Outlook Alternative: Thunderbird, SeaMonkey und LibreOffice



Gibt es eine gute Outlook Alternative? Am besten kostenlos und auch noch besser?

Wer eine kostenlose Alternative für Outlook sucht, wird im Netz schnell fündig. Allerdings folgt dann meist recht bald die Ernüchterung: Microsofts beliebter Email-Client ist nun mal ein sehr gutes, durchdachtes und praktisches Komplettpaket. Das Original spielt einfach in einer eigenen Liga. Aber einige der kostenlosen Outlook Alternativen kommen fast ran. In diesem Überblick zeigen wir Ihnen, welche das sind.

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Was ist das Problem?

Outlook spielt seine Stärken besonders im Arbeits- und Büroalltag aus – hier kann ihm kaum ein Konkurrent das Wasser reichen. Besonders, wer auch viel mit den anderen Programmen aus der Office-Produktfamilie arbeitet, kommt an dem Platzhirsch nicht vorbei. Laut einer überwältigenden Mehrheit an Testberichten und Anwendermeinungen ist lediglich ein einziger Konkurrent eine wirkliche Alternative zu Outlook: Der Email-Client Thunderbird aus dem Hause Mozilla – das sind dieselben Entwicklern, die auch den beliebten kostenlosen Webbrowser Firefox programmiert haben. Ansonsten hinken die meisten Outlook Alternativen, was die Bedienungsfreundlichkeit und den Funktionsumfang betrifft, dem Original entweder weit hinterher, oder sie kosten beinahe genauso viel.

So funktioniert es:

Outlook Alternativen „light“: Wenn es auch mal etwas weniger sein darf
Im Bereich der Email-Clients tummeln sich viele teils kostenfreie, teils kostenpflichtige Wettbewerber. Ihnen allen ist gemein, dass sie einen Posteingang und Postausgang mit zahlreichen Ordnermöglichkeiten besitzen, um die Mail-Kommunikation zu verwalten, und in der Regel auch weitere Emailkonten per IMAP oder POP3 einbinden können. Standardmäßig sind meistens auch eine Verschlüsselung für eine sichere Kommunikation sowie Emojis für ein kleinwenig mehr Spaß in den Mails verfügbar. Wer also auf das Outlook-Komplettpaket und dessen praktisches Zusammenspiel von Email-Client, Adressbuch, Kalender sowie Aufgabenverwaltung und Zuteilung verzichten kann, kommt mit den abgespeckten Outlook Alternativen meist ganz gut zurecht. Die beliebtesten Alternativprogramme „light“ sind:

  • Opera Mail: Dieser kostenlose Email-Client aus Norwegen basiert auf dem beliebten Webbrowser von Opera. Das Programm ist schlank, nutzerfreundlich, sehr schnell und sicher. Die Onlinehilfe ist allerdings nur auf Englisch verfügbar.
  • Outlook Web Application (OWA): Diese browsergestützte Clientlösung aus dem Hause Microsoft speichert alle Daten in der Microsoft-Cloud und nicht auf Ihrer Festplatte. Das vereinfacht den Zugriff von unterschiedlichen Geräten aus und das Synchronisieren mit verschiedenen Exchange-Konten. OWA ist kostenlos, besitzt allerdings gegenüber der Vollversion von Outlook (als Teil des Office-Pakets) nur einen abgespeckten Funktionsumfang.
  • Posteo: Dieser Email-Client erbringt seine Dienstleistung komplett in Deutschland. Der Funktionsumfang ist zwar nicht so hoch wie bei Outlook, dafür punktet diese Alternative v.a. mit hohen Standards beim Datenschutz und der Kommunikationssicherheit sowie durch die Verwendung von 100% Ökostrom aus nachhaltigen Energiequellen. Die Kosten für das Programm betragen einen Euro pro Monat.

Leistungsstarke Outlook Alternativen: Thunderbird, SeaMonkey und LibreOffice
Wer das Komplettpaket von Outlook möglichst genauso gut oder sogar noch besser „kopiert“ haben will, tut sich bei der Suche schon deutlich schwerer. Den vollen Leistungsumfang können im Grunde nur vier Konkurrenten abdecken. Davon sind drei sogar kostenlos.

