Entspannt statt lichterloh ausbrennen – Wie Sie Burnout vorbeugen



Leider geht kein rotes Lämpchen am Körper an, das vor den Gefahren der Überlastung warnt. Das Burnout-Syndrom gehört deshalb zu den häufigsten psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz. Gemeint ist ein Zustand des totalen geistigen, körperlichen und emotionalen Ausgebranntseins. Die Betroffenen merken meistens erst viel zu spät, dass sie sich durch Dauerstress überfordern und ihre seelischen und körperlichen Ressourcen rücksichtslos ausbeuten. Wer in diesem Hamsterrad sitzt, läuft so lange, bis gar nichts mehr geht. Dann hilft nur noch eine langwierige Therapie. Greifen Sie besser rechtzeitig ein und lernen Sie, wie Sie einem Burnout vorbeugen können.

Handeln Sie jetzt - und beugen Sie Burnout vor

Flattert der gelbe Zettel ins Büro, sind immer öfter psychische Leiden statt körperlicher Gebrechen der Grund dafür. Denn die Arbeit fordert nicht mehr nur, sondern überfordert zunehmend. Der Bogen wird quasi von vielen kleinen Dingen so stark gespannt, bis er reißt und das Gefühl der totalen Erschöpfung über Betroffene hereinbricht. Diesen Bogen dann wieder zu reparieren, braucht Zeit und Geduld. Sinnvoller wäre es, von Anfang an die Spannung zu reduzieren. Wie das geht, möchte ich Ihnen anhand von drei klassischen Spannungstreibern erklären.

Stopp! Burnout vorbeugen, bevor Sie völlig überfordert sind.
Besser Burnout vorbeugen, bevor Sie völlig überfordert sind.

Stressfaktor Nr. 1: Überstunden machen krank

Häufig geraten Betroffene in den Burnout, weil sie sich aufgrund der anfallenden Arbeitsfülle selbst unter Druck setzen. Sie spornen sich ständig zu Höchstleistungen an, haben hohe Ansprüche an die Perfektion ihrer Arbeit und wollen es allen recht machen. Wer regelmäßig in den Pausen durcharbeitet und unverhältnismäßig viele Überstunden ansammelt, ist ständig gestresst und steuert auf einen Burnout zu. Erste Anzeichen sind chronische Müdigkeit und das Gefühl von Überforderung. Lesen Sie auch diesen Blog-Beitrag über die typischen Anzeichen für einen Burnout.


Mein Erfolgstipp gegen Überstunden:

Viele Beschäftigte denken, dass Sie ohne Überstunden jeden Tag unerledigte Arbeiten aufschieben. Ich kann Ihnen auch nicht mehr Zeit verschaffen, aber ich kann Ihnen helfen, den Arbeitstag besser zu strukturieren! Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick über die anfallenden Tätigkeiten und sortieren Sie diese nach Wichtigkeit. Das gelingt Ihnen am leichtesten mit der nach dem US-Präsidenten benannen Eisenhower-Methode. Jede Aufgabe, die Sie Ihren Zielen näher bringt, ist wichtig. Dringend sind alle Tätigkeiten, die innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erledigt werden müssen. Alle wichtigen und dringenden Aufgaben gehören in die A-Kategorie. Wichtige aber nicht sofort dringende Arbeiten der Kategorie B terminieren Sie. Vertrödeln Sie Ihre Zeit nicht mit unwichtigen Aufgaben. Den Toner in den Drucker einfüllen, telefonisch Termine bestätigen – diese Tätigkeiten delegieren Sie.

Die Eisenhower-Matrix verdeutlicht die Grundidee dieser Methode:
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Extra-Tipp:

Sie behalten leichter den Überblick über Ihre Tagesstruktur, wenn Sie eine To-Do-Liste anlegen. Hierfür bietet sich der Aufgabenbereich von Microsoft Outlook an, wenn Sie ohnehin mit der Software arbeiten. Klicken Sie unten auf das Symbol „Aufgaben“. Es erscheint eine Liste. Tragen Sie Ihre To-Dos ein und vergeben Sie Prioritäten oder ein Fälligkeitsdatum. Wenn Sie das Thema interessiert, wird Ihnen der Podcast auf YouTube gefallen: 5 Tipps für die perfekte Aufgabenliste.

