Microsoft Teams vs. Slack: Vergleich der beiden besten Kommunikations-Tools


Microsoft Teams und Slack sind beides Kommunikations- & Kollaboration-Tools (Groupware) für eine produktivere Zusammenarbeit in Projekten, Arbeitsgruppen, Unternehmen und Organisationen. Während Slack bereits 2013 auf den Markt kam und als Vorreiter der bisherige Platzhirsch war, konterte Microsoft 2017 mit der eigenen Entwicklung Teams und gilt seitdem als der größte Herausforderer. In dem folgenden Vergleich zwischen Teams vs. Slack zeigen wir Ihnen die jeweiligen Vorteile auf einen Blick – denn entscheidend ist letztlich, welches der beiden Tools besser zu Ihrem Unternehmen passt!

Was ist das Problem?

Ein unvoreingenommener Vergleich zwischen Teams vs. Slack kann nicht zu einer allgemeinen Kaufempfehlung für dieses oder jenes Produkt führen oder eines davon zum absoluten Gewinner küren. Denn es kommt in der Tat stark auf die jeweiligen Bedingungen und Bedürfnisse des Unternehmens an, das die Software einsetzen will. Mit der Gegenüberstellung möchten wir Ihnen jedoch ermöglichen, das jeweils individuell für Ihr Unternehmen optimale Produkt zu wählen.

So funktioniert es:

Microsoft Teams vs. Slack: Die Hintergründe

Slack kam Mitte 2013 auf den Markt und war damit einer der ersten Pioniere im Bereich der webbasierten Instant-Massaging-Dienste. Einer der Gründer war Stewart Butterfield, der zuvor auch schon den Bilderdienst Flickr mitgegründet hatte. Anfang 2016 wollte Microsoft dann die sehr erfolgreich gestartete Anwendung für 8 Mrd. Dollar kaufen, entschied sich dann aber in letzter Sekunde doch noch für eine eigene Entwicklung. Microsofts Slack-Konkurrent Teams wurde dann im März 2017 offiziell gestartet. Seitdem gibt es einen Wettlauf, wer als erstes neue Funktionen entwickelt, die der Konkurrent dann meistens umgehend nachahmt.

 

Das können sowohl Microsoft Teams & Slack: Übersicht

In den Kernfunktionen sind sich beide Programme sehr ähnlich. Die Kommunikation zwischen Einzelpersonen oder innerhalb von Gruppen kann entweder asynchron über private Nachrichten oder in Chats in den einzelnen Themen- und Kommunikationskanälen erfolgen. Darüber hinaus stehen auch Voice-Chat-Anrufe und Videokonferenzen zur Verfügung. Hinzu kommt noch eine gemeinsame Dateiablage für den Austausch und das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten sowie auch die Möglichkeit, Drittanbieter in die Anwendung einzubinden (z.B. Google Drive). Entscheidend für den Vergleich von Microsoft Teams vs. Slack sind daher weniger die gemeinsamen Kernfunktionen, sondern die Unterschiede.

Vergleich von Teams vs. Slack: Funktionsumfang und Erweiterungsoptionen

Der Funktionsumfang der beiden Kollaboration-Konkurrenten unterscheidet sich weniger in den eigenen, nativen Funktionen, sondern vor allem in der Erweiterbarkeit durch die Integration anderer Programme und Apps.

  • Beide Kommunikations-Tools erlauben das Einbinden von Drittanbietern. Das ist besonders für Slack wichtig, denn erst durch die Integration von Google Drive oder Dropbox wird eine gemeinsame Dateiablage und das gemeinsame Bearbeiten von Dateien ermöglicht. Bei Slack können allerdings über 800 externe Apps integriert werden, bei Teams immerhin noch etwas über 180.
  • Microsoft Teams ist jedoch von vorneherein ein Bestandteil des viel größeren Office-365-Pakets. Das erlaubt einige besonders praktische „Inhouse“-Synergien mit den weiteren o365-Anwendungen, wie z.B. dem Cloudspeicher OneDrive, dem digitalen Notizbuch OneNote, dem E-Mail-Client Outlook oder dem Aufgaben- und Projektplaner-Tool Planner.
  • Auch sonst liefern sich Teams und Slack ein enges Rennen. Bei Teams können allerdings bis zu 80 Personen und nicht nur 15 an den Gruppen-Meetings teilnehmen und jedes Team hat 1TB Speicherplatz statt nur 5-20 GB wie in Slack.

