Die Zielvereinbarung: Endlich vorbei mit dem Leipziger Allerlei



Eine Zielvereinbarung hilft Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Erwartungen zu klären und das Unternehmen gemeinsam voranzubringen. Doch noch immer kochen – gerade in Verwaltungen – viel zu oft viel zu viele Angestellte ihr eigenes Süppchen. Erfahren Sie mit einer Zielvereinbarung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich führen und motivieren.

Was ist das Problem

In einem Unternehmen arbeiten Menschen an einer Aufgabe, die alleine nicht zu schaffen wäre. Sie als Führungskraft benötigen die Arbeitsleistung aller Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um dieses Ziel zu erreichen. Sie sind abhängig davon, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich investieren und begeistert einbringen. Ohne eine klare Zielvereinbarung fließt die Kraft in zu viele Richtungen. Nicht selten entsteht sogar eine innerbetriebliche Konkurrenz. Statt miteinander arbeitet man unbewusst gegeneinander. Kein Wunder, dass der Erfolg nicht so ausfällt, wie es eigentlich wünschenswert wäre.

Verhedern ohne gemeinsame Zielvereinbarung
Zu viele ohne eine gemeinsame Zielvereinbarung verheddern sich schnell.

So funktioniert es

Tipp Nr. 1 für die Zielvereinbarung: Auf das Warum kommt es an!

Von Simon Sinek stammt das Modell des „Golden Circles”. Er sensibilisiert für die Tatsache, dass Unternehmen viel zu häufig darüber sprechen, was getan werden muss und wie es getan werden muss. Menschen folgen anderen Menschen aber in der Regel nur dann begeistert, wenn sie von dem begeistert sind und das lieben, was Sie als Führungskraft und Unternehmen tun. Wenn die Antwort auf die Frage nach dem „Warum” lautet „um mehr Geld zu verdienen”, ist das meistens zu wenig.

Als Team von Büro-Kaizen® lieben wir es, Menschen dabei zu begleiten, gelassener zu werden, Freiräume zu gewinnen, effizienter zu werden, besser und kreativer zusammenzuarbeiten. Der Umsatz ist dabei nur die Bestätigung der Richtigkeit unseres Tuns, er steht aber an der zweiten Stelle. An erster Stelle steht der Wunsch, die besten Lösungen für die Themen Büroorganisation, Zeitplanung, Prozessoptimierung zu finden. Ich bin begeistert mit Menschen arbeiten zu dürfen, die den Sinn unseres Tuns verinnerlicht haben und genauso davon begeistert sind wie ich.

Antwort auf warum mit Zielvereinbarung
Mit einer guten Zielvereinbarung geben Sie Ihren Mitarbeitern eine Antwort auf die Frage nach dem Warum!

Die Antwort auf die Frage „Warum” führt schließlich zu unseren Unternehmenszielen. Für die Definition unserer Unternehmensziele ist es dann im zweiten und dritten Schritt wichtig zu fragen, was wir tun und wie wir es tun.

Einen spannenden TED-Talk von Simon Sinek mit deutschem Untertitel finden Sie hier: „Simon Sinek: Wie große Führungspersönlichkeiten zum Handeln inspirieren!”

Zielvereinbarung grosse Fuehrungspersoenlichkeiten zum Handeln
Simon Sinek: Wie große Führungspersönlichkeiten zum Handeln inspirieren!

Tipp Nr. 2. für die Zielvereinbarung: Verdeutlichen Sie Ihre Unternehmensziele!

In der konkreten Zielvereinbarung mit einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es wichtig, zu klären, wie die einzelne Zielvereinbarung zum Erreichen der großen Ziele beträgt. Ich bin überzeugt, eine Zielvereinbarung mit einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entfaltet erst dann ihre volle Wirkung, wenn die und der Einzelne wissen, warum es auf ihren Beitrag ankommt.

Gemeinsam an Zielvereinbarung arbeiten
Gemeinsam an einer Zielvereinbarung arbeiten.

Am besten holen Sie sich am Anfang eines Gespräches mit dem Ziel der Zielvereinbarung das Commitment, die Zustimmung, der Mitarbeiterin und des Mitarbeiters für die Bereitschaft, an dem großen Ziel mitzuwirken. Sagen Sie: „Sie wissen, dass wir als Unternehmen in diesem Jahr, unsere Umsätze im Bereich der Schulungsangebote um 20 Prozent steigern wollen! Sind Sie mit an Bord und bereit Ihren Beitrag zu leisten?”

Tipp Nr. 3 für die Zielvereinbarung: Formulieren Sie messbare Ziele!

Woran würden Sie merken, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter die Ziele der Zielvereinbarung erreicht hat? Welche messbaren Faktoren gibt es? Gerade Verwaltungen fällt es häufig schwer, messbare Ziele zu formulieren. Doch auch hier gibt es eine Vielzahl Möglichkeiten. Aus dem Ziel: „Wir wollen unsere Fehlerquote reduzieren!” könnte sich z.B. die Zielvereinbarung ableiten: „Jeder Mitarbeiter oder jede Mitarbeiter reicht fünf Verbesserungsvorschläge pro Jahr ein!” Andere Beispiele für eine Zielvereinbarung sind:
„Wir reagieren auf Kundenanfragen mit einer Reaktionszeit von 24 Stunden.”
„Jede erforderliche Information wird innerhalb einer Minute gefunden!”
„Wir reduzieren die Bearbeitungszeit um 20 Prozent!”

