Aus 2 mach 1: Die OneNote-App (UWP) wird die neue Standardversion



„OneNote wird eingestellt…“, „OneNote 2016 ist die letzte Programm-Version“, „Es wird kein OneNote 2019 geben…“ – so ähnlich lauteten kürzlich die Schlagzeilen nach Microsofts Ankündigung zur Zukunft des beliebten Notizbuchprogramms. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn Microsoft überarbeitet aktuell lediglich seine Produktpalette rund um den praktischen Notizhelfer und räumt dabei den entstandenen Versionen-Wildwuchs der letzten Jahre auf. Die gute Nachricht ist also: OneNote wird bleiben – und zwar die App-Version. Wir erklären, was das bedeutet und was sich für Sie ändert.

Was ist das Problem mit der OneNote-App für Desktop-Computer?

Die erste Desktopversion von OneNote kam bereits 2003 auf den Markt. Seitdem hat sich in der schnelllebigen IT-Welt einiges verändert, z.B. der Programmcode und die Programmierumgebung. „Neu“ ist auch der rasante Siegeszug der Cloud-Infrastruktur, die das Zusammenspiel der unterschiedlichen Geräteklassen vereinfacht (PC/Notebook, Tablet und Smartphone).

Im Ergebnis hat sich der Programmcode der ursprünglichen OneNote-Desktopversion zeitlich überholt und ist unwiderruflich veraltet.

Zwischenzeitlich hat Microsoft auch eine OneNote-App für Desktop-Computer mit einem moderneren Programmiercode herausgegeben. Diese ist Teil des Windows-Betriebssystems (nicht von MS Office), besitzt eine noch einfachere Bedienoberfläche und ist für die zukünftigen Entwicklungen im Programmierbereich besser geeignet.

Daher hat Microsoft im Frühjahr 2018 angekündigt, künftig voll und ganz auf diese App-Version zu setzen und nur noch diese weiterzuentwickeln.

Was das genau für Sie bedeutet, erfahren Sie hier.

So funktioniert es: Das Ziel von Microsoft

Microsoft will alle vorhandenen Programmversionen von OneNote vereinheitlichen. So soll die Bedienung und das „Look&Feel“ des Notierprogramms auf Smartphones, Tablets, Desktop-PCs und Macs nahezu identisch werden. Und dies gewährleistet die modernere OneNote-App-Version (die für das Betriebssystem Windows entwickelt wurde) besser, als die Desktop-Programmversion, die im Rahmen der Officepakete (Excel, Outlook, PowerPoint und Word) erhältlich ist. Denn die App setzt unter anderem stärker auf die Bedienung mit „Kacheln“ und ist damit den mobilen Programmvarianten auch optisch ähnlicher. Das ist der Grund, warum Microsoft künftig nur noch die kostenlose OneNote-App weiterentwickelt und im Zuge dessen das bisherige Zugpferd, die Desktopversion OneNote 2016, in den verdienten Ruhestand schickt (es wird somit kein neues OneNote 2019 geben).

Der Unterschied zwischen den beiden OneNote-Desktopversionen:

Die beiden verschiedenen OneNote-Programmversionen für Desktop-Computer unterscheiden sich nicht nur in ihrem Programmcode und der geringfügig anderen Bedienoberfläche, sondern natürlich auch im Programmnamen:

  • OneNote 2016: Immer, wenn eine Jahreszahl hinter dem Programmnamen genannt wird, handelt es sich um die künftig veraltete Programmvariante. Dies war bislang die Vollversion und Bestandteil der Office-Pakete (z.B. von Microsoft Office 2016 oder Office365).
  • OneNote (Windows-10-App / UWP): Wenn in der Schnellstartleiste lediglich „OneNote“ als Programmnamen angezeigt wird, handelt es sich um die bei Windows-Rechnern vorinstallierte Windows-10-App, die häufig auch einfach als OneNote-App bezeichnet wird. („UWP-App“ steht für Universelle Windows Plattform App.)

Die unterschiedlichen OneNote-Desktopversionen im direkten Vergleich:

OneNote 2016 (bisherige Vollversion): OneNote-App (Windows-10-App / UWP):
  • Voller Funktionsumfang
  • Auch lokale Speicherung der Notizbücher auf dem eigenen PC oder im LAN-Netzwerk möglich
  • Bei einem Umstieg von Office 2016 auf Office 2019 (ab Herbst 2018) bleibt ein bis dato schon einmal genutztes OneNote 2016 weiter bestehen
  • Bei einer Neuinstallation von Office 2019 wird jedoch kein OneNote 2016/2019 mehr dabei sein
  • Der Support für Office 2016 endet im Oktober 2020, kann aber mit einem Extended-Support noch problemlos bis Oktober 2025 verlängert werden (u.a. für Sicherheitsupdates)
  • Intuitivere Bedienoberfläche
  • Für die handschriftliche Stifteingabe optimiert (via Touchscreen)
  • Bislang allerdings nur mit einem eingeschränkten Funktionsumfang
  • Die bisher in der App-Version fehlenden Funktionen werden nach und nach integriert, sowie auch gänzlich neue Features
  • Die neuen OneNote-Funktionen werden automatischen mit den regelmäßigen Updates hinzugefügt
  • Die Speicherung ist nur in der Microsoft-Cloud OneDrive möglich
  • Die Cloud ermöglicht allerdings auch neue Features, wie z.B. eine erheblich schnellere Synchronisations-Engine

