Volltreffer! Mit Zielen zum Unternehmenserfolg!



Wenn Du tust, was Du immer getan hast, wirst Du bekommen, was Du immer bekommen hast! Das ist eine einfache Wahrheit, die aber häufig vergessen wird. Erst durch den Einsatz von Zielen werden Veränderungen möglich und nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges möglich! Lesen Sie fünf Tipps für den Umgang mit Zielen und lernen Sie, die Zukunft Ihres Arbeitsplatzes und Ihres ganzen Unternehmens zu gestalten.

Was ist das Problem

In vielen Unternehmen herrscht Unklarheit bzgl. der Ziele. Nicht selten sind die Ziele der Geschäftsleitung zwar bekannt, es ist aber unklar, was sie für den einzelnen Arbeitsplatz bedeuten. Auch findet oft keine regelmäßige Kontrolle statt oder es herrscht Unklarheit, wie zu reagieren ist, wenn absehbar wird, dass Ziele nicht erreicht werden können. All das führt zu Frust, zu Einbußen im Geschäftsergebnis oder dazu, dass das Potential des Unternehmens nicht ausgeschöpft wird.

Gemeinsam an Zielen arbeiten
Gemeinsam an Zielen arbeiten

So funktioniert es

Tipp Nr. 1: Suchen Ziele, die messbar und machbar sind!

Damit aus Wünschen konkrete Ziele werden, müssen Sie Ihre Wünsche so übersetzen, dass Sie messbar und machbar sind. Nehmen wir an, Sie verfolgen den Wunsch, besser Englisch zu sprechen. Aus diesem Wunsch wird nun ein konkretes Ziel, wenn Sie sagen: Ich will Englisch auf dem Niveau des B2 Levels des Europäischen Referenzrahmens sprechen können. Das Ziel ist: besseres Englisch zu sprechen, doch der Begriff "besser" ist sehr unspezifisch und wenig messbar. Messbar werden Ziele wie das oben genannte dadurch, dass Sie sich an einer etablierten Kategorisierung wie z.B. dem Europäischen Referenzrahmen orientieren. Und wenn Sie bereits Englisch auf B1-Niveau sprechen, sollte das Ziel auch machbar sein.

Ziele sind messbar und machbar
Ziele müssen machbar und messbar sein

Als Chef sollten Sie darauf besonders darauf achten, dass Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ziele und nicht Wünsche formulieren. "Besser Englisch sprechen" könnte ja auch bedeuten, bis zum Ende des Jahres den eigenen Wortschatz um zwanzig Vokabeln zu erweitern. Wenn Sie nicht eine spezifische Definition anstreben, kommt es leicht zu unklaren Erwartungen und dann auch zu Enttäuschungen. Darum ist es so wichtig, klar definierte, machbare und messbare Ziele zu definieren.

Ziele müssen klar definiert werden
Klare Ziele sind wichtig für das Führungshandeln.

In vielen Beiträgen zum Thema Ziele wird der Einsatz der S.M.A.R.T. - Methode empfohlen. Sie ist ein wirksames Tool, um belastbare Definitionen für Ziele zu finden. Ich äußere mich dazu in meinem Blogbeitrag mit dem Titel: The winner takes it all – Erfolgreiche Sieger setzen sich SMART-Ziele Der Artikel ist eine gute Ergänzung zu dem, was ich hier weiter ausführe.

Erfolg im Unternehmen ist nur denkbar, wenn alle Mitarbeiter wie auch die Vorgesetzten an einem Strang ziehen. Klick um zu Tweeten

Tipp Nr. 2: Unterscheiden Sie zwischen Maßnahmen und Zielen!

Maßnahmen sind die konkreten Schritte, die gegangen werden müssen, um Ihre Ziele zu erreichen. Sie sind noch nicht das Ziel an sich. In unserem Beispiel lautet das Ziel: "Ich strebe die Erreichung des B2 Levels des Europäischen Referenzrahmens in Englisch an." Damit das Ziel erreicht werden kann, müssen Sie nun die konkreten Maßnahmen bedenken. "Ich besuche einen Volkshochschulkurs und lege die B2-Prüfung ab!" - wäre eine konkrete Maßnahmen, durch Sie Ihr Ziel erreichen werden.