Vorschaubild

Tipp Nr. 4 für die Zielvereinbarung: Formulieren Sie realistische Ziele!

Eine Zielvereinbarung ist nur dann sinnvoll, wenn sie realistisch ist. Alles andere erzeugt Frust und Enttäuschung. Streben Sie lieber kleine, machbare Veränderungen an, bevor Sie große Silvesterentschlüsse kommunizieren, die Ende Januar bereits vergessen sind!

Gemeinsame Suche nach Zielvereinbarung
Gemeinsam auf der Suche nach einer realistischen Zielvereinbarung und einer gemeinsamen Strategie.

Tipp Nr. 5 für die Zielvereinbarung: Setzen Sie Meilensteine!

Vereinbaren Sie in der Zielvereinbarung miteinander Meilensteine, zu denen das Erreichen von Zwischenzielen geprüft wird. Diese Meilensteine sind wichtig, um zu verdeutlichen, dass es Ihnen wirklich ernst ist mit der Zielvereinbarung! Lassen Sie sich berichten! Gerade, wenn es unerwartete Probleme mit der Zielvereinbarung gibt, kann Ihnen das eine große Hilfe sein. Sie haben Zeit gegenzusteuern, zu korrigieren und die Ziele anzupassen.

Darauf kommt es an

Die oben genannten Punkte entsprechen der bekannten S.M.A.R.T. - Methode. Sie besagt, eine Zielvereinbarung muss wie folgt formuliert sein:
S – spezifisch
M – messbar
A – aktionsorientiert
R – realistisch
T – terminiert

Was der Tipp bewirkt

Wer kein Ziel hat, für den ist jeder Weg der Verkehrte. Der Erfolg bleibt aus oder wird entscheidend gemindert. Mit einer konkreten Zielvereinbarung lassen sich Menschen begeistern und motivieren. Die Arbeit ist dann nicht nur notwendiges Übel, sondern sie schenkt Sinn. Ich finde, das bin ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von ihrer Lebenszeit acht Stunden pro Tag zur Verfügung stellen, um mit mir zusammenzuarbeiten, schuldig!

Extra-Tipp Nr. 1

Visualisieren Sie die Zielvereinbarung und machen Sie sie transparent. Für die Unternehmensziele eignet sich eine Wand in dem Gang, den möglichst alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter passieren. Hängen Sie dort die aktuelle Entwicklung Ihrer Umsätze, der offenen Anfragen, der Entwicklung Ihre Auflage oder der Standes der Teilnehmerzahlen aus.

Zielvereinbarung ist visualisiert
Visualisieren Sie die Zielvereinbarung Ihres Unternehmens.

Für die persönliche Zielvereinbarung sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechende Charts mit ihren Kennzahlen in der Nähe ihre Arbeitsplatzes aufhängen.

Zielvereinbarung an Arbeitsplaetzen
Auch an den Arbeitsplätzen sollte die Zielvereinbarung visualisiert werden

Wir haben zusätzlich bei uns Glaszylinder mit Bällen aufgestellt. Sie symbolisieren die abgeschlossenen Aufträge und markieren das zu erreichende Ziel.

Baellesystem visualisiert Zielvereinbarung
Eine Bällesystem visualisiert spielerisch die Zielvereinbarung und erhöht zusatzlich die Motivation.

Die Bälle stellen eine Motivation für uns da und zeigen uns auf einen Blick, wie sich die Auftragslage entwickelt.

Extra-Tipp Nr. 2

Ich empfehle sehr gerne die Webseite meines Freundes und Geschäftspartners Jürgen Frey. Er ist der Ziele-Experte in unserem Haus und gibt viel von seinem Wissen preis unter www.ziele.de

Mit Zielen ist die Arbeit ist nicht nur notwendiges Übel, sondern sie schenkt Sinn. Klick um zu Tweeten

Und Sie?

Wie gestalten Sie die Zielvereinbarung mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Wo stehen Sie vor Herausforderungen? Schreiben Sie mir, ich freue mich über Kommentare und Zuschriften!





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1 Kommentar
  • […] Arbeiten Sie konsequent mit Kennzahlen, um Ihre Zielvorgaben ständig im Blick zu haben. Die einfachste Kennzahl ist die Überwachung des gesamten bisher erreichten Jahresumsatzes. Wenn Sie Ihr Jahresziel auf die Anzahl der Arbeitstage herunter brechen, dann wissen Sie, wie viel Umsatz Sie durchschnittlich pro Tag machen müssen, um Ihr Ziel zu erreichen. Das Aufgabenmanagement lässt sich entsprechend anpassen. Berücksichtigen Sie dabei, dass das Jahr zwar etwa 250 Arbeitstage hat, Sie aber auch Urlaub haben und Besprechungen und Fortbildungen besuchen. […]


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