Schluss mit Tristesse – Ihr Team verdient spektakuläre Sozialräume



Es gibt Unternehmen, in denen die Mitarbeiter sich jedes Mal aufs Neue einen leeren Raum für ein gemeinsames Mittagessen suchen müssen. Und dann gibt es Unternehmen, die dem Team einen großzügigen Sozialraum mit allem erdenklichen Luxus wie Kaffeeautomaten und Liegemöbeln zur Verfügung stellen. Ich brauche kein Hellseher zu sein, um zu wissen, in welchem Betrieb sich die Mitarbeiter wohl und geschätzt fühlen. Sozialräume sind mehr als eine lästige Vorschrift. Denn ideale Rahmenbedingungen für die Pausen wirken sich positiv auf die Motivation des Teams aus.

Ein Sozialraum fördert die Kommunikation und wirkt sich positiv auf die Teambildung aus.
Ein Sozialraum fördert die Kommunikation und wirkt sich positiv auf die Teambildung aus.

Was ist das Problem

Pausenräume werden oft vernachlässigt. Sie werden irgendwann lieblos eingerichtet und dann ihrem Schicksal überlassen. Oft sehe ich vergammelte Kaffeemaschinen, die nur noch eine undefinierbare Brühe herstellen. Auch das Mobiliar ist uralt und unbequem. Darunter leidet die Pausenkultur. Einige Mitarbeiter verschlingen ihr Essen vor dem Computer, andere drehen lieber eine Runde in der frischen Luft oder kehren regelmäßig beim nächsten Imbiss ein. Erholsam sind diese Pausen nicht. Noch schlimmer finde ich, dass sich die Mitarbeiter entfremden. Das gemeinsame Miteinander sorgt für einen regen Austausch untereinander. Jeder weiß, dass Kollege X sich gerade um seine erkrankte Mutter sorgt. Das Wissen um die Belange des anderen fördert den respektvollen und einfühlsamen Umgang miteinander. Außerdem ist eine gemeinsame Pause eine gute Möglichkeit, internes Wissen abteilungsübergreifend auszutauschen.

So funktioniert es

Tipp Nr. 1: Verbessern Sie die Pausenkultur in Ihrem Unternehmen

Sobald in einem Unternehmen zehn Beschäftigte arbeiten, schreibt der Gesetzgeber einen Pausenraum vor. Aber auch bei kleineren Betrieben bringt ein Sozialraum positive Vorteile. Im Lauf des Tages schwankt die Leistungskurve enorm und niemand kann stundenlang auf einem gleichbleibend hohen Niveau durcharbeiten. Pausen sind wichtig, um neue Energien zu tanken. Oft reicht sogar schon ein kleiner Stopp, um dann wieder konzentriert arbeiten zu können. Ohne erholsame Unterbrechungen stellen sich schnell Müdigkeit, Konzentrationsmängel und Kopfschmerzen ein. Wer jetzt weiterarbeitet, macht sich das Leben unnötig schwer. Denn es schleichen sich typische Konzentrationsfehler in die Arbeit ein. Das ist nicht nur ärgerlich sondern es kostet auch viel Zeit, diese Mängel zu beheben. Versuchen Sie deshalb mindestens jede Stunde eine kleine Pause einzulegen. Unterbrechen Sie die Arbeit und stehen Sie auf. So lockern Sie auch Muskelverspannungen vom Sitzen. Öffnen Sie ein Fenster und schauen Sie in die Ferne. Das ist auch eine gute Übung gegen trockene Augen durch das Starren auf den Monitor. Wenn Sie weitere Tipps suchen, lesen Sie diesen Beitrag zum Thema gesunde und aktive Pausen.

Extra-Tipp:

Bei vielen Menschen stimmt die Work-Life-Balance nicht mehr. Wenn Sie regelmäßig Ihre Pausen durcharbeiten, ist das ein Warnsignal. Sicher, der Leistungsdruck ist enorm. Aber es reichen oft schon kleine Veränderungen, um ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu schaffen. Wie Sie Ihren Arbeitsaufwand besser in den Griff bekommen, verrate ich Ihnen in diesen Blog-Beitrag: I feel happy – 7 Tipps für Ihre persönliche Work-Life-Balance.

Tipp Nr. 2: Investieren Sie in eine moderne Ausstattung

Eine zweckmäßige Einrichtung erfüllt zwar die gesetzlichen Vorgaben, aber wer nutzt schon gerne lieblos eingerichtete Sozialräume. Ein heller Bereich mit modernem Mobiliar ist das Minimum. Farbenfrohe Stühle, Bilder an den Wänden und Grünpflanzen zaubern ein angenehmes Raumklima, in dem sich alle wohl fühlen und sich erholen können. Aber noch mehr freuen sich die Mitarbeiter über eine hochwertige Kaffeemaschine. Auch ein sportliches Angebot wie ein Tischkicker oder eine Tischtennisplatte ist willkommen. Und wer entspannt sich nicht gerne in einem Liegesessel. Besprechen Sie gemeinsam mit dem Team, welcher Luxus gut ankommt. So fühlt sich der Einzelne ernst genommen und geschätzt. Das wirkt sich positiv auf die Zufriedenheit aus und stärkt die Bindung zum Unternehmen. Ein Angebot für aktive Pausen fördert aber auch die Kommunikation untereinander und wirkt sich teambildend aus.

Ein Kaffeeautomat motiviert Ihr Team, denn es fühlt die Wertschätzung dahinter.
Ein Kaffeeautomat motiviert Ihr Team, denn es fühlt die Wertschätzung dahinter.

