Zettelwirtschaft mit Post-its & Co. – so werden Sie die kleinen Aufmerksamkeits-Killer wieder los



Als Art Fry 1974 die Post-its erfand, damit seine Lesezeichen im Kirchenchor nicht ständig aus den Notenheften herausfielen, konnte er wohl zwei Sachen nicht ahnen. Erstens: Dass sie einmal – laut der Zeitschrift Fortune – zu den wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts zählen würden. Und zweitens, dass sie die Tendenz haben, sich in Deutschlands Büros so zu vermehren, dass sie als bestens bekannte Zettelwirtschaft zu einer schlimmeren Plage wurden als die Tauben auf dem Markusplatz in Venedig.

Das ist das Problem

Denn wer kennt den Büroklassiker nicht: Das Passwort auf dem Post-it am Monitor. Auch wichtige Telefonnummern und zu erledigende Dinge landen gerne zuerst einmal auf dem klebenden Zettel.

Keine Zettelwirtschaften anhäufen
Häufen Sie sich keien Zettelwirtschaften mit Post-its an.

Dabei haben die Nachteile der schnellen Klebenotizen die Vorteile längst überholt. Zeit für alternative Lösungen statt chaotischer Zettelwirtschaft!

Tipp Nr. 1: Digitales Adressbuch nimmt auch sonstige Informationen

Ob Informationen zur Person, Öffnungs- und Sprechzeiten von Lieferanten, Kunden, Ihrem Steuerberater oder Anwalt oder speziell vereinbarte Konditionen – sie alle sind gut in Ihrem digitalen Adressbuch aufgehoben. Weil sie genau da sind, wo Sie sie benötigen – und nicht in einer unübersichtlichen Zettelwirtschaft. Tipp am Rande: Fügen Sie diese Infos direkt bei Bekanntwerden ein – das ist im Handumdrehen erledigt.

Extra-Tipp 1

Ihr Adressbuch lässt sich heute oft ganz einfach mit Ihren Mobil-Geräten wie Smartphone, Notebook oder Tablet synchronisieren. So haben Sie auch unterwegs diese wichtigen Infos immer zur Hand.

Zettelwirtschaft? Nein, danke. Denn sie bringt einfach mehr Chaos als Ordnung in den Kopf. Klick um zu Tweeten

Tipp Nr. 2: Legen Sie ein Sichtbuch an

Infos, die Sie immer wieder benötigen – die aber nicht zu einem bestimmten Projekt gehören wie Telefonlisten oder Pläne zu Kostenstellen – finden sich häufig als wilde Zettelwirtschaft an Bürowänden, unter der Schreibunterlage oder eben als schöner Post-it-Kranz rund um den PC-Monitor. Die Lösung für diese Infos lautet: Sichtbuch anlegen. Wie Sie ein Sichtbuch anlegen, erfahren Sie hier.

Tipp Nr. 3: Tschüss Schreibunterlage, Sammelstelle der Zettelwirtschaft

Manche Schreibunterlagen haben eine durchsichtige Folie aus Kunststoff, unter der sich eine Riesen-Zettelwirtschaft ansammelt. Der Nachteil: Wer darauf arbeitet, mutet seinem Gehirn ein Dauerfeuer von ablenkenden Informationen und Ach-herrjeh-was-alles-getan-werden-muss zu. Idealerweise schaffen Sie diese Unterlagen gleich ganz ab. Auch wenn manche Menschen im Büro wenigstens eine papierne Schreibunterlage für Telefonnotizen behalten möchten – die Nachteile bleiben auch hier. Vollgeschriebene Unterlagen rauben Aufmerksamkeit. Und die Infos lassen sich nicht ohne Aufwand übertragen.

Zettelwirtschaft durch Schreibtischunterlage
Werden Sie ein Teil Ihrer Zettelwirtschaft los, indem Sie Ihre Schreibtischunterlage abschaffen.

Extra-Tipp 2

Wenn Sie Informationen mehrfach am Tage benötigen, ist ein Sichtbuch, das Sie jedes Mal zur Hand nehmen und aufklappen müssen, eventuell zu aufwendig. Ein Schwenkarm für den Monitor – nach getaner Arbeit einfach nach hinten umklappbar – ist dann eine hervorragende Lösung – ganz ohne Post-it oder Zettelwirtschaft.

Ihre Vorteile – was bringen mir die Tipps

Ihr Befreiungsschlag von Post-its & Co bringt Ihnen:

  • Mehr Zeit: Denn mit der digitalen Suche finden Sie alle Infos schneller und einfacher
  • Ein Ende der Zettelwirtschaft
  • Schluss mit den ständigen Aufmerksamkeits-Killern, die an Unerledigtes gemahnen
  • Mehr Datensicherheit – weil kein Unbefugter mehr Ihre Passwörter sieht
  • Die Möglichkeit zur Mitnahme: Denn ein Sichtbuch passt in Ihren Aktenkoffer – Post-its verbleiben schlicht wegen Ihrer Vielzahl gerne da, wo Sie gerade kleben

Und Sie?

Welche Erfahrungen haben Sie mit den kleinen Biestern gemacht – genannt Post-its? Sagen Sie’s mir. Oder schicken Sie mir gleich ein Bild Ihrer schönsten Zettelwirtschaft oder Ihres zugekleisterten Monitors – als abschreckendes Beispiel. An: blog@büro-kaizen.de.



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