Microsoft Surface Go: Multimedia-Tablets, zum Arbeiten fast zu klein

26. Juli 2020

Inhaltsverzeichnis

  1. Surface Go und Surface Go 2 – Auflösung, Arbeitsspeicher, Festplatten, Prozessoren und Anschlüsse
  2. Kamera, Display und Gewicht
  3. Die Leistung der Surface Go-Tablets
  4. Das Type Cover beim Surface Go – ja oder nein?
  5. Lautsprecher und Lärm des Microsoft Surface Go
  6. Das Microsoft Surface Go in der täglichen Nutzung

Das Surface Go ist in der Reihe der Microsoft Surface-Produkte ein noch junger Tablet-PC. Die erste Version kam im Sommer 2018 auf den Markt, und diese hat mit dem Surface Go 2 seit Frühjahr 2020 auch erst einen einzigen Nachfolger. In diesem Beitrag möchten wir die Modelle näher vorstellen und dabei auch untersuchen, für welche Anwendungsbereiche das Surface Go und das Surface Go 2 in Frage kommen. Da sich beide Rechner nicht großartig voneinander unterscheiden.

1. Surface Go und Surface Go 2 – Auflösung, Arbeitsspeicher, Festplatten, Prozessoren und Anschlüsse

Unter der Haube des Microsoft Surface Go mit einem zehn Zoll großen Display (Auflösung: 1.800 x 1.200 Pixel) befindet sich ein Intel Pentium 4415Y-Prozessor. Die Basisversion ist mit 64 GB SSD-Speicher ausgerüstet bei vier GB RAM, für einen Aufpreis bekommen Sie acht GB RAM und 128 GB SSD-Speicher. Zudem gibt es eine LTE-Version, die ebenfalls gegen einen Zuschlag erhältlich ist. Die Akkulaufzeit wird mit neun Stunden angegeben.

Der 2020 erschienene Nachfolger schafft es, bei den exakt gleichen Abmessungen ein Display aufzubieten, das einen halben Zoll größer ist als in der ursprünglichen Variante. Die Auflösung ist mit 1.920 auf 1.280 Pixel verbessert worden.

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Das Surface Go-Tablet von Microsoft mit Surface Pen. Angeschlossen ist ein Type Cover. Bildquelle: Wikipedia (Lizenz: Public Domain)

Und auch die Akkulaufzeit ist bei diesem Gerät länger – statt neun Stunden hält die Batterie des Surface Go 2 nun zehn Stunden durch, wenn man Videos wiedergibt. Den Surface Go 2 bekommen Sie entweder ebenfalls mit dem Intel Pentium 4425Y oder dem Intel Core m3 8100Y. Beide Generationen verfügen jeweils über einen Kopfhörereingang, einen microSD-Kartenslot, einen magnetischen Stromanschluss sowie einen USB-Port Type C. Type Cover und Eingabestift – der Surface Pen – müssen bei der Anschaffung gesondert bezahlt werden.

2. Kamera, Display und Gewicht

Die Anmeldung am Gerät erfolgt auf biometrischem Weg ohne Passwort, sondern über die sogenannte Windows Hello-Kamera per Gesichtserkennung. Ein LED-Blitz ist nicht verbaut, die Auflösung von fünf Megapixeln (vorn und hinten) werden gut, solange das Licht der Umgebung ausreichend ist.

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Der Willkommen-Bildschirm von Windows Hello. Bildquelle: Wikipedia (Lizenz: Public Domain)

Die Auflösung des Displays ist sowohl beim Surface Go als auch beim Surface Go 2 hervorragend für die Größe des Displays, Kontraste und Farben werden in beiden Fällen sehr gut dargestellt. Entspiegelt ist der Bildschirm aber nicht.

Ohne Type Cover (also die externe Tastatur) bringen die Tablets ein Gewicht von ca. 523 Gramm auf die Waage. Wenn Sie das Type Cover kaufen und dazuzählen, dann sind es 764 Gramm. Das Design der Tablets ist aufgrund der etwas dick ausgefallenen Ränder an der Seite des Bildschirms nicht unbedingt futuristisch, aber solide, und das gilt auch für die Verarbeitung der Geräte.

Das Praktische an den etwas dicker ausgefallenen Rändern ist, dass Sie das Tablet mit der Hand viel besser halten können, wenn Sie es nicht vor sich auf eine ebene Fläche stellen können oder wollen. Versehentliche Aktionen auf dem Bildschirm werden dadurch nicht ausgeführt.

