So kommen Sie als Perfektionist auch mal zur Ruhe!



Als Perfektionist ist man dauernd bedacht, alles so gut zu machen, dass es den eigenen Ansprüchen genügt. Doch ist das auf Dauer extrem anstrengend und kann sehr leicht zum Burnout führen. Perfektionisten sollten deshalb besonders gut auf sich achten. Wie kann das im Unternehmen gehen?

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Der Perfektionist kann sehr leicht an einem Burnout erkranken – beugen Sie frühzeitig vor!

Als Perfektionist mal zur Ruhe kommen – so geht’s!

Als Perfektionist kommt man gar nicht so leicht zur Ruhe. Hier muss noch nachgebessert werden, weil es nicht perfekt ist. Dort muss etwas geprüft werden, damit es auch wirklich perfekt ist, wenn es rausgeht. Und der Tag hat einfach nicht genügend Stunden, um das alles zu schaffen.
Als Perfektionist muss man sich schon zur Ruhe zwingen (lassen), und selbst dann stellt sich Entspannung kaum ein. Wie also kann das gehen, als Perfektionist auch mal wirklich zur Ruhe zu kommen?

Setzen Sie Ihr Team perfekt ein

Mitarbeiter können an Stellen, für die sie ausgebildet sind, ineffizienter und unproduktiver sein als an anderen Stellen. Dies hängt mit ihren Fähigkeiten, mit ihrer Ausbildung, aber auch mit ihren Interessen zusammen. Filtern Sie diese heraus, zum Beispiel im Rahmen einer Mitarbeiterbeurteilung, und setzen Sie Ihre Leute entsprechend besser ein. Arbeiten alle in Ihrem Team an der für sie perfekten Stelle, sind die Chancen, dass sie nicht nur effiziente, sondern auch effektive Arbeit leisten, erheblich höher als vorher.

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Stellen Sie klare Kommunikationsregeln auf

Die meisten Fehler entstehen durch Personal in den falschen Jobs und durch schlechte Kommunikation. Es kann Perfektionisten erhebliche Erleichterung verschaffen, wenn Sie klare Kommunikationsregeln aufstellen und sichergehen, dass Ihr Team sie beherzigt. Denn dann wissen Sie: Es läuft. Auch, wenn Sie einmal nicht da sind. Mehr dazu finden Sie hier.

Erstellen Sie Vertreterregeln

Ist jemand im Betrieb krank oder im Urlaub, kann es zu Chaos oder unerledigten Aufträgen kommen, weil sich niemand darum gekümmert hat, wer für wen einspringt. Erstellen Sie deshalb Vertreterregeln für das gesamte Team. Eine Vorlage für Ihre Vertreterregelung können Sie hier herunterladen.
Bauen Sie durch eine klare Arbeits- und Ablagestruktur vor und schaffen Sie alle Voraussetzungen für einen reibungslosen Übergang im Fall eines Falles. Ist dann jemand geplant oder ganz überraschend nicht am Arbeitsplatz, kann diese Vertreterregelung sofort greifen, und die Vertretung benötigt nicht tagelange Einarbeitung, um vorübergehend zu übernehmen.

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Laden Sie sich hier die Aufbewahrungsfristen herunter.

Räumen Sie auf – die ganze Firma

Sorgen Sie dafür, dass alle Büros und Räume Ihrer Firma aufgeräumt sind. Und mit „aufgeräumt” meine ich, dass es z. B. eine gemeinsame Ablagestruktur gibt, dass das, was den Aufbewahrungsfristen unterliegt, im Archiv (analog und digital) untergebracht wird und das, was laufend benötigt wird, eine klare, übersichtliche Struktur bekommt, die alle verstehen und anwenden können.
Sollten nun Sie selbst einmal oder Ihre Mitarbeiter aufgrund von Urlaub, Dienstreisen oder Krankheit nicht am Arbeitsplatz sein, müssen die anderen nicht lange nach wichtigen Dokumenten suchen, sondern können sich sofort mit einem Blick orientieren. Das spart Zeit, und es erspart den Perfektionisten sehr viel Anspannung und Unruhe.

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Ein Perfektionist braucht Regeln – auch und gerade für den Urlaub.

Sorgen Sie gut für sich selbst

Perfektionisten sind bei der Arbeit sehr genau, doch wenn es um sie persönlich geht, lassen sie oft nach. Möglicherweise sind im Kleiderschrank die Hemden nach Farbe und Materialdicke geordnet und gelabelt, aber das Essen wird am Imbiss gekauft und auf der Autofahrt gegessen. Währenddessen liegt die nie genutzte Mitgliedschaft im Fitnessstudio in der Schublade.
Stellen Sie deshalb neue Regeln für sich selbst auf, mit denen Sie sich von nun an besser um sich selbst kümmern werden. Kaufen Sie nur hochwertige Lebensmittel, kochen Sie Ihr Essen selbst, essen Sie es in Ruhe. Nehmen Sie sich immer Zeit für Sport und Entspannung, und nehmen Sie sich freie Zeit für die Familie. Gerade die Unplanbarkeit im Freundes- und Familienkreis sind ein wichtiger Gegenpol für den Perfektionismus, der sonst den Alltag bestimmt.

Stellen Sie neue Freizeit- und Urlaubsregeln für sich auf

Unternehmerinnen und Unternehmer, die noch im Urlaub ständig Anrufe tätigen und E-Mails schreiben, sind nicht nur für ihre Reisebegleitung eine Belästigung. Sie sind es auch für sich selbst. Sie erwarten von ihren Angestellten, sich in ihrer Freizeit und im Urlaub ausreichend zu erholen, um fit für die Arbeit zu sein, tun selbst aber nichts dergleichen.
Stellen Sie sich daher Regeln auf, die beinhalten, wann das Handy ausgeschaltet bleiben muss und wann Sie aktiv etwas für Ihre Entspannung tun. Machen Sie feste Termine für Yoga, Meditation oder Pilates, denn hier lernen Sie, anders als bei den meisten anderen Sportarten, wie Sie besser mit Ihrem Hang zur Perfektion umgehen können. Sie werden mit der Zeit sehen, dass Sie sich immer mehr entspannen und tatsächlich auch einmal zur Ruhe kommen.



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