Burnout oder gestresst? – Wie Sie Anzeichen erkennen und kluge Strategien entwickeln

14. Juli 2020

Leider geht kein rotes Lämpchen am Körper an, das vor den Gefahren der Arbeitsüberlastung warnt. Burnout gehört deshalb zu den häufigsten psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz. Gemeint ist ein Zustand des totalen geistigen, körperlichen und emotionalen Ausgebranntseins. Die Betroffenen merken meistens viel zu spät, dass sie sich durch Dauerstress überfordern und ihre seelischen und körperlichen Ressourcen rücksichtslos ausbeuten. Wer in diesem Hamsterrad sitzt, läuft so lange, bis gar nichts mehr geht. Dann hilft nur noch eine langwierige Therapie. Greifen Sie besser rechtzeitig ein und lernen Sie, wie Sie Burnout anhand der typischen Anzeichen erkennen und mit den richtigen Maßnahmen eine langwierige Erkrankung vermeiden können.

Fühlen Sie sich langfristig von der Arbeit überfordert, droht ein Burnout.

Was ist Burnout

Die Anforderungen bei der Arbeit steigen ständig. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter merken zunächst gar nicht, dass sie zu sehr über die eigenen Grenzen gehen. Sie arbeiten langsamer und sind schnell müde, sie schlafen schlecht und sind unkonzentriert. Und nicht wenige denken, dass diese schlechte Phase ganz von alleine wieder verschwindet.

Burnout – die totale körperliche, geistige und emotionale Erschöpfung – hat schon fast den Charakter einer „Volkskrankheit“. Jährlich erkranken 2,6 Millionen Deutsche an einem oder mehreren der 130 Burnout-Symptome. Burnout ist so weitverbreitet, dass es oft schon belächelt wird. Dabei käme niemand auf die Idee, die Krankheit eines Diabetikers runterzuspielen, nur weil die Anzahl der Menschen mit Diabetes Jahr für Jahr ansteigt.

Burnout gehört zu den Stiefkindern der Erkrankungen. Dabei ist es psychisch enorm belastend und kann auch körperliche Beschwerden auslösen. Gerade unter Menschen mit Bürojobs ist Burnout auf dem Vormarsch, denn leider verschwinden die Symptome nicht von selbst. Im Gegenteil, es wird immer schlimmer: Irgendwann sitzen die Betroffenen völlig überfordert vor Ihrem Computer, starren auf den Bildschirm und können nicht einen klaren Gedanken fassen. Das geht dann nicht eine Viertelstunde so, sondern die ganzen nächsten Wochen und Monate.

Spätestens jetzt leiden auch die Kollegen und die Kundschaft massiv unter dem Burnout des Betroffenen. Wichtige Projekte und Fristen werden vergessen oder einfach nicht mehr bewältigt, was nicht nur die Prozesse im Unternehmen verzögert sondern auch für Unmut bei allen anderen Beteiligten sorgt. Ärger für das ineffiziente Verhalten verschlimmert jedoch die Situation.

Typische Burnout-Symptome

Ein Burnout kommt nicht über Nacht. Sie schlafen nicht topfit ein und wachen erschöpft und überfordert auf. Die Symptome tauchen fast unbemerkt Mini-Schritt für Mini-Schritt auf, und gerade das macht es so schwer, frühzeitig zu handeln. Damit Sie wissen, wann bei Ihnen die Alarmglocken schrillen sollten, stelle ich Ihnen einige typische Symptome des Burnouts vor. Vor allem wenn mehrere von ihnen gleichzeitig auftreten, ist es höchste Zeit, etwas für Ihre Gesundheit zu unternehmen.

