Keine kleinen Rädchen: Lassen Sie Ihr Team Verantwortung übernehmen



„Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann – frage, was Du für Dein Land tun kannst“… Neun Jahre nach der Rede John F. Kennedys stand Neil Armstrong auf dem Mond. Keine Frage: Wenn es um das Thema Verantwortung übernehmen geht, kann die richtige Ansprache sehr motivierend wirken. Die Bereitschaft zum Verantwortung übernehmen ist jedoch nicht nur für die Mondlandung, sondern für jedes erfolgreiche Projekt die Voraussetzung. Nur wenn der Mitarbeiter weiß, was von ihm abhängt und welche seiner Fähigkeiten zum Gelingen des Projekts gebraucht werden, wird das Übernehmen von Verantwortung selbstverständlich.

Im ganz normalen Büroalltag ist beim Thema Verantwortung übernehmen sicherlich noch viel Luft nach oben: Schließlich scheitern viele Initiativen, die die Mitarbeiter verstärkt zum Verantwortung übernehmen motivieren sollen, bereits im Vorfeld an den klassischen drei Ks: Keine Zeit, keine Lust, kann das nicht jemand anders machen? Ich bin jedoch davon überzeugt: Wenn sich jeder Mitarbeiter ganz individuell und täglich aufs Neue von den Vorteilen seines Engagements überzeugen kann, wird er mit Freude Verantwortung übernehmen.

Kampf den drei Ks: Verantwortung übernehmen hat mit Sinn und Nutzen zu tun

Der alte preußische Grundsatz des „etwas um seiner selbst willen tun“ hat in der modernen Arbeitswelt ausgedient. Nie war es wichtiger, mit persönlichen und verantwortlichen Handlungen etwas Sinnstiftendes zu verknüpfen – zum Beispiel, dass die gemeinsam genutzten Arbeitsräume in einem ordentlichen und sauberen Zustand gehalten werden. Verantwortung übernehmen funktioniert umso besser, wenn Ihre Mitarbeiter einen konkreten Nutzen in den gemeinsam aufgestellten Regeln sehen.

Wenn Sie also gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern das Büro aufräumen und Regeln für Ablage, Ordnung und aufgeräumte Schreibtische erarbeiten, machen Sie immer den Sinn der gemeinsamen Anstrengungen deutlich: Weniger Stress und verlorene Zeit durch überflüssiges Suchen, mehr Wohlbefinden in einem ordentlichen und sauberen Büro. Bereits im Vorfeld muss klar werden, dass für die Erhaltung dieser Errungenschaften jeder einen Teil persönliche Verantwortung übernehmen muss. Werden die beschlossenen Maßnahmen dann von allen gemeinsam umgesetzt, wird jeder Mitarbeiter bereits durch die persönliche, praktische Arbeit Verantwortung übernehmen.

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Durch offene Kommunikation wird Verantwortung übertragen.

Sorgfältig Priorisieren, Kommunizieren und Delegieren schafft Verantwortlichkeit

Als Chef kann und soll man nicht alles selbst machen. Insbesondere wenn Sie öfter auswärtige Termine haben und in langen Besprechungen sitzen, müssen Ihre Mitarbeiter auch ohne Ihre Anleitung wissen, was zu tun ist. Stärken Sie daher das Selbstmanagement Ihrer Mitarbeiter wo Sie nur können – denn nur wer weiß was er tut und die Konsequenzen kennt, wird bereitwillig Verantwortung übernehmen.

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Wenn Aufgaben delegiert werden können Mitarbeiter mehr Verantwortung übernehmen.

1. Klare Prioritäten setzen

Teilen Sie Aufgaben für Ihr Team nach A, B und C-Prioritäten und kommunizieren Sie diese an alle Mitarbeiter. A-Priorität („wichtig!“) haben Dinge, die sofort erledigt werden müssen und das Unternehmen einem wichtigen Ziel näherbringen. B-Priorität haben dringende Aufgaben, die Ihre unmittelbare Aufmerksamkeit erfordern. C-Priorität haben Aufgaben mit längerer Laufzeit und nachgeordnetem Rang, die aber dennoch nicht aus dem Blick geraten dürfen. Wer eine Aufgabe übernimmt, muss dann nicht nur für das Gelingen des Projekts an sich, sondern auch für die Zeitplanung Verantwortung übernehmen.

2. Kommunizieren und planen Sie Ihre Aufgaben sorgfältig und transparent

Egal ob Sie einen Terminkalender in Papier- oder elektronischer Form nutzen – machen Sie Ihre Zeitplanung für alle Mitarbeiter transparent. So wissen Ihre Mitarbeiter, wann sie als Vertretung ihres Vorgesetzten die Verantwortung übernehmen müssen. Mit einer genauen Abwesenheits- und Terminplanung für die Woche schaffen Sie Planungssicherheit für alle Mitarbeiter.

3. Erklären und Delegieren Sie sorgfältig

Machen Sie es nicht wie Bernd Stromberg: „‘Ich-kann-nicht‘ wohnt oft in der ‚Ich will nicht-Straße‘“ – diese Denkweise schafft keine Anreize zum Verantwortung übernehmen. Ein schnoddrige „Machensemal“ reicht eben nicht. Erklären Sie bei zu delegierenden Aufgaben sorgfältig Ihre Vorstellung vom Ergebnis und nehmen Sie sich dafür Zeit. Zeit, die Sie bei der Erklärung sparen, verlieren Sie durch zusätzliche Korrekturschleifen. Wenn ihr Mitarbeiter Nutzen und Konsequenzen seines Handelns nicht kennt, wird er weniger verantwortlich handeln.

Machen Sie den Kennedy, nicht den Stromberg: So lassen Sie Ihre Mitarbeiter Verantwortung übernehmen. Klick um zu Tweeten

Käpt’n auf der Brücke: Machen Sie den Kennedy, nicht den Stromberg

Nur wenn Sie selbst Verantwortung übernehmen, wird Ihr Team es auch tun: Chefs haben immer Vorbildfunktion. Ein aufgeräumtes Großraumbüro wollen, aber im Chefbüro sieht’s aus wie unter Hempels berühmtem Sofa? Das geht überhaupt nicht. Leben Sie Verantwortlichkeit vor und fordern Sie diese ein – Ihre Mitarbeiter fühlen sich ernster genommen und in der Relevanz ihrer Arbeit bestätigt. Dazu gehört auch, dass wichtige Aufgaben gemeinsam angegangen werden: Der Chef, der in Schlips und Kragen die Aufräumarbeiten dirigiert, wird nie dieselbe Motivation vermitteln wie der Chef, der am Pullover die Ärmel aufkrempelt und selbst Hand anlegt.

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Wenn der Chef Verantwortung übernimmt wird diese Vorbildfunktion sich auch auf die Mitarbeiter auswirken.

Wie haben Sie es in Ihrem Unternehmen geschafft, dass Ihre Mitarbeiter mehr Verantwortung übernehmen? Wie delegieren, planen und kommunizieren Sie? Was läuft gut, was schlecht? Schreiben Sie Ihre Ideen und Erfahrungen einfach in die Kommentare – ich bin sehr gespannt auf Ihren Input!

Montagmorgen und schon keine Lust mehr? Vereinfachen Sie Ihre Aufgabenliste!



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