  • Mozilla Thunderbird: Die Nummer Eins unter den kostenfreien Outlook Alternativen ist sowohl für Windows als auch Mac verfügbar. Eine sichere Email-Verschlüsselung und die Verwaltung von RSS-Feeds gehören genauso zum Funktionsrepertoire, wie ein AddOn-Manager zum individuellen Erweitern des Funktionsumfangs und zusätzlicher Feature (siehe unten).
  • Mozilla SeaMonkey: Dieses kostenlose Komplettpaket für Mac, Windows und Linux vereint Webbrowser, Email-Client und Chat-Programm in einem Programm. Es stammt ursprünglich von dem Web-Pionier Netscape und wurde dann unter dem Label der Mozilla-Gruppe weiterentwickelt. Die Optik (Themes) und Funktionen (AddOns) können mit einem integrierten Manager vielfältig angepasst werden. Im Prinzip lässt sich so eine individuelle Kombination verschiedener Mozilla-Projekte zusammenstellen. Ungeübte, die nur einen normalen Email-Client suchen, können bei dieser Outlook Alternative allerdings leicht den Durchblick verlieren.
  • OpenOffice und LibreOffice: Seit dem Jahr 2010 gehen diese beiden Open-Source-Projekte getrennte Wege. LibreOffice basiert auf OpenOffice und galt lange Zeit als modernere Variante. Im Herbst 2016 hat OpenOffice allerdings mit einer überarbeiteten Programmversion nachgelegt. Beide Konkurrenten präsentieren sich als leicht abgespeckte, aber dafür kostenlose Alternativen zu Microsofts gesamten Office-Programmpaket und enthalten somit neben einer Outlook-Alternative auch äquivalente Programme für Excel, Word und PowerPoint (nur mit anderen Namen).
  • Primero: In der kostenfreien Privatanwenderversion (Primero Free Edition) sind die rudimentären Funktionen zum Verwalten der Emailkommunikation, Kontaktadressen und Kalendertermine verfügbar. Wer jedoch den vollen Funktionsumfang haben will, oder das Programm geschäftlich nutzt, muss sich für eine der beiden kostenpflichtigen Versionen entscheiden. Dann überzeugt das Programm durch ein zusätzliches Tool für die Zusammenarbeit im Team. Größte Nachteile: Primero ist aktuell nur für Windows verfügbar und der Preis ist ähnlich teuer wie für Outlook.

Darauf kommt es an: Gutes mit AddOns noch weiter verbessern!

Viele Computerprogramme lassen sich mit AddOns und AddIns weiter aufrüsten. Diese kleinen Zusatzprogramme fügen dem Originalprogramm neue Funktionen hinzu und erweitern dadurch die Funktionalität und die Einsatzmöglichkeiten. Für Mozillas Outlook-Alternative Thunderbird ist beispielsweise das kostenfreie AddOn Lightning verfügbar. Dieses Kalendermodul vereinfacht die Verwaltung der Aufgaben und Termine.

Und Sie?

Unserer Meinung nach gibt es für Privatanwender zwar durchaus sinnvolle Alternativen, aber im Berufsalltag ist Outlook nahezu alternativlos. Als Spezialisten für mehr Effizienz im Büro kennen wir alle gängigen Bürosoftwares und können die jeweiligen Stärken und Schwächen, Vor- und Nachteile gut einschätzen. Outlook ist zwar kostenpflichtig, aber dafür überzeugt es nicht nur als wirkungsmächtiges Komplettpaket, es verfügt zudem auch über zahlreiche Schnittstellen zu anderen Programmen, die im beruflichen Kontext extrem praktisch sind, z.B.
• Outlook für die Teamarbeit aufrüsten: Seit 2016 ist das Collaboration-Tool Wunderlist als AddIn für Outlook verfügbar. Die Kombination vereinfacht die dezentrale und asynchrone Zusammenarbeit im Team enorm!
• Outlook hat viele tolle Funktionen, die die meisten Anwender noch gar nicht kennen – hier finden Sie eine gute Anleitung zum Einstellen Ihres Outlook-Postfachs.
Outlook und das Notizprogramm OneNote ergänzen sich hervorragend. Mit OneNote (ebenfalls aus dem Hause Microsoft) können Sie intuitiv, einfach und schnell virtuelle Notizen erstellen, verwalten und beliebig weiterbearbeiten.

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