Jetzt lass dich nicht so hängen: Bringen Sie Ihren Aushang auf Zack!



Ihr schwarzes Brett ist nicht gerade ein Publikumsmagnet? Langsam aber sicher vergilbt der Hinweis über die Arbeitssicherheit. Zerknittert und lustlos hängt er neben der Feiertagsregelung vom vorletzten Jahr und dem uralten Speiseplan der Kantine. Nur, wenn am schwarzen Brett aktuelle Informationen über Themen hängen, die von allgemeinem Interesse sind, ist der Aushang ein wirksamer Kanal für die interne Kommunikation. Lesen Sie 5 Tipps, wie Sie Ihr Aushangwesen auf Zack bringen!

Voraussetzung für das Mitdenken ist das Mitwissen. Klick um zu Tweeten

Was ist das Problem

Voraussetzung für das Mitdenken ist das Mitwissen. Nur, wenn Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Informationen zur Verfügung stellen, lässt sich erreichen, das sie auch Verantwortung übernehmen und über den eigenen Bereich hinaus kreativ werden können. Eine gute Möglichkeit, dieses Mitwissen zu fördern, bietet ein schwarzes Brett.

Aushang fördert Mitwissen
Mitwissen wird durch einen aktuellen Aushang gefördert.

So funktioniert es

Tipp Nr. 1: Halten Sie Ihren Aushang aktuell!

Soll der Aushang einen Effekt haben, muss er aktuell sein. Die Aktualisierung ist aber oft umständlicher und kostet mehr Geld, als es sein muss.  Um zu vermeiden, dass ständig zeitaufwendige (und teure) Ausdrucke erstellt werden, können Sie für ein schwarzes Brett mit sich häufig ändernden Zahlen Post-its verwenden.

Aushang einfach aktuell
Halten Sie den Aushang mit einfachen Mitteln aktuell.

Sie können die Blätter auch laminieren, damit sie nicht so schnell abgegriffen aussehen.

Tipp Nr. 2: Arbeiten Sei mit Rubriken!

Häufig werden Informationen durch ein Aushangwesen sehr unstrukturiert weitergegeben.

Aushang unstrukturiert
Ein unstrukturierter Aushang verwirrt.

Um das Aushangwesen strukturiert zu gestalten, bietet es sich an, bestimmte Rubriken zu bilden, etwa:

  • Unsere Mitarbeiter (Neueinstellungen, Außendienstmitarbeiter)
  • Termine
  • Kennzahlen

Aushang mit Rubriken
Eine Aushang-Tafel mit Rubriken erleichtert die Information.

Rubriken ermöglichen eine schnelle und zielgerichtete Weitergabe von Informationen.

Tipp Nr. 3: Arbeiten Sie mit Visualisierungen!

Illustrationen können die Orientierung zwischen den Rubriken des Aushangs vereinfachen.

Aushang mit Illustrationen
Mit Illustrationen können Sie die Aushang-Rubriken gestalten.

Tipp Nr. 4: Veröffentlichen Sie Kennzahlen und Jahresziele!

Kennzahlen, auf die die Mitarbeiter direkt oder indirekt einen Einfluss haben, sollten für alle Mitarbeiter auch per Aushang zugänglich sein. Bei tempus machen wir es zum Beispiel so, dass wir die Umsatzziele für das Jahr und die Monate gemeinsam auf einer Grafik abbilden und in unseren Büros aushängen. Das sieht dann in etwa folgendermaßen aus:

Aushang mit Kennzahlen
Kennzahlen allen Mitarbeitern durch eine zentrale Information am schwarzen Brett weitergeben.

Als Ort für solch eine Informationszentrale eignet sich auch der Kopierer. Dort kommen die Mitarbeiter immer wieder vorbei und können die aktuellen Werte sehen.

Tipp Nr. 5: Klären Sie die Zuständigkeit für den jeweiligen Bereich des Aushangs!

Bei jeder Rubrik wird auf dem Aushang verzeichnet, wer verantwortlich ist (einschließlich Vertretungsregelung). Somit sind Nachfragen sowie Hinweise auf sinnvolle Ergänzungen leichter möglich.

Aushang klar gestalten
Zuständigkeiten im Aushang bitte klar darstellen.