Ziele erfordern konkrete Maßnahmen
Konkrete Maßnahmen führen dazu, dass Ziele erreicht werden.

Als Führungskraft sollten Sie darum Ihre Mitarbeiter motivieren, nicht nur Ziele zu formulieren, sondern gleichzeitig Vorschläge für Maßnahmen vorzulegen, durch die ihre Ziele erreicht werden.

Tipp Nr. 3: Wählen Sie die richtige Kategorie für Ihre Ziele

Wir unterscheiden in unserem Haus zwischen unterschiedlichen Kategorien für unsere Ziele. Es gibt Qualifizierungs-Ziele, Umsatz- oder Einsparungs-Ziele sowie Projekt-Ziele. Verbesserungsvorschläge und Schulungsmaßnahmen sind nach unserem Verständnis Qualifizierungs-Ziele. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist angehalten, sich fortzubilden und die Qualität unserer Zusammenarbeit zu verbessern.

Verbesserungsvorschläge als Ziel des Unternehmens
Verbesserungsvorschläge gehören zu der Kategorie Qualifizierungsziele

Gleichzeitig verteilen wir die Verantwortung für die Steigerung des Umsatzes bzw. für Einsparungen der Kosten nicht allein bei der Geschäftsführung, sondern ebenfalls bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Aus diesem Grund definieren wir Einsparungs- und Umsatz-Ziele. Das gilt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Geschäftsführung bis zum Azubi. Die Ziele in diesem Bereich unterscheiden sich allein durch die Höhe, aber alle tragen gemeinsam Verantwortung für das Ergebnis unserer Firma. Für mich als Geschäftsführer liegt das Ziel im Bereich der persönlichen Kostensenkung bei 20.000 €. Das wäre für einen Azubi nicht machbar. Aber eine Einsparung von 500 € ist auch für ihn erreichbar.

Ziele auf die jeweilige Mitarbeitersituation anpassen
Ziele auf die jeweilige Mitarbeitersituation anpassen

Die letzte genannte Kategorie sind Projekt-Ziele. Projekt-Ziele sind konkrete Aufgabenbereiche, die sich von Mitarbeiter zu Mitarbeiter unterscheiden. In der Buchhaltung könnten Projekt-Ziele z.B. lauten: "Einführung der neuen Software XY" oder "Fertigstellung der Bilanz bis 31.01.". Projekt-Ziele im Bereich der Geschäftsführung wären: "Einführung eines flexiblen Entgeltsystems für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" oder "Einführung von zwei Strategietagen der Geschäftsleitung".

Verschiedene Ziele als messbare Parameter
Neben Qualifizierungszielen und Umsatzzielen gibt es Projektziele

Tipp Nr. 4: Sprechen Sie das Thema Bring- und Holschuld an!

Kennen Sie die Situation, dass eine Mitarbeiterin nicht an einer Besprechung teilnehmen konnte. In der darauffolgenden Sitzung sagt die Mitarbeiterin, dass Sie von den vereinbarten Absprachen nichts wusste, weil sie das Protokoll nicht erhalten hat. Hier ist es wichtig, eine grundsätzliche Vereinbarung zu treffen, welche lautet: Kann eine Person nicht an einer Besprechung teilnehmen, hat sie die Holschuld, sich aktiv eine Kopie des Protokolls zu besorgen.

Ziele mit Holschuld und Bringschuld
Wer hat in welcher Situation eine Hol- und eine Bringschuld

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben nicht nur eine Holschuld. Sie haben auch eine Bringschuld. Merkt ein Mitarbeiter, dass er seine Ziele trotz angepasster Maßnahmen nicht wie vereinbart erreichen wird, muss er sich bei seiner Vorgesetzten melden, so dass gemeinsam überlegt werden kann, wie die Ziele doch noch erreicht werden können. Der Mitarbeiter darf damit nicht bis zum nächsten Quartalsgespräch in zwei Monaten warten, er hat die Bringschuld, sofort zu reagieren.

