipps und Anregungen zu erhalten, lesen Sie die Texte im Willkommen-Fenster aufmerksam durch.

Wenn Sie die .exe-Datei ausgeführt haben, melden Sie sich mit Ihrem Konto bei OneDrive an. Hat alles funktioniert, so öffnet sich am Ende ein Ordner auf dem PC. Dabei handelt es sich um Ihre Ablage in OneDrive. Nun können Sie diesen Ordner wie jeden anderen nutzen und müssen OneDrive nicht über den Browser bedienen. Legen Sie einfach alle Dateien und Dokumente ab, die Sie in Ihrem Online-Speicher aufbewahren möchten.

OneDrive: Kosten hängen vom jeweiligen Plan an

Das Wording von Microsoft ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, der Konzern spricht sowohl bei Office 365 als auch bei OneDrive von „Plänen“, nicht von „Abonnements“. Schauen wir uns die Pläne und die damit verbundenen OneDrive-Kosten aber mal genauer an. Auf der Website von OneDrive stellt sich das Ganze so dar:

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Hier können Sie nachschauen, welche OneDrive-Kosten für welches Modell entstehen.

Beginnen wir mit der kostenlosen Variante, die auch voreingestellt ist, wenn Sie den Client für OneDrive heruntergeladen und installiert haben. In dieser Variante gewährt Ihnen der Cloudspeicher immerhin 5 GB an Speicherplatz. Wenn Sie noch keinen Account haben, dann müssen Sie sich registrieren, um den Dienst gratis nutzen zu können.

Wenn Sie in einem kleinen Unternehmen arbeiten, in dem die Nutzung von Microsoft Office zwar nötig ist, aber keinen großen Zeitaufwand erfordert, dann stellt die Variante OneDrive mit 100 GB Speicher womöglich die beste Option für Sie dar. Für 2 Euro im Monat kaufen Sie diesen Cloud-Speicher, der genügend Platz bietet, um Dateien, Dokumente, Mails und Fotos online zu sichern. Wie auch in der kostenlosen Version haben Sie hier die Möglichkeit, bis zu drei Dateien in einem persönlichen Tresor aufzubewahren, der eine Verifizierung Ihrer Identität verlangt. Dort sind Ihre Dokumente also doppelt geschützt.

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Sensible Dateien können Sie im Tresor verwahren – bis zu drei Dokumente dürfen Sie in der Gratisversion und in der Variante 100 GB dort einschließen.

Die Hauptfunktionen sind dieselben wie bei den OneDrive-Varianten, die in Office 365 enthalten sind. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

OneDrive-Kosten sind in Office 365 enthalten

Dass Sie OneDrive automatisch mit benutzen können, wenn Sie ein Office 365-Konto der kostenlosen Variante besitzen, ist Ihnen sehr wahrscheinlich schon einmal aufgefallen (siehe Bild).

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Wenn Sie den Button für OneDrive anklicken, dann öffnet sich der OneDrive-Ordner im Explorer, falls Sie die Desktopversion installiert haben. Andernfalls wird die Browserversion geöffnet.

Auch in diesem Fall können Sie auf die Version mit einem Speichervolumen von 5 GB zugreifen. Da OneDrive inzwischen ein fester Bestandteil der Office 365-Suite ist, gehört der Web-Speicher selbstverständlich auch zur Ausstattung Ihrer professionellen Version von Outlook 365. Dabei wählen Sie zwischen folgenden Varianten aus: Office 365 Personal, Office 365 Home und OneDrive for Business (für das es wiederum unterschiedliche Versionen gibt).

Mit Office 365 Personal (69 Euro im Jahr) erhalten Sie für OneDrive 1 TB Speicherplatz, die Sie auf mehrere Geräte verteilen können. In Office 365 Home gilt das ebenfalls, nur dass hier insgesamt 6 TB zur Verfügung stehen. Diese können von sechs Nutzern in Anspruch genommen werden. In Ihrem persönlichen Tresor können Sie so viele Dokumente ablegen, wie Sie möchten, solange der jeweilige Gesamtspeicherplatz nicht überschritten wird.

Kosten für OneDrive: das ist unsere Empfehlung

Diese Versionen von OneDrive sind für die Nutzung auf privater Ebene oder für Bürogemeinschaften sinnvoll. Wenn Sie in einem KMU arbeiten, dann benötigen Sie größere, professionelle Lösungen, die wir in diesem Fall auch empfehlen Dabei geht es nicht nur um die Größe des Speicherplatzes, den Sie pro Benutzer zur Verfügung haben. Nein, auch die im Jahr 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle. Diese hat einen langen Arm, der bis in den Bereich der Speicherung von Unternehmensdaten hineinreicht. So müssen Sie als Unternehmen etwa jederzeit in der Lage sein, Personen Auskunft über ihre Daten zu erteilen, die Sie in Dokumenten gespeichert haben; falsche Daten müssen Sie zudem jederzeit auf Wunsch korrigieren. Auch die Löschung auf Anfrage gehört dazu.

Microsoft bietet für OneDrive auch Business-Versionen an, wie Sie auf dieser Website sehen können.

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Die Business-Varianten von OneDrive in der Übersicht.

Sollten Sie OneDrive als Standalone-Tool benötigen, dann wählen Sie Plan 1 oder Plan 2 aus. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn Sie im Unternehmen bereits eine Bürosoftware nutzen, die nicht von Microsoft produziert wurde (etwa LibreOffice oder eine vergleichbare kostenlose Lösung) oder wenn die Microsoft Office-Suite, die in Ihrer Firma verwendet wird, bereits etwas älter ist.

Wenn Sie die IT in Ihrer Firma umstellen wollen oder jedem Mitarbeiter eine einheitliche Office-Suite zur Verfügung stellen möchten, die Zugang zu verschiedenen Diensten gewährt, dann sollten Sie die Version Office 365 Business Premium in Erwägung ziehen. Dabei kommen Sie mit einem Jahresabonnement besser weg als mit dem monatlichen Bezug der Softwaresammlung. Enthalten sind Vollversionen von Outlook, Word, Excel, PowerPoint und OneNote sowie Publisher und Access für die Desktopvariante. Darüber hinaus können Sie auf die Dienste Exchange, Teams, Yammer und SharePoint zugreifen.

In allen genannten Versionen erhalten Sie 1 TB Speicher pro Nutzer. Wenn Sie als Administrator arbeiten, dann können Sie den Speicherplatz auf bis zu 5 TB pro Nutzer erhöhen. Übersteigt der Speicherbedarf auch diese Größe, dann können Sie über den Support von Microsoft bis zu 25 TB anfordern. Während Sie die Premiumversion auch monatlich beziehen und bezahlen können, müssen Sie in Plan 1 und Plan 2 jeweils gleich ein Jahresabonnement abschließen.

Video Büro-Kaizen digital

Tutorial: Microsoft OneDrive

(Dauer: 10:31 Minuten)



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