Quo vadis? – So schützen Sie Ihr Team vor lähmender Zukunftsangst



Maschinen und Roboter ersetzen Menschen und große Konzerne entlassen ihre Mitarbeiter. Die digitalen, scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten erobern auch die eigene Lebenswelt und bieten eine schier unerschöpfliche Qual der Wahl. Statt die unbegrenzte Freiheit zu genießen, leiden laut Medien die Deutschen jedoch unter Zukunftsangst. Beruflich geht es vielen Menschen weniger darum, die eigenen Träume zu verwirklichen. Gefragt sind sichere Jobs, die einen angenehmen Lebensstandard finanzieren. Nehmen Sie die Ängste Ihrer Angestellten ernst! Denn negative Gefühle und Gedanken wirken sich nachteilig auf die Leistungsfähigkeit aus. Bieten Sie Ihrem Team lieber die Chance, am Unternehmenserfolg mitzuarbeiten und die Zukunft positiv zu gestalten.

Ein starkes Wir-Gefühl im Unternehmen vertreibt die Zukunftsangst der Mitarbeiter.

Was ist das Problem

Wo steuert das Unternehmen hin? Ist mein Arbeitsplatz überhaupt sicher? Erkennt mein Vorgesetzter überhaupt, wie ich mich im Beruf engagiere? Leiden Mitarbeiter unter Zukunftsangst, konzentrieren sie ihre Energien nicht mehr ungeteilt auf ihre Arbeit. Die Gedanken kreisen um tatsächliche oder auch gar nicht vorhandene Bedrohungen, die aktuelle Aufgabe gerät dabei leider zur Nebensache. Machen Sie es sich zur Aufgabe, die Kommunikation zwischen Chef und Team zu verbessern. Denn in innovativen Unternehmen arbeiten produktive, mitdenkende und am gemeinsamen Erfolg beteiligte Mitarbeiter.

So funktioniert es

Tipp Nr. 1: Etablieren Sie eine angstfreie Fehlerkultur

Rückschläge bei neuen Projekten kommen in den besten Familien vor. Wer jetzt mit Schuldzuweisungen reagiert, verschreckt die Angestellten. Bald schon handeln sie nach dem Motto: Warum etwas Neues ausprobieren, das kann doch schiefgehen. Dabei brauchen Ihre selbst Ihre besten Mitarbeiter Ermutigung. Nur mit diesem Rückhalt schöpfen sie ihr Wissen und ihre Kompetenz optimal aus, um zu neuen Ufern aufzubrechen. Von diesen innovativen Ideen profitiert das Unternehmen!

So setzen Sie eine angstfreie Fehlerkultur um:

  • Fehler sind Goldnuggets: Sehen Sie Fehler positiv, denn sie weisen Sie auf eine Schwachstelle hin. Beseitigen Sie diese wirksam, werden Sie diesen Fehler in Zukunft nicht mehr machen. Betrachten Sie Fehler als Trittsteine – nicht als Stolpersteine – auf dem Weg zum Ideal Ihrer unternehmerischen Null-Fehler-Produktion.
  • Probleme von Personen trennen: Stillstand entsteht, wenn sich keiner mehr traut, etwas Neues anzupacken und einen Fehler zu riskieren. Trennen Sie deshalb das Problem von den Personen und suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung. Stellen Sie die Frage: Wie können wir diesen Fehler in Zukunft vermeiden? Welche Prozesse und Strukturen müssen wir verändern? Und schon sind Sie auf dem Weg der Optimierung, der Ihr Unternehmen nach vorne bringt.
  • Verbesserungen brauchen Beständigkeit: Fehler helfen Ihnen dabei, Schritt für Schritt besser zu werden. Denn es gibt nicht eine einmalige, gute Idee, die all Ihre Probleme bei Arbeits- und Produktionsprozessen in Ihrem Unternehmen beseitigt. Tatsächlich gibt es viele gute Ideen. Auf der Suche nach immer besseren Lösungen müssen Sie und Ihre Mitarbeiter kreativ bleiben – und ausprobieren dürfen. Fehler sind das natürliche Ergebnis auf dem Weg zum Optimum.

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Eine angstfreie Fehlerkultur verbessert das Betriebsklima.

EXTRA-Tipp:

Für die Suche nach Lösungen stelle ich Ihnen eine hilfreiche Vorlage zur Verfügung. Mit dem Reagan-Formular legen Sie den Finger auf konkrete Probleme in Ihrem Unternehmen und erarbeiten praktische Lösungsansätze.

EXTRA-Tipp:

Stress und Zeitdruck sorgen schnell dafür, dass sich die Gedanken nur noch mit dem Beruf beschäftigen. Das Grübeln wirkt sich oft negativ aus. Denn es stehen die Probleme im Vordergrund und nicht die Lösungsmöglichkeiten. Dieses Gedankenkreisen kann zu ernsthaften Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout führen. Ich habe Ihnen fünf Tipps zusammengestellt, mit denen Sie das Gedankenkarussell stoppen.

