Ausgleichende Gerechtigkeit: Die richtige Work-Life-Balance



Die Arbeit nimmt kein Ende, und wenn sie mal zu Ende ist, muss man zu Meetings, auf Dienstreisen oder Fortbildungen. Zu wenig Zeit für die Familie und Sozialleben, zu wenig Zeit zum Durchatmen und Runterkommen. Hört sich das bekannt an?
Es ist natürlich kein Trost, dass die Work-Life-Balance vieler Unternehmerinnen und Unternehmer so oder ähnlich aussieht. In der Balance ist da natürlich gar nichts. Unzählige Überstunden und Zusatzschichten sind aber nicht nur teuer, sie können Sie auch langfristig krankmachen, auch wenn Sie es jetzt noch nicht spüren.

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Sich auch mal ganz entspannt im Grünen besprechen – so kann die Work-Life-Balance besser werden.

So können Unternehmer ihre Work-Life-Balance wieder richten

Wer sich nicht frühzeitig um die Work-Life-Balance kümmert, wird eines Tages spüren, dass die Arbeitsmotivation abnimmt und Fehler zunehmen, dass sie sozial isoliert sind und nicht einmal mehr ein einziges lausiges Hobby haben, um nach all der Arbeit wenigstens mal runterzukommen.
Deshalb sollten Sie auf jeden Fall von vornherein für Ausgleich sorgen – nicht nur für Sie selbst, sondern auch für Ihre Angestellten.

Richten Sie flexiblere Arbeitszeiten ein

Prüfen Sie, inwiefern Sie die Arbeitszeit flexibler gestalten können. Sind Telearbeit oder Gleitzeitkonten möglich?
Einen echten Pluspunkt, nicht nur in Branchen mit Fachkräftemangel, können Sie auf dem Personalmarkt mit solcherlei Arbeitszeitmodellen erzielen: Geteilte Führungspositionen, Teilzeit, 75-Prozent-Stellen, Vertrauensarbeitszeit (LINK zu meinem Artikel Keyword „Vertrauensarbeitszeit” – ist noch nicht online) oder ähnliche Konzepte machen Ihr Unternehmen auch für hochqualifizierte und gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiv, die keine 40-Stunden-plus-X-Tätigkeit ausüben können.

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Die Perspektive ändern, entspannen, nachdenken können: Die Work-Life-Balance muss stimmen

Handeln Sie, bevor Sie ein Burn-out-Syndrom bekommen
Wie alle Maschinenführer in einem Produktionsbetrieb wissen, kann eine Maschine nur einen bestimmten Ausstoß bringen – wird es zu viel, steigt der Verschleiß, die Zahnräder knirschen, die Maschine und die Produktion müssten gestoppt werden. Diese Form der Work-Life-Balance lernen Bertriebswirtschafts-Studierende bereits im Studium. Auch wenn man Menschen natürlich nur sehr bedingt mit Maschinen vergleichen kann, liegt die Folgerung auf der Hand: Hier heißt der Schaden Burn-out-Syndrom und ist für die Produktivität Ihres Unternehmens mindestens ebenso fatal.
Deshalb sollten Sie handeln, bevor es im Getriebe knirscht. Was Sie prophylaktisch unternehmen können, habe ich Ihnen hier aufgeschrieben.

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Zeit finden für ein ruhiges, offenes Gespräch: Eine gute Work-Life-Balance bringt Ausgeglichenheit.

Minimieren Sie andere Überlastungsfaktoren

Schreiten Sie bei Überlastungserscheinungen nicht zu zögerlich ein: Was ab diesem Zeitpunkt produziert wird, ist einem in entspannter Atmosphäre entstandenen Produkt qualitativ immer unterlegen. Um Ruhe und Ausgeglichenheit auch im Verlauf des Arbeitstages sicherzustellen, sollten Sie Ihren Mitarbeitern Möglichkeiten zur Entspannung anbieten.

Die Wasserwaage so auszurichten, dass „Work” und „Life” auf gleicher Höhe liegen, ist auch allein dadurch möglich, dass Sie und Ihre Mitarbeiter weniger Zeit mit Suchen und in unübersichtlichen Ablagen und Büroräumen verbringen. So bleibt Ihnen allen mehr Zeit für ihre tatsächliche Arbeit, die Sie deshalb in der vorgesehenen Zeit bequem erledigen können.
Schaffen Sie daher Ordnung – es lohnt sich sofort. Ob es der aufgeräumte Schreibtisch ist, der verlässliche Terminkalender, das entrümpelte Archiv und das Sichtbuch – je mehr Sie sich und Ihren Angestellten die Arbeit durch solche Maßnahmen erleichtern, umso entspannter und hochwertiger können Sie die Arbeit verrichten. Auf diese Weise bringt Ihnen Effizienz mehr freie Zeit, eine Reduktion der Überstunden und des Stresses. Sie und Ihre Mitarbeiter können davon unmittelbar und sofort profitieren.



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2 Kommentare
  • ich habe in der letzten Zeit des öfteren über dieses Thema nachgedacht

    eines ist mir dabei aber erst so richtig klar geworden: alle Branchen werden sich einfach nicht flexibilisieren lassen: Theater oder Oper zum Beispiel (schließlich kann Romeo ja seinen Part nicht in der Früh sprechen und Julia nachmittags, weil sie vorher keine Zeit hat……ich glaube nicht, dass das Theater aussterben wird)
    oder es gibt nur mehr Musik aus der Konserve, da kann jede Stimme irgendwann aufgenommen werden

    Schöne Grüße
    Bettina


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