Perfektionismus ade – Fehler als Chance zur Verbesserung



„Perfektionismus ist die Weigerung, sich die Erlaubnis zum Vorwärtsbewegen zu geben”, schreibt die amerikanische Autorin Julia B. Cameron. Dann wäre Perfektionismus dasselbe wie Zwang zum Stillstand, der jede Entwicklung blockiert? Er sollte ersetzt werden durch Offenheit für Verbesserung und den Mut, aus Fehlern zu lernen? Ja, genau diese Haltung ist ein Grundpfeiler von Büro Kaizen.

Stetige Entwicklung nicht Perfektionismus
Nicht Perfektionismus, sondern stetige Entwicklung kennzeichnet Büro Kaizen.

Ob Sie Ihren Arbeitsplatz, Ihre Abteilung oder das ganze Unternehmen im Sinne von Kaizen gestalten wollen – wenn Sie den Weg frei machen für ständige Verbesserung, nehmen Sie sich und Ihren Mitarbeitern viel Druck und Frust. Denn Fehler werden auf diese Weise zu wertvollen Quellen der Inspiration. Diese Inspiration kann eine perfektionistische Sichtweise nicht bieten, denn für sie sind Fehler potentielle Feinde. Oft werde ich gefragt, wie man es schafft, mit Fehlern so umzugehen, dass sie nützen, anstatt Kritik und Ärger auszulösen. Deshalb geht es heute um das Fehlermanagement im Sinne von Kaizen.

Ständige Verbesserung ist nur möglich, wenn Fehler als nützliche Hinweise gesehen werden. Klick um zu Tweeten

Machen Sie Fehler zu Ihren Freunden

Kaizen steht für ständige Verbesserung. Deshalb sind Fehler nicht unsere „Feinde&rdqou;, sondern unsere „Freunde”. Sie zeigen uns, an welchen Stellen wir uns verbessern können. Ärger über fehlende Perfektion hemmt uns; doch Fehler als Potential zu sehen, motiviert uns zu neuen Ideen.

Die andere Seite ist allerdings, dass Sie nicht jeden Fehler erst machen müssen. Im Sinne der dritten Stufe von Büro Kaizen vermeiden Sie Fehler schon während der Planung Ihrer Arbeitsprozesse. Wenn Sie zum Beispiel den Posteingang optimieren, sparen Sie wertvolle Zeit. Wenn Sie die Höhe von Lesestapeln begrenzen, vermeiden Sie, dass diese „in den Himmel wachsen”.

Sämtliche Routineaufgaben können Sie mit Vorlagen und Checklisten optimieren und damit Fehler von vornherein vermeiden. Perfektion in der Büroordnung herzustellen, wird Ihnen sicher nicht gelingen, denn in Ihrem Büro herrschen Leben und Bewegung. Dementsprechend verbessern Sie ständig Ihre Ordnungsmaßnahmen.

Perfektion oder Chaos? Das ist nicht die Frage

Im Kaizen geht es nicht um die Entscheidung zwischen Gut und Schlecht, Perfektion und Chaos. Vielmehr befinden wir uns in einem Prozess ständiger Verbesserung, an dem alle Mitarbeiter aktiv teilhaben. Das funktioniert nur mit einem konstruktiven Fehlermanagement. Fragen Sie nicht: WER hat Schuld? Sondern: WAS hat zu dem Fehler geführt? Damit trennen Sie den Fehler von der Person und das kommt dem Unternehmen gleich mehrfach zugute.

Fehlermanagement und Vorschlagswesen: Frei von Perfektionismus

Stellen Sie sich vor, ein wichtiger Kunde hat sich über eine verspätete Lieferung beschwert. Nun rufen Sie das Team zusammen und wollen klären, wie es zu der Verspätung kommen konnte. Alle ziehen den Kopf ein, aus Furcht vor Kritik und Sanktionen. Keiner sagt, was er denkt und Vorschläge zur Verbesserung gibt es natürlich nicht, man will ja niemanden „in die Pfanne hauen”.

Anders diese Situation: Im Team entwickelt sich eine rege Diskussion unter dem Motto: Was können wir verbessern? Liegt es an der Transportlogistik, an der Lagerorganisation oder in der Auftragsannahme? Der Chef bittet die Mitarbeiter, sich weitere Gedanken zum Thema zu machen. Er regt an, binnen einer Woche mit Hilfe des Reagan-Formulars Verbesserungsvorschläge einzureichen.

Ade Perfektionismus hallo Kreativitaet
Vorschläge effizient formulieren: Perfektionismus ade; willkommen Kreativität.

In den nächsten Tagen füllt sich der Vorschlags-Briefkasten mit zahlreichen Verbesserungsvorschlägen, mit deren Hilfe nicht nur die Termintreue verbessert wird, sondern auch gleich die Suchzeiten in der Auftragsannahme.

Genau dies stellt sich ein, wenn die Motivation zu ständiger Verbesserung an die Stelle von starrem Perfektionismus tritt. An die Stelle von Angst vor Kritik tritt Kreativität und Engagement. Die bereits erreichten Fortschritte bieten die Grundlage für weitere Verbesserungen.

In meiner 12-teiligen E-Mail-Serie „Endlich frei” habe ich für Sie die besten Tipps der letzten 15 Jahre zusammengestellt. Melden Sie sich gleich hier für diesen kostenlosen Service an.

Und Sie? Wie sagen Sie dem Perfektionismus den Kampf an?

Wie erreichen Sie es, dass Fehler nicht der Anlass für persönliche Kritik sind, sondern Motivation für Verbesserung? Was würden Sie gern erreichen, um den starren Perfektionismus noch weiter aufzulösen? Schreiben Sie mir, ich freue mich auf Ihre Gedanken zu dem Thema.



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