Gemeinsam die Gefährdungsbeurteilung erstellen: Viele Köche verbessern den Brei



Meine Kunden haben durch die Anwendung der Methoden von Büro-Kaizen immer wieder Aha-Erlebnisse. Eines der wichtigsten ist, dass sie ihre Mitarbeiter bei vielen Aufgaben mit ins Boot holen können. Damit wird nicht nur der Chef entlastet, sondern die Mitarbeiter fühlen sich dem Unternehmen auch mehr verbunden.  Das gilt auch, wenn es darum geht, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Sie werden sehen, dass Sie nicht nur Zeit sparen, sondern die Gefährdungen in den einzelnen Arbeitsabläufen genauer erfassen und effektiver beseitigen können.

Inhalt

Gefährdungsbeurteilung erstellen: Viele Wege führen zum Ziel

Das Gesetz lässt Ihnen freie Hand, wenn es darum geht, wie Sie Gefährdungsbeurteilung erstellen. Der Vorteil: Sie können die Gefährdungsbeurteilung ganz den Gegebenheiten in Ihrem Unternehmen anpassen. Der Nachteil: Sie sind gefordert, sich selbst eine Struktur dafür zu erarbeiten, wie Sie das Vorhaben umsetzen. Eine Methode von Büro-Kaizen hat sich hier besonders bewährt: Die Checkliste.

Tipp 1: Mit einer Checkliste Ihre Gefährdungsbeurteilung erstellen.

Checklisten eignen sich für viele verschiedene Abläufe. Auch beim Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen sind sie ein wertvolles Hilfsmittel. Sie wirken als Gedächtnisstütze und sorgen dafür, dass kein Punkt vergessen wird. Da Sie damit die Abläufe nicht mehr einzeln planen müssen, können Sie sich ganz auf die Inhalte konzentrieren.

So könnte die Checkliste zur Gefährdungsbeurteilung für einen Büroarbeitsplatz aussehen:

Vorlagen für Checklisten zum Gefährdungsbeurteilung erstellen erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt oder Ihrem Unfallversicherungsträger.

Extratipp: Lesen hier, wozu Sie Checklisten noch einsetzen können.

Tipp 2: Gefährdungsbeurteilung erstellen: Die Mitarbeiter befragen

Eine Mitarbeiterbefragung zum Thema Arbeitssicherheit liefert Ihnen nützliche Anhaltspunkte. Der Gedanke dahinter: Die Mitarbeiter können oft differenzierter einschätzen, wo sich Potential zur Verbesserung findet. Denkbar sind zu Beispiel folgende Fragen:

  • Ergonomie: Leiden Sie im Zusammenhang mit der Arbeit regelmäßig an Verspannungen?
  • Lichtverhältnisse: Ist Ihr Arbeitsplatz ausreichend ausgeleuchtet?
  • Sicherheit: Fallen Ihnen Stolperfallen im Büro auf?
  • Stressbelastung: Gibt es Belastungen durch Geräuschkulissen, Heizung oder Klimaanlage?

Gefährdungsbeurteilung erstellen und Rückenfreundlichkeit fördern
Ein wichtiger Punkt beim Gefährdungsbeurteilung erstellen: Sind die Büromöbel rückenfreundlich?

Bestimmt fällt Ihnen auf, dass einige Fragen hier auch die Mitarbeiterzufriedenheit berühren. Das ist kein Zufall, denn die Arbeitssicherheit dient ja den Mitarbeitern und ist kein bürokratischer Selbstzweck.

Auch beim Erstellen bei der Gefährdungsbeurteilung: Viele Hände machen der Arbeit schnell ein Ende. Klick um zu Tweeten

Extratipp: Lesen Sie hierzu auch meinen Beitrag zum Thema Mitarbeiterbefragung.

Tipp 3 Gefährdungsbeurteilung erstellen: Wer macht was?

Auch in kleineren Unternehmen müssen Sie nicht allein die Gefährdungsbeurteilung erstellen. Sie können ein Team von Mitarbeitern bilden, das Sie bei den anfallenden Aufgaben unterstützt:

  • Checklisten erstellen
  • Mitarbeiterbefragung durchführen und auswerten
  • Gefährdungen beurteilen
  • Gefährdungsbeurteilung auswerten

Gefährdungsbeurteilung erstellen im Team
Gefährdungsbeurteilung erstellen: Im Team die Aufgaben teilen.

Extra-Tipp: Um die notwendigen Besprechungen effizient durchzuführen, bietet sich das Sofortprotokoll an. Damit stellen Sie sicher, dass die besprochenen Themen und Beschlüsse nicht verloren gehen. Wie Sie ein Sofortprotokoll erstellen lesen Sie hier.

Gefährtdungsbeurteilung erstellen: Der richtige Zeitpunkt

Sie sind nicht verpflichtet, die Gefährdungsbeurteilung regelmäßig zu wiederholen. Unter bestimmten Umständen jedoch werden Sie die Gefährdungsbeurteilung aktualisieren:

  • Wenn neue oder bisher unerkannte Gefährdungen auftreten.
  • Wenn sich die betrieblichen Gegebenheiten ändern.
  • Wenn viele Mitarbeiter arbeitsbedingt erkranken.
  • Wenn ein Arbeitsunfall passiert.
  • Wenn sich der Standard von Arbeitsmitteln ändert.
  • Wenn sich die Arbeitsschutzvorschriften ändern.

Extra-Tipp: Wenn Sie die Gefährdungsbeurteilung öfter erstellen als von Gesetzgeber gefordert, haben Sie damit eine Chance, das Arbeitsumfeld kontinuierlich zu verbessern. Mitarbeiter, die sich auf diese Weise umsorgt fühlen, verbinden sich noch mehr mit ihrem Arbeitsplatz und ihrem Unternehmen. Davon profitiert wiederum das Unternehmen.

Darauf kommt es an:

Bein Gefährdungsbeurteilung erstellen kommt es darauf an, alle Schritte so zu dokumentieren, dass sie auch später noch nachvollziehbar sind.

Was die Tipps bewirken:

Wenn Sie die Mitarbeiter beim Gefährdungsbeurteilung erstellen mit einbeziehen, erhalten Sie genauere Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten.

Extra-Tipp: Lesen Sie meine Beiträge zu den Themen Arbeitssicherheit und Gefährdungsbeurteilung.

Und Sie?

Wie gehen Sie vor, wenn Sie eine Gefährdungsbeurteilung erstellen? Schreiben Sie mir, ich freue mich darauf, Ihre Erfahrungen zu lesen.



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