Proaktiv in die Zukunft: Denn proaktiven Menschen gehört die Welt – reaktiven: nichts!



Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was Sie mal war? Na, dann lassen Sie uns sie so gestalten, wie sie eigentlich sein sollte. Ich glaube, wie die Zukunft wird, ist kein Zufall. Zukunft lässt sich beeinflussen. Wer proaktiv zur Verbesserung der Zukunft beitragen möchte, dem helfen folgende Tipps:

Die Zukunft ist ungewiss, aber ich wehre mich gegen die Vorstellung sie nicht beeinflussen zu können. Klick um zu Tweeten

Was ist das Problem

In den letzten Jahren vollziehen sich spektakuläre Veränderungen. Durch das Internet haben sich neue Welten eröffnet. Die Globalisierung verändert unser Zusammenleben und die Art zu arbeiten. Es wäre naiv zu glauben, man könnte den Wandel bekämpfen. Nehmen Sie die Herausforderung an, in dem sie das Bestehende proaktiv weiterentwickeln und die Zukunft gestalten.

Proaktiv mit Jürgen Kurz
Werden Sie Proaktiv mit Jürgen Kurz

So funktioniert es

Probleme sind etwas wunderbares. Sie bergen die Chance für neue Lösungen in sich. Neue Lösungen bedeuten neue Märkte. Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn sie einer der Ersten sind, der proaktiv die neue Lösung anbietet. Wäre das nicht großartig?

Zukunft lässt sich zu einem guten Stück gestalten, wenn man proaktiv ist. Klick um zu Tweeten

Proaktiv statt reaktiv
Seien Sie Proaktiv statt reaktiv.

Tipp Nr. 1: Proaktiv das Bestehende verbessern

Um proaktiv lohnende Verbesserungen auf den Weg zu bringen, ist es hilfreich, jeweils eine der folgenden fünf Brillen aufzusetzen:

Proaktiv mit Prozess Brille
Seien Sie proaktiv mit der Prozess Brille.

Die Prozess-Brille

Welche Prozesse kommen bei Ihnen besonders häufig vor? Entwickeln Sie Ihre Prozesse proaktiv weiter. Was lässt sich tun, um Ihre Prozesse besser (schneller, einfacher, kundenorientierter) als bisher zu erledigen?

Die Verschwendungs-Brille

Wo gibt es bei Ihnen Abläufe, die nichts zur Wertschöpfung beitragen, da der Kunde für sie nicht bezahlt? Verändern Sie diese Prozesse proaktiv - verkürzen Sie Durchlaufzeiten und reduizieren Sie proaktiv Verschwendungen.

Die Struktur-Brille

Strukturen geben den alltäglichen Abläufen ihre Gestalt. Welche Strukturen lassen sich proaktiv verbessern?

Die Fehler-Brille

Was können Sie tun, um proaktiv Fehler zu vermeiden, bevor sie entstehen?

Die Gruppen-Brille

Welche Berufsgruppe kommt bei Ihnen besonders häufig vor? Was passiert, wenn Sie Prinzipien des Büro-Kaizen auf den Alltag dieser Gruppe anwenden?

Tipp Nr. 2: Proaktiv mit Fehler umgehen

Zur Verbesserung der bestehenden Prozesse trägt ganz entscheidend die Fehlerkultur eines Unternehmens bei. Häufig werden im Umgang mit Fehler vor allem Schuldige gesucht. Ist der gefunden und „bestraft”, scheinen alle zufrieden – bis zu dem Augenblick, an dem der nächste Fehler geschieht. Suchen Sie nicht nach Schuldigen, suchen Sie proaktiv nach Lösungen. Dafür eignet sich die bewährte Technik, mindestens fünf Mal „Warum” zu fragen. Diese Gründlichkeit ermöglicht es, das Problem tiefer zu verstehen und sich nicht nur um die Symptome zu kümmern.

Proaktiv mit fünf warum
Seien Sie proaktiv mit den 5 "Warums".

Das Vorgehen offenbart ein viel tiefer liegendes Problem, als sich zunächst erahnen lässt. Schafft das Unternehmen für dieses Problem proaktiv eine funktionierende Lösung, indem es beispielsweise Kanban als Methode zur Bestandssteuerung einsetzt, wird nicht nur immer der Toner für das Faxgerät verfügbar sein, sondern auch andere Probleme haben sich gelöst oder sind gar nicht erst entstanden. Eine positive Fehlerkultur verändert das gesamte Unternehmen proaktiv.

Tipp Nr. 3: Proaktiv Zukunft gestalten
In meinen Beratungen arbeite ich immer gerne mit einem sogenannten Zukunftsteam. Dieses Z-Team arbeitet an Fragen, wie z.B.:

  • Ist es wahrscheinlich, dass Sie in Zukunft dieselben Kunden werden wie heute? Wenn nicht, worin wird sich der Kunde von morgen von dem heutigen unterscheiden?
  • Über welche Kanäle werden Sie Ihre Kunden von morgen erreichen?
  • Wo zeichnen sich zukünftige Innovationen ab?
  • Welche Ihrer Kernkompetenzen werden Sie in Zukunft noch gewinnbringend einsetzen können?
  • Welche strategischen Fähigkeiten müssen Sie aufbauen, um stabil am Markt zu bleiben? Wie können Sie diese Fähigkeiten entwickeln?
  • Was wollen Sie laut Plan in zehn Jahren erreicht haben?