Tipp Nr. 2: Ziele vertreiben die Zukunftsangst

Wohin steuert Ihr Unternehmen? Oft sind den Mitarbeitern die Unternehmensziele nicht klar verständlich, was Unsicherheit und Ängste schürt. Suchen Sie die Kommunikation mit Ihren Angestellten und formulieren Sie ganz konkret praxisrelevante Kenngrößen für eine Abteilung oder sogar einen einzelnen Mitarbeiter. An diesen Zielen orientieren sich Ihre Mitarbeiter. Gleichzeitig vermitteln klare Aussagen das Gefühl, dass alle Kräfte gebündelt auf den wirksamsten Punkt ausgerichtet werden. So gehen Sie zielgerichtet vor:

  • Messbare Ziele kommunizieren: Definieren Sie Ziele gemeinsam mit dem Team. Damit das Vorhaben auch umgesetzt werden kann, wenden Sie die SMART-Formel an. SMART-Ziele sind spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und vor allem messbar. Denn nur so können Sie nachvollziehen, ob die Maßnahmen greifen oder ob Verbesserungsbedarf besteht. Lesen Sie, wie Sie SMART-Ziele formulieren.
  • Kennzahlen visualisieren: Machen Sie Mitarbeitern die Zahlen durch einen aktuellen Aushang nahe am Arbeitsplatz zugänglich. Wenn Ihre Mitarbeiter Veränderungen im Blick haben, können Sie aktiv an der Gestaltung mitwirken. Und die Identifikation mit Zielen fällt ihnen viel, viel leichter.
  • Ziele spielerisch umsetzen: Oft geraten Ziele im Trubel des Alltags in Vergessenheit. Deshalb haben wir bei tempus das Bällesystem eingeführt. Für jeden Teilerfolg packt der Mitarbeiter einen Ball in einen Glaszylinder. So sehen alle, war schon erreicht wurde bzw. wie viele Teilschritte noch bis zum Erreichen der Zieldefinition fehlen.

Zum Thema Ziele finden Sie einen spannenden Podcast auf YouTube. Begleiten Sie mich auf meinen kleinen Rundgang.

Die Visualisierung der Zwischenerfolge motiviert das Team.

EXTRA-Tipp:

Viele Angestellte glauben, dass Kennzahlen eingesetzt werden, um ihre Arbeit zu überprüfen. Tatsächlich wirken messbare und terminierte Ziele sogar motivierend, denn sie machen Erfolge sichtbar. Auf der anderen Seite sind verpasste Ziele aber auch eine klare Hilfe, um zu erkennen, wo es nicht so gut läuft und mit entsprechenden Maßnahmen gegenzusteuern. Diese konkreten Tipps und Tricks zeigen Ihnen, wie Sie Kennzahlen erfolgreich einsetzen.

Tipp Nr. 3: Mitarbeitergespräche verbinden

Früher wurden Unternehmen autokratisch geführt und es herrschte eine Kluft zwischen Führungsetage und Belegschaft. Das Betriebsklima war entsprechend frostig und nicht selten agierten einzelne bewusst gegen den verhassten Chef. Begegnen Sie Ihrem Team lieber auf Augenhöhe. Mitarbeitergespräche bieten die Chance, gegenseitig ins Gespräch zu kommen und sich besser kennen zu lernen. Gleichzeitig können Probleme angesprochen und beseitigt werden. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die die Angestellten nerven. Manches ist rasch behoben. Außerdem ist ein Gespräch unter vier Augen auch eine gute Gelegenheit, um den Weiterbildungsbedarf des Mitarbeiters zu ermitteln und entsprechende Schulungen zu vereinbaren.
Mein Leistungsbeurteilungsbogen für Mitarbeiter hilft Ihnen, das Mitarbeitergespräch professionell zu führen. Mit einem Klick auf die Grafik laden Sie sich die Vorlage gratis herunter:

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EXTRA-Tipp:

Führen Sie ein Verbesserungsvorschlagwesen in Ihrem Unternehmen ein. So zeigen Sie dem Team Ihre Wertschätzung und gleichzeitig profitieren Sie von dem Know-how Ihrer Fachkräfte. Belohnen Sie die besten Ideen mit einem kleinen Preis oder Geschenk.

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Sammeln Sie Verbesserungsvorschläge in einem Briefkasten, den Sie regelmäßig ausleeren.

Darauf kommt es an

Informieren Sie Ihr Team stets rechtzeitig, wenn Sie neue Strategien einführen oder Ergebnisse nicht wie erwartet ausfallen. Denn der Bürotratsch funktioniert schneller als Sie denken. Spekulationen und falsche Rückschlüsse verunsichern einzelne Angestellte und schüren die Zukunftsangst. Außerdem sind Fehlinformationen im Nachhinein immer sehr schwer aus der Welt zu schaffen.

Was der Tipp bewirkt

Die interne Kommunikation entscheidet darüber, welches Betriebsklima in Ihrem Unternehmen herrscht. Wenn Sie mit Transparenz Vertrauen aufbauen, wird Ihr Team auch in schlechteren Zeiten engagiert und geschlossen hinter Ihnen stehen.

Und Sie?

Zukunftsangst ist kein Thema in Ihrem Unternehmen? Wie schön. Verraten Sie mir und meinen Lesern Ihr Geheimrezept.

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