Besser geht’s immer! Entdecken Sie das Potenzial eines Verbesserungsvorschlagswesen!



In Deutschland wird das Thema Verbesserungsvorschlagswesen in vielen Unternehmen belächelt. Man träumt von bahnbrechenden Innovationen und nicht von kleinen Schritten. Dass dies falsch ist, zeigt die Firma Toyota. Dort macht jeder einzelne Mitarbeiter durchschnittlich über hundert Verbesserungsvorschläge pro Jahr. Ich bin überzeugt: "Mit-Unternehmerinnen" und "Mit-Denker" sind initiativer und innovativer als "Mit-Arbeiterinnen" und "Mit-Denker"! Nicht umsonst ist Toyota die wertvollste Automarke der Welt. Lesen Sie, wie ein Verbesserungsvorschlagwesen Ihr Unternehmen auf der Erfolgsspur hält.

Was ist das Problem

Die Anforderungen an Unternehmen ändern sich ständig. Neue Aufgaben kommen hinzu und gleichzeitig ist es wichtig, das aktuelle Niveau zu halten. Daraus entsteht ein Spannungsfeld, in dem viele Firmen scheitern. Auf der einen Seite führt Betriebsblindheit dazu, dass Wettbewerber sich weiter entwickeln, sich an die Spitze setzen und man wichtige Marktpositionen einbüßt. Auf der andere Seite darf auch keine Kultur entstehen, in der nur noch problemorientiert gearbeitet, über Schwierigkeiten nachgedacht und Zusammenhänge hinterfragt werden. Das lähmt und führt genauso zu Stillstand. Mit einem Verbesserungsvorschlagswesen schaffen Sie Verbesserungen bestehender Systeme und gewährleisten gleichzeitig die Entwicklung zukünftiger Innovation!

Erfolg mit einem Verbesserungsvorschlagswesen
Ein Verbesserungsvorschlagswesen entwickelt Ihr Unternehmen weiter und Sie werden erfolgreich.

So funktioniert es

Tipp Nr. 1 für ein Verbesserungsvorschlagswesen: Schaffen Sie die Basis für das Mit-Denken!

In manchen Unternehmen wird auf Fehler mit Schuldzuweisungen reagiert und der Mitarbeiter zum Beispiel vor versammelter Mannschaft getadelt. Das führt dazu, dass Mitarbeiter davor zurückschrecken, etwas neues auszuprobieren – es könnte ja schiefgehen. Doch Fehler müssen erlaubt sein. Sie können sich als richtige Goldnuggets erweisen, wenn Sie als Chance betrachtet werden und sie dazu führen, dass Ideen für Verbesserungen entwickelt werden!

Mitdenken über Verbesserungsvorschlagswesenerbesserungsvorschlagswesen
Bei einem Verbesserungsvorschlagswesen sollen alle Mitarbeiter mitdenken.

Ziel ist es, Fehler durch ein Verbesserungsvorschlagswesen so wirksam zu beseitigen, dass sie künftig nicht mehr auftreten. Mehr zum Thema Fehlerkultur lesen Sie in meinem Beitrag: Ich sehe was, was Du nicht siehst – mehr Effizienz durch eine neue Fehlerkultur.

Tipp Nr. 2 für ein Verbesserungsvorschlagswesen: Öffnen Sie sich für die Ideen Ihrer Mitarbeiter!

In vielen Unternehmen werden die Mitarbeiter nur für ihre Hände, nicht aber für ihren Kopf bezahlt. Die Mitarbeiter sind dann Mit-Arbeiter und nicht Mit-Denker. Häufig heißt es: Der Mitarbeiter arbeitet, der Chef löst die Probleme. Doch der Mitarbeiter erkennt die Verbesserungspotenziale der eigenen Arbeit häufig viel besser als die Vorgesetzte. Erschließen Sie daher systematisch die Vorschläge Ihrer Mitarbeiter für Verbesserungen im Büro. Dazu eignet sich das Verbesserungsvorschlagswesen.

Verbesserungsvorschlagswesen löst Probleme mit Mitarbeitern
Bei einem Verbesserungsvorschlagswesen werden Probleme mit Mitarbeitern behoben.

Beim Verbesserungsvorschlagswesen geht es darum, dass ein Mitarbeiter selbstständig darüber nachdenkt, wie ein bestimmtes Problem gelöst werden kann.

Tipp Nr. 3 für ein Verbesserungsvorschlagswesen: Definieren Sie Rahmenbedingungen!

