Wer rastet, der rostet: 4 Tipps für Erfolg mit der richtigen Lernstrategie



Wer rastet, der rostet: 4 Tipps für Erfolg mit der richtigen Lernstrategie

Finden Sie auch, dass es heute viel mehr zu lernen gibt als noch vor zehn Jahren? Das lässt sich sogar messen: Alle fünf bis zwölf Jahre verdoppelt sich das Weltwissen – und das mit steigender Geschwindigkeit. „Wer rastet, der rostet“, gilt deshalb heute mehr als je zuvor für unsere geistige Fitness. Umso wichtiger ist es, dass wir passende Lernstrategien nutzen – egal ob für die Berufsausbildung, im Studium, für neue Abläufe im Beruf oder für die persönliche Weiterbildung.

Deshalb stelle ich Ihnen heute  drei Lernstrategien vor, mit denen Sie Ihren Erfolg beim Lernen deutlich verbessern.

Lernstrategie Nr. 1: Ein Genie braucht kein Chaos

Manch ein Schreibtisch erzählt Geschichten: Vom kalt gewordenen Frühstückskaffee, von den Terminen, die auf Post-its am Bildschirm haften und von den Unterlagen, die noch immer auf Bearbeitung warten.

Eine bewährte Lernstrategie ist aufräumen
Bewährte Lernstrategie: Schreibtisch aufräumen, damit der Kopf frei wird.

Wer vor so einem Schreibtisch sitzt, findet schwer zur gedanklichen Ruhe und Konzentration. Deshalb ist Ordnung auf dem Schreibtisch eine wichtige Lernstrategie. Probieren Sie es einfach aus:

1. Abräumen

Sortieren Sie alles aus, was Sie nicht mehr brauchen: Doppelt vorhandene Bürowerkzeuge können verschenkt werden. Alte Prospekte und andere Materialien wandern in den Papierkarton.

Tipp: Gibt es Dinge, bei denen Sie sich unsicher sind? Dann praktizieren Sie „Wegwerfen auf Probe“. Wie das geht, lesen Sie in meinem Artikel „Die Ablage P“.

2. Einräumen

Alles, was Sie täglich benötigen, bringen Sie in Ihrer Nähe unter: Stifte, Bürowerkzeuge, und eine Sichtbuch mit den Kontaktdaten Ihrer Ansprechpartner. Falls Sie noch kein Sichtbuch benutzen, empfehle ich Ihnen meinen Artikel „Wie Sie mit einem kaum bekannten Gegenstand Ihren Schreibtisch besser organisieren“.

3. Aufräumen

Räumen Sie am Ende des Tages Ihren Schreibtisch auf. Das bedeutet, dass jede Unterlage, jedes Buch und jedes Bürowerkzeug an seinen angestammten Platz kommt. Das dauert nur wenige Minuten und wird Ihnen schnell „in Fleisch und Blut“ übergehen.

Hier stelle ich Ihnen noch einige Hilfsmittel vor, die Ihnen das Ordnung halten erleichtern:

  • Die Posteingangsschale nimmt die Post auf, die sich im Laufe des Tages ansammelt. In meinem Artikel „Kevin allein zu Haus“ lesen Sie, warum diese Methode auch im Homeoffice eine gute Ordnungshilfe ist.
  • Zur Wiedervorlage leistet Ihnen ein Pultordner gute Dienste. Welche es gibt und wofür sie sich eignen, lesen Sie in „Wiedersehen macht Freude“.
  • Die Materialien für Klausuren und Prüfungen können sich schnell auf dem Schreibtisch stapeln. Hier lesen Sie, wie Sie es vermeiden, in diese „Ablagefalle“ zu tappen.

Sieben Schritte Methode als Lernstrategie
In 7 Schritten zum aufgeräumen Schreibtisch - eine bewährte Lernstrategie.
https://www.youtube.com/watch?v=iK5gvuRABUg

Lernstrategie Nr. 2: Gut geplant ist halb gelernt

Hat Ihre Woche mehr To-dos als Stunden? Geraten Sie deshalb öfter in Hektik und wissen kaum, womit Sie beginne sollen? Ist Ihre Konzentration dadurch getrübt und das Lernen geht nicht voran? Dann empfehle ich Ihnen, Ihre Zeit mit Personal-Kanban zu planen. Das ist einfach, kostet fast nichts und zeigt bei vielen meiner Kunden erstaunliche Ergebnisse:

  • Durch das Sichtbarmachen der Vorhaben fällt das Setzen von Prioritäten leichter.
  • Die Konzentration auf die jeweilige Aufgabe ist intensiver.
  • Die bildliche Darstellung der erledigten Aufgaben kurbelt die Motivation an.