  • Konzentrationsstörungen
  • Antriebslosigkeit
  • erhöhte Fehlerquote
  • reduzierte Effizienz und Effektivität
  • anhaltende Müdigkeit
  • deutlich verringerte Leistungsfähigkeit
  • verstärktes Misstrauen und Angstzustände
  • zunehmende Stimmungsschwankungen
  • Widerstand gegen Veränderungen
  • geringere Belastbarkeit
  • Rückzug aus Freizeitaktivitäten
  • zunehmende Gleichgültigkeit
  • zunehmender Zynismus
  • zunehmendes Gefühl der inneren Leere und Hoffnungslosigkeit
  • zunehmende Schlafstörungen.

Die meisten dieser Symptome können auch einen ganz anderen Hintergrund haben. Schauen Sie deshalb ganz genau hin und lassen Sie sich gegebenenfalls fachärztlich beraten. Möchten Sie weitere Informationen, wie Sie Burnout Anzeichen im Alltag aufspüren können? Dann machen Sie meinen Büro-Kaizen® Burnout-Test und gehen Sie der Ursache Ihrer Probleme oder potenzieller Problemauslöser auf den Grund. Ich hoffe, dieser Test hilft Ihnen dabei, persönliche Risikofaktoren besser zu erkennen.

Erste Burnout-Symptome wie chronische Müdigkeit sollten Sie ernst nehmen.

Wie Sie klassische Burnout-Anzeichen bei sich erkennen

Viele Menschen stecken so in ihrem Hamsterrad, dass sie die ernste Bedrohung für ihre körperliche und psychische Gesundheit gar nicht erkennen. Burnout reicht von kleinen bis massiven Anzeichen, die leicht ignoriert werden. Ich stelle Ihnen zum besseren Verständnis drei typische Burnout Anzeichen vor, die besonders häufig eintreten.

Burnout Anzeichen Nr. 1: chronische Müdigkeit

Gelegentlichen Antriebslosigkeit am Montagmorgen und nachlassende Leistungsfähigkeit am Ende der Woche sind durchaus normal. Tritt dieses Phänomen aber an mehreren Tagen oder gar Wochen hintereinander auf, sollten Sie wachsam werden. Chronischen Erschöpfung und dauerhaften Müdigkeit kann zwar auch u. a. auf einen Nährstoffmangel hinweisen, aber es ist nicht auszuschließen, dass Sie in diesem Fall ein erstes leises Burnout Anzeichen bemerken. In der Praxis stelle ich immer wieder fest, dass dauerhafte Erschöpfung eine Art Aufschrei des Körpers gegen unangenehme Zustände ist.

Mein Sofort-Tipp: Seien Sie aufmerksam

Nicht jede Unzufriedenheit mit dem cholerischen Chef oder ständige Müdigkeit ist ein Anzeichen für einen Burnout. Doch sollten Sie sich angewöhnen, eine mentale oder auch schriftliche Notiz davon zu machen, wenn Sie eines der typischen Burnout-Anzeichen bei sich erkennen. Notieren Sie auf einer Mindmap oder einer Liste alle belastenden Momente und gewichten Sie diese mit Werten auf einer Skala von 1 (sehr gering) bis 10 (sehr stark).

Burnout Anzeichen Nr. 2: Distanzierung von der Arbeit

Verlieren Sie den Spaß an Ihrer Arbeit? Wenn Sie Ihre Aufgaben vermehrt als unangenehm empfinden und sich mehr und mehr von Ihrer Arbeit distanzieren, signalisiert Ihr Körper Ihnen, dass es ihm zu viel wird. Um genauer herausfinden zu können, wo die Ursache der Antriebs- und Lustlosigkeit liegt, habe ich einen einfachen Praxistipp für Sie. Hören Sie einmal in sich hinein, ob Ihnen die Aufgaben nicht mehr zusagen, unklare Abläufe Sie stören, oder es andere ungeklärte Dinge gibt, die Ihnen die Freude an der Arbeit nehmen. Oftmals liegt hier bereits die Wurzel allen Übels. Trifft dies nicht zu, könnte sich ein Burnout anbahnen.

