Doppelt gestellt hält besser: Wann sich zwei Bildschirme lohnen



Programme, Dokumente und Präsentationen – oft benötigen wir mehrere Anwendungen für die aktuelle Aufgabe. Hin- und her zu klicken kostet Zeit und Konzentration. In vielen Fällen lohnt sich deshalb ein zweiter Monitor. Zumal schon frühere Untersuchungen des Frauenhofer-Instituts ergeben haben: Die Arbeit mit mehreren Bildschirmen ist um mehr als ein Drittel produktiver. Da lohnt es sich, über einen zweiten Bildschirm nachzudenken. In meinem heutigen Beitrag zeige ich Ihnen, wann sich dieser Schritt lohnt und gebe Ihnen Tipps für Anschluss und Anwendung.

INHALTSVERZEICHNIS

Zwei für viele Fälle

Zwei Monitore einzusetzen lohnt sich zum Beispiel in folgenden Arbeitssituationen:

  • Fotos und Videos bearbeiten
  • Dokumente korrigieren

In diesen Fällen öffnen Sie die Dokumente auf beiden Monitoren und lassen das eine im Original stehen, während Sie das andere bearbeiten und als Version abspeichern.

  • Excel-Tabellen

Wenn Sie Daten aus einer Excel-Tabelle oder einem anderen Office-Dokument benötigen, bewährt sich ebenfalls der Einsatz von zwei Bildschirmen: Auf dem ersten öffnen Sie die Tabelle und wählen die Daten aus, um sie dann in das Dokument auf dem zweiten Bildschirm zu übertragen.

Kurz-Beispiel: Wir bei Tempus sichten und analysieren regelmäßig unsere Kennzahlen. Dafür öffnet meine Assistentin auf dem einen Monitor die Kennzahlentabelle, auf der anderen Seite die Analyse. So arbeitet sie konzentriert und flüssig, spart Zeit und Energie.

  • Programmieraufgaben

Hier öffnen Sie die Softwaredokumentation auf dem einen Monitor, während Sie auf dem anderen an dem Programm arbeiten.

  • Text schreiben

Sie erleichtern Sie sich die Arbeit durch den Einsatz von zwei Monitoren, indem Sie auf dem einen Monitor recherchieren, auf dem anderen Ihren Text schreiben.

Achtung: Einen zweiten Bildschirm zu installieren, um die E-Mail-Flut im Blick zu haben, ist keine Lösung, sondern sorgt für Ablenkung und Stress. Was hier wirklich hilft, zeige ich Ihnen in diesem Video:

Vorschaubild

Platz ist auf der kleinsten Fläche

Zwei Bildschirme auf einem Schreibtisch – das erfordert nicht unbedingt die Anschaffung eines größeren Schreibtisches. Meist helfen schon ein kritischer Blick und eine ordnende Hand, um auf dem Schreibtisch genügend Platz zu schaffen. Hier mein

Mit klarem Blick

Um zwei Bildschirme optimal zu nutzen, haben sich folgende Tipps bewährt:

  • Beide Bildschirme stehen so, dass die Blickrichtung parallel zur Beleuchtung verläuft. Wenn nötig, lässt sich der Lichteinfall von Fenstern mit Rollos regulieren.
  • Matte, entspiegelte Oberflächen vermeiden störende Blendungen.
  • Die Bildschirme stehen nah beieinander und haben dieselbe Qualität und Auflösung. Am besten erreicht man dies mit zwei Bildschirmen vom selben Typ.
  • Format und Größe der Bildschirme sind auf die Arbeitsaufgaben abgestimmt.
  • Die Bildschirme lassen sich leicht drehen und neigen, sind im besten Fall sogar höhenverstellbar.
  • Die Darstellungen sind gleichmäßig und stabil.
  • Kontrast, Helligkeit und Zeichenqualität sind augenfreundlich.
  • Der Abstand zwischen Augen und Bildschirmen ist gleich groß und entspricht den individuellen Bedürfnissen des Nutzers. Manche empfinden hier eine Aufstellung im Halbrund als angenehm.
  • Sehr junge Nutzer mit noch gut anpassungsfähigen Augen können auch unterschiedliche Sehabstände verkraften und dabei sogar die Anpassungsfähigkeit trainieren, fand Ernst-Udo Haner vom Frauenhofer Institut heraus.
  • Allgemein wird empfohlen, dass die Bildschirme etwas tiefer stehen, so dass der Blick des Nutzers leicht nach unten geneigt ist. Besonders Träger von Gleitsichtbrillen empfinden diese Haltung häufig als angenehm.

zwei-bildschirme-aufgestellt-computer
Gut aufgestellt: Zwei Bildschirme an einem Computer.