Stellen Sie sicher, dass ein Verbesserungsvorschlag folgende Rahmenbedingungen erfüllt:

  • Der Vorschlag zeigt einen konkreten Lösungsweg; die bloße Problembeschreibung reicht nicht aus.
  • Der Vorschlag muss machbar sein und einen Nutzen bieten.
  • Die Vorschlag kann bereits im Unternehmen bekannt und anderweitig gebräuchlich sein. Er muss jedoch für den vorgeschlagenen Anwendungsbereich und -zweck neu sein.

Tipp Nr. 4 für ein Verbesserungsvorschlagswesen: Arbeiten Sie schriftlich!

Die schriftliche Arbeit hilft dabei, sich zu konzentrieren und die Vorschläge zu präzisieren. Wir haben im Rahmen unseres Verbesserungsvorschlagswesens ein Formular für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstellt.

Tipp Nr. 5 für ein Verbesserungsvorschlagswesen: Honorieren Sie die Ideen!

Jeder freut sich über eine Belohnung oder eine Bestätigung! Drücken Sie Ihre Wertschätzung aus, in dem Sie die Ideen Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter honorieren. Das Honorierungssystem können Sie beispielsweise folgendermaßen differenzieren:

  • Bei errechenbaren Verbesserungen werden 20 Prozent der Ersparnis des ersten Jahres ausbezahlt.
  • Bei nicht messbaren Verbesserungen wird eine Pauschale gezahlt. (Bei tempus haben wir uns auf 25 Euro geeinigt plus ein Mittagessen.)
  • Das Mittagessen gibt es auch bei abgelehnten Vorschlägen. Denn immerhin hat sich der Mitarbeiter ja Gedanken gemacht).

Tipp Nr. 6 für ein Verbesserungsvorschlagswesen: Stärken Sie die Eigenumsetzungsquote!

Am wirksamsten sind Verbesserungsvorschläge, wenn sie nicht andere weiter entfernte Personen betreffen, sondern wenn sie im eigenen Einflussbereich liegen. Stärken Sie und honorieren Sie in Ihrem Verbesserungsvorschlagswesen darum vor allem Vorschläge, bei der die Umsetzung gleich durch die Person geschehen kann, die den Vorschlag eingereicht hat.

Eigene Umsetzung bei Verbesserungsvorschlagswesen
Fördern Sie die eigene Umsetzung im Rahmen von einem Verbesserungsvorschlagswesen.

Bei tempus lautet das Ziel, dass jeder Mitarbeiter im Durchschnitt einen Verbesserungsvorschlag pro Monat macht. Die Eigenumsetzungsquote beträgt bei uns etwa 90 Prozent.

Tipp Nr. 7 für ein Verbesserungsvorschlagswesen: Arbeiten Sie mit KVP-Gruppen!

Um Verbesserungen seitens der Mitarbeiter zu initiieren, nutzen Unternehmen auch sogenannte KVP-Gruppen. KVP ist die Abkürzung für "Kontinuierlicher Verbesserungs-Prozess". KVP-Gruppen bearbeiten Probleme, die ein einzelner Mitarbeiter nicht lösen kann. Für die KVP-Sitzung holt er Mitarbeiter hinzu, die von dem Problem betroffen sind, und die zur Lösung beitragen können.

KVP-Gruppen beim Verbesserungsvorschlagswesen
Bringen Sie KVP-Gruppen bei einem Verbesserungsvorschlagswesen zum Einsatz.

Dieser Ansatz des Verbesserungsvorschlagswesen ist ganz im Sinne von Kaizen. Denn die Mitarbeiter sind die Experten für all das, was sie angeht. Sie können meist ganz gut beurteilen, welche Idee im Alltag funktioniert und welche eher scheitern wird.

Darauf kommt es an

Sie haben prinzipiell zwei Möglichkeiten, um auf Änderungen zu reagieren: Sie können entweder warten, bis Dinge sich ändern und dann schnell Ihre Organisation neu ausrichten. Das nennt man reaktives Vorgehen. Der
Vorteil ist, dass Sie wissen, was sich geändert hat und konkret reagieren können. Der Nachteil ist, dass Sie möglicherweise zu spät dran sind und den Gegebenheiten am Markt immer hinterher laufen. Eine andere Möglichkeit ist das proaktive Vorgehen. Das bedeutet, dass Sie frühzeitig Änderungen vorweg nehmen können. Der Vorteil ist, dass Sie schneller sind. Ein Verbesserungsvorschlagswesen unterstützt das praktive Vorgehen.

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Was der Tipp bewirkt

Wenn Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ein Verbesserungsvorschlagswesen zum Mitdenken motivieren, entwickelt sich ein proaktiver Lebensstil, der sich positiv auf Ihre Position am Markt auswirkt.

Und Sie?

Wo funktioniert das Verbesserungsvorschlagswesen bei Ihnen und wo stehen Sie vor Herausforderungen? Schreiben Sie mir, ich unterstütze Sie gerne!



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