Wohnung ausmisten mit Kaizen: 4 Tipps mit Langzeitwirkung



Die Wohnung ist der Spiegel unserer Seele, sagen manche Psychologen. Vielleicht ist sie aber auch nur ein Spiegel unseres hektischen Lebensstils und des dazugehörigen Zeitmangels. Da werden Werkzeuge und Papiere gesammelt, Erinnerungsstücke an längst vergessene Erlebnisse aufbewahrt und allerlei Zierrat, den man geschenkt bekam und nicht gebrauchen kann. Was nicht direkt in den Keller verbannt wird, sammelt sich in überquellenden Schränken und Schubfächern. Die Entscheidung, was wir mit diesen Dingen noch anfangen wollen, schieben wir vor uns her – oft mehrere Jahre lang.

Bis es uns reicht und wir den Entschluss fassen, endlich die Wohnung auszumisten. Mit diesen 4 Tipps schaffen wir dauerhafte Ordnung und Übersicht.

Wohnung ausmisten: Was nicht mehr gebraucht wird, kommt weg.

1. Wohnung ausmisten: Gehen Sie schrittweise vor

Manchmal hält uns der Umfang der Aufgabe davon ab, überhaupt damit anzufangen. Hier hilft ein einfacher Trick: Teilen Sie das Vorhaben in kleine, überschaubare Einheiten. Gehen Sie Raum für Raum vor; und in jedem Raum Bereich für Bereich. Machen Sie sich doch einfach eine Checkliste für jeden Raum. Es ist ein gutes Gefühl, wenn Sie Punkt für Punkt abhaken können.
Check: Checklisten sind auch für viele andere Aufgaben nützliche kleine Gedankenstützen. Hier finden Sie mehr Einsatzmöglichkeiten dafür: Viel zuviel Aufwand?

2. Wohnung ausmisten: Vollziehen Sie die Trennung

Wenn Sie alle Gegenstände aussuchen, die Sie noch benutzen, bleibt sicher eine große Anzahl von unnötig gewordenen Dingen übrig. Sortieren Sie die Dinge in drei Kategorien:

Was defekt ist, wird entsorgt. Denken Sie daran, dass zum Beispiel Elektrogeräte über den Hausmüll entsorgt dürfen. Je nach Region gelten hier unterschiedliche Regeln. Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach, wie das umweltgerechte Entsorgen zu handhaben ist.

Oft fällt es uns schwer, Dinge wegzuwerfen, obwohl sie noch in Ordnung sind. Das müssen Sie auch nicht; im Sozialkaufhaus oder in Tauschbörsen finden Sie dankbare Abnehmer für gut erhaltene Kleidung, Haushaltgegenstände, Möbel und andere Dinge.

Manchmal fällt das Wegwerfen auch schwer, weil wir einfach „noch nicht soweit sind“, uns von bestimmten Dingen zu trennen. Oder weil wir nicht sicher sind, ob wir sie noch benötigen. Dann hilft Ihnen der nächste Tipp:

3. Wohnung ausmisten: Machen Sie den Wegwerf-Test

Mit dem Wegwerf-Test ist nicht gemeint, dass Sie Dinge kurz in die Mülltonne legen und schauen, wie es sich anfühlt. Der Wegwerf-Test ist eher ein „Wegwerfen auf Probe“, eine Art „Zwischenstation“. Wenn auch Sie Gegenstände in Wohnräumen und Küche haben, von denen Sie sich noch nicht ganz trennen können, dann gehen Sie so vor:

1. Stellen Sie einen Karton bereit, der genug Fassungsvermögen besitzt.
2. Legen Sie hier alle Gegenstände hinein, die Sie „auf Probe wegwerfen“ wollen.
3. Notieren Sie auf einer Liste, was genau Sie gerade in den Karton legen. Alternativ können Sie dafür auch die Diktierfunktion Ihres Smartphons verwenden und später eine Liste anfertigen. Verwahren Sie die Liste an einem sicheren Platz.
4. Versehen Sie den verschlossenen Karton mit einer Nummer.
5. Überlegen Sie sich ein Verfallsdatum für die Dinge im Karton.
6. Kleben Sie ein Etikett darauf, das etwa so aussieht:

Ausmisten mit Wegwerfen auf Probe
Wohnung ausmisten: Wegwerfen auf Probe ist eine gute Zwischenlösung.

Statt „Entsorgen“ können Sie auch „Flohmarkt“ oder „Sozialkaufhaus“ auf das Etikett schreiben.

Für Ihre Unterlagen:
Für Ihre privaten Unterlagen finden Sie die Aufbewahrungsfristen in unserem Downloadcenter.

4. Wohnung ausmisten: Finden Sie gute Plätze

Nun haben Sie Platz geschaffen – das fühlt sich schon mal gut an. Doch wohin mit den verbliebenen Dingen? Hier hilft ein Tipp, der sich auch im Büro bewährt: Alles, was Sie häufig brauchen, bringen Sie leicht erreichbar unter. Alles, was Sie weniger oft brauchen, entsprechend weiter entfernt, also zum Beispiel ganz oben oder ganz hinten im Schrank.

Schubladendenken: Damit die Ordnung auch in Schubladen erhalten bleibt, empfehle ich Ihnen diese Methoden:

Halten Sie die gefundene Ordnung ein. Arbeiten Sie dort, wo es passt, mit Beschriftungen an Regalfächern und auf Behältern. Stellt sich heraus, dass Dinge ständig an einen anderen Platz „wandern“, disponieren Sie um, denn dann ist wahrscheinlicher dieser Platz der richtige.

Übrigens: Für eine dauerhafte Ordnung im Homeoffice finden Sie hier praxiserprobte Tipps: Mit nur einer Regel – Gut sortiert im Homeoffice.

Wenn alles an seinem Platz ist, genießen Sie, dass die neu gewonnene Ordnung sich positiv auf Ihre Stimmung auswirkt.

Und Sie?

Wie gehen Sie vor beim Wohnung ausmisten? Schreiben Sie mir Ihre Tipps, ich freue mich darauf.




Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht öffentlich angezeigt.




Schlagwörter: