Mit wem stehen Sie morgens unter der Dusche? Fünf Tipps zum Stressabbau!



Gehören Sie auch zu den Menschen, die auf dem Weg vom Bett zum Bad schon Ihre E-Mails gecheckt, durch Facebook gescrollt und SpiegelOnline überflogen haben? An was denken Sie, wenn Sie unter der Dusche stehen? An die nächsten Aufgaben? An die Termine des Tages? Ich bin überzeugt, Zuvielisation erzeugt Stress! Und Stress macht krank! Lesen Sie fünf Tipps, die Sie beim Stressabbau unterstützen sollen!

Was ist das Problem

In den Chefetagen und Büros herrscht Stress. Wo auch immer man hinschaut, die Menschen klagen über Überlastung und über Zuvielsation. Doch wer gestresst ist macht Fehler. Die Qualität der Arbeit leidet. Wird der Schalter nicht umgelegt, führt das zu Ausfallzeiten und gefährlichen, chronischen Krankheiten. Die Beschäftigung mit dem Stressabbau ist darum kein Luxus, sie gehört zu einer weisen Selbstführung und zu einer guten Mitarbeiterführung dazu.

Stressabbau ist kein Luxus
Stressabbau ist kein Luxus. Er ist eine Notwendigkeit!

So funktioniert es

Tipp Nr. 1 für den Stressabbau: Raus aus der Opferrolle!

Die Chefin, der Kunde, die Mitarbeiterin, der Zulieferer - es ist einfach, den anderen die Schuld dafür zu geben, dass wir gestresst sind. Doch ein wirksamer Stressabbau ist kaum möglich, wenn ich darauf warte, dass die anderen sich ändern. So lange Sie sich als das Opfer irgendwelcher Umstände empfinden, sind Stagnation und Resignation vorprogrammiert.

Stressabbau Stück für Stück angehen
Solange Sie sich als Opfer empfinden ist Resignation vorprogrammiert.

Ein wirksamer Stressabbau beginnt damit, dass ich die Faktoren ausfindig mache, die ich selber bewegen und verändern kann. Dazu gehören das klärende Gespräch mit dem Chef oder der Mitarbeiterin oder eine bessere Planung der eigenen Abläufe. Entdecken Sie Ihren Einflussbereich!

Stressabbau durch Freiraum schaffen angehen
Schaffen Sie sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten Freiräume.

Der größte Stress entsteht dort, wo ich das Gefühl habe, andere setzen meine Agenda oder andere bestimmen über meine Zeit. So hart es klingen mag: Stressabbau beginnt damit, dass Sie Ihre Muster, Ihre Fallen, Ihren Anteil am Stress entdecken und damit, dass Sie die Opferrolle verlassen.

Tipp Nr. 2 für den Stressabbau: Schluss mit den falschen Belohnungen!

Wer gestresst ist, der neigt dazu, sich Belohnungsstrategien anzugewöhnen, die ungesund sind. Die Mittagspause wird vor dem Bildschirm eingenommen. Das wirkt so schön geschäftig, selbst wenn ich nur auf Facebook unterwegs bin. Die Zigarettenpause, der tägliche Absacker am Ende des Tages... Viele Belohnungsstrategien dienen leider nicht wirklich dem Stressabbau, eher im Gegenteil, sie bewirken, dass der Stress wächst. Anstatt wirklich abzuschalten, ist das Handy ständig in der Hand. Wieder starre ich auf einen Bildschirm, wieder fülle ich mein Gehirn mit Informationen. Ich komme nicht zur Ruhe. Ich habe keine wirkliche Pause. Ich befinde mich im Hamsterrad.

Stressabbau durch Dankbarkeitsaufbau heißt die Devise! Klick um zu Tweeten

Stressabbau durch zur Ruhe kommen
Es ist Pause und wieder starren alle auf das Display.

Belohnen Sie sich mit Dingen, die Ihnen wirklich gut tun. Kein Mensch kommt ohne Freizeit aus. Schalten Sie wirklich ab! Seien Sie unerreichbar. Genießen Sie zu atmen, frei zu sein, unerreichbar zu sein und wenn es nur für zehn Minuten ist!

Tipp Nr. 3 für den Stressabbau: Fangen Sie an zu planen!

Drosseln Sie zum Stressabbau bewusst das Tempo. Der Stressabbau gelingt dort, wo Sie nicht bloß reagieren, sondern dort, wo es gelingt, proaktiv zu sein. Nehmen Sie sich bewusst Zeit, am System zu arbeiten, in dem Sie aus dem System aussteigen. Dazu gehört die Tagesplanung, die Wochenplanung, die Monatsplanung und die Jahresplanung. Damit der Stressabbau gelingt, sollten Sie sich bewusst, jeden Tag eine halbe Stunde Zeit für die Tagesplanung, jede Woche eine Stunde Zeit für die Wochenplanung und jeden Monat eine Stunde Zeit für die Monatsplanung nehmen.

Stressabbau durch Proaktivität statt Reaktivität
Proaktiv leben, statt reaktiv dem Leben hinterherrennen

Schreiben Sie sich diese Zeiten in den Kalender und erklären Sie sie zu heiligen Zeiten, die nicht verschoben oder gestrichen werden sollten. Gönnen Sie sich außerdem Zeit für eine Jahresplanung. Ich brauche solche "Dreamdays", solche Tage zum Träumen, Spinnen und zum Zielemachen und ich halte sie für unumgänglich, um Stress zu reduzieren. Stressabbau gelingt nicht, wenn wir nicht ab und zu aus dem System aussteigen und von oben auf das Leben schauen.

