Desktop-Version OneNote 2016 erhält neue Funktionen und verlängerten Support bis 2025


Eigentlich hatte Microsoft im April 2018 das Ende der beliebten OneNote-Desktop-Version bekanntgegeben – der reguläre Support war nur noch bis 2020 vorgesehen. Künftig sollte es dann nur noch die unbeliebtere OneNote UWP-App geben. Nun hat Microsoft seine Meinung revidiert. OneNote 2016 bleibt nun doch zur Freude vieler Firmenkunden erhalten und wird auch zukünftig weiterentwickelt! Zur Feier dieser guten Nachricht wurden gleich noch ein paar neue Funktionen in Aussicht gestellt.

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Die Desktop-Version von OneNote gibt es seit 2003. Die neuste Version heißt “OneNote 2016”.

 

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Die OneNote UWP-App für Windows 10 wurde erst in den letzten Jahren populärer und wird nur “OneNote” (ohne Jahreszahl) genannt.

Entstehung der beiden OneNote Versionen

Microsoft digitales Notizbuchprogramm OneNote hat sich seit seinem ersten erscheinen im Jahr 2003 erheblich verändert. Das anfangs wenig beachtete Nischenprodukt entwickelte sich mit der Zeit zu einem beliebten Tool, besonders auch im Unternehmenseinsatz – zum Beispiel für die Dokumentation von Projekten oder als Wissensdatenbank. Die hervorragende Einbindung in Microsoft Outlook und die weiteren Anwendungen der Office-Suite macht den Einsatz von OneNote im modernen digitalen Büro noch gewinnbringender.

  • Ursprünglich hatte Microsoft seine OneNote-Notizbücher als Desktop-Anwendung für das Office-Paket entwickelt.
  • Zwischenzeitlich hat Microsoft jedoch auch eine OneNote-Version für seine Windows 10-Umgebung entwickelt, die auf einen moderneren, schlankeren Programmiercode beruht, dafür allerdings weniger Funktionen aufweist. Diese Programmversion wird nur als „OneNote“ bezeichnet (ohne Jahreszahl hinter dem Programmnamen), beziehungsweise auch als UWP-App (UWP = Universelle Windows Plattform).
  • Anfang 2018 hat der Redmonder IT-Konzern dann angekündigt, nur noch diese eingeschränkte, aber modernere UWP-App weiterzuentwickeln und die ältere Desktop-Version auslaufen zu lassen. Das Ende des Supports war ursprünglich für Oktober 2020 geplant, eine Verlängerung mit einem kostenpflichtigen Extended-Support war bis 2025 vorgesehen.
  • Und Microsoft hielt anfangs Wort. So gab es schon in dem Office 2019 Paket keine Desktop-Version von OneNote mehr, also kein „OneNote 2019“.

Was kann die Desktop-Version OneNote 2016 besser als die UWP-App?

Für Firmenkunden war die Nachricht über das Aus der OneNote-Desktop-Version ein regelrechtes Fiasko. Denn im Unterschied zur UWP-App kann man bei der Desktop-Version den Speicherort der Notizbücher auswählen und ist nicht auf die Cloud als Speicherort angewiesen. So können die Daten auch auf lokalen Speichermedien und Datenbanken des Unternehmens abgespeichert werden und nicht nur in der Microsoft-Cloud. Aber genau diese Kontrolle über den Speicherort der Unternehmensdaten ist für viele Firmen aufgrund ihrer Compliance- und Sicherheits-Richtlinien wichtig. Das Aus für die Desktop-Version war somit vielfach ein Ausschlusskriterium für den Einsatz des praktischen Notizbuchprogramms im Businessbereich.

Mehr zu den Unterschieden zwischen der Desktop-Version und der UWP-App von OneNote und dem jeweiligen Funktionsumfang erfahren sie in unserem Büro-Kaizen Blogbeitrag → „Aus 2 mach 1: Die OneNote-App (UWP) wird die neue Standardversion“

Was für neue Funktionen spendiert Microsoft zur Feier der “Reanimation” von OneNote 2016?

Das Comeback des totgeglaubten OneNote 2016 (und dem voraussichtlich nächsten OneNote 2020?) hat Microsoft zudem mit einigen neuen Funktionen garniert:

  • Dark Mode: Im Juli 2018 hat Microsoft den sogenannten „Dark Mode“ für seine OneNote UWP-App eingeführt. Dieser augenschonende Nachtmodus für wenig Umgebungslicht (z.B. am späteren Abend) war bislang nicht in der Desktop-Version verfügbar. Das soll sich künftig ändern. Was der Dark-Mode-Nachtmodus alles für Vorteile bringt, lesen Sie in unserem Büro-Kaizen Blogbeitrag → „Jetzt neu: Der „Dunkle Modus“ in Microsoft OneNote! Tatsächlich augen- und batterieschonender?“ .
  • @Erwähnungen: Mit den „@Mention“ (den @Erwähnungen) können Personen durch ein vorangestelltes @-Zeichen vor deren Namen hervorgehoben werden. So können die erwähnten Personen die für sie relevanten Textpassagen nicht nur schneller im Textkörper erkennen. Die smarte @Erwähnung ermöglicht auch, dass diese Personen automatisch über ihre Erwähnung benachrichtigt werden.

Vorerst hat Microsoft auf der IT-Konferenz Ignite in Orlando (Florida) bekannt gegeben, dass der reguläre Support bis zum 10.10.2023 und der erweiterte Support bis zum 14.10.2025 verlängert wird. Wir sind gespannt, wie es danach weitergehen wird :-)

 

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