Sport im Büro: Gute Gründe und praktische Tipps – Mit Homeoffice-Special

9. April 2020

„Sitzen ist das neue Rauchen“, ist eine geflügelte Redewendung geworden. Zur Recht, wie ein Blick in den DAK-Gesundheitsreport von April 2019 zeigt: Erkrankungen des Rückens und des Muskel-Skelettsystems verursachen fast 21 Prozent der krankheitsbedingten Fehltage.

Deutlich betroffen davon sind die Menschen im Büro, denn oftmals bewegen sie über Stunden kaum mehr als ihre Hände. Dadurch verspannen die Muskeln und Schmerzen stellen sich ein. Das wiederum verschlechtert die Konzentration. Sport im Büro ist eine Maßnahme, die sich im ersten Moment ungewohnt anfühlt. Doch schon viele Menschen berichteten mir, dass sie davon deutlich profitieren.

Sport im Büro hilft beim Denken

Kreisen die Gedanken, weil die Konzentration nachlässt? Scheint das Denken in Zeitlupe zu abzulaufen? Dann ist vermutlich der Kreislauf abgesackt, der das Gehirn mit Sauerstoff versorgt. Außerdem sind die Muskeln angespannt, was zusätzlich die Konzentration schmälert.

Wer jetzt eine kleine Übungseinheit absolviert, regt den Kreislauf und die Nervenzellen an. Die Pause tut auch gut, um das fruchtlose und quälende Gedankenkreisen zu durchbrechen. Zusätzlich fließt mehr Blut zum Gehirn und versorgt es mit Sauerstoff und lebenswichtigen Proteinen aus der Nahrung.

Dafür brauchen wir keine schweißtreibenden Übungseinheiten. Schon einige Streckübungen vor dem offenen Fenster und fünf Kniebeugen erzielen eine spürbare Wirkung.

Mit Sport im Büro mehr Effizienz

Effizienz ist auch eine Frage der Konzentration. Wer sich zum Beispiel in einem Meeting zu Wort meldet, sollte schon vorher seine Gedanken klar strukturiert haben. Und wer die tägliche E-Mail-Flut zu bewältigen hat, braucht außer einer sinnvollen Strategie auch eine schnelle Auffassungsgabe.

Download-Tipp: Das kostenlose E-Book für Ihre E-Mail-Strategie steht im Downloadcenter für Sie bereit.

Erst Sport im Büro, dann entspannt die E-Mails bearbeiten

Tipp: Stellen Sie sich einen Timer auf 30 Minuten. Unterbrechen Sie für fünf Minuten Ihre Arbeit. Gehen Sie ein paar Schritte oder machen Sie einige Dehnübungen im Stehen.

Sport im Büro macht Spaß

Forscher haben längst erkannt, dass wir bei guter Stimmung bessere Arbeitsergebnisse erzielen. Und sie wiesen auch nach, dass Sport die Stimmung hebt. Also können wir mit Bürogymnastik gleich beide Aussagen bestätigen: Wir kommen dank der ausgeschütteten Glückshormone in gute Stimmung und arbeiten danach beschwingter und erfolgreicher als vorher.

Zudem stärkt Sport im Büro auch das Gemeinschaftsgefühl. Wenn sich auch anfangs manche ein wenig befangen fühlen, so zeigt sich doch bald, dass sich die Bürogymnastik positiv auf das Team auswirkt. Man geht entspannter miteinander um, kann Probleme besser lösen.

Sport im Homeoffice

Alles oben Gesagte trifft auch auf Menschen im Homeoffice zu. Egal, ob Sie zeitweilig oder dauerhaft im Homeoffice tätig sind – Sie werden die positiven Auswirkungen von Bürogymnastik direkt spüren. Doch wer für sich allein arbeitet, vermisst vielleicht die vertraute Gemeinschaft, die gemeinsamen Sporteinheiten, den Spaß und die Kommunikation. Das kann auf die Stimmung drücken. Auch hier hilft Sport im Büro: Gemeinsam.

Verabreden Sie sich doch einfach zu Sport im Homeoffice per Videokonferenz. Sie werden sehen, das gemeinsame Auflockern tut Körper und Seele gut, stärkt den Teamgeist und verbessert die Konzentration. Dann fällt es auch leichter, zwischendurch allein zu üben.

Falls Sie sich mit Videokonferenzen noch nicht vertraut fühlen, hilft Ihnen das folgende Video meines Kollegen Marcel Miller:

Marcel Miller mit Expertentipps zur Anwendung von Microsoft Teams im Homeoffice.

Tipp: Lesen Sie auch meinen Artikel „Wie Sie Ihre Videokonferenz erfolgreich durchführen“. Hier zeige ich Ihnen, wie die Kommunikation über diesen Weg, gelingt und der Teamzusammenhalt gestärkt wird.

Sport im Büro: Übungen

Nun möchte ich Ihnen noch einige Übungen vorstellen, die Sie für sich allein oder mit Ihren Kollegen gut in den Büroalltag einbauen können. Sie brauchen dafür wenig Platz und behalten Ihre normale Kleidung an.

Im Sitzen

  1. Für die Augen: Reiben Sie die Handflächen aneinander. Stützen Sie die Ellbogen auf den Schreibtisch. Legen Sie Ihr Gesicht gegen die gewölbten Hände, so dass die Innenflächen Ihrer Hände wie zwei Schalen über Ihren Augen liegen, ohne diese zu berühren. Atmen Sie ruhig und entspannt, genießen Sie dabei die Dunkelheit, die Ihren Augen eine Auszeit von Licht- und Farbreizen schenkt.
  2. Für den ganzen Körper: Strecken Sie die Beine weit von sich, verschränken Sie die Arme hinter dem Kopf. Strecken Sie bewusst jede Region Ihres Körpers. Dehnen Sie den Schulterbereich in Richtung der angewinkelten Arme. Atmen Sie dazu tief ein und aus. Wiederholen Sie die Übung, dieses Mal mit nach oben gestreckten Armen.

    Sport im Büro: Zwischendurch öfter den ganzen Körper durchstrecken
  3. Für den Rücken: Beugen Sie sich nach vorn, bis Ihr Oberkörper auf den Oberschenkeln liegt. Atmen Sie tief in den unteren Rücken hinein und langsam wieder aus. Spüren Sie dabei der Dehnung des unteren Rückens nach.

Im Stehen

  1. Für die Schultern: Stehen Sie aufrecht, lassen Sie die Schultern kreisen: je 5 Mal nach vorn und nach hinten.
  2. Für die Schultern: Ziehen Sie die Schultern bei Einatmen hoch, beim Ausatmen lassen Sie sie fallen.
  3. Für die Wirbelsäule: Verschränken Sie Ihre Hände ineinander, die Handinnenflächen zeigen nach vorn. Strecken Sie Ihre Arme nach vorn, dann langsam nach oben über den Kopf, dann wieder nach vorn. Atmen Sie dabei tief ein und aus.
  4. Behalten Sie die Arme vor sich. Neigen Sie den Oberkörper intensiv nach rechts, dann nach links. Nehmen Sie sich für diese Übung viel Zeit und spüren Sie, wie die Muskelpartien an den Seiten sich dehnen. Atmen Sie jeweils in die gedehnte Seite.

Sie werden sehen, der regelmäßige Sport im Büro oder Homeoffice wird bald eine gute Gewohnheit sein.

Aktuell arbeiten viele Teams unter neuen Bedingungen – räumlich getrennt ziehen sie trotzdem an einem Strang.

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