Entspannung-Tipp: Gönnen Sie Ihren Augen nach jeder Stunde eine Pause von fünf oder zehn Minuten:

  • Schließen Sie die Augen und bewegen Sie den Blick fünf- bis zehn Mal nach oben, unten, links, rechts.
  • Blinzeln Sie einige Male, das lockert die Augenlider und befeuchtet die Augen.
  • Treten Sie ans Fenster, schauen Sie in die Ferne.

Extra-Tipp: Sorgen Sie mit meinen Tipps für Bürogymnastik für regelmäßige Lockerung der wichtigsten Muskelgruppen – Sie werden staunen, wie kleine Übungen „Großes“ bewirken.

zwei-bildschirme-bewegung-buerogymnastik
Egal, ob ein oder zwei Bildschirme zum Einsatz kommen: Bürogymnastik zwischendurch tut gut.

Passt oder wird passend gemacht

Nun wird es technisch. Ich zeige Ihnen, welche Voraussetzungen Sie für den Anschluss eines zweiten Monitors benötigen:

Wenn sie einen Desktop-Computer nutzen, finden Sie hier einen zweiten VGA- oder DVI-A-Anschluss oder einen HDMI-Port. So heißen die Anschlüsse, die für die Verbindung mit Monitoren geeignet sind.

Tipp: Machen Sie eine Foto der vorhandenen Anschlüsse, und zeigen Sie es dem Verkäufer. So stellen Sie sicher, dass am Computer ein passender Anschluss für den Monitor Ihrer Wahl vorhanden ist.

Falls Ihr Computer nicht den passenden Anschluss bietet, arbeiten Sie einfach mit einem Adapter.

Zwei Bildschirme sind prima – doch gegen die E-Mail-Flut helfen sie nicht. Klick um zu Tweeten

Ist der Monitor angeschlossen, passen Sie die Auflösung an:

  • 1. Wählen Sie im Kontextmenü den Link zu „Anzeigeeinstellungen“.
  • 2. Windows findet den zweiten Bildschirm über die Funktion „Erkennen“.
  • 3. Klicken Sie hier „mehrere anzeigen“ an.
  • 4. Sollen beide Monitore denselben Inhalt anzeigen, klicken Sie auf „diese Anzeigen duplizieren“.
  • 5. Unter „Erweiterte Anzeigeeinstellungen könne Sie die Auflösung der Monitore einstellen. Empfehlenswert ist hier der höchste Wert.

Tipp: Prüfen Sie vorab, ob die Grafikkarte Ihres Computers für einen zweiten Monitor geeignet ist; besonders, wenn Sie mit Bilder und Filme bearbeiten wollen. Lassen Sie sich im Zweifel von einem Hardware-Spezialisten beraten.

Kabelsalat vermeiden: Ein Bildschirm mehr bedeutet, mindestens ein Kabel mehr unterzubringen. Wie Sie Kabelsalat vermeiden, zeige ich Ihnen in meinem Beitrag Nie mehr Ärger mit Kabel, Akku und Co.

Und Sie?

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Einsatz von zwei Bildschirmen gemacht? Oder haben Sie noch Fragen dazu? Schreiben Sie mir oder hinterlassen Sie einen Kommentar unter diesem Artikel, ich freue mich darauf!

Zum Weiterlesen

Sie sind noch unentschlossen, ob Sie einen zweiten Bildschirm anschaffen wollen? Dann kann Ihnen mein Artikel Sind mehrere Bildschirme Fluch oder Segen dabei helfen, Ihre Entscheidung zu finden.

Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, wie Sie die tägliche E-Mail-Flut in den Griff bekommen, dann ist mein kostenloses E-Book E-Mail-Stress ade genau richtig für Sie. Laden Sie es sich herunter und freuen Sie sich auf die bewährten, einfachen Tipps, die Sie sofort umsetzen können.

email-stress-flut-ade-ebook
Die E-Mail-Flut entspannt meistern – ganz ohne zweiten Bildschirm.

„Sitzen ist das neue Rauchen“ – ist zum geflügelten Wort geworden. Auch mit zwei Bildschirmen kann man zeitweise im Stehen arbeiten. Lesen Sie hier mehr dazu: Ich steh auf Arbeit.



Auf der Suche nach mehr Tipps zum Themenschwerpunkt: Arbeitsplatz? Wir haben die wichtigsten Erfolgsstrategien zum Thema “persönlicher Arbeitsplatz” aufbereitet. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!

2 Kommentare
  • Ich arbeite seit circa 2 Jahren mit zwei Bildschirmen und möchte es nicht mehr anders. Es erleichtert das Arbeiten in vielen Situationen. Wer die Möglichkeit hat es mal auszuprobieren, sollte es tun. Ich kann es nur empfehlen.

  • Ich habe zwei Bildschirme und möchte sie nicht mehr missen. Allerdings muss ich ständig meinem Chef klar machen, dass das nicht bedeutet, dass ich doppelt so schnell arbeite. :-)


Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht öffentlich angezeigt.




Schlagwörter: