Tischlein deck dich! Tischlein dreck dich! – So halten Sie Bürokühlschrank und Küche auf Dauer sauber und ordentlich


Immer mehr Firmen stellen ihren Angestellten Utensilien für die Verpflegung zur Verfügung. Bei manchen ist es ein Bürokühlschrank im Gemeinschaftsraum. Woanders ist es eine voll ausgestattete Büroküche, in der von der Kaffeemaschine über die Tiefkühltruhe und den Backofen alles vorhanden ist, was man für Snacks und ganze Menüs brauchen kann.

Was ist das Problem?

Doch geht das längst nicht immer gut. In vielen Firmen fühlt sich nur eine einzige Person dafür zuständig, Ordnung zu halten und für Sauberkeit zu sorgen. Die meisten Angestellten nutzen zwar alles sehr gerne, doch sind Bürokühlschrank und Herd und Mikrowelle bald so hygienisch als stünden sie an einem unbewachten Autobahnparkplatz. Und niemand findet mehr saubere Becher oder Gabeln.
Das sorgt auf Dauer für sehr viel Unmut. Und fragen sie erst einmal die Person, die sich als einzige bemüht, den Dreck nicht überhand nehmen zu lassen!
Am Ende steht der Kühlschrank weitgehend leer, die Küche unbenutzt, weil alle lieber am Schreibtisch vor sich hin krümeln und tropfen möchten, als noch einen einzigen Schritt in diese verdreckte Küche zu setzen oder ihr Joghurt in den verpilzten Kühlschrank zu stellen.

So funktioniert es:

Es bedarf gar nicht so vieler Schritte, und es ist auch überhaupt kein Aufwand, einen Bürokühlschrank oder eine Büroküche sauber und ordentlich zu halten, selbst wenn viele sehr unterschiedliche Menschen sie nutzen.

Längst nicht immer sehen Büroküchen so appetitlich sauber und aufgeräumt aus.

1. Tipp:

Beginnen wir mit einem winzigen Schritt, der enorm viel bewirkt. Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Aktenschrank, in den Sie täglich irgendwelche Papiere hineinlegen, von Bestellungen über Rechnungen bis zu Werbung. Sie stapeln diese Dokumente beliebig übereinander, mal hier was, mal dort was. Da wird sich niemand wundern, dass nichts auffindbar ist, oder?
Nicht anders funktioniert das in dem Bürokühlschrank und der Büroküche. Wenn alle ihr Geschirr, ihr Besteck und ihre Mittagspausensnacks einfach irgendwo hinstellen, dann stehen die Chancen extrem gut, dass niemand mehr irgendetwas wiederfindet. Oder dass sich irgendwer klammheimlich an Ihrem Snack bedient, weil der leicht greifbar im Kühlschrank liegt, während der eigene weiter hinten vergammelt.
Dem können Sie ganz einfach mit Hilfe von Regalbeschriftung beikommen. Ordnen Sie Geschirr und Besteck praktisch und übersichtlich an und beschriften Sie Regale und/oder Türen mit den jeweiligen Inhalten. Teilen Sie sich Ihren Bürokühlschrank mit mehreren, dann kann es hilfreich sein, auch dort für bestimmte Dinge eine Beschriftung anzubringen, z. B. damit gemeinschaftlich genutzte Milch und Butter leicht greifbar und immer am selben Platz stehen.

One-Minute-Lessons kennen Sie schon vom Kopierer oder Drucker.

2. Tipp:

One-Minute-Lessons haben Sie vielleicht schon an Ihrem Drucker und Kopierer angebracht und all den anderen Geräten, vor denen man immer wieder zehn Minuten steht und überlegt, wie herum das Papier nun eingelegt werden muss.
Machen Sie sich diese Mini-Lektionen zunutze, indem Sie z. B. an der Mikrowelle oder der Spülmaschine eine One-Minute-Lesson anbringen. Die macht es denen schwerer, die sich so gerne mit der Ausrede „Keine Ahnung wie das funktioniert!“ um die simpelsten Küchenpflichten drücken. Denn mit Hilfe solcher Lektionen ist die Bedienung dieser Geräte ein Kinderspiel. In meinem Artikel „Kopierer, Drucker, Anrufbeantworter – geh mir weg! Mit leichten One-Minute-Lessons zum effektiven Lernen schwieriger Geräte“ finden Sie mehr zu diesen Lektionen.

