Work-Life-Balance: Der Trend der Arbeitswelt

29. Mai 2020

Man hört es doch überall: Work-Life-Balance ist der Trend der Arbeitswelt. Jede*r möchte sie unbedingt erreichen, die perfekte Balance zwischen beidem. Aber was genau bedeutet die Work-Life-Balance eigentlich für mich und meine Mitarbeiter? Und wie erreicht man sie? Wir zeigen Ihnen mit 5 Tipps, dass der Spagat zwischen Arbeit und Leben nicht so schwer ist, wie man zuerst vielleicht denkt.

Vorab: Was ist die Work-Life-Balance?

Die Work-Life-Balance ist, wie der Name schon verrät, der Ansporn, Arbeit und Freizeit in ein ausgewogenes Gleichgewicht zu bekommen. Das scheint auf den ersten Blick nicht ganz einfach, immerhin muss man seine Gedanken und Kraft aufteilen und organisieren können.

Was sind Gründe für die Work-Life-Balance?

Aus irgendeinem Grund liegt es in unserer Veranlagung, dass wir Arbeitstiere sind – oder zumindest sein wollen. Aber was wir dabei oft und vor allem schnell vergessen, ist die Zeit für uns. Für unsere Ehepartner. Für unsere Kinder. Für unsere Hobbies. Für Freizeit.
Die letzten Gedanken der Arbeit werden mit nach Hause genommen und man kommt selbst in den eigenen vier Wänden nicht zur Ruhe. Da kommt die Work-Life-Balance ins Spiel. Man muss lernen, besser zwischen Arbeits- und Privatleben unterscheiden zu können. Von beidem gleich viel auf die Waage zu legen, wenn Sie es so wollen.

Work-Life-Balance ist mehr als eine schöne Utopie!

Tipp Nr. 1: Prioritäten zwischen Work und Life

Wichtig für eine gelungene Balance zwischen Arbeit und Leben sind Prioritäten. Ich behaupte sogar, dass Prioritäten im ganzen Leben wichtig für die Selbstzufriedenheit sind.
Sie kennen das sicher: Die Arbeit türmt sich quasi vor Ihnen auf und zum Wochenende gleicht der Berg dem Mount Everest. Gut, etwas übertrieben habe ich, aber Sie wissen, was ich meine. Die Arbeit nehmen wir also mit nach Hause und schnell ertappt man sich am Samstag oder Sonntag vor dem Laptop, „noch eben schnell was für den Chef erledigen“.
Setzen Sie Prioritäten. Jeden Tag bevor Sie Feierabend machen, sollten Sie noch einmal in Ruhe die Projekte für den kommenden Tag priorisieren. Bei diesem Gedanken belassen Sie es. Erst, wenn Sie wieder am Schreibtisch sitzen, überlegen Sie, wie Sie die Projekte am Besten starten.

Prioritäten erhöhen den Erfolg der Work-Life-Balance

Tipp Nr. 2: Ziele setzen für die Balance

Arbeiten Sie mit Zielen. Nicht nur auf der Arbeit, sondern auch Zuhause. Wie könnten solche Ziele aussehen? Nun, sie sollten markant, motivierend, messbar und terminierbar sein. In der Arbeitswelt gelingt uns das Zieledefinieren häufig leichter. Aber auch Zuhause sind Ziele kein Hexenwerk. Versuchen Sie z. B. mindestens einen Abend in der Woche einzuplanen, der nur Ihnen und Ihrer Familie gehört. Oder mindestens einmal im Monat auszugehen. Einmal im Jahr zu verreisen. Stichwort ist hier auch: Zeit. Lernen Sie, die Zeit nach der Arbeit besser wert zu schätzen.

Mit Zielen zu einer besseren Work-Life-Balance.

Tipp Nr. 3: Arbeit ist Arbeit, Privat ist Privat!