Zeitplan in Outlook Kalender einpflegen
Nutzen Sie Microsoft Outlook mit seinen vielfältigen Funktionen.

Stressfaktor Nr. 2: Keine klare Aufgabenverteilung

Ich erlebe oft in der Praxis, dass Bürobeschäftigte für zu viele Aufgaben zuständig sind. Vor allem in den Verwaltungen macht jeder irgendwie alles. Kein Wunder, dass sich schnell ein Gefühl der Überforderung entsteht. Noch schlimmer, durch unklare Zuständigkeiten werden Arbeiten doppelt und gar nicht erledigt.

Mein Erfolgstipp gegen Stress durch unklare Zuständigkeiten:

Sie arbeiten effizienter und vor allem entspannter, wenn Sie die Zuständigkeiten klar regeln und schriftlich festhalten. Ein Aushang informiert alle Beschäftigten, wer was genau bearbeitet. So reduzieren sich Rückfragen und alle sparen Zeit. Selbst ein neuer Kollege findet sich schnell zurecht, ohne das Team mit Fragen zu nerven und von der Arbeit abzuhalten. Alles Wichtige zu Zuständigkeiten erfahren Sie in diesem Blog-Beitrag.

Nutzen Sie gerne auch meine kostenlose Vorlage für Zuständigkeiten und Vertreterregelungen. Mit einem Klick auf die Grafik laden Sie die praktische Liste gratis herunter.

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Stressfaktor Nr. 3: Hektik am Arbeitsplatz

Zugegeben, wenn der Bogen bis zum Anschlag gespannt ist und sich Unerledigtes auf dem Schreibtisch stapelt, fällt gelassenes Arbeiten enorm schwer. Aber Stress bauen Sie nur erfolgreich ab, wenn Sie zwischendurch entspannen und einem möglichen Burnout vorbeugen. Und hier sind Sie gefragt: Verändern Sie unbedingt Ihre Einstellung und nehmen Sie sich und Ihre Gesundheit ernst. Denn in diesem Fall ist Vorbeugen besser als langwierig zu heilen.

Mein Erfolgstipp für mehr Entschleunigung und Gelassenheit:

Machen Sie regelmäßig Pausen. Wenn Sie durcharbeiten, sinkt Ihre Konzentration und es schleichen sich Fehler ein. Schon kleine Erholungsphasen reichen aus, um neue Energie zu tanken. Stehen Sie auf, öffnen Sie ein Fenster und genießen Sie die frische Luft. Da Bewegung meistens zu kurz kommt, überreden Sie Ihre Kollegen doch zu Bürogymnastik. Das ist gesund, macht Spaß und wirkt sich positiv auf das Team auf. Aber auch Ihre Freizeitgestaltung ist ein stabilisierender Faktor gegen Stress. Mit einem geliebten Hobby und Unternehmungen mit Familie und Freunden gelingt es Ihnen viel leichter, von der Arbeit abzuschalten und zu entspannen.

Wie Sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeitsleben und Freizeitgestaltung finden, erkläre ich Ihnen in diesem Beitrag: I feel happy – 7 Tipps für Ihre persönliche Work-Life-Balance.

Frische Luft und Bürogymnastik sorgen im Büroalltag für einen Energiekick [zum Vergrößern klicken]..
Bürogymnastik hilft Stress abzubauen und neue Energien zu tanken.

Lernen Sie, Nein zu sagen

Einen Burnout vorbeugen ist eine fortlaufende Aufgabe. Lernen Sie wie der Schütze den Bogen nicht zu überspannen: Sagen Sie auch einmal „Nein“, bevor Ihnen die Arbeit über den Kopf wächst. Das nimmt Ihnen niemand krumm. Tatsächlich schätzen Vorgesetzte und auch die Kollegen Sie noch mehr, wenn Sie klar sagen, dass Sie für zusätzliche Aufgaben zu viel zu tun haben.

Vermeiden Sie Stress durch optimierte Arbeitsabläufe

Wer gelassen arbeitet und einer sinnvollen Struktur folgt, arbeitet effizienter. Wer effizient arbeitet, verfällt nicht in Hektik und überfordert sich nicht permanent. Entspannt und mit effizienten Arbeitsabläufen erledigen Sie viel mehr Arbeit als vorher im hektischen Stressmodus.

Und Sie?

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