Ziele als Motor für Eigeninitiative
Stärken Sie die Eigeninitiative Ihrer Mitarbeiter

Viele Probleme entstehen und viele Ziele werden nicht erreicht, da im Unternehmen das Thema Hol- und Bringschuld nicht geklärt ist. Sie sollten von Anfang an das Thema ansprechen und in den Zielvereinbarungsgesprächen daran erinnern.

Tipp Nr. 5: Definieren Sie den Zeitplan

Wir haben in unserem Unternehmen einen festen Zeitplan für die Erstellung unserer Ziele etabliert. Der Prozess zur Festlegung unserer Ziele beginnt mit den Strategietagen der Geschäftsleitung, die im April stattfinden. In den Strategietagen werfen wir den Blick auf die Erfahrungen des ersten Quartals und definieren die Stoßrichtung der Unternehmens-Ziele für das darauffolgende Jahr. Diese Ziele werden an einem weiteren Strategietag im August verifiziert und klar definiert. Sie münden in eine Zieleklausur im Oktober, sowie in die konkreten Zielvereinbarungsgespräche mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im November.

Erstellen Sie einen Ziele-Fahrplan
Erstellen Sie einen Fahrplan für die Entwicklung Ihrer Ziele

Als entscheidendes Tool zur Umsetzung der Ziele haben wir sogenannte Quartalsgespräche mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etabliert. Diese finden im Januar, Mai, September und Dezember statt. Sie dienen der Vermittlung und der Überprüfung der vereinbarten Ziele sowie dem Austausch und der Verfeinerung der Geschäftsziele. Damit die Ergebnisse der Strategieüberlegungen der Geschäftsleitung in die Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einfließen können, finden die Quartalsgespräche stets nach unseren Strategietagen statt. So gewährleisten wir, dass ein echter Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Unternehmens stattfinden kann und dass das Feedback und die Überlegungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unsere Überlegungen als Geschäftsleitung einfließen können.

Beitrag zum Thema: Quartalsgespräche

Darauf kommt es an

Beschränken Sie sich auf maximal fünf Ziele und halten Sie diese schriftlich fest! Bei uns geschieht dies in Form eines Zielebuches, das jeweils im Dezember eines laufenden Jahres erscheint. Die Beschränkung auf fünf Ziele hat sich bei uns bewährt. Es gilt: Die Geschäftsführung hat in der Regel fünf Ziele, die Ebene der Referentinnen und Referenten verfolgt drei Ziele, während es vorkommen kann, dass Buchhalterinnen und Buchhalte oder Sekretärinnen oder Teilzeitkräfte mit nur einem Ziel arbeiten. Mehr als ein, drei oder fünf Ziele sind aus unserer Erfahrung nicht machbar. Hier müssen Sie allerdings eigene Erfahrungswerte sammeln.

Sammeln Sie die gesetzten Ziele
Das Zielebuch 2015 unserer Firma tempus

Was der Tipp bewirkt

Ich bin überzeugt, dass kein anderes Werkzeug mehr Anteil am Erfolg unseres Unternehmens hat als unsere Arbeit mit Zielen. Wir erleben, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert und leidenschaftlich am Unternehmenserfolg mitarbeiten. Sie sind nicht länger Mit-Arbeiter sondern Mitunternehmer.

Extra-Tipp

Unter dem Link www.tempus-consulting.de/downloads können Sie sich eine Vielzahl Vorlagen downloaden. So haben wir z.B. für Sie die Formulare für Jahresziele und Maßnahmen online gestellt. Schauen Sie einmal auf der Download-Webseite vorbei!

Und Sie?

Die Einführung von konkreten Zielen war in unseren Unternehmen ein längerer Lernprozess. Anfangs waren unsere Ziele noch nicht so qualifiziert und ausgefeilt, wie sie es heute sind. Heute fällt uns das Arbeiten mit Zielen deutlich leichter als noch vor zwanzig Jahren. Wir unterstützen Sie gerne bei der Einführung von Zielen. Schreiben Sie mir, wo es bei Ihnen klemmt und wir suchen gemeinsam nach Lösungen.



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