Nobody is perfect – Wie Sie mit einer angstfreien Fehlerkultur Ihr Team auf die Überholspur bringen



Noch immer gibt es Vorgesetzte, die schon bei kleinen Fehlern in die Luft gehen. Unsachliche oder verletzende Kritik wirkt sich aber extrem negativ aus: Die Beschäftigten sind gestresst, versuchen Missgeschicke zu vertuschen oder schieben den schwarzen Peter anderen Kollegen zu. Unter diesem schwierigen Betriebsklima leiden alle Beteiligten. Statt couragiert innovative Visionen zu entwickeln, ducken sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und agieren wie gelähmt. Aber ohne Motivation im Team stagniert das Unternehmen. Mit einer angstfreien Fehlerkultur schaffen Sie jedoch die Basis für innovative Ideen und ein erfolgreiches Miteinander.

Angstfreie Fehlerkultur hilft gegen Angst
Eine angstfreie Fehlerkultur eliminiert Überlastung und Überforderung.

Warum Sie Fehler als Chance sehen sollten

Um sich auf dem Markt gegenüber Mitkonkurrenten erfolgreich abzugrenzen, brauchen Sie engagierte Beschäftigte, die sich mit frischen und kreativen Ideen in die Arbeit einbringen. Damit sich Ihr Team engagiert, Neues ausprobiert oder auch innovativ die Grenzen sprengt, ist ein positives Betriebsklima erforderlich. Denn bevor sich Erfolge einstellen, gilt es Rückschläge zu verarbeiten. Der Umgang mit Fehlern entscheidet darüber, ob sich die Kollegen etwas zutrauen. Kritik und Schuldzuweisungen bewirken dagegen, dass sich alle in ihr Schneckenhäuschen zurückziehen. Bloß nichts Neues ausprobieren, dass könnte ja schief gehen! Diese Angst führt nicht selten zu gesundheitlichen Problemen und hohen Ausfallzeiten wegen psychischer Erkrankungen. In vielen Unternehmen findet deshalb ein positives Umdenken statt. Fehler und Rückschläge werden mittlerweile als Chance gesehen. Sie zeigen Verbesserungspotenzial auf und liefern wegweisende Erfahrungswerte. An Fehlern können alle wachsen.

In 5 Schritten zur angstfreien Fehlerkultur

Schritt Nr. 1: Sehen Sie Fehler als Geschenk

Viele Menschen betrachten Fehler als etwas Negatives. Wenn Sie sich über ein Missgeschick ärgern, dann denken Sie an diesen Satz eines klugen Menschen: „Wenn Gott Dir ein Geschenk machen will, dann verpackt er es in ein Problem.“ Es liegt an Ihnen, ob Fehler demotivierende Stolpersteine oder motivierende Trittsteine sind. Ändern Sie nämlich die Perspektive, entdecken Sie dank der Probleme gezielt Schwachstellen im Arbeitsablauf. Wenn Sie diese optimieren und weiterentwickeln, rücken Sie jedes Mal ein Stück näher an das Ideal – die Null-Fehler-Produktion.

Schritt Nr. 2: Das Problem von der Person trennen

Niemand macht mit Absicht Fehler. Trennen Sie unbedingt das Problem von der Person, denn wer sich bedrängt fühlt, wird sich automatisch verteidigen. Ein brasilianisches Sprichwort beschreibt es so: „Fremde Fehler beurteilen wir als Staatsanwälte, die eigenen als Verteidiger“. Ermitteln Sie nicht den Verursacher sondern erforschen Sie die Ursache.

Fortbildungschancen durch neue angstfreie Fehlerkultur
Zur angstfreien Fehlerkultur gehört eine offene Kommunikation.

Schritt Nr. 3: Analysieren Sie die Situation

Überlegen Sie gemeinsam mit dem Team, wie sich Strukturen und Prozesse so verändern lassen, damit dieser oder ähnliche Fehler künftig nicht wieder auftreten. Wie kam es zu dem Problem, was waren die Auslöser? Halten Sie alle Fragen der Problemanalyse schriftlich fest. So finden Sie leichter den Ansatz zur Lösung. Verwenden Sie einfach das praktische Reagan-Formular. Mit einem Klick auf die Grafik können Sie es gratis herunterladen.

