Viel hilft viel: Effizienter brainstormen dank Post-it-Methode



Post-its – das sind doch diese kleinen bunten Blickversperrer und Konzentrationsdiebe! Ja. Aber richtig eingesetzt auch eine der besten Methoden, brillante Ideen zu finden. Lernen Sie jetzt die Post-it-Methode kennen und lieben!

Was ist das Problem

Zu unübersichtlich, zu chaotisch, zu ineffizient. Und trotzdem enorm unterschätzt. Post-its sind manchmal zu viel des Guten, wenn sie den Arbeitsplatz belagern. Doch im Brainstorming ein abso-luter Gewinn. Denn gute Ideen zu entwickeln, erfordert ausreichend Spielfläche. Enge Grenzen und starre Vorgaben sind Gift für taugliche Gedankenblitze. Die Post-it-Methode setzt genau hier an und verschafft Ideen Raum. Das sieht auf den ersten Blick chaotisch aus, macht am Ende aber durchaus Sinn. In vier Schritten wissen Sie, warum.

Post-it-Methode handschriftliche Notizen
Die Grundlagen für die Post-it-Methode: Haftzettel und Stift.

Schritt 1: Rollen verteilen und Ziele festlegen

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Gruppen besser und schneller Ideen finden, als einer alleine. Um die Post-it-Methode anzuwenden, empfehle ich also immer einen dementsprechenden Rah-men, beispielsweise ein Teammeeting. Bestimmen Sie zunächst einen Gruppenleiter und formulie-ren Sie, worum es in Ihrem Treffen geht. Seien Sie dabei klar und präzise! Ganz ähnlich wie bei den Unternehmenszielen ist es entscheidend, dass jeder Teilnehmer weiß, was konkret gesucht wird. Visualisieren Sie Ihr Ziel – wie das geht, erkläre ich hier genauer und finden Sie einen gemeinsamen Nenner. Ein Beispiel: „Wir suchen eine Idee, wie wir unseren Umsatz im Bereich E-Commerce bis zum 31.12.2018 um 10 % steigern können!“ Das ist konkret, denn alle Eckdaten sind greifbar. Notieren Sie das Ziel auf einer Tafel, die für alle im Raum sichtbar ist.

Post-it-Methode im Team
Die Post-it-Methode funktioniert am besten im Team.

Schritt 2: Ideen sammeln

Nun kommt der namensgebende Schritt der Post-it-Methode, denn nun werden die kleinen Klebe-zettel verteilt. Begrenzen Sie die Anzahl der Zettelchen nicht zu sehr, sondern geben Sie reichlich Material aus. Nun ist jeder Teilnehmer des Meetings eingeladen, seine Einfälle zum gesetzten Ziel zu notieren. Jede Idee ist erlaubt, auch wenn sie in der Praxis an Budgetvorgaben oder anderen Einschränkungen scheitern wird. Behalten Sie hierbei auch meine angstfreie Fehlerkultur, die ich im Blog bereits vorstellte, im Hinterkopf. Nur wenn alle Mitarbeiter frei von äußeren Grenzen sind, können die Ideen auch frei fließen. Genau das sollen sie in diesem Schritt der Post-it-Methode. Als kleine Gedankenstütze, warum das so wichtig ist, in diesem Schritt auf Grenzen zu verzichten, zeige ich Ihnen an dieser Stelle nochmals mein Video zur Bedeutung von Fehlern. Der Inhalt ist entscheidend für einen gelungenen Brainstorming-Prozess.

Post-it-Methode unterstützt Ideen
Jede Idee ist bei der Post-it-Methode willkommen und wichtig.

Schritt 3: Ideen filtern

Jetzt haben Sie das Maximum an Ideen eingefangen. Jeder Mitarbeiter hat einen Stapel beschrie-bener Post-its vor sich liegen, der eine mehr, der andere weniger. Kleben Sie nun alle Haftzettel-chen auf die Tafel mit dem Tagesziel. Doppeln sich Ideen, kleben Sie diese eng nebeneinander. Die Ideen zu visualisieren öffnet den Horizont jedes Anwesenden und lädt dazu ein, auch auf andere Ansätze einen Blick zu werfen. So kann das gemeinsame Potenzial bestmöglich entfesselt werden.

Nur objektive und freie Brainstormings bringen glänzende Ideen hervor. Klick um zu Tweeten

Schritt 4: Wege finden

Alle Ideen kleben nun an der Tafel. Jeder weiß um die Fülle der verschiedenen Denkansätze und konnte sich ein eigenes Bild machen. Jetzt geht es daran, die Post-its zu sortieren. Überprüfen Sie Ideen auf Ihre Machbarkeit, stellen Sie Vorschläge zur Diskussion und finden Sie so gemeinsam heraus, welche Idee Sie zu Ihrem anfangs gesetzten Ziel bringen könnte. Dieser Prozess kann schnell in ein wildes Durcheinander führen. Gerade deshalb möchte ich Ihnen an dieser Stelle mei-ne Empfehlungen für präzise und effiziente Besprechungen ans Herz legen. Lesen Sie hier nochmals nach, wie Ihre Besprechung effizient bleibt, auch wenn es enorm viel zu sagen gibt.

Darauf kommt es an

Das Tolle an der Post-it-Methode ist, dass sie eigentlich nur eine Regel vorgibt: Jeder ist gedanklich frei! Achten Sie im Team darauf, dass dieser Grundsatz auch beibehalten wird. Niemand sollte dem Sitznachbarn dessen Idee madig machen, oder sich selbst gehemmt fühlen, scheinbar abwegige Ideen zu notieren. Alles ist erlaubt – das ist wichtig!

Vorschaubild

Was der Tipp bewirkt

Die Post-it-Methode erlaubt es, Ideen komplett objektiv zu bewerten. Da niemand weiß, wer wel-chen Zettel aufgeklebt hat, werden Ideen nach ihrer tatsächlichen Güte und nicht subjektiv nach Sympathien oder Antipathien bewertet. Das ist ein großer Gewinn, um das anfangs gesetzte Ziel tatsächlich optimal zu erreichen.

Und Sie?

Suchen Sie noch mehr Verwendungszwecke für die bunten Zettelchen? Post-its eignen sich auch hervorragend, um die Arbeitslast zu strukturieren. Wie Sie Ihre Aufgaben mit einem einfachen Pizzakarton zum Effizienturbo machen, zeigt Ihnen mein weiterführender Artikel zum Thema Personal-Kanban. Lesen Sie gerne rein!

Weiterführende Informationen:




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