Null Bock auf Arbeit? Drei Tipps, wie Sie Ihre Motivation wiederfinden können


Schleppen Sie sich morgens aus dem Bett und haben keinerlei Motivation zur Arbeit zu gehen? Denn da wartet ein großes Chaos und riesige Stapel, die Sie einfach nicht abarbeiten können? Und jeden Tag stapelt sich da mehr?

Kein Wunder, dass Sie am liebsten gar nicht erst aufstehen würden! Ich würde das auch nicht, wenn mein Arbeitstag so aussähe. Wo soll denn da auch die Motivation herkommen?

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Würde mein Schreibtisch so aussehen, ich wäre auch nicht motiviert.

Was ist das Problem

Motivation kommt nicht aus dem Nichts. Motivation zu arbeiten schon gleich gar nicht. Denn nicht alles an der Arbeit ist uns angenehm, und wenn es Probleme gibt, wird es noch schwerer. Sie können Termine nicht mehr einhalten, das Chaos auf Ihrem Schreibtisch und im Kopf mehrt sich. Die Arbeit wird zur Last, und diese Last tragen Sie nach Büroschluss mit nach Hause. Entspannung? Fehlanzeige.

So funktioniert es

Ein großer Teil der Probleme ist darauf zurückzuführen, dass einem der Überblick fehlt und diese Last einen schier zu erdrücken scheint. Denn sie ist diffus, Sie können das, was Sie erdrückt, gar nicht so genau beschreiben.

Und genau da geht die Spirale weiter: Je weniger Überblick Sie haben, desto erdrückender scheint die Last, und je erdrückender die Last erscheint, desto weniger Überblick haben Sie und desto ineffizienter sind Sie.

Ich zeige Ihnen, wie Sie diese Abwärtsspirale aufhalten, Ihre Effizienz um bis zu 20 Prozent steigern und damit auch Ihre Motivation wiederfinden können.

1. Tipp:

Schauen Sie sich einmal auf Ihrem Schreibtisch um – wie sieht es da aus? Alles aufgeräumt und übersichtlich? Oder liegen jede Menge Papierstapel und Hefter und Ordner und Zettel und der Tacker und der Locher und Stifte und Bonbons und zwei Kaffeebecher darauf herum?

Könnten Sie ohne nachzuschauen sofort und im Detail sagen, was sich in welchem Stapel befindet? Ich hänge mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte: Wahrscheinlich nicht. Na, habe ich recht?

Wenn ja, dann ist es höchste Zeit, den Schreibtisch aufzuräumen. Beginnen Sie damit, alles, was sich jetzt auf dem Schreibtisch befindet, herunterzunehmen. Wischen Sie die Oberfläche sauber und ordnen Sie dann das Allerwichtigste übersichtlich an: den Bildschirm, die Lampe, das Sichtbuch, einen Ablagekorb.

Sieht ganz schön kahl aus, finden Sie? Ja, genau, das ist der Sinn und Zweck. Denn genau diese Aufgeräumtheit suggeriert Ihrem Gehirn, dass endlich wieder Platz zum Denken und für Klarheit ist. Sie werden ein Gefühl der Erleichterung verspüren. Mehr dazu können Sie in meinem Video-Podcast „Leertischler sind effizienter“ sehen.

Video Thumbnail

Machen Sie das Gleiche nun mit den Schubladen Ihres Schreibtisches: leeren Sie eine nach der anderen und legen Sie nur das Allernötigste zurück. Alles andere legen Sie zunächst beiseite.

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Mehr muss auf Ihrem Schreibtisch nicht liegen.

2. Tipp:

Der nächste Schritt ist, das, was Sie von der Schreibtischoberfläche und aus den Schubladen geräumt haben, auszumisten und den Rest sinnvoll und übersichtlich zu ordnen. Das System hierfür muss für Sie (und Ihre Urlaubsvertretung) leicht durchschaubar sein und sollte möglichst wenige (am besten keine) Hindernisse haben, die das Wiederfinden erschweren könnten.

Auch die Dinge in Ihren Ablagen, Schränken, auf der Fensterbank und allen anderen Flächen sollten Sie nach einem übersichtlichen System ordnen, wenn Sie sie gut ausgemistet haben. Und machen Sie es sich zur Regel, das, was Sie gerade benutzt haben, aber nicht mehr benötigen, sofort wegzuräumen.

