Wanted: mehr Zeit! Warum unsere Zeitwahrnehmung aus den Fugen gerät



„Was, schon so spät???” Ist Ihnen dieser Ausruf heute auch schon untergekommen? Wundern würde es mich nicht, denn die meisten Arbeiter, ob im Büro oder auf der Baustelle, beschweren sich immer über das gleiche Grundproblem: mangelnde Zeit. Das Projekt ist zu eng kalkuliert, die Baustelle noch nicht fertig, das Protokoll noch nicht zurück. Solche und ähnliche Situationen sind es, die viele von uns in eine Stressspirale treiben. Dabei liegt der Grund dafür meist gar nicht an tatsächlichem Zeitmangel, sondern an unserer Wahrnehmung. Unsere Zeitwahrnehmung ist es, die uns so manches Mal völlig aus dem Konzept bringt. Warum eigentlich? Darum geht es mir heute.

Die richtige Organisation bringt eine entrückte Zeitwahrnehmung wieder in Balance. Klick um zu Tweeten

Was ist das Problem

Unsere Zeitwahrnehmung scheint nicht mit der Realität übereinzustimmen. Manchmal nur knapp nicht, oft aber nicht einmal annähernd. Doch die Wahrnehmung lässt sich beeinflussen. Zeitfresser, falsche Priorisierung und immer wieder auch fehlende Organisation beeinflussen uns maßgeblich. Es ist also durchaus etwas dran, wenn Ihre Zeitwahrnehmung und die vorgenommenen Aufgaben nicht zueinander kommen.

Zeitwahrnehmung zeigt Verbesserungspotentiale
Zu viel Arbeit und zu wenig Zeit? Unsere Zeitwahrnehmung zeigt Verbesserungspotenziale auf.

So funktioniert es

Wie wir Zeit wahrnehmen, hat viel mit unserer Aufmerksamkeit zu tun. Denn das Zeitgefühl ist äußerst labil und lässt sich leicht aus der Balance bringen. Damit Sie künftig in Ihrer verfügbaren Zeit wieder das schaffen, was Sie sich vorgenommen haben, möchte ich Ihnen drei effektive Tipps zeigen. Am Ende passen Zeitwahrnehmung und Wirklichkeit wieder zusammen, Sie werden sehen!

Tipp 1: Zeitfresser eliminieren

Spielt unser Zeitgefühl verrückt, weil die Zeit von gemeinen Zeitfressern verputzt wird? Dem ist tatsächlich so! Zwar passiert das nicht durch possierliche Tierchen, wie es zunächst klingen mag. Aber durch Stolpersteine, die wir uns tagtäglich selbst in den Weg legen. Zeitfresser lauern überall. Die größten sind Ablenkungen, lange Suchzeiten und Unklarheiten.

Ein Beispiel aus der Praxis: Sie haben vor, innerhalb der nächsten Stunde das Angebot für den Kunden Heinzmann zu erarbeiten und rauszuschicken. Nach einer Stunde wundern Sie sich, dass sie nicht einmal die Hälfte der Positionen notiert haben. War hier ein Zeitfresser unterwegs, oder spielt Ihre Zeitwahrnehmung grundlos verrückt? Ersteres ist der Fall, auch wenn Sie diesen nicht bemerkt hatten. Wenn Sie einmal genau überlegen, fällt es Ihnen aber sicher ein. Wie oft hat in dieser Stunde ein Kollege eine Frage gestellt? Wie lange haben Sie damit verbracht, die Unterlagen, die Sie für das Angebot brauchen, zu finden? Und hatten Sie nicht auch dem neuen Mitarbeiter kurz erklärt, wie das Fax funktioniert? Wenn Sie all diese Faktoren addieren, zeigen sich ein fetter Zeitfresser oder mehrere kleine, die sich summieren. Schluss damit! In diesem separaten Artikel habe ich für Sie zusammengestellt, wie Sie die Zeitfresser endgültig aus Ihrem Alltag verbannen.

Tipp 2: Zeitpuffer einbauen

Dieser Tipp hängt unmittelbar mit dem letzten zusammen. Zwar lassen sich die Zeitfresser mit der richtigen Organisation verringern, ganz vermeiden lassen sich kleine Zwischenfälle aber nicht. Um Ihnen trotzdem zu ermöglichen, die vorgenommenen Dinge in der vorgenommenen Zeit zu erledigen, empfehle ich Ihnen einen Zeitpuffer. Planen Sie für das Angebot des Kunden Heinzmann also nicht nur eine Stunde, sondern diese mal Faktor 1,5. Dann wird auch die kleine Ablenkung vom neuen Kollegen oder das Klingeln des Telefons nichts daran ändern, dass Sie die Aufgabe rechtzeitig erledigen. Und die Zeitwahrnehmung stimmt obendrein. Weitere Tipps dazu finden Sie in diesem Artikel zu Pufferzeiten.

Tipp 3: Prioritäten setzen

Unsere Zeitwahrnehmung wird oft auch Opfer falscher Prioritäten. Sie können in den acht Stunden, die Sie im Büro verbringen, nicht alles erledigen. Suchen Sie sich daher die wichtigsten Aufgaben heraus und setzen Sie diese nach vorne. Was Sie bei der Priorisierung von Aufgaben beachten müssen, ist ergänzend sehr lesenswert.

Zeitwahrnehmung und Realität
Richtiges Priorisieren bringt Zeitwahrnehmung und Realität wieder zusammen.

Darauf kommt es an

Wir alle haben gleich viel Zeit. Aber jeder nutzt sie anders. Es ist entscheidend, dass Sie Ihre Zeit möglichst effizient verteilen und Wichtiges von Unwichtigem trennen. Dann kommt auch die Zeitwahrnehmung wieder ins Gleichgewicht.

Unterschiedliche Zeitwahrnehmung gleiche Zeit
Trotz unterschiedlicher Zeitwahrnehmung: Am Ende hat jeder gleich viel Zeit und muss sie nur richtig verteilen.

Was der Tipp bewirkt

Zeitmangel, auch wenn er nur gefühlt stattfindet, macht Druck. Und Druck erzeugt Stress. Dieser wiederum macht uns letztlich krank. Wenn Sie an Ihrer Zeitwahrnehmung arbeiten, die tatsächlich bestehenden Zeitfresser eliminieren und Aufgaben richtig planen und priorisieren, entkommen Sie diesem Teufelskreis. Das wirkt sich am Ende nicht nur auf Ihre Effizienz aus, sondern auch auf die persönliche Motivation.

Und Sie?

Hat für Sie der Tag gefühlt auch immer zu wenig Stunden? Hadert Ihr Büronachbar mit seinem Zeitgefühl? Drucken Sie diesen Beitrag doch aus, oder teilen Sie ihn mit Ihren Kollegen.



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