Vergleich von Teams vs. Slack: Der Preis und die Verfügbarkeit kostenloser Versionen

  • Teams und Slack sind beide nahezu gleich teuer. Allerdings ist Teams keine Einzelanwendung, sondern im Rahmen der Office 365 Lizenzen als Teil der viel größeren Office-Pakete erhältlich. Der Anwender erhält somit mehr Programme, als nur Teams alleine. Da kann Slack nicht mithalten, auch wenn es zunehmend strategische Partnerschaften eingeht (z.B. mit Atlassian und dessen Tools Trello, Jira und Confluence).
  • Dafür gab und gibt es Slack auch in einer kostenlosen Version. Das ist wichtig, um externe Gäste (Kunden, Berater, Geschäftspartner) barrierefrei in das Kommuniaktions-Tool einbinden zu können, ohne dass sich diese das Tool dafür extra kaufen müssen. Diesen anfänglichen Vorteil für Slack hat Microsoft jedoch inzwischen ausgeglichen: Teams gibt es seit Juli 2018 ebenfalls in einer leicht abgespeckten kostenlosen Basisversion, zusätzlich zu der Premium-Vollversion innerhalb des kostenpflichtigen Office 365 („Freemium“-Modell).

Vergleich von Teams vs. Slack: Zusammen mit Geschäftspartnern und Kunden nutzbar (Gäste)

Das Hinzufügen von externen Nutzern als Gast in eine Kommunikationsgruppe ist – neben der Verfügbarkeit kostenloser Programmversionen – eine weitere wesentliche Voraussetzung, um auch mit Kunden und Partnern außerhalb des eigenen Unternehmens zusammenarbeiten zu können.

  • Die Möglichkeit der einfachen Zusammenarbeit mit Externen (Kunden, Auftraggebern, Geschäftspartnern, Zulieferern, Beratern etc.) war anfangs nur den Slack-Nutzern vorbehalten.
  • Im April 2018 hat Microsofts aber auch in diesem Punkt mit seinem Hauptkonkurrenten gleichgezogen und die Gastbenutzerfunktion für Office Groups (in Office 365) eingeführt.
Slack
Abbildung I: Beim Vergleich Teams vs. Slack geht es um den besseren Workspace und Workplace für die Zusammenarbeit in Unternehmen. Bild: Slack

 

Teams
Abbildung II: Teams kann wie Slack Drittanbieter-Apps einbinden, punktet aber zusätzlich durch die gute Integration der anderen Office-Programme und Tools. Bild: Microsoft

Darauf kommt es beim Teams vs. Slack Vergleich an: Arbeiten Sie bereits mit Office-Programmen?

Abgesehen von den persönlichen Sympathien für den einen oder anderen Anbieter stellt sich die Frage nach einem unterschiedlichen Funktionsumfang von Slack vs. Teams nicht wirklich. Slack entwickelt laufend neue Funktionen, um Teams auf Abstand zu halten. Microsoft greift diese jedoch umgehend auf und baut sie für sein Teams nach. Gleichzeitig wird Teams im Zuge des Ausbaus der Office 365 Umgebung fortlaufend weiter verbessert, was wiederum von Slack kopiert und imitiert wird.