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Schieben Sie das Wegräumen nicht bis zum Abend auf (kurz vor Feierabend haben Sie nämlich etwas anderes zu tun, siehe Tipp 3). Machen Sie es sofort. Denn sonst ist Ihr Schreibtisch und ihre Ablage ruckzuck wieder voll mit Kram, der Sie in kürzester Zeit belastet, ineffizient macht und Ihnen die Motivation raubt.

Tipps zum guten Ausmisten habe ich Ihnen in meinem Artikel „Tschüss Chaos – 7 Tipps wie Sie wirksam ausmisten“ zusammengestellt. Und wenn Sie Ihre Ordnerrücken sinnvoll neu beschriften wollen, dann finden Sie in „Auf nimmer Wiedersehen Bürochaos: Ordnerrücken beschriften mit Word“ eine gute Hilfe.

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Planen Sie am Abend den nächsten Tag vor und priorisieren Sie Ihre Aufgaben.

3. Tipp:

Mein dritter Tipp betrifft Ihren Feierabend! Denn in den können Sie viel entspannter gehen, wenn Sie für den kommenden Arbeitstag schon vorgesorgt haben. Und das geht so.

Nehmen Sie sich jeden Tag vor Feierabend die Zeit, die letzten Dinge in Ihrem Büro wieder zu ordnen und aufzuräumen. Sie sollten am nächsten Morgen unbedingt mit einem leeren Schreibtisch beginnen, denn sonst ist Ihre Motivation wieder futsch.

Und schließlich planen Sie den nächsten Tag vor. Machen Sie sich eine Notiz, welche Aufgaben am nächsten Arbeitstag anstehen. Beschreiben Sie diese Aufgaben genau. „Nachschub bestellen“ ist zu ungenau. Notieren Sie sich exakt, was Sie wo bestellen wollen. „Verträge machen“ ist ebenfalls zu ungenau. Schreiben Sie sich auf, mit wem Sie welche Verträge machen wollen. Bleiben Sie bei dieser Tagesplanung realistisch und lassen Sie immer einen zeitlichen Puffer für Unvorhergesehenes frei. Und planen Sie natürlich auch das Aufräumen und die Vorplanung für den kommenden Tag wieder ein!

Darauf kommt es an

Gehen Sie in kleinen Schritten vor. Wenn Sie sich jetzt vornehmen, alles auf einen Schlag zu ändern, wird es Sie a) wieder überfordern und b) wird die neue Ordnung ganz bestimmt nicht lange anhalten. Über kurz oder lang werden Sie in alte Gewohnheiten zurückfallen, und die neu gewonnene Motivation ist gleich wieder flöten.

Was der Tipp bewirkt

Ich erlebe es immer wieder in meinen Beratungen, dass Menschen, denen die Lust an der Arbeit verloren gegangen ist, alleine schon durch einen aufgeräumten Schreibtisch wieder einen großen Motivationsschub bekommen.

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Sie sehen, Sie müssen gar nicht im sonnigen Süden sein, um mit voller Motivation arbeiten zu können.

Extra-Tipp

Kleiner Motivationstipp: Machen Sie von der Schreibtischoberfläche und den Schubladen vorher, also so wie sie jetzt gerade sind, Fotos. Die vergleichen Sie dann später mit den Nachher-Fotos. Heben Sie sie sich gut auf, denn, wenn das Chaos wieder Einzug zu halten droht, werden sie Ihnen helfen, sich daran zu erinnern, was dieses Chaos mit sich bringt: mangelnde Motivation, Ineffizienz und lähmende Überlastungsgefühle, und wie gut sich der aufgeräumte Schreibtisch angefühlt hat.

Und Sie?

Wenn Sie dies ausprobiert und für sinnvoll befunden haben, und wenn Sie finden, dass Ihr gesamtes Unternehmen von dieser Methode profitieren sollte, dann schauen Sie sich doch mal unser 52-Wochen-Programm an: ein Jahr lang in kleinen, nachhaltigen Schritten zu einer großen Veränderung. Mehr Informationen dazu finden Sie im Kaizen-Büro.

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