Datensicherung: Liegt Abrahams Schoß in der Cloud? (Teil 2/2)



Im ersten Teil des Artikels habe ich Ihnen die grundlegenden Überlegungen zur Datensicherung vermittelt. In Teil 2 zum Thema geht es um die Cloud, um Ihr Konzept und warum es bei diesem Thema auf jeden Einzelnen ankommt. Denn - auch bei der Datensicherung gilt: Lassen Sie Ihr Team Verantwortung übernehmen.

Datensicherung in der Cloud: Wie sicher ist der "Wolkenspeicher" wirklich?

Anstatt sich eine zweiten Server aufs Unternehmensgelände zu stellen, kann man die Daten auch bei einem Anbieter für Cloudspeicher sichern lassen. Diese Art der Datensicherung kostet lediglich Miete, allerdings befinden sich die Daten nicht mehr im eigenen Haus - Seriosität ist daher entscheidend. Denn wo die Daten tatsächlich gespeichert werden, kann man bei vielen Cloud-Anbietern nicht beeinflussen. Ob die Datensicherung auf einer Festplatte auf Hawaii, in Australien oder China durchgeführt wird, ist im Zeitalter der globalen Datennetze zwar technisch egal - aber keinesfalls aus rechtlicher Sicht. So ist es in manchen Branchen aus juristischen Gründen erforderlich, dass sich der Cloudspeicher auf deutschem oder zumindest europäischem Boden befindet.

Sie sollten sich für Ihre Datensicherung an einen Anbieter wenden, der aussschließlich Server in Deutschland oder Europa betreibt und diese nach einem transparenten Sicherheitskonzept schützt. Kommt es hier zu einer rechtlichen Auseinandersetzung, müssen Sie Ihre Forderung nicht vor einem US-Gericht oder gar einem chinesischen Gericht einklagen. Bei der Wahl der Anbieter gilt: Trotz großem Werbedruck muss es nicht das große rosa “T” sein - auch kleinere Anbieter haben sichere, redundante und vor allem kosteneffizientere Cloudsysteme nach festgelegten, internationalen Sicherheitsstandards.

Neue Herausforderungen fuer Datensicherung
Die vielfältigen mobilen Einsatzmöglichkeiten schaffen neue Herausforderungen für die Datensicherung.

Datensicherung fängt bei jedem Mitarbeiter an

Sie haben einen feuerfesten Server, Sie haben einen zweiten Server und Sie sichern alle Daten bei einem vertrauenswürdigen Cloud-Anbieter? Alles richtig gemacht. Nutzt aber nichts, wenn Ihre Mitarbeiter weiter mit privaten USB-Sticks im Büro hantieren, ihre Smartphones an den Arbeitsplatzrechner anschließen und ihre Notebooks am Flughafen liegenlassen. Jedes gute IT-Sicherheitskonzept hat daher auch mit Pädagogik zu tun – Daten müssen bei allen Mitarbeitern als ein besonders schützenswertes Gut verankert werden.

Stellen Sie daher klare Regeln für den Umgang mit Speichermedien und Computern jeder Art auf. Mitgebrachte USB-Sticks, Speicherkarten und CDs sind an Unternehmensrechnern tabu, da sie Viren und andere Schadprogramme von außen in das Unternehmensnetzwerk tragen können. Ähnlich klar muss der Zugriff auf die Rechner geregelt werden: Nur Betriebsangehörige dürfen die Daten einsehen und kopieren. Eingeschränkte Benutzerrechte auf den Computern verhindern die Installation von potentiell schädlichen Programmen durch die Mitarbeiter und Änderungen an den grundlegenden Systemeinstellungen. Dies hat nichts mit Paranoia oder mangelndem Vertrauen zu tun - es ist, wie das Anlegen des Sicherheitsgurts im Auto, eine Vorsichtsmaßnahme für einen potentiellen Ernstfall der Datensicherung.

Datensicherung ist Existenzsicherung: Denken Sie noch heute über Ihr Konzept nach

Gehen die Daten verloren, ist ein Unternehmen heutzutage praktisch nicht mehr existent. Wer ein vernünftiges Konzept zur Datensicherung hat, sichert also auch seine Existenz und die Zukunft seiner Mitarbeiter. Hier ist kein Platz für Fehler und Nachlässigkeit - Fangen Sie heute noch mit Ihren Überlegungen an! Diese müssen Sie jedoch nicht allein anstellen: Professionelle Berater können Ihnen schnell helfen, die richtigen Dinge sofort zu tun und Ihre Daten sicherer und produktiver zu verwalten. Ich freue mich über Ihre Kommentare und Erfahrungen – gemeinsam können wir so das Thema Datensicherung in eine gut gesicherte Zukunft führen.



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