Zukunftsangst: so wappnen Sie Ihre Mitarbeiter gegen diffuse Unproduktivität



Maschinen und Roboter ersetzen Menschen, große Konzerne entlassen Mitarbeiter, die Lebenswelt wird zunehmend digitalisiert – und sein eigenes Dasein zu gestalten, erscheint eine scheinbar unerschöpfliche Qual der Wahl: Laut Medien leiden die Deutschen unter Zukunftsangst.

Die neue Generation zieht es in sichere Jobs, Beamtenverhältnisse, Arbeitsplätze, die ihr Leben finanzieren statt ihre Träume. Frei nach dem Motto: Hauptsache sicher. Bei der Wahl des Studiums fängt das schon an: BWL, Jura, Wirtschaft stehen hoch im Kurs. Das kann und will man nicht verübeln.

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Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken!

Als Unternehmer sollte man sich jedoch dreimal fragen: Wie kann ich verhindern, dass bei meinen Mitarbeitern Zukunftsangst überhaupt ein Thema ist. Denn Angst lähmt natürlich – und das bremst den kompletten Unternehmenserfolg aus.

Dabei sind einige Dinge so einfach wie längst bekannt. Auf zwei probate Instrumente, in Ihrem Unternehmen Ihre Mitarbeiter zu produktiven, mitdenkenden und am gemeinsamen Erfolg beteiligten Mitarbeitern zu machen, will ich in diesem Blogbeitrag doch gerne einmal hinweisen.

Instrument Nr. 1 gegen Zukunftsangst: eine angstfreie Fehlerkultur etablieren – für bessere Arbeitsprozesse

Rückschläge bei neuen Projekten kommen in den besten Familien vor. Wenn darauf in Ihrem Unternehmen jedoch mit Schuldzuweisungen reagiert wird, handeln Ihre Mitarbeiter bald schon nach dem Motto: Warum etwas Neues ausprobieren, das kann doch schiefgehen. Dabei brauchen Ihre besten Mitarbeiter eine gezielte Motivation, um zu neuen Ufern aufzubrechen sowie Wissen und Kompetenz optimal auszufahren. Motivationsförderung und Mut für Neues dient also Ihrem Unternehmen – denn sie minimieren für jeden einzelnen Mitarbeiter auch täglich „Zukunftsangst“.

Gehen Sie für Ihre angstfreie Fehlerkultur wie folgt vor:

  • Fehler sind Goldnuggets: Übernehmen Sie diese Haltung. Warum? Nun, Fehler machen Sie auf eine Schwachstelle aufmerksam. Beseitigen Sie diese wirksam, werden Sie diesen Fehler in Zukunft nicht mehr machen. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung. Betrachten Sie also Fehler als Trittsteine – nicht als Stolpersteine – auf dem Weg zum Ideal Ihrer unternehmerischen Null-Fehler-Produktion.
  • Probleme von Personen trennen: Stillstand entsteht, wenn sich keiner mehr traut, etwas Neues zu tun. Aus Angst, einen Fehler zu machen. Deshalb müssen Sie methodisch ausschließen, dass sich Mitarbeiter schlecht fühlen, weil Sie z . B. eine Situation falsch eingeschätzt oder ein Projekt ungünstig angegangen sind. Statt Einzelne in den Senkel zu stellen, machen Sie sich besser gemeinsam auf die Suche, zu verstehen, wie der Fehler entstanden ist. Stellen Sie die Frage: Wie können wir diesen Fehler in Zukunft vermeiden? Welche Prozesse und Strukturen müssen wir verändern? Und schon sind Sie auf dem Weg der Optimierung, die Ihr Unternehmen nach vorne bringt.
  • Verbesserungen brauchen Beständigkeit: und Fehler helfen Ihnen dabei, Schritt für Schritt besser zu werden. Denn es gibt nicht eine einmalige, gute Idee, die all Ihre Probleme in Ihrem Unternehmen für Ihre Arbeits- und Produktionsprozesse beseitigt. Sondern es gibt viele gute Ideen. Auf der Suche nach immer besseren Lösungen müssen Sie und Ihre Mitarbeiter kreativ bleiben – und ausprobieren dürfen. Und Fehler sind das natürliche Ergebnis dabei – auf dem Weg zum Optimum.

EXTRA-Tipp: Lesen Sie hier meinen Beitrag, wie Sie systematisch ein Verbesserungsvorschlagswesen in Ihrem Unternehmen etablieren – es fördert motivierend die Problemlösungsintelligenz Ihrer Mitarbeiter.

Mut zur Fehlerkultur – das fehlt in manchen deutschen Unternehmen! Klick um zu Tweeten

Instrument Nr. 2 gegen Zukunftsangst: Unternehmensziele definieren – für mehr Orientierung der Mitarbeiter

Nehmen Sie Ihre unternehmerischen Strategien und brechen Sie diese ganz konkret herunter auf praxisrelevante Kenngrößen für eine Abteilung oder sogar einen einzelnen Mitarbeiter. Und formulieren Sie daraus Ziele. An diesen Zielen können sich Ihre Mitarbeiter orientieren. Und um den Bogen zu spannen – solche Ziele vermeiden Gefühle von Zukunftsangst. Denn sie stellen für alle sicher, dass die Kräfte gebündelt auf den wirksamsten Punkt ausgerichtet werden. Es ist also wichtig, dass Ihre Mitarbeiter möglichst präzise formulieren können, welche Ziele Ihr Unternehmen verfolgt.

Deshalb sollten Sie

  • Ihre Ziele für alle Mitarbeiter zugänglich machen: durch einen systematischen Aushang, nah genug am Arbeitsplatz. So geraten wichtige Orientierungspunkte im Trubel des Alltags nicht in Vergessenheit.
  • messbare Ziele kommunizieren: Definieren Sie Kennzahlen. Denn dann können Sie schauen – vorausgesetzt Ihre Kennzahlen werden regelmäßig gemessen –, ob Maßnahmen wirken oder wo Verbesserungsbedarf besteht. Und für alle Mitarbeiter verständliche konkrete Aussagen über Ihre Ziele kommunizieren.
  • Kennzahlen visualisieren: Machen Sie Mitarbeitern die Zahlen zugänglich – durch regelmäßigen, aktuellen Aushang. Wenn Ihre Mitarbeiter Veränderungen im Blick haben, können Sie aktiv an der Gestaltung mitwirken. Und die Identifikation mit Zielen fällt ihnen viel, viel leichter – oder wird gar erst ermöglicht.

Lesen Sie hier mehr konkrete Tipps & Tricks zum Einsatz von Kennzahlen.

Zukunftsangst ist für Sie gar kein Thema im Unternehmen? Wie schön. Lassen Sie mich wissen, worin Sie Ihr stärkstes Instrument dagegen sehen. Per Kommentar!



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