Im Gegenzug gibt es ab Herbst 2018 (Office 2019) neue Funktionen für die OneNote-App

Die neuen OneNote-App-Funktionen ab Herbst 2018 (als Ersatz für OneNote 2019):
Microsoft integriert derzeit die meisten noch fehlenden Funktionen von OneNote 2016 in die bisher deutlich funktionsschwächere OneNote-App. Das mittelfristige Ziel ist die Funktionsgleichheit. Darüber hinaus kommen durch die Weiterentwicklung der App aber auch völlig neue Funktionen hinzu. Hier ein Überblick über die für die zweite Jahreshälfte 2018 angekündigten Neuerungen:

  • Deutlich schnellere Synchronisation: Die OneNote-App erhält eine neue Synchronisations-Engine, die erheblich schneller und effizienter abspeichert. Eine Besonderheit dabei ist, dass nur noch die Änderungen innerhalb eines Notizbuches abgespeichert werden und nicht mehr das gesamte Notizbuch an sich. Das erhöht den Bedienkomfort und reduziert die zu übermittelnden Daten erheblich, was besonders für mobile Anwendungen interessant ist.
  • Weiterentwicklung der „Tag“-Funktion: Die „Tag“-Funktion (Anhänger, Etiketten) war bislang in der OneNote-App-Version nicht verfügbar und wird nun ebenfalls integriert. Demnach sollen den Nutzern geteilter Notizbücher künftig auch die Anmerkungen der Kollegen angezeigt werden.
  • Eingebettete Dokumente gleichzeitig bearbeiten: In OneDrive abgespeicherte Dokumente können künftig in die OneNote-App „eingebettet“ werden. Diese werden dann als Live-Vorschau (Preview) angezeigt und können ganz normal in OneNote bearbeitet werden – und das sogar von mehreren Nutzern gleichzeitig. Der Clou: Die aus OneDrive eingebetteten und bearbeitbaren Dokumente erhöhen dabei nicht die Dateigröße und damit den Speicherbedarf des OneNote-Notizbuchs.
  • Verbesserte Freihand-in-Text-Funktion: Die handschriftliche Stifteingabe wird noch besser erkannt und sicherer in getippten Text konvertiert.
  • Bessere Mathematik-Engine: Die OneNote-App kann nun auch komplexe Mathematikrechnungen visualisieren. So kann man sich z.B. ein Diagramm aus mehreren Funktionen erstellen lassen, bzw. mehrere Funktionen in demselben Diagramm darstellen lassen. Dafür genügt es, einfach mehrere Funktionen in getrennte Zeilen zu schreiben und dann auf die Schaltfläche → Mathematik zu klicken. Der Freihand-Mathe-Assistent unterstützt zudem bei handschriftlichen Zeichnungen und transformiert die Zeichnungen in mathematische Formen.
  • Leichteres einfügen von Online-Videos: Die neue App-Version verfügt auch über einen eigenen Online-Video-Button in der Menüleiste. Damit lassen sich Internetvideos noch leichter direkt in die eigenen Notizbuch-Unterlagen integrieren.
  • Differenziertere Textformatierung: Auch die Layoutgestaltung der eigenen Notizen ist in der OneNote-App künftig einfacher gelöst. So lassen sich beispielsweise Tabellen auch ohne Rahmenlinien darstellen oder Symbole und Sonderzeichen einfacher und schneller einfügen.
  • Dateien von der Festplatte nach OneDrive verschieben: Für einen reibungslosen Umstieg von der Desktop-Version auf die OneNote-App wurde bereits im April 2018 die neue Funktion hinzugefügt, dass die auf der lokalen Festplatte abgespeicherten Notizbücher problemlos nach OneDrive verschoben werden können.

DARAUF KOMMT ES AN

Wir erklären Ihnen in einer neuen Beitragsserie die OneNote-App
und erleichtern Ihnen damit den Umstieg!

Sie haben bislang nur mit der Desktop-Version gearbeitet und kennen die OneNote-App noch gar nicht? Kein Problem. Die beiden Programmvarianten sind sich sehr ähnlich, so dass ein Umstieg nahezu reibungslos möglich ist. Und wir unterstützen Sie auch tatkräftig dabei! In den kommenden Wochen veröffentlichen wir hier in dem Blog-Bereich von Büro Kaizen eine 10-teilige Beitragsserie zu der neuen OneNote-App.

So können Sie sich selbst von den Möglichkeiten und Vorzügen der neuen Standardprogrammversion überzeugen!

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