Mit dem 3-Säulen-Modell aktiv gegen psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz



Was ist das Problem

Depressionen, Burnout, totale Erschöpfung – solche und ähnliche Krankheitsbilder führen zu immer größeren Krankenständen in deutschen Firmen. Der Anteil psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz wächst und scheint beinahe zu explodieren. Angesichts dieses Zustands wird deutlich, wie wichtig es ist, rechtzeitig gegenzusteuern. Es ist notwendig, der psychischen Erkrankung am Arbeitsplatz vorzubeugen, statt hinterher langwierige Behandlungen durchlaufen zu müssen. Denn diese sind eine enorme Belastung für den Einzelnen, stellen aber auch Unternehmen selbst vor große Herausforderungen.

So funktioniert es

Einer alleine kämpft gegen Windmühlen, wenn er es mit psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz aufnehmen möchte. Zu viele Faktoren, allen voran Stress und Überforderung, sind es, denen wir heute entgegentreten müssen. Wesentlich besser funktioniert das, wenn Sie im Team antreten. Gemeinsam lässt sich dem tosenden Sturm der psychischen Erkrankungen der Wind aus den Segeln nehmen. Wie das geht, erkläre ich anhand der drei entscheidenden Säulen, die Sie brauchen.

Säule 1: Ihr entspanntes Mindset

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Werden Sie sich bewusst, dass Sie Fehler machen dürfen. Das ist der erste Schritt gegen psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz.

Sie selbst als Einzelperson, als vermeintlich kleines Rädchen im Getriebe, sind die erste Säule im Kampf gegen psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz. Denn es ist wichtig, dass Sie bei sich selbst anfangen, bevor Sie eine tragfähige Stütze für andere Kollegen sein können. Wichtig ist, dass Sie zunächst persönlich den Druck reduzieren, der auf Ihnen lastet. Denn Druck erzeugt Stress und Stress kann auf Dauer zu psychischen Erkrankungen wie Burnout führen. Mein wichtigster Tipp ist hier, sich ein starkes Mindset aufzubauen. Stellen Sie sich einfach einmal vor, was im schlimmsten Fall passieren könnte. Das ist meist hals so wild und nimmt eine Menge Druck raus. Wichtiger Teil dieses Mindsets, also Ihrer inneren Einstellung, ist außerdem eine angstfreie Fehlerkultur. Wenn ein Einzelner unter Druck leidet, ist dieser Druck oft hausgemacht und resultiert aus der eigenen Angst vor Fehlern. Diese Angst ist aber absolut unnötig und hat im Büro nichts verloren. Machen Sie sich immer bewusst, dass es nicht schlimm ist, wenn Sie einen Fehler begehen, sondern in jedem Fehler immer auch eine Chance auf Verbesserung liegt. Mit dieser Einstellung kommen Sie deutlich entspannter durch den Tag. Nehmen Sie sich eine Minute Zeit für das nachfolgende Video und leiten Sie den Prozess des Umdenkens ein.

Video Thumbnail

Säule 2: Ihr Team als sicherndes Netz

Ihre eigene Einstellung ist wichtig, diese durchzusetzen aber immer auch von Ihrem Umfeld abhängig. Um psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz die Tür zuzuhalten, brauchen Sie mehr Kraft, als Sie alleine mobilisieren könnten. Zusammenhalt im Team ist hier enorm wichtig. In der Praxis bedeutet das, dass Sie die Aufgabenlast gleichmäßig verteilen, damit nicht ein Einzelner unter seiner Last zusammenbricht. Sorgen Sie für eine Balance, die jeden fordert, aber niemanden überfordert. Essentiell wichtig ist es, klare Zuständigkeiten zu verteilen. Nicht Herr Maier ist für alles zuständig, sondern Herr Maier, Frau Schweder und Frau Herzog teilen sich die Aufgaben. Besprechen Sie im Team, wer welchen Part übernimmt und halten Sie die Zuständigkeiten schriftlich fest. Dies können Sie beispielsweise mit einer strukturierten Zuständigkeitsliste tun, wie Sie sie hier im Download-Center finden. 10 Aufgaben durch 10 sind keine Last, 10 Aufgaben für einen allein aber der sicherste Weg in die völlige Überlastung.

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Nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf andere achten, gehört zur Vorbeugung der psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz.

Säule 3: Vorgesetzte in die Pflicht nehmen

Ein starker Zusammenhalt im Team und selbstbewusste, achtsame Mitarbeiter halten gemeinsam vielen Belastungen und Anforderungen Stand. Wenn nun noch eine dritte stabilisierende Säule hinzutritt, stehen Sie im Kampf gegen psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz auf festem Boden. Wer in Ihrer Allianz nicht fehlen darf, ist der Chef, Abteilungsleiter und Vorgesetzte. Denn Vorgesetzte sind bereits per Gesetz dazu angehalten, Risikofaktoren für psychische Belastungen im Büro zu vermindern. Hierzu lohnt es sich, eine eigene Gefährdungsbeurteilung anzulegen, die die Schwachstellen Ihres Unternehmens aufzeigt und möglichst minimiert. Hier wird beispielsweise notiert, wenn bestimmte Abläufe so sehr haken, dass sie zur Überlastung einer Schnittstelle führen. Oder, wenn irgendwo Fließbandarbeit geleistet werden muss, die so nicht zu bewältigen ist. Allen Vorgesetzten empfehle ich unbedingt, sich genauer über die wichtige psychische Gefährdungsbeurteilung zu informieren. Nicht nur, um Ihrem gesetzlichen Auftrag gerechtzuwerden, sondern auch um die Mitarbeiter zu entlasten. Was Sie in jedem Fall wissen sollten, habe ich in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst. Für Mitarbeiter ist es darüber hinaus wichtig, bei Schwierigkeiten das Gespräch zu suchen. Denn gemeinsam fidnet sich eigentlich immer eine gute Lösung, um Druck zu reduzieren.

Kämpfen Sie nicht allein gegen Windmühlen, sondern teilen Sie sich die Last im Team! Klick um zu Tweeten

Darauf kommt es an

Versuchen Sie nicht alleine gegen Windmühlen zu kämpfen – es wird Sie umwerfen. Gerade Themen, die mit Überlastung und hohem Druck zu tun haben, bekommen Sie gemeinsam besser in den Griff. Verstehen Sie die Vorbeugung psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz daher immer als Teamaufgabe.

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Gemeinsam gegen psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz. So und nicht anders gelingt es.

Was der Tipp bewirkt

Im besten Fall stärkt eine gute Zusammenarbeit den Zusammenhalt im Team und hilft zu verhindern, dass ein Einzelner unter Stress und Leistungsdruck krank wird. Achtsamkeit mit sich selbst, sowie den Kollegen und Mitarbeitern gegenüber ist eine der besten Maßnahmen, negativen Stress zu vermeiden.

Und Sie?

Nicht nur der Zusammenhalt hilft, sondern auch ganz praktische Kniffe erleichtern den Alltag und reduzieren den Stress. Ein ganzes Feuerwerk praxistauglicher Tipps zum sofortigen Start finden Sie in meinem Ratgeber „Für immer aufgeräumt – auch digital“. Übrigens auch ein tolles Geschenk fürs Bücherregal des ganzen Teams.

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Nutzen Sie meine Praxistipps, um Druck zu reduzieren und psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz vorzubeugen.



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