Was ist Stress und wie vermeiden wir ihn? 3 Antworten mit Entspannungsgarantie



Termine, Verpflichtungen, Befürchtungen – und kaum genügend Schlaf: Sind auch Sie oft im Stress? Damit sind Sie nicht allein – immer mehr Büroarbeiter haben weniger Zeit als Arbeit, fühlen sich wie im Hamsterrad und denken doch, dass sie nicht genügend schaffen. Sie befinden sich in einem andauernden oder wiederkehrenden Spannungszustand, der Herzschlag und Blutdruck, Muskelspannung und Aufmerksamkeit zu Höchstleistungen bereit macht – allerdings ohne den angestrebten Erfolg zu erreichen. Kein Wunder, dass viele von uns dadurch krank werden. Doch soweit muss es nicht kommen.

Wer die Übersicht verliert, der weiß, was Stress ist.

1. Was ist Stress? Vom Lebensretter zum Antreiber

Nur durch die Stressreaktionen in ihrem Körper haben unsere Vorfahren brenzlige Situationen überlebt. Sie machten sich bereit, ihren Angreifer mit Angriff, Flucht – oder, wenn es ganz schlimm wurde, mit reglosem Verharren, abzuwehren. Dafür mussten der Blutdruck steigen, das Herz schneller schlagen, die Muskeln sich anspannen und die Aufmerksamkeit sich ganz und gar auf den Gegner richten. Die Verdauung dagegen hatte Pause – sie wurde für die aktuelle Situation nicht benötigt.

War die Situation überstanden, folgte die Entspannung. Herz und Atmung beruhigten sich, die Muskeln entspannten, Magen und Darm nahmen ihre Tätigkeit wieder auf. Hinzu kam eine große Befriedigung über den errungenen Erfolg. Das ist sehr vereinfacht dargestellt, doch so funktionieren wir bis heute: Herausforderung – Stressreaktion – Aktion – Erfolg – Entspannung.

Was ist Stress? Wenn nach der Anstrengung die Entspannung fehlt.

Sportler beherzigen dieses Wissen in Training und machen sich mit Aktions- und Entspannungsphasen fit für den Wettkampf.

Reiht sich allerdings eine Herausforderung an die andere und bleiben die Erfolge aus, stellt sich die notwendige Entspannung nicht ein – und der Körper bleibt im Stressmodus. Bekannte Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Verdauung und der Muskeln und Gelenke sind die Folge. Und die Psyche? Sie reagiert mit Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen und sogar depressiven Erkrankungen. Aus dem Lebensretter ist ein Antreiber geworden. Doch wir können das vermeiden:

Lese-Tipp: Warum Pausen wichtig sind und wie Sie sich immer wieder kleine Auszeiten nehmen, lesen Sie in meinem Artikel Wie Pausen die Arbeit beflügeln.

2. Was ist Stress? Von Kontrollverlust zur Übersicht

Stress signalisiert uns auch im Büro: „Du sollst aktiv sein. Ändere die Situation zu deinen Gunsten. Löse die Aufgabe.“

Doch wenn der Schreibtisch überquillt, die Termine dich an dich stehen und wir die benötigten Unterlagen ewig nicht finden – dann läuft unser System „heiß“ und signalisiert: Panik! Du verlierst gerade die Übersicht! Du bist dem Ganzen ausgeliefert!

Und da sind wir schon beim ersten Tipp gegen negativen Stress: Räumen Sie Ihren Arbeitsplatz auf:

  • Entsorgen Sie alles, was unnötig, veraltet und defekt ist.
  • Geben Sie den verbliebenen Dingen einen festen Platz: Je öfter sie gebraucht werden, umso näher an Ihrem Schreibtisch.
  • Halten Sie die so geschaffene Ordnung ein.

Dafür gibt es viele Hilfsmittel, Tipps und Tricks. Schauen Sie doch einmal in meinen

Film-Tipp: Was ist Stress? Ein voller Schreibtisch. Hier 7 Schritte, wie Sie die Übersicht zurückgewinnen.

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3. Was ist Stress? Vom E-Mail-Chaos zur E-Mail-Ruhe

Es blinkt und klingelt, es fordert und erinnert – das E-Mail-Fach ist ein Stressfaktor für immer mehr Büroarbeiter. Die ständig eintrudelnden Nachrichten scheinen sofortige Aufmerksamkeit und Reaktion einzufordern; damit reißen sie uns aus unserer gerade aufgebauten Konzentration.

Diesen Stress können Sie leicht beenden:

  • Deaktivieren Sie die Signale Ihres E-Mail-Postfachs.
  • Setzen Sie sich feste Zeiten für die E-Mail-Bearbeitung, zum Beispiel: Morgens, vor der Mittagspause, vor dem Feierabend.
  • Bearbeiten Sie alle Mails sofort, die nur fünf Minuten benötigen.
  • Leiten Sie alle Mails weiter, die nicht Sie betreffen.
  • Löschen Sie alle unnützen Mails.
  • Setzen Sie für alle anderen Mails einen Termin

Sie möchten diese Tipps ausführlich nachlesen und mehr darüber erfahren, wie Sie das E-Mail-Chaos bändigen? Dann habe ich eine Empfehlung für Sie:

Download-Tipp: Mein E-Book E-Mail-Stress ade gehört zu den beliebtesten Ratgebern aus dem Hause Tempus. Auf über 40 Seiten erkläre ich Ihnen einfach und leicht nachvollziehbar, wie Sie mit Ihren E-Mails entspannt und gelassen umgehen. Das E-Book steht auch für Sie kostenfrei im Download-Center bereit.

Und Sie?

Was ist Stress für Sie und wie gehen Sie damit um? Schreiben Sie mir, ich freue mich auf Ihre Fragen und Tipps.

Mehr darüber, woran Sie negativen Stress erkennen und bekämpfen, erfahren Sie in meinem Artikel Distress, Eustress? Am besten gar kein Stress.

Langfristig brauchen Sie eine Strategie, um den Stress wirksam zu bekämpfen. Ganz so, als würden Sie einen Löwen bändigen. Lesen Sie hier mehr darüber: Jetzt den Löwen bändigen.
Wie Sie körperliche Symptome von Stress rechtzeitig erkennen und verhindern, zeige ich Ihnen in diesem Artikel: Wenn die Galle überläuft.



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