Z-Team ist proaktiv
Setzten Sie ein proaktives Z-Team ein.

Nähere Informationen zum Z-Team erhalten Sie in meinen Beiträgen zur Prozesslandkarte.
Die Prozesslandkarte Teil 1: Die volle Peilung für Ihr Unternehmen!
Die Prozesslandkarte Teil 2: Die volle Peilung für Ihr Unternehmen Schritt für Schritt!
Die Prozesslandkarte Teil 3: Die volle Peilung für Ihr Unternehmen wird konkret

Tipp Nr. 4: Proaktiv in Fortbildung investieren

Mitarbeiter können proaktiv mitdenken, wenn sie qualifiziert und die Zusammenhänge im Unternehmen kennen. Doch Fortbildungen müssen nicht immer teuer sein. Neben externer Weiterbildung können Sie interne Workshops und Schulungen anbieten – etwa im Rahmen eines Mitarbeiterabends. Legen Sie dazu einen bestimmten Tag pro Monat fest, an dem Know-how vermittelt wird. Das Besondere: Bitten Sie fachlich und didaktisch kompetente Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten darum, Praxiswissen weiterzugeben. So wir der Kollege zum Lehrer und der Chef zum Lernenden.

Proaktiv mit Fortbildungen
Proaktiv mit Fortbildungen.

Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, zunächst 45 Minuten lang allgemeine Informationen über das Unternehmen zu geben. Daran schließt sich ein Referat an, das ebenfalls 45 Minuten dauert. Die Teilnahme wird gern gesehen, ist aber freiwillig. Sie wird nicht als Arbeitszeit bezahlt. Dafür bezahlt die Firma das Essen und die Getränke. Erfahrungsgemäß werden solche Angebote von Mitarbeitern sehr gut besucht, selbst wenn die Teilnahme nicht als Arbeitszeit vergütet wird.

Tipp Nr. 5: Proaktiv Erwartungen formulieren

Oft erlebe ich in Unternehmen, dass jeder für sich versucht, proaktiv zu sein und Dinge zu optimieren. Da aber die gemeinsame Richtung fehlt, entstehen Reibungsverluste. In Produktionsunternehmen gibt es zum Beispiel sehr häufig unterschiedliche Zielsetzungen beim Vertrieb und der Produktion: Während der Vertrieb alles schnell gefertigt haben möchte, um den Kunden kürzere Lieferzeiten anbieten zu können, wäre es der Produktion lieber, etwas längere Lieferzeiten zu haben, um besser planen und kostengünstiger fertigen zu können. Wichtig ist, dass man gemeinsam und proaktiv die Lösungen findet, die dem Unternehmen am meisten dienen. Dieses erreicht man idealerweise dadurch, indem man sich im Vorfeld zusammensetzt und gemeinsam entscheidet, welche Ziele verfolgt werden.

Proaktiv im Team
Verknüpfen Sie proaktiv Ihre Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

Verknüpfen Sie proaktiv die Erwartungen an einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Strategieprozess des Unternehmens. So bekommen die Verbesserungen eine einheitliche Richtung. Ziele stellen sicher, dass die Kräfte auf den wirksamsten Punkt ausgerichtet werden und nicht jeder in eine andere Richtung läuft. Das mag banal klingen. Allerdings zeigt die Praxis, dass selbst Führungskräfte nur in wenigen Unternehmen präzise formulieren können, welche Ziele ihr Haus verfolgt.

Proaktiv mit Jürgen Kurz 2
Jürgen Kurz hilf Ihnen proaktiv zu werden.

Seit vielen Jahren führe ich Seminare zum Thema »Ziele« durch und zeige auf, wie man stringente Zielvereinbarungsprozesse in Unternehmen installieren kann, bei denen – abgeleitet aus den Firmenzielen – Ziele für alle Mitarbeiter entstehen. Weitere Informationen erhalten Sie hier – Aktuelle Seminarangebote

Darauf kommt es an

Machen Sie sowohl den kontinuierlichen Verbesserungsprozess als auch das Z-Team zu einer festen Instanz in Ihrem Unternehmen. Häufig ist es so, dass Perfektionisten und Innovatoren in Unternehmen einander bekämpfen. Kann der Perfektionist sich in ein für Verbesserung zuständiges Team einbringen, blüht er auf, weil genau hier seine Stärken genutzt werden können. Und der Innovator? In einem Z-Team darf er sich proaktiv entfalten und neue Konzepte entwickeln!

Ich glaube, wie die Zukunft wird, ist kein Zufall. Zukunft lässt sich beeinflussen. Klick um zu Tweeten

Was der Tipp bewirkt

Ja, die Zukunft ist ungewiss, aber ich wehre mich gegen die Vorstellung, dass sie zu 100 Prozent einfach so und ganz plötzlich über uns hereinbricht. Zukunft lässt sich zu einem guten Stück gestalten, wenn man proaktiv ist. Durch kontinuierliche Verbesserungen und Weiterentwicklungen und durch eine exzellente Beobachtung von aktuellen Entwicklungen, bleibt Ihr Unternehmen zukunftsfähig und relevant!

Und Sie?

Auf welche Hindernissen stoßen Sie in Ihren Verbesserungsprozessen? Schreiben Sie mir, vielleicht können wir gemeinsam nach Lösungen suchen!



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