Stärken-und-Schwächen-Analyse – So nutzen Sie sie zu Ihrem persönlichen Vorteil!


Für Unternehmen ist es eine jährliche Pflichtaufgabe, eine Stärken-und-Schwächen-Analyse durchzuführen. Mit ihrer Hilfe kann man das Unternehmen auf Kurs halten, ob sich der Markt verändert hat oder nicht. Doch was ist mit Ihnen persönlich? Wir selbst neigen dazu, unsere blinden Flecke entweder ganz zu übersehen oder zumindest mit sehr viel Wohlwollen zu betrachten. Sollte aufgrund dessen einmal etwas schief gehen, muss man schon ein herausragendes Team um sich geschart haben, um den Fehler aufzufangen.
Wie aber könnten Sie die Stärken-und-Schwächen-Analyse zu Ihrem persönlichen Vorteil nutzen?

Eine regelmäßige Stärken-und-Schwächen-Analyse zur eigenen Standortbestimmung

Nicht nur unser Unternehmen entwickelt sich, auch wir selbst. Mit jedem Tag Berufserfahrung gewinnen wir Erkenntnisse und Fähigkeiten hinzu. Am Ende eines Jahres wissen und können wir mehr als zwölf Monate zuvor. Doch nicht immer wachsen wir genauso mit dem Unternehmen mit. Manchmal gibt es Leerstellen, die sich nicht von selbst füllen, wenn wir sie nicht aktiv, z. B. durch Fortbildungen, angehen. Mancher Leerstelle sind wir uns gar nicht bewusst. Hier kann eine jährliche Stärken-und-Schwächen-Analyse helfen.

Stärken-und-Schwächen-Analyse ist nicht nur fürs Unternehmen hilfreich, auch für Sie selbst.

Ihre Stärken und Schwächen in Bezug auf Ihre Aufgaben

Wir alle müssen manchmal Aufgaben erledigen, die uns nicht liegen, die wir am liebsten auf den Sanktnimmerleinstag verschieben würden. Und wir haben Aufgaben, von denen wir uns wünschen, dass sie einen viel größeren Anteil an unserer Arbeit hätten, denn die können wir besonders gut und sie machen uns Spaß. Analysieren Sie einmal, worin Sie besonders gut sind, was Ihnen liegt und was nicht. Was sind Ihre Lieblingsaufgaben, was machen Sie nur äußerst ungern? Wo haben Sie Wissenslücken? Worin bräuchten Sie eine Fortbildung oder ein Coaching? Was können Sie im Schlaf und mit was quälen Sie sich tagelang ab? Wo bräuchten Sie dringend personelle Unterstützung?
Ergründen Sie aber nicht nur das Was, sondern, so weit Sie können, auch das Warum.

Ihre Stärken und Schwächen im Umgang mit Ihrem Team

Eine Frage, die sich nur wenige Unternehmerinnen und Unternehmer regelmäßig stellen, ist die nach ihren Stärken und Schwächen im Umgang mit ihren Angestellten. Doch ist das gerade einer der neuralgischsten Punkte. Selbst wenn die Mitarbeiter reihenweise die Firma verlassen, suchen viele noch die Schuld bei denen, statt ihr eigenes Verhalten zu überprüfen.
Schauen Sie einmal genau hin: Mit wem kommen Sie besonders gut klar und warum? Und bei wem hapert es in der Kommunikation und Zusammenarbeit immer wieder und warum? Beziehen Sie dabei nicht nur Ihr Team im Haus ein, sondern auch Ihre freien Mitarbeiter, Geschäftspartnerinnen und Lieferanten.
Ein hilfreiches Tool hierfür ist die Mindmap, mit der Sie vielleicht schon früh bestimmte Muster bei sich ausmachen können. Muster, die ein gutes oder weniger gutes Zusammenarbeiten verursachen.

Mit wem kommen Sie gut klar und warum? Und mit wem nicht und warum nicht?

Ihre Stärken und Schwächen im Umgang mit der Kundschaft und der Konkurrenz

Im nächsten Schritt machen Sie eine Stärken-und-Schwächen-Analyse Ihrer Beziehungen zu Ihrer Kundschaft. Selbst wenn Sie nie direkt mit Ihrer Kundschaft zu tun haben, kann Ihre persönliche Einstellung ihnen gegenüber vieles beeinflussen, u. a. das Verhalten Ihrer Angestellten den Kunden gegenüber oder auch das Aussehen Ihrer Werbekampagnen. Machen Sie ebenfalls eine Analyse Ihrer Beziehungen zur Konkurrenz.
Auch hier kann Ihnen eine Mindmap gute Dienste leisten – ob auf Papier, am Whiteboard oder mit Haftnotizen an der Bürotür.

Mit der SWOT-Analyse zum persönlichen Erfolg

Sie haben in den einzelnen Bereichen eine Stärken-und-Schwächen-Analyse gemacht, das jeweilige Warum ergründet. Folgern Sie daraus nun, welche Chancen und Risiken sich aus diesen Stärken und Schwächen ergeben. Diese sogenannte SWOT-Analyse kann aber nur funktionieren, wenn Sie absolut offen und ehrlich mit diesem Tool umgehen.
Denken Sie daran: Sie machen dies erst einmal nur für sich selbst – niemand anderes kann darin Einblick haben. Insofern können Sie so offen sein wie nur möglich. Das ist nicht immer leicht, denn wir stellen uns unseren Schwächen und Fehlern oft nur ungern. Aber ich bin mir ganz sicher, dass Ihnen eine solche SWOT-Analyse helfen wird.

Aus der Stärken-und-Schwächen-Analyse Konsequenzen ziehen

Haben Sie einen Überblick über die Chancen und Risiken, die sich aus Ihren Stärken und Schwächen ergeben, dann ist es Zeit, sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen. An welcher Stelle benötigen Sie eine Fortbildung? Welche käme dafür infrage? Schauen Sie nicht nur nach rein fachlichen Fortbildungen, sondern auch nach solchen, die Ihnen bspw. eine stärkere Konfliktkompetenz vermitteln, die Ihnen zu einer besseren Selbsterkenntnis verhelfen, die Sie besser zu delegieren lehren, mit denen Sie sich selbst besser organisieren lernen. Und vergessen Sie dabei sich selbst, den Menschen, nicht – schauen Sie auch nach Fortbildungen dazu wie Sie mit mehr Achtsamkeit mit sich selbst umgehen, um Ihren komplexen Alltag zu bewältigen.
Was können Sie noch ändern? Welche Arbeiten sollten Sie besser delegieren, welche strukturellen Änderungen in Projektabläufen oder der Kommunikation vornehmen? Wenn Sie keins Ihrer Arbeitsfelder dabei auslassen, erhalten Sie einen sehr guten Überblick über die Optimierungsmöglichkeiten, die Ihnen die Arbeit sehr erleichtern und Ihnen zu mehr Freude an der Arbeit und zu mehr Erfolg verhelfen können.

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