Sie wollen es ausprobieren? Los geht’s:

1. Das brauchen Sie für Personal-Kanban:

  • Eine große Unterlage zum Beispiel: Whiteboard, große Pappe oder den Boden eines Pizzakartons.
  • Klebezettel (Post-its) in verschiedenen Farben – eine Farbe je Projekt.
  • Einen kräftig schreibenden Stift.

2. So nutzen Sie Personal-Kanban:

Richten Sie auf Ihrer Unterlage drei Spalten ein:

  • Eine breite Spalte für alle Aufgaben der Woche.
  • Eine schmale Spalte für die Aufgaben des Tages.
  • Eine breite Spalte für die erledigten Aufgaben.

Beschriften Sie die Klebezettel mit den anstehenden Aufgaben je Projekt.

Zum Beispiel:

Grün – Projekt Hausarbeit schreiben

  • Wochen-Aufgabe: Internetrecherche zu Kapiel 1 und 2

Gelb – Projekt Prüfung vorbereiten

  • Wochen-Aufgabe: 100 Vokabeln wiederholen

Rot – Lernen für die Klausur

  • Thema Lohnberechnung wiederholen

Immer, wenn Sie eine Aufgabe erledigt haben, wandert diese von der Spalte "Tagesaufgabe" in die Spalte "erledigt". Am Abend können Sie den Klebezettel wegwerfen.

Aufgaben, die Sie nicht geschafft haben, erhalten Ihren Platz wieder in der ersten Spalte für "Wochenaufgaben".

Zeitmanagement als hilfreiche Lernstrategie
Zeit-Management mit Personal-Kanban - eine hilfreiche Lernstrategie.

Tipp: Mehr Tipps zu Personal-Kanban lesen Sie in meinem Artikel "Goodbye Hektik, ich hab jetzt einen Plan".

Lernstrategie Nr. 3: Fehler sind zum Lernen da

Fehler und Lernstrategie – die beiden sind ein ungleiches Paar. Denn das Lernen hat ja gerade zum Ziel, Fehler zu vermeiden und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Also sind Fehler ungebliebte kleine Kobolde, die sich immer wieder heimlich einschleichen? Das muss so nicht sein; wie können sie auch als hilfreiche Lehrer ansehen – und mit ihrer Hilfe eine Lernstrategie erarbeiten. Dazu ist nur ein Wechsel der Sichtweise nötig.

Hier drei Beispiele, wie Ihnen Fehler nützen können:

  1. Beim Lernen im Team: Wenn Sie merken, dass Sie auf einem "falschen Denkweg" sind, lassen Sie sich von Ihren Teamkollegen erklären, wie sie an die Aufgabe herangegangen sind.
  2. Wenn Sie an Übungsaufgaben trainieren, schauen Sie sich die falschen oder unvollständigen Antworten an. Sie geben Hinweise darauf, wo Sie noch "nachlernen" können, um sich zu verbessern. So können Fehler ein "roter Faden" in Ihrer Lernstrategie sein.
  3. Verurteilen Sie weder andere noch sich selbst für Fehler.

Lernen im Team als Lernstrategie
Lernen im Team ist eine bewährte Lernstrategie.

Sie möchten mehr zum Umgang mit Fehlern wissen? Lesen Sie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ und lassen Sie sich zu einer neuen Lernstrategie inspirieren.

Lernstrategie Nr. 4: Gecheckt und abgehakt

Eine echte “Geheimwaffe” im Bereich der Lernstrategien sind Checklisten. Sie eignen sich zum Einprägen neuer Arbeitsabläufe genauso wie zur Vorbereitung einer Klausur. In unserem Downloadbereich stelle ich Ihnen kostenlos eine Sammlung von Checklisten zur Verfügung. Lassen Sie sich davon zu eigenen Checklisten als Lernstrategie anregen.

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Mit den vier beschriebenen Lernstrategien steigt Ihre Chance, effizienter, entspannter und erfolgreicher zu lernen, egal ob im Studium oder im Berufsleben.

Und Sie? Welche Lernstrategien wenden Sie an?

Welche Lernstrategien haben sich für Sie bewährt, welche waren nicht so geeignet? Schreiben Sie mir von Ihren Erfahrungen, ich freue mich darauf.

 

 

 

 





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