Die K-Frage: Senken Sie die Kosten, nicht aber die Investitionen



„Inhalt ist mir egal – was kostet das?” ist oft des Kaufmanns erste Frage, wenn es um ein neues Projekt geht. Diese Frage ist – auch wenn unser Kaufmann damit in wohl nur selten auf Gegenliebe trifft – durchaus vernünftig: Wenn ein Unternehmen seine Kosten nicht im Griff hat, droht schnell die bilanzielle Schieflage. Dennoch ist nicht alles, was auf den ersten Blick nur kostet, automatisch hinausgeschmissenes Geld. In diesem Beitrag möchte ich Sie dazu anregen, den Kostenbegriff differenzierter zu betrachten: An welchen Stellen sind in Ihrem Unternehmen vermeidbare Kosten versteckt - und wo verbergen sich hinter vordergründigen Kosten zukunftsorientierte Investitionen, die sich später doppelt und dreifach bezahlt machen könnten?

So optimieren Sie richtig: Kostensenkung darf niemals auf Kosten der Mitarbeiter gehen! Klick um zu Tweeten

Kosten sparen heißt nicht Personalkosten sparen

„Die Kosten müssen runter!” heißt in den Ohren der meisten Mitarbeiter, dass Personalkosten gespart werden sollen. Dies verursacht Befürchtungen: „Ist mein Arbeitsplatz noch sicher?” „Werde ich in naher Zukunft entlassen?” Die hierbei entstehende Angst ist nicht nur kontraproduktiv, sie ist auch unangebracht. Es geht nicht um Personalabbau, sondern darum, größere Freiräume für die Mitarbeiter zu schaffen. Diese Freiräume machen kreativ und stärken die Position des eigenen Vertriebs in den unendlichen Chancen des Marktes.

Daher ist es besonders wichtig, entspannte Mitarbeiter zu haben, die sich und ihr kreatives Potential voll auf ihre Aufgaben konzentrieren können. Entlassungen lösen keine Probleme, sondern schaffen schlechte Stimmung im Betrieb und verursachen eine negative Reputation am Markt. Zudem gilt: Wer sich aufgrund der dünngesparten Personaldecke hastig auf die Suche nach Fachkräften begeben muss, bekommt schnell eine Ahnung, was „Fachkräftemangel” wirklich bedeutet.

Kosten senken - überall Potentiale
Kosten senken: In jedem Unternehmen verbergen sich Potenziale!

Besser ist es, die tatsächlichen Sachkosten der Verwaltung zu optimieren: Müssen alle Arbeitsplätze mit High-End-PCs ausgestattet werden? Muss alles in Farbe ausgedruckt werden, was man auch digital und vor allem unter zentralem Zugriff speichern könnte?

Hohe Personalkosten entstehen nicht nur durch Löhne und Gehälter, sondern auch durch unproduktive Suchzeiten. Irrt das teure Personal unaufgeräumten und schlecht organisierten, aber teuer möblierten Büroräumen umher, vergeudet es bares Geld durch langes Suchen. Wenn Sie hier Ordnung schaffen, senken Sie die Kosten ganz automatisch und steigern so die Produktivität.

Ohren auf: Vom Zuhören beim Thema Kosten

„Das ist doch ‘rausgeschmissenes Geld!”, blökt der Buchhalter dem Online-Marketing-Manager entgegen, der seinerseits nicht minder unkollegial etwas von „Neandertaler” in den Hipsterbart murmelt. Solche Diskussionen sind leider normal, und – sie ahnen es – vollkommen unproduktiv. Wer in einem Unternehmen arbeitet, in dem der Perspektivenwechsel nicht gelebte Praxis ist, der hat es unnötig schwer.

Sicher: Online-Marketing kostet vordergründig einen Haufen Geld – aber mit Henry Ford gesprochen: Man weiß nie genau, welche Hälfte dieses Haufens unnütz verpufft und was wirklich funktioniert. Im Gegenzug ist jedoch der Online-Marketing-Manager zu fragen, ob es wirklich sechs teure Optimierungstools für den Erfolg braucht. Das Geheimnis liegt also, wieder einmal, im offenen und angstfreien Dialog: Nur wer über die Gründe für die Kosten des anderen spricht, wird sowohl rationale Pro- und Contra-Argumente als auch Verständnis gewinnen.

Kosten nicht bei Mitarbeitern senken
Senken Sie die Kosten niemals auf Kosten Ihrer Mitarbeiter - sonst sitzen Sie bald allein am Tisch!

Eine heikle Kiste: Kostensenkung auf Kosten anderer

Kostensenkung darf niemals auf Kosten der Mitarbeiter gehen – es sei denn, die unmittelbare Existenz des Unternehmens ist bedroht. Ein einfacher Satz für das Unternehmensstammbuch, der Mitarbeitern die notwendige Sicherheit für ihr tägliches Leben gibt.

Daher müssen einschneidende Maßnahmen, sich abzeichnende Notlagen und mögliche Entlassungen frühzeitig und transparent kommuniziert werden. Nur wer den Ernst der Lage kennt und zur Lösung der Probleme beitragen möchte, geht in seinem unmittelbaren Bereich willig und erfinderisch auf die Suche nach versteckten Kosten die möglicherweise die Schieflage lindern helfen. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter daher von vorn herein zur regen Beteiligung am betrieblichen Vorschlagswesen, um Potentiale rechtzeitig zu identifizieren und entsprechend belohnen zu können.

Kommen Sie voll auf Ihre Kosten

Sie sehen: Es lohnt sich, über das Thema Kosten auf verschiedene Weisen nachzudenken und die rein kaufmännische Perspektive zu erweitern. Wenn Sie das Thema Kosten und Kostensenkung als wichtiges Thema für das gesamte Unternehmen etablieren können, ist für die Zukunft viel gewonnen.

Garantiert kostenfrei: Teilen Sie Ihre Ideen und Anregungen mit mir

Wie immer rufe ich Sie auch am Ende dieses Beitrags dazu auf, mit mir Ihre Ideen und Vorschläge zum Thema Kosten zu teilen. Wo sparen Sie und was würden Sie niemals tun um Kosten zu senken? Wo sehen Sie heute oder zukünftig Kostenoptimierungspotential? Wie unterscheiden Sie Kosten von lohnenden Investitionen? Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antworten.





Schlagwörter: , ,


Das könnte Sie auch interessieren...

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht öffentlich angezeigt.