Mit Perfektion und Achtsamkeit: Das kleine Einmaleins für Perfektionisten!



Perfektionisten erwarten eine Menge von ihren Angestellten. Oft erwarten sie wesentlich mehr, als die jemals geben können. Und sind in der Folge ständig unzufrieden: Nichts ist gut genug, weder das, was die anderen tun, noch das, was sie selbst tun. Das sorgt bei allen für Unruhe und Unmut. Und es sorgt für zu viel Druck, der zum Burnout führen kann.

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Zu hohe Anforderungen durch Perfektionisten sorgen für zu viel Druck.

Wie Perfektionisten ihren Anspruch sinnvoll nutzen können

Es ist völlig in Ordnung, hohe Ansprüche zu haben. Schließlich ist es wichtig, sich möglichst weit und langfristig von der Konkurrenz abzusetzen und die Kundschaft zufriedenzustellen. Doch häufig setzen Perfektionisten diese Ansprüche nicht sinnvoll an oder sogar an den falschen Stellen. Sie lassen aber an anderen Stellen ein Laisser-faire zu, wo ein bisschen mehr Perfektion durchaus angebracht wäre. Was können Sie da tun?

Forschen Sie nach den wahren Gründen für mangelnden Perfektionismus

Es ist sehr leicht zu denken: Der ist halt einfach nur zu faul/zu doof dazu, wenn ein Mitarbeiter in den Augen von Perfektionisten versagt. Dabei liegen die Gründe in den meisten Fällen ganz woanders.
Sie liegen unter anderem darin, dass die Angestellten nicht ihren tatsächlichen Fähigkeiten gemäß eingesetzt werden, sodass sie gar keine perfekten Leistungen abliefern könnten, selbst wenn sie wollten. Oft fehlen auch andere Voraussetzungen: es mangelt an sinnvollen Fortbildungen, die Büro-Spielregeln sind chaotisch, die Strukturen sind zu starr, es herrscht Angst Fehler zu machen oder es wird nicht auf den Menschen geachtet, sondern allein auf sein Funktionieren.
Finden Sie deshalb zunächst heraus, welche Gründe vorliegen, warum jemand Ihrem Perfektionsanspruch nicht genügt.

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Werden Angestellte ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt, steigen Effektivität und Laune zugleich.

Setzen Sie Ihre Mitarbeiter ihren Fähigkeiten entsprechend ein

Nicht immer sind die Berufs- oder Studienabschlüsse, die Ihre Mitarbeiter auf dem Papier vorweisen, auch wirklich das, was sie am besten können. Ein Einzelhandelskaufmann kann sich möglicherweise viel besser in der Entwicklungsabteilung entfalten als im Verkauf. Und eine Kommunikationswissenschaftlerin ist vielleicht viel besser in der Geschäftsführung als im Marketing.
Um herauszufinden, wo die wahren Interessen und Fähigkeiten Ihrer Angestellten liegen, erstellen Sie ein Wissensprofil von ihnen. Sie können sich gerne unser grundlegendes Wissensprofil für das Büro hier herunterladen. Mehr dazu finden Sie hier.
Haben Sie mehr Klarheit über Ihr Personal gewonnen, sollten Sie die Mitarbeiter entsprechend ihren Fähigkeiten, im besten Fall auch entsprechend ihren Interessen, einsetzen. Brechen Sie dafür ruhig auch mal alte Strukturen auf, die unflexibel waren und Kreativität, Motivation und Fortschritt verhindert haben.

Schaffen Sie die Voraussetzungen für Höchstleistungen

Im Chaos kann so gut wie niemand Höchstleistungen bringen. Sorgen Sie deshalb dafür, dass die nun ideal eingesetzten Mitarbeiter auch die äußeren Voraussetzungen dafür haben, ihre bestmögliche Arbeit abzuliefern. Fangen Sie damit an, die Büros von überflüssigen, erdrückenden Altlasten wie Archivakten  zu befreien. Finden Sie eine perfekte Struktur für Ihre Ablage , sowohl analog als auch digital.
Hier sollte aber nicht Ihr persönlicher Perfektionisten-Maßstab gelten. Bedenken Sie, dass die Voraussetzungen für die Mitarbeiter perfekt sein müssen, also diejenigen, die damit arbeiten und umgehen müssen – da kann es manche Differenz geben. Besprechen Sie also mit Ihrem Team, wie Sie und Ihre Mitarbeiter sich das vorstellen und bleiben Sie dabei flexibel.

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Ein positiver, konstruktiver Umgang mit Fehlern lässt Perfektionisten sich entspannen.

Führen Sie eine neue, moderne Fehlerkultur ein

Wer für Perfektionisten arbeitet, hat oft Angst Fehler zu machen. Und deshalb passieren Fehler tatsächlich öfter als sie müssten. Führen Sie deshalb eine neue, moderne Fehlerkultur ein. Denn nur die kann tatsächlich dazu beitragen, dass die Arbeit und das Handeln Ihrer Angestellten Ihrem Perfektionismus-Anspruch genügen können.
Lesen Sie mehr zu dieser Fehlerkultur hier.

Lernen Sie, achtsam zu sein – mit sich selbst und den anderen

Perfektionismus bedeutet oft, dass man die eigenen Bedürfnisse und Wünsche hintenan stellt. Dass man möglichst perfekt funktioniert, damit alle Ergebnisse möglichst perfekt sind. Bis das eines Tages nicht mehr geht. Damit Sie und Ihre Mitarbeiter nicht an einem Burnout erkranken, sollten gerade Perfektionisten frühzeitig lernen, achtsam zu sein, und zwar mit sich selbst genauso wie mit anderen.
Achtsam zu sein bedeutet, neben einigem anderen, Grenzen zu beachten, also keine Grenzen zu überschreiten. Es bedeutet, die eigene Gesundheit genauso wichtig zu nehmen wie den eigenen Kontostand oder den TÜV. Es bedeutet auch, einen respektvollen Umgang miteinander zu pflegen, der genauso von Offenheit und Ehrlichkeit geprägt ist wie von Höflichkeit und Diplomatie.

Mit diesem kleinen Einmaleins für Perfektionisten können Sie Ihr gesamtes Team auf ein ganz neues Level hieven, das die Leistungen aller effektiver und besser werden lässt. Dabei werden Sie nicht nur die Mitarbeiter enger an Ihr Unternehmen binden, sondern auch Ihren Ruf als effizientes, verlässliches Unternehmen verbessern und die Qualität Ihrer Arbeit steigern können. Also alles, was sich Perfektionisten an der Unternehmensspitze so wünschen.



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