Mein Sofort-Tipp: Optimieren Sie die Arbeitsabläufe

Überprüfen Sie Ihren Arbeitsplatz mit Hilfe unserer Checkliste. Damit entdecken Sie vielleicht noch weitere Stellen, an denen etwas nicht optimal läuft, an denen etwas verändert oder entrümpelt werden muss. Nehmen Sie diese Funde nicht auf die leichte Schulter, sondern optimieren Sie die Arbeitsabläufe sofort. Denn selbst kleine Verbesserungen im täglichen Arbeitsablauf können schon das Zünglein an der Waage sein, das entscheidet, ob Sie sich weiter auf einen Burnout zubewegen oder ob Sie das frühzeitig verhindern können.

Laden Sie sich die kostenlose Checkliste Arbeitsplatz gleich herunter.

Burnout Anzeichen Nr. 3: Gefühl der Sinnlosigkeit

Wenn Mitarbeiter die eigene Arbeit zunehmend als sinnlos empfinden, liegt das oft an starken Hierarchien und wenig eigenverantwortlichem Arbeiten. Das kleinste Rädchen im Getriebe fühlt sich nicht wichtig. Hier helfen gemeinsame Ziele, die im Team besprochen und im Team bearbeitet werden. Wenn Mitarbeiter Mit-Unternehmer sind und den Sinn der Unternehmensziele verinnerlichen, arbeiten sie nachweislich effizienter. Und wirken dem Gefühl der Sinnlosigkeit aktiv entgegen, indem Sie der Arbeit einen klar definierten Sinn geben. Weitere Informationen zum Sinn der Eigenverantwortung für mehr Unternehmenserfolg, steht auch hier. Bleibt das Gefühl der Sinnlosigkeit trotzdem bestehen, müssen Sie weiterforschen. Scheuen Sie sich nicht, einen Arzt zu konsultieren, um auch erste Burnout Anzeichen so schnell wie möglich zu behandeln.

Mein Sofort-Tipp: Motivation und Eigenverantwortung stärken

Druck und Motivation gehen nur äußerst selten eine stabile Verbindung ein. Wenn Sie die Motivation also erhöhen, können Sie den Druck gleichzeitig reduzieren. Investieren Sie nachhaltig in die Zufriedenheit und vor allem in die Motivation Ihrer Mitarbeiter. Denn das ist nicht nur für das Unternehmen entscheidend, sondern auch ein enorm förderlicher Beitrag zur Burnout Selbsthilfe. Wer motiviert ist, arbeitet besser und effizienter. Und wer eigenverantwortlich handeln soll, Verantwortung übernehmen kann und selbst Entscheidungen treffen darf, ist zufriedener.

Überprüfen Sie aktiv, ob Sie erste Burnout-Anzeichen verspüren.

So können Sie Burnout vermeiden

Immer wieder stellen sich Unternehmer und Mitarbeiter die Frage, ob sich Burnout überhaupt vermeiden lässt? Die Erfahrung in unserem Unternehmen und die Entwicklung bei meinen Kunden zeigt: Ja, das ist auf jeden Fall möglich. Dazu gehören einerseits Änderungen, die ich als Unternehmer veranlasse, andererseits kann auch der Einzelne viel tun, um Burnout zu vermeiden. Ich zeige Ihnen heute fünf bewährte Möglichkeiten, wie Sie die Freude an der Arbeit erhalten.

Tipp Nr. 1: Wie Sie mit einfachen Ordnungstricks ein Burnout vermeiden

Keiner hat Zeit zum Aufräumen, doch alle haben Zeit zum Suchen. In der Praxis gehören Suchzeiten zu den häufigsten Effizienzkillern und damit zu den Stressfaktoren im täglichen Arbeitsablauf. Räumen Sie als Erstes Ihren Schreibtisch auf. Sie werden staunen, um wie viel effizienter und entspannter Sie Ihre tägliche Arbeit erledigen.

Wie Sie in sieben Schritten Ihren Schreibtisch für immer aufräumen, erkläre ich Ihnen in einem kurzen Beitrag auf YouTube.

Tipp Nr. 2: Priorisieren Sie Ihre Aufgaben

Burnout kann schon in dem Moment beginnen, wenn Sie einen vollen Tagesplan haben und etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt. Führen Sie ab sofort einen Jahreskalender, in dem Sie die wichtigsten Fristen, Termine und Daten eintragen. Nur so können Sie einen Überblick behalten. Übertragen Sie alles in Ihren Wochen- und Tagesplan, und fügen dort die kurzfristig hinzugekommenen Aufgaben hinzu. Priorisieren Sie jeden Tag Ihre Aufgaben, damit Sie einen Überblick über haben, was für jeden Tag ansteht.

Mein gratis Download hilft Ihnen, eine effiziente Aufgabenliste mit Microsoft Outlook zu führen:

Nutzen Sie Outlook mit seinen vielfältigen Funktionen.

Tipp Nr. 3: Terminieren Sie Ihre Aufgaben

Terminieren Sie auch, was Sie wann machen wollen, vom Beantworten von E-Mails über die Ablage bis zum Aufräumen Ihres Schreibtischs.
Wenn Sie einen so klaren Überblick über Ihre Aufgaben und ihre Prioritäten haben, wird es Ihnen viel leichter fallen, sich auf die wichtigen Arbeiten zu konzentrieren. Sie vermeiden so Stress und Hektik.

Tipp Nr. 4: Zettelwirtschaft abschaffen, Burnout vermeiden

Was hat Burnout vermeiden mit Zettelwirtschaft zu tun? Ganz einfach: Die hastig auf Post-its notierten Termine, Telefonnummern und To-dos sind ein Stressfaktor. Ständige Angst ist ihr Begleiter: Habe ich irgendwas vergessen? Wo habe ich nur diese eine wichtige Notiz? Davon abgesehen bietet die Post-it-Sammlung am Monitor oder auf der Schreibtischunterlage nicht gerade ein Bild der Ruhe und Ordnung.

Kennen Sie schon OneNote? Das kostenlose Tool von Microsoft Windows nimmt Ihre Notizen auf, dazu Bilder und Screenshots. Sogar Sprachnotizen können Sie eingeben und speichern.
Auf diese Notizen können Sie von jedem mobilen Gerät aus zugreifen. Oder sie mit anderen Nutzern teilen.

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Tipp Nr. 5: Planen Sie realistisch

Sagen Sie keine Termine zu, die Sie aller Voraussicht nach nicht einhalten können. Es ist niemandem damit gedient, wenn Sie aus lauter Höflichkeit oder Angst vor Ärger etwas zusagen, das Sie nicht schaffen können. Im Gegenteil, es verstärkt den Unmut und die Faktoren, die Sie Schritt für Schritt in den Burnout treiben. Planen Sie unbedingt realistische Pausen ein – entweder als Puffer oder als echte Pausen. Sollten Sie diese Pausen aber immer öfter als Puffer nutzen, müssen Sie Ihre Planung noch einmal besser anpassen.

Ihr Notfallplan für die Burnout-Selbsthilfe

Handeln Sie, bevor die Überlastung Sie Schachmatt setzt. Mein kleines Notfallkit zur Burnout Selbsthilfe hilft Ihnen, den Nährboden für Stress und Überforderung zu reduzieren und die psychische Gefährdung am Arbeitsplatz zu minimieren.

Stressfaktor Nr. 1: Schuldgefühle haben keinen Platz

Eine psychische Überlastung, sei es ein Burnout oder ein Erschöpfungssyndrom, entsteht sehr häufig aus zu viel Druck. Und diesen machen sich Betroffene unglücklicherweise häufig selbst. Aus Druck werden Schuldgefühle, Aufgaben nicht so gut erledigt zu haben, wie es sein sollte. Aus Schuldgefühlen entsteht eine Belastungsspirale, die am Ende krank machen kann. Stoppen Sie diese, bevor Sie in den Strudel geraten!

Mein Erfolgstipp gegen Druck:

Kommunikation ist der wichtigste Weg, um Missverständnisse zu vermeiden. Vor allem aber: definieren Sie ein neues Fehlerbewusstsein! Sie gemeinsam – Chef und Kollegen – sitzen in einem Boot. Macht einer einen Fehler, ist nicht einer alleine Schuld. Und schlimm ist das ja auch nicht, denn es birgt die Chance zur Verbesserung. Dieses Bewusstsein und vor allem das gemeinsame Einvernehmen darüber, ist entscheidend, um eine vorbeugende Burnout Selbsthilfe leisten zu können. Lesen Sie meine Empfehlung zur angstfreien Fehlerkultur.

Burnout Selbsthilfe ist Teamsache!

Stressfaktor Nr. 2: Überstunden machen krank

Häufig geraten Betroffene in den Burnout, weil sie sich aufgrund der anfallenden Arbeitsfülle selbst unter Druck setzen. Sie spornen sich ständig zu Höchstleistungen an, haben hohe Ansprüche an die Perfektion ihrer Arbeit und wollen es allen recht machen. Wer regelmäßig in den Pausen durcharbeitet und unverhältnismäßig viele Überstunden ansammelt, ist ständig gestresst und steuert auf einen Burnout zu. Erste Anzeichen sind chronische Müdigkeit und das Gefühl von Überforderung.

Mein Erfolgstipp gegen Überstunden:

Viele Beschäftigte denken, dass Sie ohne Überstunden jeden Tag unerledigte Arbeiten aufschieben. Ich kann Ihnen nicht mehr Zeit verschaffen, aber ich kann Ihnen helfen, den Arbeitstag besser zu strukturieren! Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick über die anfallenden Tätigkeiten und sortieren Sie diese nach Wichtigkeit. Das gelingt Ihnen am leichtesten mit der nach dem US-Präsidenten benannten Eisenhower-Methode. Jede Aufgabe, die Sie Ihren Zielen näher bringt, ist wichtig. Dringend sind alle Tätigkeiten, die innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erledigt werden müssen. Alle wichtigen und dringenden Aufgaben gehören in die A-Kategorie. Wichtige aber nicht sofort dringende Arbeiten der Kategorie B terminieren Sie. Vertrödeln Sie Ihre Zeit nicht mit unwichtigen Aufgaben. Den Toner in den Drucker einfüllen, telefonisch Termine bestätigen – diese Tätigkeiten delegieren Sie.

Die Eisenhower-Matrix verdeutlicht die Grundidee dieser Methode:

Was wichtig und dringend ist, muss zuerst erledigt werden.

Stressfaktor Nr. 3: Mangelnde Kommunikation

Oftmals haben Vorgesetzte gar nicht im Blick, wenn sie ihre Angestellten überfordern. Sie vertrauen darauf, dass diese sich schon melden werden, wenn sie ihre Aufgaben nicht mehr schaffen. Und die wiederum vertrauen darauf, dass die Vorgesetzten schon im Blick haben, wann es für ihr Team zu viel wird.

Mein Erfolgstipp gegen mangelnde Kommunikation:

Mein Erfolgstipp gegen mangelnde Kommunikation:
Diesen Kreislauf müssen Sie sofort unterbrechen. Führen Sie eine Zeitlang Buch darüber, welche Aufgaben anstehen, welche davon Sie in wie viel Zeit schaffen, welche Aufgaben Ihnen zusätzlich übergeben werden und welche Sie deshalb verschieben müssen bzw. nicht mehr schaffen.
Mit dieser Auflistung suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten. Ich weiß, dass viele Hemmungen davor haben, zumal manche Chefs zunächst nicht sehr offen für solche Gespräche sind. Ist einer sogar Choleriker und dementsprechend gefürchtet, sollten Sie vielleicht noch jemanden zu Rate ziehen, z. B. aus dem Betriebsrat.