Extra-Tipp:

Unterschätzen Sie nicht die Wirkung der Innenausstattung Ihres Unternehmens auf Besucher und Geschäftspartner. Alte Möbel, vollgestellte Ecken und defekte Lampen verbindet niemand mit einem innovativen Unternehmen. Lassen Sie sich von meinen Tipps inspirieren, wie Sie Ihre Büroausstattung perfektionieren.

Tipp Nr. 3: Extras für die Gesundheit und die Entspannung

In vielen Sozialräumen stehen Süßigkeitsautomaten und verlocken zu einem ungesunden Snack. Büromitarbeiter bewegen sich in der Regel viel zu wenig, da sollte wenigstens die Ernährung die Gesundheit stärken. Eine Schale mit Obst oder eine Wasserkiste kommen bei allen gut an und sind außerdem gesund. Wer sich in den Pausen gesund ernährt, kehrt gestärkt zu seinem Arbeitsplatz zurück. Sie können übrigens auch im Sozialraum die Tageszeitung oder Fachzeitschriften auslegen. Statt einer einzelnen Person profitieren so alle von dem Erwerb der Zeitungen. Mit diesen kleinen Aufmerksamkeiten zeigen Sie Ihrem Team Ihre persönliche Wertschätzung, was sich auf ein gutes Betriebsklima auswirkt.

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Tipp Nr. 4: Jeder ist für die Sauberkeit verantwortlich

Im Büro arbeiten erwachsene Menschen, aber bei gemeinschaftlich genutzten Räumen erwacht bei einigen das Kleinkind. Anders ist es nicht zu erklären, warum die Sozialräume derart vernachlässigt werden. Ohne klare Absprachen fühlt sich niemand für die Sauberkeit verantwortlich. Deshalb schimmeln vergessene Lebensmittel im Kühlschrank und Tassen und Teller stapeln sich im Waschbecken, weil niemand den Geschirrspüler anstellt. Ich empfehle deshalb meinen Kunden, die Zuständigkeiten klar zu regeln. Besprechen Sie mit den Kollegen, in welchem Turnus jeder einmal für die Sauberkeit des Raumes zuständig ist. Damit auch alle genau wissen, worin ihre Aufgaben bestehen, erstellen Sie eine Checkliste. Diese können Sie laminieren und dann gemäß Zuständigkeitsplan in den Umlauf geben. So ist auch klar: Wer die Checkliste besitzt, ist für die Sauberkeit des Sozialraumes verantwortlich.

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Gratis-Download: Checkliste Küchendienst
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Extra-Tipp:

Wenn Sie hochwertige Geräte für den Sozialraum anschaffen, ist es ärgerlich, wenn diese durch falsche Nutzung schnell reparaturbedürftig werden. Da nützt es wenig, die komplizierte Original-Bedienungsanleitung auszulegen. Erstellen Sie lieber eine Kurzanleitung. Diese One-Minute-Lessons beschreiben in verständlichen Worten und mit Fotos die wichtigsten Funktionen des Gerätes. Das ist effizient und erspart allen Mitarbeitern umständliche Nachfragen. Lesen Sie, wie Sie effektiv mit One-Minute-Lessons arbeiten.

Tipp Nr. 5: Vereinbaren Sie gemeinsame Spielregeln für die Sozialräume

Jeder Mitarbeiter hat unterschiedliche Vorstellungen, wie er den Pausenraum nutzen möchte. Einer braucht Ruhe, um zu entspannen. Andere wollen sich lautstark unterhalten oder Musik hören. Da ist Ärger vorprogrammiert. Vereinbaren Sie deshalb gemeinsame Spielregeln für die Nutzung des Sozialraumes. So ist es selbstverständlich, dass jeder seinen Platz nach der Pause aufräumen. Zeitschriften werden ordentlich gefaltet und ins Regal zurückgelegt. Bei den Spielgeräten ist darauf zu achten, dass Materialien wie Tischtennisbälle rechtzeitig nachbestellt werden, bevor keine mehr da sind. Dafür können Sie das Kanban-System nutzen. Legen Sie dafür einen Mindestbestand fest. An dieser Stelle platzieren Sie die Kanban-Karte. Diese signalisiert dem Mitarbeiter, dass die Mindestmenge unterschritten wird und neue Materialien bestellt werden müssen.

Wie Sie mit Kanban Ihre Bestände überwachen, erkläre ich Ihnen auch in diesem kurzen YouTube-Einspieler. Eine umfangreiche Erläuterung finden Sie in meinem kostenlosen eBook „Das Kanban-Prinzip auch im Büro“. Laden Sie es sich gleich herunter:

Kostenloses eBook: Das Kanban-Prinzip auch im Büro
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Darauf kommt es an

Es reicht nicht, Sozialräume einmal einzurichten und dann zu vergessen. Überprüfen Sie mindestens halbjährlich den Zustand des Raumes und der Einrichtung. Entfernen oder ersetzen Sie alles, was defekt oder unansehnlich geworden ist. Denn sonst geht die Wirkung nach hinten los.

Was der Tipp bewirkt

Gemeinsam genutzte Sozialräume fördern die Kommunikation unter den Mitarbeitern. Die Gespräche auf persönlicher Ebene sind wichtig für ein angenehmes Betriebsklima. Eine ansprechende Ausstattung zeigt dem Mitarbeiter aber auch, dass seine Person und seine Arbeit anerkannt werden. Er ist viel zufriedener und motiviert, sich für das Unternehmen zu engagieren.

Und Sie?

Welche positiven oder negativen Erfahrungen haben Sie mit Sozialräumen gesammelt? Schreiben Sie mir, ich freue mich über Ihre Kommentare. Für mehr Gelassenheit bei der Arbeit empfehle ich Ihnen auch meine kostenfreie E-Mail-Serie mit meinen 12 effektivsten Strategien: Endlich frei.

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