Die beiden wesentlichen Entscheidungskriterien beim Vergleich von Teams vs. Slack:

  1. Benötigen Sie das Kommunikations-Tool hauptsächlich für eine produktivere Zusammenarbeit Ihrer Mitarbeiter innerhalb des eigenen Unternehmens? Dann können Sie getrost beide Programme verwenden. Arbeiten Sie hingegen besonders viel mit externen Kontakten, Kunden und Zulieferern von Außerhalb gemeinsam an Projekten, hat Slack aufgrund des im Vergleich zu Teams in der Tat etwas einfacher gelösten Hinzufügens von Gästen die Nase leicht vorne.
  2. Nutzen Sie bereits Office-Produkte? Wenn Sie für die Büroarbeit in Ihrem Unternehmen bereits Office-Software einsetzen (z.B. Outlook, Word, Excel, PowerPoint und OneNote, oder auch Yammer, PowerBI, Dynamics, SharePoint oder Delve), dann ist Teams aufgrund der Schnittstellen zu den vielen anderen Office-Programmen die ideale Ergänzung. Arbeiten Sie stattdessen vor allem mit anderen Programmen (z.B. im grafischen oder technischen Bereich), sind Sie ungebundener und Slack ist ein interessante Teams-Alternative.

Und Sie?

Haben Sie sich schon für Teams oder Slack entschieden? Teams punktet, wie bereits erwähnt, nicht zuletzt auch durch den engen Verbund mit den weiteren, vergleichsweise neuen Office 365 Tools für eine produktivere (Zusammen-)Arbeit in Unternehmen. Manche dieser Tools sind recht speziell und nicht für alle Unternehmen sinnvoll. Andere Tools wiederum, wie z.B. Planner, Yammer und Forms, richten sich jedoch an einen breiten Adressatenkreis und haben das Zeug zu einem absoluten Bestseller. Wir zeigen Ihnen, warum.

  • Microsoft Planner: Der Planner bietet alles, was Sie für eine moderne Aufgabenverwaltung in Gruppen und das Projektmanagement benötigen. Eine einfache Aufgabenerstellung, übersichtliche Bearbeitungsfortschritte, eine gemeinsam bearbeitbare Dateiablage sowie einen Gruppenkalender, Chat, Notizbuch und ein gemeinsames Postfach mit E-Mailadresse. Und das Beste: Der Planner lässt sich auch ganz leicht in Teams integrieren → „Microsoft Planner (3): Den Planner in Teams integrieren für das perfekte Kollaboration-Tool“ .
  • Microsoft Yammer: Yammer ist ein unternehmensweites soziales Mitarbeiter-Netzwerk in Office 365. Es funktioniert ähnlich wie Facebook, nur eben als internes Social-Media-Firmennetzwerk innerhalb eines Unternehmens. So können sich die Mitarbeiter leichter untereinander und abteilungsübergreifend vernetzen und unternehmensweit kommunizieren. Das Wissen der einzelnen (Spezialisten) lässt sich so produktiver teilen und Synergien besser heben → „Microsoft Yammer: Die Funktionen des sozialen Mitarbeiter-Firmennetzwerks“ .
  • Microsoft Forms: Forms ist ein praktisches Webtool von Microsoft, um schnell und einfach Online-Umfragen zu erstellen, abzuhalten und die Ergebnisse einzusehen. An den Umfragen kann jeder Teilnehmen, der einen Webbrowser besitzt. Das eignet sich beispielsweise, um schnell ein Feedback der Teamkollegen zu bestimmten Themen oder Terminen einzuholen, in einem Online-Meeting abstimmen zu lassen oder Umfragen und Preisrätsel in der eigenen Zielgruppe abzuhalten → „Microsoft Forms (2): Anleitung für das kostenlose Web-Umfrage-Tool “. 
  • Weitere praktische Tipps & Tricks, Checklisten, Vorlagen und Anleitungen rund um eine produktivere Büroarbeit finden Sie in unserem kostenlosen Büro-Kaizen Download-Center.

(Dauer 05:22 Minuten)

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