Smartphone-Sucht: 9 Tipps, die helfen – wenn Sie es übertreiben…


Was hätten Sie lieber: einen gebrochenen Knochen – oder ein kaputtes Smartphone? 46 % der befragten jungen Erwachsenen einer Studie von Adam Alter, Marketing-Professer an der New York University, ziehen den Knochenbruch dem zersplitterten Display vor. Die restlichen 54 Prozent sagten: lieber das Handy – aber die Entscheidung fällt mir schwer.

Ähm…

Wow.

Schlimm!

Oder?

Und die Studie fährt noch mehr schockierende Zahlen auf: So verbringen Menschen danach drei Stunden des Tages an ihrem Smartphone – zuvor, zu Zeiten des „Nur-Handys“ nur 18 Minuten. 70 % der E-Mails werden innerhalb von 6 Sekunden gelesen. Im Prinzip also zwischen zwei Blinzlern. Was das für Konzentration und Arbeitsfähigkeit ausmacht, können Sie unschwer erraten.

Fest steht: Man kann alles übertreiben – und die Smartphone-Sucht grassiert. Wenn Sie sich fragen, wie Sie sich selbst – trotz beruflicher Nutzung und dem Effizienz-Segen, den ein Smartphone mit sich bringt – besser schützen: hier habe ich ein paar Tipps zusammengestellt.

1. Ton ausschalten – besonders „Alarm-Töne“

Ein erster wirkungsvoller Schritt gegen die Smartphone-Sucht ist, die kleinen akustischen Signale auszuschalten, die unsere Aufmerksamkeit fesseln. Schalten Sie Ihr Smartphone einfach mal auf lautlos. Töne gaukeln Ihnen beständig vor: wichtig, wichtig. Oder schalten Sie wenigstens die Benachrichtigungstöne von Apps ab, auf denen viele Nachrichten zusammenlaufen: wie WhatsApp oder Facebook.

2. Bewusst entscheiden

Menschen, die sich nicht mit einem Verbot abgeben, sondern sich bewusst für ein Alternativ-Verhalten entscheiden, haben mehr Erfolg. Sagen Sie sich also nicht: Ich darf jetzt für 1 Stunde mein Smartphone nicht mehr benutzen. Sagen Sie lieber: Ich will jetzt die nächste Stunde nutzen, diese Präsentation zu erstellen. Bewusste Entscheidungen funktionieren viel besser als Befehle – rät die Psychologie.

3. Phasen ohne Handy

Gönnen Sie sich öfter mal Zeiten ganz ohne Smartphone. Zum Beispiel in den Abendstunden. Tun Sie einfach bewusst etwas anderes – im besten Fall nicht gleich wieder auf Ihrem Notebook oder vor dem PC. Lesen Sie ein Buch, spielen Sie ein Brettspiel mit der Familie oder sehen Sie sich gemeinsam einen Film an. Popcorn dazu: fertig. Nur Smartphones müssen leider draußen bleiben.

4. Alternative zurechtlegen – und Vorkehrungen treffen

Legen Sie sich eine konkrete Tätigkeit zurecht, die Sie tun, wenn Sie den Drang verspüren, zum Smartphone zu greifen. Lesen Sie ein paar Seiten in Ihrem Lieblingsbuch. Atmen Sie einfach nur kräftig durch für eine Minute – bei geschlossenen Augen. Oder trinken Sie ein Glas Mineralwasser. Oder treffen Sie weitere Vorkehrungen für bestimmte Szenarien, um der Smartphone-Sucht Herr zu werden.

Zum Beispiel: Sie sind privat zum Abendessen eingeladen? Lassen Sie Ihr Smartphone einfach in Ihrer Jackentasche – und geben Sie die Versuchung gleich mit an der Garderobe aus der Hand. Dann können Sie die Freuden einer angenehmen Unterhaltung von Mensch zu Mensch auch wieder genießen.

5. Apps, die helfen: Kontrolle ist besser

Es gibt Apps, die die Online-Zeit anzeigen – und so auf den aktuellen Smartphone-Konsum aufmerksam machen. So können Sie auch dann einen Überblick behalten, wenn Sie wie üblich tief versunken in Surfen & Co auf Ihren Screen schauen – und die Zeit vergessen.

6. Einfach ausschalten: wenn Sie Wichtiges zu tun haben

Wer wichtige Aufgaben erledigt, braucht Konzentration. Und die gibt es nur, wenn nichts stört – auch nicht das Smartphone. Wenn Sie also eine wichtige Aufgabe erledigen, schalten Sie Ihr Smartphone einfach mal aus. Sie merken schnell – wenn dieser nervtötende Aufmerksamkeits-Magnet einmal wegfällt, wie viel effizienter Sie Ihre „Hausaufgaben“ erledigt haben.

7. Auf echten Wecker „abrüsten“

Ja, ja – Ihr Smartphone kann alles, meins auch. Aber wenn Sie nur die Weckfunktion benötigen, dann tappen Sie schnell in die Falle – und in Sachen Ablenkung mutiert Ihr Smartphone erneut zum Wolf im Schafspelz. Was ist mit dem guten alten Wecker, der Sie zehn Jahre und länger vor dem Smartphone zuverlässig aus dem Bett und ins Büro gebracht hat. Damit vermeiden Sie, als erstes nach dem Aufwachen Ihre E-Mails oder Ihre Einträge in sozialen Netzwerken zu checken. Und das noch vor dem Frühstück. Smartphone-Sucht ade – zumindest morgens.

8. Wiederentdecken: die gute alte Armbanduhr

Wie der Wecker so die Uhrzeit: wie wär’s mit einer neuen Armbanduhr. Sie wissen, dieses Ding am Handgelenk, das man nicht erst vom Tisch oder aus der Hosentasche ziehen muss, um so etwas Einfaches wie die Uhrzeit in Erfahrung zu bringen. Die gute alte Armbanduhr vermeidet so, dass Sie eben nicht nur die Uhrzeit checken – sondern die nächsten 5 Minuten auch alles andere an Ihrem Smartphone, inkl. eine Runde Candy Crush & Co.

9. Last but not least: die Handy-Prothese gegen Smartphone-Sucht

Wenn es Sie ohne Smartphone schüttelt und Ihnen – nicht ganz ernst gemeint – regelmäßig die Schweißperlen auf der Stirn stehen: nutzen Sie eine Smartphone-Prothese. Ja – Sie haben richtig gelesen. Ein Beispiel gibt’s hier zu sehen – funktionieren dürfte aber auch etwas Selbstgebasteltes…

„Das Gehäuse besteht aus schwerem Kunststoff. In der Mitte ist eine Reihe von Howlith-Steinperlen eingelassen, an denen man mit den Fingern entlangfahren kann. Die Perlen simulieren die Display-typischen Gesten: Sie lassen sich rollen und geben so ein ähnliches Gefühl wie ein Handybildschirm.“ heißt es unter: https://www.stein-magazin.de/substitute-phones/

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