Verbesserungsvorschläge: einmal Poka yoke mit Erfolgsgeschmack, bitte



Jeder kennt Systeme aus dem Alltag, die gut durchdacht funktionieren. Wenn am Geldautomaten die gewünschten Geldnoten erst nach der Entnahme der Bankkarte auftauchen, dann aus dem gut funktionierenden Grund, dass niemand sie beim Bargeld-Abheben einfach vergessen soll.

Solche Systeme, die einfache Fehler gleich ausschließen sollen, nennen die Japaner Poka Yoke. Das Erfolgsunternehmen Toyota hat daraus einen wesentlichen Schlüssel für seinen Markterfolg geschmiedet.

Toyota gilt nicht umsonst als eines der erfolgreichsten japanischen Unternehmen – und von der Zahl der Verbesserungsvorschläge pro Jahr pro Mitarbeiter liegt es mit 60 Stück weit vorne. Ein ausgezeichneter Grund für Sie als Führungskraft, auch in Ihrem Unternehmen auf Mitarbeiter-Vorschläge zur Verbesserung zu setzen. Denn von Toyota lernen, heißt, von den Besten lernen.

Verbesserungsvorschläge: was Sie für Ihren Erfolg beachten sollten

Für den größtmöglichen Nutzen installieren Sie in Ihrem Unternehmen ein Verbesserungsvorschlagwesen mit den folgenden Aspekten:

1. Aufgeschlossenheit

Gegenüber Vorschlägen von Mitarbeitern sollten Sie möglichst aufgeschlossen sein, denn Ihr Mitarbeiter am Arbeitsplatz kennt die aktuellen Vorgänge vermutlich besser als Sie selbst.

2. Klare Definition von „Vorschlägen”

Besonders wenn Sie Prämien für gute, mit Erfolg umgesetzte Vorschläge ausloben, müssen Sie genau definieren, was ein Verbesserungsvorschlag genau ist. Zum Beispiel: „Ein Vorschlag zeigt nicht nur ein Problem, sondern präsentiert dafür eine Lösung – eine Lösung, die machbar ist, einen Nutzen hat und für den vorgeschlagenen Bereich Neuheitswert besitzt.”

3. Vorschläge erfassen

Ohne Erfassung verpufft die Einführung von Verbesserungsvorschlägen oft als gutgemeintes, aber wirkungsschwaches Instrument.

Weitere Tipps zur Erfassung Ihrer Verbesserungsvorschläge

Wenn Ihre Verbesserungsvorschläge dokumentiert und kommuniziert werden, steigen Ehrgeiz und Motivation Ihrer Mitarbeiter. Dafür sollten Sie allerdings noch folgende Ratschläge beherzigen:

  • alle Ideen berücksichtigen: Nennen Sie auch Ideen, die nicht umgesetzt wurden, das zeigt Ihre grundsätzliche Wertschätzung.
  • sich in Geduld üben: Rechnen Sie am Anfang damit, dass sich Anzahl und Vorschlagsqualität im Laufe der Zeit noch wesentlich verbessern.
  • Kennzahlen checken: Vergleichen Sie Ihre ermittelbaren Kennzahlen – also „Vorschläge gesamt”, „umgesetzte Vorschläge im Jahr” oder „Vorschläge je Mitarbeiter” mit Kennzahlen aus anderen Unternehmen, um zu wissen, wie gut Sie im Rennen liegen.

Machen Sie es wie die Japaner – mehr Effizienz durch Verbesserungsvorschläge! Klick um zu Tweeten

Extra-Service

Auf meiner Webseite finden Sie hier ein Muster-Formular für den strukturierten Umgang mit Verbesserungsvorschlägen – völlig kostenfrei.

Und Sie?

Sie haben schon von Verbesserungsvorschlägen Ihrer Mitarbeiter Gewinn gezogen? Mich interessiert Ihre Erfolgsstory. Schreiben Sie mir eine E-Mail. Ich freue mich darauf – unter: blog@büro-kaizen.de.



Schlagwörter: ,
3 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht öffentlich angezeigt.