3. Die Leistung der Surface Go-Tablets

Die Akkulaufzeit von neun bzw. zehn Stunden ist zunächst einmal keine schlechte Benchmark. Es kommt natürlich immer darauf an, für was Sie das Gerät verwenden möchten. Zum Spielen und zum Videoschauen für unterwegs sind die Tablets ideal, auch das Surfen, die Bildbearbeitung und einfaches Arbeiten mit Office gehen gut von der Hand. Schwierig wird es, wenn Sie anspruchsvollere Büroaufgaben auf diesen Geräten durchführen möchten – aber nicht aufgrund der Laufzeit des Akkus, sondern weil Surface Go und Surface Go 2 auf Dauer zu klein dafür sind.

4. Das Type Cover beim Surface Go – ja oder nein?

Geld sparen wollen ist in vielen Fällen eine lobenswerte Einstellung, in Sachen Elektronik wird aber oft am falschen Ende gespart. Das gilt auch für das Type Cover, jene externe Tastatur, die aus zwei Gründen sinnvoll ist.

Wenn Sie dieses Teil zuklappen, können Sie es nämlich als Displayschutz benutzen, sollten Sie keine Hülle oder Ähnliches besitzen. Und wenn Sie das Type Cover ausklappen und andocken, dann verfügen Sie über eine komplette Tastatur, deren Tasten nicht besonders groß sind – dafür sind sie beleuchtet. Für einige User kann die Tastengröße zum Arbeiten ausreichend sein, andere Nutzer wiederum können das Surface Go bzw. Surface Go 2 nicht über längere Zeit als Büro-Tablet benutzen.

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Das Type Cover ist praktisch und kann den Tablet-PC auch optisch aufwerten wie hier in der Farbe Burgunder. Bildquelle: Flickr (Lizenz: CC BY 2.0)

Es hängt also von den individuellen Vorlieben ab, ob Sie das Type Cover dazukaufen möchten. Zum Eingeben von Wörtern in ein Office-Dokument oder in eine Mail ist die externe Tastatur allerdings um Längen angenehmer als über die virtuelle Tastatur des Touch-Displays.

Apropos Touch: Nahezu perfekt gestaltet wurde das Touchpad, das – im Vergleich zur Kompaktheit der Tablets – relativ großzügig gestaltet worden und dadurch prima zu bedienen ist. Auch die Reaktion des Touchpads hinsichtlich der Empfindlichkeit sticht positiv hervor.

5. Lautsprecher und Lärm des Microsoft Surface Go

Bei Tablets ist es fast zur Regel geworden, dass zwei Lautsprecher verbaut sind. Bei beiden Generationen der Surface Go-Serie befinden sich diese Boxen jeweils am Rande des Displays, wo sie nicht auffallen und den Sound in die Richtung des Anwenders transportieren. Die maximale Lautstärke ist zwar nicht besonders hoch, dafür erzeugen die beiden Lautsprecher einen feinen Stereoton.

Diesen Effekt haben Sie natürlich nicht, wenn Sie mit dem Tablet Filme oder Videos ansehen und dabei Kopfhörer nutzen.

Wir bleiben beim Thema Lautstärke und kommen auf den Lärm zu sprechen, den Surface Go und Surface Go 2 bei der Benutzung erzeugen: gar keinen. Das liegt daran, dass es sich jeweils um ein System ohne Lüfter handelt. Die Temperatur der Tablets steigt während der Nutzung zwar an, bleibt dabei jedoch stets unkritisch.

6. Das Microsoft Surface Go in der täglichen Nutzung

Um ein Surface Go-Tablet langfristig als Ersatz für ein Notebook mit deutlich größerer Bildschirmdiagonalen zu nutzen, müssen Anwender sich deutlich umstellen. Es ist nicht nur die Größe des Displays, die – mindestens zu Beginn – Schwierigkeiten vor allem bei der Arbeit mit dem Gerät mit sich bringt. Wer unterwegs damit zurechtkommt und das Surface Go im Home-Office oder im Büro mit einem großen externen Monitor verbindet (eine Anleitung dazu finden Sie hier), kann mit dem Device vernünftig arbeiten.

Mit einem Surface Dock oder einem USB-C Travel Hub können Sie gleichzeitig mehrere externe Geräte anschließen – neben einem Monitor zum Beispiel auch eine Tastatur.

Ausgeliefert wird das Surface Go bzw. Surface Go 2 mit Windows im S-Modus, das es Ihnen nicht erlaubt, Apps und Programme zu installieren, die von außerhalb des Microsoft Stores stammen. Mit einer einfachen Umrüstung auf Windows 10 können Sie dieses Problem umgehen.



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