Darauf kommt es an

Achten Sie darauf, dass Ihre interne Kommunikation nicht ausschließlich über ein Aushangwesen erfolgt. Die Geschäftsleitung sollte stets verschiedene Kanäle für die interne Kommunikation nutzen. Es ist z.B. schlecht, wenn Mitarbeitende nur über den Aushang über die Einstellung einer neuen Mitarbeiterin informiert werden. Optimal ist, wenn die Person z.B. auch während einer Mitarbeiterversammlung bzw. einer persönlichen Führung durch die Abteilung vorgestellt wurden und der Aushang dann eine zusätzliche Erinnerung oder Information für diejenigen darstellt, die bei einer Mitarbeiterversammlung nicht anwesend sein konnten.

Aus Mitwissern werden Mitdenker! Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Problemlöserinnen, Experten und Mit-Unternehmerinnen. Aus Mitarbeitern werden Mitunternehmer – wenn Sie sie mit Informationen versorgen. Dabei unterstützt Sie der Aushang!

Und Sie?

Schreiben Sie mir Ihre Ergebnisse und Erkenntnisse oder auch Ihre Fragen! Ich bin interessiert an guten Lösungen und lerne gerne von Ihnen oder suche gemeinsam mit Ihnen nach guten Antworten!





Schlagwörter:


Das könnte Sie auch interessieren...
18 Kommentare
  • Hallo,
    mich würde interessieren wie lange ich die Mitteilungen hängen lassen muss? Wir haben in unserem Betrieb oft Mitteilung die kein Ablaufdatum enthalten. Und der Platz ist natürlich ehr begrenzt. Im Moment mache ich es oft nach Gefühl ob und wann ich etwas entferne. Ich hefte aber alle Mitteilungen in einem Ordner ab und behalte sie für alle Fälle. Wie endscheide ich was zum Beispiel das ganze Jahr aushängt und was nur zwei Wochen?

    • Hallo Petra,

      ein Teil der Aushänge wird in einem regelmäßigen Intervall aktualisiert, z. B. die monatliche Umsatz- oder Geburtstagsliste oder auch der Jahresterminplan. Ein anderer Teil informiert meistens über ein anstehendes Ereignis, wie beispielsweise die Information, dass ein neuer Mitarbeiter eingestellt wird. Diese Aushänge werden dann nach Eintreten des Ereignisses abgenommen.

      Informationen, die einmalig wahrgenommen werden sollen oder müssen, werden bestenfalls per E-Mail an alle Mitarbeiter kommuniziert. So kann deutlich besser sichergestellt werden, dass die Information von den Kollegen auch wahrgenommen wird, als am schwarzen Brett.

      Allen sonstigen Aushängen, die sich nicht in einem bestimmten Intervall aktualisieren oder auf ein bestimmtes Ereignis hinweisen (und das können jetzt nicht mehr allzu viele sein :-) ) geben Sie am besten ein Ablaufdatum von max. 4 Wochen.

      Ich hoffe, das hilft.

      Viele Grüße
      Felix Brodbeck

  • Wer hat sich eigentlich diese netten Bilder ausgedacht? Da bekommt man ja gleich gute Laune, wenn man eine Mitteilung von der Geschäftsleitung oder vom Betriebsrat sieht. Das würde ich bei uns auch gern einführen. Darf man Ihre Bilder übernehmen?

    • Die Bilder stammen von Werne Tiki Küstenmacher. Er ist Karrikaturist und hat die Rechte an den Bildern. Wenn Sie sich im Internet umschauen, werden Sie unter seinem Namen aber sicherlich eine Möglichkeit finden, die Bilder zu besorgen.

      Herzlicher Gruß
      Jürgen Kurz

  • Ich kann die Tipps aus eigener Erfahrung bestätigen. Allerdings hängen wir nur die allgemeinen Kennzahlen und Ziele öffentlich aus, nicht die persönlichen. Grund. Wir wollen durch den Wettbewerb der Kollegen untereinander nicht das Klima belasten. Oder ist diese Sorge unbegründet?`

    • Liebe Frau Ostermann,
      herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Das ist ein wichtiger Hinweis. Wenn Sie Sorge haben, dass die Aushänge bei den Mitarbeitern zu schlechter Stimmung führen könnte, dann eher vorsichtig sein. Dann würde ich aber, unabhängig vom Thema Aushang, über ein Projekt „Förderung der Zusammenarbeit“ nachdenken.
      Herzliche Grüße aus Giengen
      Jürgen Kurz

  • Seit unser schwarzes Brett in der Teeküche hängt, reden die Kollegen viel mehr miteinander. Und dabei – und mit einer Tasse Kaffee – ist schon so manche gute Idee entstanden.