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Schritt Nr. 4: Vorschlagswesen contra Fehlermanagement

Es gibt nicht nur die eine beste Idee oder den einen Weg, sondern es gibt viele unterschiedliche Lösungen, die Ihr Team und Ihr Unternehmen voranbringen. Schaffen Sie ein angstfreies Klima und motivieren Sie Ihre Belegschaft zur kreativen Mitarbeit. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen sich am besten in Ihrem Bereich aus und wissen, wo es harkt. Oft haben sie sogar schon Ideen, wie sich Prozesse oder Abläufe optimieren lassen. Warten Sie deshalb nicht erst ab, bis ein Fehler passiert sondern nutzen Sie dieses Potential. Mit dem Vorschlagwesen haben Sie ein tolles Instrument zur Verfügung, um Fehler schon im Vorfeld auszumerzen. Geben Sie Ihrem Team die Möglichkeit, sich mit Ihren Ideen und Vorschlägen einzubringen. Wie Sie ein funktionierendes Vorschlagwesen etablieren, erkläre ich Ihnen in diesem Blog-Beitrag: Besser geht’s immer! Entdecken Sie das Potenzial eines Verbesserungsvorschlagswesen!

Verbesserungsvorschläge erhöhen Nutzen kontinuierlich
Es treten weniger Fehler auf, wenn Sie die Verbesserungsvorschläge Ihres Teams berücksichtigen.

Extra-Tipp
Die Fehlerkultur ist nicht die einzige Stellschraube für ein produktives Arbeitsklima. Grundsätzlich gilt: Nur zufriedene Beschäftigte können ihr volles Potential entfalten. Um die Zufriedenheit zu steigern sind übrigens gar keine aufwändigen oder teuren Maßnahmen erforderlich. Tatsächlich sind es kleine Dinge, die den großen Unterschied machen. Welche, das erfahren Sie zum Beispiel in meinem Blog-Beitrag „Fünf Tipps mit denen Sie garantiert Ihre Mitarbeiterzufriedenheit steigern“.

Schritt Nr. 5: Würdigen Sie Ihr Team

Jeder Mensch wünscht sich Lob und Anerkennung. Als Vorgesetzter haben Sie viele Möglichkeiten, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu wertschätzen. Trauen Sie einzelnen Kollegen anspruchsvolle Aufgaben zu oder übertragen Sie dem Team spezielle Projekte. Erkennen Sie aber auch die geleistete Arbeit an und heben Sie die Erfolge und Leistungen stets hervor. So steigern Sie nicht nur die Mitarbeiterzufriedenheit, sondern spornen Ihr Team an, sich für das Unternehmen zu engagieren. In meinem Video-Podcast auf YouTube verdeutliche ich Ihnen, wie motivierte Mitarbeiter das Team entlasten.

So beugen Sie Fehlern vor

Mit Büro-Kaizen stelle ich Ihnen eine Methode zur Verfügung, mit der Sie Fehler von vornherein vermeiden, indem Sie Routineaufgaben optimieren. In Download-Center finden Sie zahlreiche praxiserprobte Vorlagen und Checklisten, um den Büroalltag stetig zu verbessern.

Endlich angstfrei und motiviert arbeiten

Niemand ist perfekt, und deshalb lassen sich Fehler auch nicht gänzlich vermeiden. Aber ein entspannter Umgang mit dem Problem hilft allen Beteiligten, angstfrei damit umzugehen. Die sachliche Fehlerlösung sorgt dafür, die belastende seelische Komponente erheblich zu reduzieren. So bleibt Ihr Team entspannt und hochmotiviert.

Und Sie?

Welche Erfahrungen haben Sie mit einer angstfreien Fehlerkultur gemacht? Gibt es eine Situation oder ein Folgeergebnis, dass Sie in Ihrem Unternehmen weiter gebracht hat? Ich würde mich freuen, von Ihren Erfahrungen zu hören. Schreiben Sie mir gerne an blog@buero-kaizen.de

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