Diese Gespräche sind schwierig, aber wenn Sie nicht reagieren, werden selbst noch stärker darunter leiden als jetzt schon. Suchen Sie gemeinsam mit Ihren Vorgesetzten nach Lösungen, um die Aufgaben gleichmäßiger zu verteilen, um Prozesse zu optimieren und um die Kommunikation reibungsloser zu gestalten.

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten, um Lösungen für Arbeitsüberlastung zu finden.

Stressfaktor Nr. 4: Keine klare Aufgabenverteilung

Ich erlebe oft in der Praxis, dass Bürobeschäftigte für zu viele Aufgaben zuständig sind. Vor allem in den Verwaltungen macht jeder irgendwie alles. Kein Wunder, dass sich schnell ein Gefühl der Überforderung einstellt. Noch schlimmer, durch unklare Zuständigkeiten werden Arbeiten doppelt und gar nicht erledigt.

Mein Erfolgstipp gegen Stress durch unklare Zuständigkeiten:

Sie arbeiten effizienter und vor allem entspannter, wenn Sie die Zuständigkeiten klar regeln und schriftlich festhalten. Ein Aushang informiert alle Beschäftigten, wer was genau bearbeitet. So reduzieren sich Rückfragen und alle sparen Zeit. Selbst ein neuer Kollege findet sich schnell zurecht, ohne das Team mit Fragen zu nerven und von der Arbeit abzuhalten. Alles Wichtige zu Zuständigkeiten erfahren Sie in diesem Blog-Beitrag.

Nutzen Sie gerne auch meine kostenlose Vorlage für Zuständigkeiten und Vertreterregelungen. Mit einem Klick auf die Grafik laden Sie die praktische Liste gratis herunter.

Klare Verteilungen der Zuständigkeiten wirken einer Überlastung des Teams entgegen.

Stressfaktor Nr. 5: Hektik am Arbeitsplatz

Zugegeben, wenn der Bogen bis zum Anschlag gespannt ist und sich Unerledigtes auf dem Schreibtisch stapelt, fällt gelassenes Arbeiten enorm schwer. Aber Stress bauen Sie nur erfolgreich ab, wenn Sie zwischendurch entspannen und einem möglichen Burnout vorbeugen. Und hier sind Sie gefragt: Verändern Sie unbedingt Ihre Einstellung und nehmen Sie sich und Ihre Gesundheit ernst. Denn in diesem Fall ist Vorbeugen besser als langwierig zu heilen.

Mein Erfolgstipp für mehr Entschleunigung und Gelassenheit:

Machen Sie regelmäßig Pausen. Wenn Sie durcharbeiten, sinkt Ihre Konzentration und es schleichen sich Fehler ein. Schon kleine Erholungsphasen reichen aus, um neue Energie zu tanken. Stehen Sie auf, öffnen Sie ein Fenster und genießen Sie die frische Luft. Da Bewegung meistens zu kurz kommt, überreden Sie Ihre Kollegen doch zu Bürogymnastik. Das ist gesund, macht Spaß und wirkt sich positiv auf das Team auf. Aber auch Ihre Freizeitgestaltung ist ein stabilisierender Faktor gegen Stress. Mit einem geliebten Hobby und Unternehmungen mit Familie und Freunden gelingt es Ihnen viel leichter, von der Arbeit abzuschalten und zu entspannen.

Wie Sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeitsleben und Freizeitgestaltung finden, erkläre ich Ihnen in diesem Beitrag: I feel happy – 7 Tipps für Ihre persönliche Work-Life-Balance.

Bürogymnastik hilft Stress abzubauen und neue Energien zu tanken.


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