3. Tipp:

Und nun entlasten Sie die Person, die sich immer um alles kümmert: Stellen Sie Regeln für die Benutzung des Bürokühlschranks oder der Küche auf. Das mag sich im ersten Moment albern anhören, aber Sie glauben gar nicht, welche Wunder das bewirken kann.
Wir bei Tempus haben diese Regeln „Küchenspielregeln“ genannt (hier können Sie sich eine Vorlage herunterladen), und alle müssen sich daran halten – bei uns und sehr, sehr vielen unserer Kunden funktioniert das hervorragend.
Doch belassen Sie es nicht bei den Küchenspielregeln, denn es kann durchaus dazu kommen, dass die eine Person, die sich um alles kümmert, dies auch hier wieder als einzige tut. Denn irgendwer lässt dann doch immer irgendetwas herumstehen – „Ich war in Eile“, „Die Chefin hat mich gerufen“, „Hab’s vergessen“ gehören zu den typischen Ausreden.
Richten Sie für diese Fälle einen Küchendienst ein (auch hierfür können Sie sich gerne unsere Vorlage herunterladen). Wechseln Sie wöchentlich das Team, das sich um Bürokühlschrank und Küche kümmert, das die letzten Reste wegräumt, die Spülmaschine anstellt und ausräumt, die sauer gewordene Milch entsorgt und neue besorgt usw.
Machen Sie keine Ausnahmen beim Küchendienst. Wer Bürokühlschrank und Küche nutzt, kommt auf den Plan. Denn je mehr mit gutem Beispiel vorangehen, desto mehr werden folgen. Lässt aber doch jemand seinen Kaffeebecher wieder in der Spüle stehen, verstehen andere natürlich nicht, warum sie ihre (oder auch nur seinen) Becher dann wegräumen sollten.

Darauf kommt es an

Bringen Sie System in Ihren Bürokühlschrank und Ihre Büroküche. Es nützt allerdings gar nichts, wenn Sie dieses System einmal aufstellen und dann schleifen lassen. Kontrollieren Sie immer mal, ob alle sich an die Spielregeln halten, ob die One-Minute-Lessons funktionieren, ob die Regalbeschriftung noch klebt, ob der Kühlschrank wirklich sauber ist.

Was der Tipp bewirkt

Auch wenn die, die es gewöhnt waren, dass jemand anderes ihren Dreck wegmacht, diese Maßnahmen übertrieben oder lästig finden sollten – sie bringen Ruhe und Ordnung ins Team, sie unterstützen den Teamgeist, und es wird für alle Beteiligten sehr viel angenehmer, Bürokühlschrank und Küche zu nutzen.

Extra-Tipp

Heute weiß man, dass es für das Arbeiten sehr unproduktiv ist, fettige Pommes und schwere Fleischgerichte zu Mittag anzubieten. Haben Sie einen Tiefkühlschrank für Mittagessen und bieten Sie auch im Bürokühlschrank etwas zu essen an, dann achten Sie auch mal darauf, dass es gesunde Dinge sind. Bestellen Sie nur noch zuckerarme Dinge, wählen Sie auch mal andere Getreide als immer nur irgendwas mit Weizen. Und stellen Sie eine Schale mit frischem Obst auf, auch bei Besprechungen, denn der Fruchtzucker regt das Gehirn an.
Und damit immer genügend Nachschub da ist, legen Sie für alles, was Nachschub braucht, Kanban-Karten an, für die der jeweilige Küchendienst zuständig sein sollte. Laden Sie sich hier ein Praxisbeispiel für Kanban-Karten herunter.

 



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