Die Work-Life-Balance ist wie ein Cocktail. Dabei sind die Arbeit und das Private ihre Zutaten. Nur wenn sie im perfekten Mischverhältnis stehen, ergeben Sie etwas Tolles.
Achten Sie also darauf, dass keiner der beiden Bereiche zu kurz kommt. Häufig ist es jedoch das Private, was wir vernachlässigen. Und vor allem das kann zu verringerter Arbeitsmotivation und Fehlern führen. Schlimmer noch: zur sozialen Isolation. Sorgen Sie von Vornherein für einen Ausgleich zu Ihrer Arbeit – also ein Hobby, was sie nach einem stressigen Tag herunterholt.

Tipp Nr. 4: Nein – das Wort der Macht

Wer eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Privatem erreichen möchte, muss sich mit diesem Wort anfreunden: Nein! Lassen Sie sich nicht alle Aufgaben vom Chef aufbrummen. Machen Sie direkt klar, welche Ziele Sie haben und welche Sie realistisch erreichen können. Machen Sie sich selbst nicht mehr Druck, als nötig ist.

„Nein“ ist das wichtigste Wort für die Work-Life-Balance.

Schauen Sie auch gerne mal in diesen Blog herein: „Wer kann dazu schon nein sagen? 7 Tipps sich abzugrenzen”. Dort habe ich einige Möglichkeiten zusammengefasst, sich freundlich und bestimmt abzugrenzen.

Tipp Nr. 5: Work-Life-Time-Balance

Mit der Work-Life-Balance wollen Sie es schaffen, beide Bereiche sinnvoll unter einen Hut zu kriegen. Einen Faktor dürfen Sie dabei nicht vergessen: die Zeit. Nicht nur sollen sie ab nun die Zeit nach der Arbeit mehr wertschätzen, sondern auch lernen sie zu maximieren. Such-, Warte- und Wegzeiten lassen sich häufig schnell reduzieren. Sorgen Sie z. B. für einen aufgeräumten Schreibtisch oder gut aufeinander abgestimmte Prozesse. Wenn Sie diese optimieren, sparen Sie bis zu 20% mehr Zeit ein.

Nutzen Sie die Zeit sinnvoll, um die Work-Life-Balance zu halten.

Als Unternehmer die Work-Life-Balance begünstigen

Wie kann ich als Arbeitgeber dafür sorgen, dass die Work-Life-Balance meiner Mitarbeiter begünstigt wird?

  • Flexible Arbeitszeiten: Feste Arbeitszeiten sind schon lange überholt. Prüfen Sie, inwieweit sie Arbeitszeit flexibler gestalten können – z. B. durch Telearbeit oder Gleitzeiten. Das lockt nicht nur neue Bewerber an, sondern fördert auch ganz einfach die Work-Life-Balance Ihrer Mitarbeiter.
  • Arbeitspensum herunterschrauben: Wir Menschen sind keine Maschinen. Dennoch haben wir einen Punkt gemeinsam: Wenn wir überlastet sind, streikt die Arbeitskraft. Vermeiden Sie mögliche Burn-Out-Syndrome durch zu hohes Arbeitspensum.
  • Überlastungsfaktoren minimieren: Um Ruhe und Ausgeglichenheit in den Arbeitsalltag zu bringen, sorgen Sie für Entspannungsangebote. Investieren Sie in Ruheräume, alternative Plätze zum Arbeiten (wie z. B. Sitzsäcke statt Stühle) oder Team-Gaming-Aktivitäten in der Mittagspause (z. B. Tischkicker).


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1 Kommentar
  • ich habe in der letzten Zeit des öfteren über dieses Thema nachgedacht

    eines ist mir dabei aber erst so richtig klar geworden: alle Branchen werden sich einfach nicht flexibilisieren lassen: Theater oder Oper zum Beispiel (schließlich kann Romeo ja seinen Part nicht in der Früh sprechen und Julia nachmittags, weil sie vorher keine Zeit hat……ich glaube nicht, dass das Theater aussterben wird)
    oder es gibt nur mehr Musik aus der Konserve, da kann jede Stimme irgendwann aufgenommen werden

    Schöne Grüße
    Bettina


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