Tipp Nr. 4 für den Stressabbau: Der kleine Anfang!

Stress hat häufig etwas mit unseren Gewohnheiten zu tun. Für den Stressabbau ist es notwendig, Gewohnheiten zu verändern. Stecken Sie sich dabei kleine, machbare Ziele. Beginnen Sie den Tag nicht mit einem E-Mail-Check sondern mit fünf Minuten Meditation. Achten Sie darauf, dass Sie nach einer erledigten Aufgabe, bewusst zwei Minuten Pause machen. Oft neigen wir zu großen Silvesterentschlüssen. Wir nehmen uns vor, alles zu ändern und landen dann doch ernüchtert und enttäuscht genau dort, wo wir angefangen haben. Stressabbau kann kein Silvesterentschluß sein, es ist die kontinuierliche Veränderung unserer Gewohnheiten. Nehmen Sie sich einen Bereich vor, in dem Sie etwas verändern wollen und starten Sie klein.

Stressabbau durch Quick-Wins fördern
Wir nehmen uns zuviel vor und sind dann enttäuscht.

Ein Hobby-Marathonläufer erzählte mir, dass alles damit begann, dass er sich vornahm, drei Mal pro Woche Sportsachen anzuziehen und vor die Tür zu gehen. Das war alles. Er nahm sich noch nicht vor zu laufen, sondern nur vor die Tür zu gehen.

Stressabbau durch kleine Schritte
Klein beginnen, groß enden.

Heute ist er bereits mehrere Triathlon und Ultramarathon gelaufen. Jede große Sache hat klein begonnen. Das gilt auch für den Stressabbau!

Tipp Nr. 5 für den Stressabbau: Erfolge feiern!

Blicken Sie nicht zuerst auf das, was wieder nicht geschafft wurde. Das macht Stress. Stressabbau gelingt dort, wo Sie lernen, dankbar auf das zu schauen, was gelungen ist und was Sie erreicht haben. Machen Sie sich diese Dinge bewusst, wenn Sie den Stressabbau zu Ihrem Ziel erklärt haben! Dankbarkeit ist ein wirksames Mittel für den Stressabbau.

Stressabbau durch feiern kleiner Erfolge
Feiern Sie Erfolge!

Wer in der Stunde Sport nur ein weiteres To-Do sieht, anstatt dankbar für die eine Stunde Auszeit zu sein, in der er nicht erreichbar ist und keine E-Mails beantworten muss, macht selbst Sport zu einer stressigen Angelegenheit.

Darauf kommt es an

Fangen Sie heute mit dem Stressabbau an! Welchen der Tipps wollen Sie umsetzen? Nehmen Sie sich Zeit und notieren Sie sich einen guten, machbaren nächsten Schritt, den Sie heute in Richtung Stressabbau unternehmen wollen.

Stressabbau benötigt Zeit und Wille
Nehmen Sie sich Zeit: was wollen Sie als nächstes umsetzen?

Gleichzeitig sollten Sie sich diesen Artikel in die Wiedervorlage legen. Nehmen Sie sich ihn in einer Woche wieder vor, lesen Sie ihn noch einmal und notieren Sie sich einen nächsten Schritt, den Sie umsetzen wollen. Alle großen Dinge beginnen klein. Das gilt auch für den Stressabbau!

Was der Tipp bewirkt

Ich bin überzeugt, Stress ist vor allem eine Sache, die in unserem Kopf passiert. Darum ist Stressabbau auch eine Sache, die ich selber in der Hand habe. Stressabbau gelingt, wenn ich meine Muster, Einstellungen, Gewohnheiten überprüfe und sie durch neue Verhaltensweisen ersetze. Wir sind nicht bloß Opfer des Stresses, wir selber sind auch die Auslöser für unseren Stress!

Extra-Tipp

Wer Büro-Kaizen® als Methode versteht, noch mehr Zeit für noch mehr Arbeit zu gewinnen, der tappt in die Stressfalle. Ja, es stimmt, Büro-Kaizen® schafft Ihnen Freiräume und unterstützt Sie dabei, Zeit zu gewinnen. Doch Sie sollten die Zeit für das wirklich Wichtige nutzen und das können Sie selber, Ihr Partner oder Ihre Partnerin, Ihre Familie sein. Nutzen Sie die gewonnene Zeit für sich. Wenn wir Unternehmen beraten ist das ein häufiger Deal, den wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorschlagen: "Sie werden viel Zeit gewinnen! Die Hälfte der Zeit können Sie zum Abbau von Überstunden, für die lang aufgeschobene Fortbildung oder etwas nutzen, das Ihnen im betrieblichen Kontext Spaß macht. Die andere Hälfte der gewonnenen Zeit widmen Sie sich neuen Aufgaben und Projekten.

Und Sie?

Welche Ideen haben Sie für den Stressabbau? Was hilft Ihnen, dem Hamsterrad zu entkommen? Schreiben Sie mir, ich bin interessiert am Austausch und an neuen Ideen!





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