  • Das ist alles gut und schön, aber die Zuständigkeiten müssen natürlich geklärt sein. Und es ist für die jeweils Verantwortlichen eine Mehrarbeit. Wie verteilt man die Verantwortung gerecht?

    • Die jeweiligen Aushänge sollten von der Person verantwortet werden, die für den Themekomplex zuständig ist. Ziel der Aushänge ist natürlich die Kommunikation zu vereinfachen. In der Zeit für die Erstellung der Aushänge muss man immer auch die Anzahl der Rückfragen etc. gegenüberstellen. Keine Frage: Mitarbeiterinformation kostet Zeit und Geld. Es ist aber auch keine Frage, dass fehlende Mitarbeiterinformation ebenfalls Zeit und Geld kostet. Der gute Mittelweg ist , wonach wir streben sollten.

  • Bevor ich in meinem Unternehmen die Arbeit aufnahm, erhielten die Kollegen eine Information am schwarzen Brett darüber, mit Namen und Bild und was ich machen werde. Das war gut für mich, denn so war ich ihnen nicht fremd und sie hatten sich schon ein wenig an meinen Namen und mein Aussehen gewöhnt.

  • Ich bin kein Fan von Aushängen; sie machen nur zusätzliche Arbeit – und man weiß nie, ob jeder sie gelesen hat. Deshalb teile ich meinen Leuten alles per E-Mail mit, das klappt prima.

    • Lieber Herr Bergmann,
      herzlichen Glückwunsch. Wenn Sie das alles bei Ihnen machen ist das klasse. Wenn alle Mitarbeiter Zugang zum Rechner haben, ist die digitale Variante sehr gut. Wir machen das bei uns im Haus ganz ähnlich. Zusätzlich hängen wir aber ein paar ganz wenige Dinge noch aus wie z. B. die Tagesumsatzkurve. Unser schwarzes Brett ist direkt beim Eingang zur Kantine. Jeder sieht also mehrfach am Tag auf dem Weg zur Kaffeemaschine die aktuellen Zahlen „en passant“ im Vorübergehen.

      Herzliche Grüße
      Jürgen Kurz

  • Wenn schon Aushang, dann ordentlich und aktuell – wie sieht das denn sonst für die Kunden aus, die zufällig einen Blick auf das Sammelsurium erhaschen! Bei uns klappt das gut, allerdings muss man sich schon ein wenig Zeit nehmen, das Ganze im blick zu behalten. Jeder Aushang wird datiert. Eine Regel ist: Wer was aufhängt, nimmt es auch wieder ab – nach zwei Wochen kostet das sonst zwei Euro für die Kaffeekasse. Zuerst war die Kaffeekasse immer voller zwei Euro-Stücke, inzwischen hat aber jeder die Sache im Griff.

  • also, bei uns sah es genauso aus, wie am Anfang des Artikels beschrieben: Ein Haufen alter Nachrichten am Mitteilungsbrett, um die sich niemand scherte. Dann haben wir beschlossen, das zu ändern. Wir führten Rubriken ein und verabredeten, dass jede Nachricht nach Ablauf des Termins abgenommen wird. Hinweise auf Neuerungen nach vier Wochen. Das klappt prima, ohne Mehraufwand für eine einzelne Person.

  • Der Tipp mit den Post-its ist sehr gut. Seit ich den übernommen habe, bin ich mit den Aktualisierungen wirklich auf dem Laufenden. Allerdings mein Tipp: Hier nicht am Preis sparen. Wer gnadenlos die billigsten Klebezettel nimmt, muss sich nicht wundern, wenn sie dann von alleine abfallen, bevor sie nicht mehr aktuell sind.


Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht öffentlich angezeigt.