Die hören aufs Wort! Der Büro-Kaizen® Sprachassistenten-Vergleich



Manchmal fehlt einem die dritte Hand, weil so viel zu tun ist. Doch wer einen Sprachassistenten nutzt, kann das ganz einfach kompensieren. Sprechen Sie Ihr Anliegen einfach aus und warten Sie darauf, dass es erledigt wird. Naja, ganz so reibungslos klappt es noch nicht. Was moderne Sprachassistenten heute können und wo es noch hapert, habe ich mir für Sie angesehen.

Was macht ein Sprachassistent?

Ein Sprachassistent ersetzt das Werkzeug Hand durch das Werkzeug Mund. Sie sprechen aus, was erledigt werden soll, diese Programme analysieren Ihr Gesagtes und aktivieren daraufhin eine Handlung. Ganz konkret können Sie Siri und Co. zum Beispiel während der Autofahrt dazu auffordern, eine E-Mail an den Vertriebsleiter im Büro zu senden und den Inhalt frei diktieren. Eine wahrlich nützliche Errungenschaft für Außendienstler und im Grunde alle, die manche Arbeitsabläufe schneller und unkomplizierter gestalten möchten.

Sprachassistent als echter Zeitsparer
Der Sprachassistent kann zum echten Zeitsparer werden.

Welcher Sprachassistent leistet was

Ich arbeite sehr gerne mit Spracherkennung, weil ich sie für eine wirklich sinnvolle Funktion halte. Doch leider gibt es nicht das eine Programm, das alles kann, sondern lediglich einige vielversprechende Ansätze. Welcher davon am besten zu Ihnen passt, kommt auf Ihre täglichen Aufgaben an. Die vier bekanntesten Sprachassistenten habe ich mir für Sie angesehen.

Cortana

Der Sprachassistent von Windows steht jedem Windows-Nutzer ab Version Windows 10 zur Verfügung, wenn er sie aktiviert. Auf den ersten Blick ein durchaus ansprechender Sprachassistent, der zügig reagiert und auch eigene Vorschläge zu möglichen Fragen macht. Ob jedoch der oftmals wiederholte Vorschlag, sich einen Witz erzählen zu lassen, so hilfreich ist, sei mal dahingestellt. Insgesamt bewerte ich Cortana nach meinem Test auf dem Surface Pro mit Windows 10 Pro so:

  • Vorteile von Cortana:
  • angenehme Stimmlage und Aussprache
  • schnelle Reaktion auf Ansprache
  • öffnet Programme auf Ansage zuverlässig
  • macht proaktiv Vorschläge
  • Nachteile von Cortana:
  • programmeigene Vorschläge oft nicht hilfreich
  • Bing-Suche statt eigener Antwort meist bevorzugt
  • nur mit Outlook kompatibel
  • noch keine Speech-to-Text Diktierfunktion

Sprachassistent proaktiv verwenden spart Zeit
Sprachassistent Cortana: Proaktiv, aber nicht immer hilfreich

Siri

Siri ist ja schon ein alter Hase unter den Sprachassistenten und manch ein iPhone-User könnte sich Siri nicht mehr aus seinem Leben wegdenken. Nachvollziehbar, denn dieser Sprachassistent hat klare Vorzüge. Aber auch an einigen Stellen noch genug Luft nach oben.
Meine Einschätzung von Siri nach dem Test auf dem iPhone 7 lautet wie folgt:

  • Vorteile von Siri:
  • exzellente Spracherkennung und umfassender Wortschatz
  • ausgereifte Diktierfunktion mit guter Formatierung
  • versendet E-Mails und Aufgaben zuverlässig
  • Nachteile von Siri:
  • störanfällig bei Nebengeräuschen
  • teilweise Missverständnisse beim Anlegen von Terminen

Google Now

„Frag doch mal Google!“ leitet uns ja schon die sehr präsente Werbung, die Google seit langem schaltet, an. Das habe ich in meinem Test auf dem HTC One M8 mit Android getan und komme zu einem ambivalenten Ergebnis. Was der Sprachassistent Google Now weiß, ist verblüffend. Doch die ebenso verblüffend große Zahl an Daten, hinterlässt dann doch ein Gschmäckle. Kompakt zusammengefasst sehe ich Google Now so:

Vorteile von Google Now:

  • gute Spracherkennung
  • liefert zusätzlich zur Suche eine mündliche Kurzantwort
  • profitiert vom großen Google-Portfolio , z. B. Maps
  • flüssiges und schnelles Diktieren möglich

Nachteil von Google Now:

  • sammelt und speichert viele Daten

Dragon Naturallyspeaking

Deutlich angenehmer in Bezug auf meine Daten geht es mir mit der Diktiersoftware Dragon Naturallyspeaking von Nuance, die ich in der Version Premium 13 für Sie getestet habe. Im Gegensatz zu den anderen drei Sprachassistenten, wird hier nicht einmal eine bestehende Internetverbindung benötigt. Dafür ist der Einsatz aber auch stark begrenzt. Konkret sehe ich Dragon Naturallyspeaking so:

Vorteile von Dragon Naturallyspeaking:

  • nahezu perfekte Spracherkennung mit hervorragendem Wortschatz
  • schnelle Umsetzung der Sprachbefehle
  • Möglichkeit neue Befehle zu lernen

Nachteile von Dragon NaturallySpeaking:

  • nur lokal an einem Rechner einsetzbar
  • kostenpflichtig
  • reines Diktierprogramm, nur bedingt Assistent

Sprachassistent mittels Headset störungsfrei nutzen
Dieser Sprachassistent funktioniert mittels Headset.

Fazit: Gut, aber nicht perfekt

Mein Test dieser vier bekannten Sprachassistenten – wenn auch Dragon Naturallyspeaking kein Assistent im eigentlichen Sinne ist – fällt insgesamt gut aus. Alle vier Programme leisten gute Arbeit, sind aber für mich noch nicht komplett ausgereift. Am Ende entscheidet auch Ihr Arbeitsprofil darüber, ob und wie ein Sprachassistent Ihnen bei Ihrer Arbeit helfen kann. Müssen Sie vor allem viel diktieren, würde ich Ihnen Dragon Naturallyspeaking von Nuance empfehlen. Geht es Ihnen um schnelle kleine Zuarbeiten wie den Mailversand, zeigen auch Google Now, Siri, klare Vorzüge. Doch auch ohne Sprachassistent können Sie hier viel optimieren. Wie Sie täglich deutlich effizienter arbeiten, lernen Sie ergänzend in meinem E-Mail-Programm „Endlich frei!”, für das Sie sich hier anmelden können.

Und Sie?

Interessieren Sie sich für einen Sprachassistenten? Dann empfehle ich Ihnen zunächst, Ihre Ansprüche aufzuschreiben. Ganz leicht sammeln können Sie diese beispielsweise mittels Mindmap. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrem bevorzugten System!

Sprachassistent suchen mit festen Anforderungen
Sprachassistent gesucht? Notieren Sie, was Ihnen wichtig ist.

 

Weiterführende Informationen:

Mehr zur Funktion der Spracherkennung

Wie Sie gute Mindmaps erstellen

Mehr Effizienz dank „Endlich frei!”



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