Ist Ihr Glas immer halb leer? Mit diesen 5 Tipps werden Sie zum Optimisten



Sie kennen sicher den Spruch: Für Pessimisten ist das Glas halb leer, für Optimisten ist es halb voll. Optimisten schauen auf das, was vorhanden ist; Pessimisten konzentrieren sich auf das Fehlende. Kein Wunder, denn immer wieder passieren einem selbst oder anderen Fehler; nichts scheint perfekt zu sein, obwohl man sich doch so sehr bemüht.

Dabei lebt es sich mit Optimismus viel besser: Man schaut eher auf die Erfolge als auf die Misserfolge und hat damit weniger Stress. Die Folge: Optimisten sind tatsächlich gesünder. Sie orientieren sich auf Lösungen und erschließen sich damit eine Quelle der Zuversicht.

Sie meinen, Optimisten haben eben ein sonniges Gemüt? Das ist wahr, doch eine optimistische Grundhaltung können wir alle erlernen. Sie glauben, das wird sowieso nichts? Dann setzen Sie sich doch einfach über diesen Pessimismus hinweg und testen „ganz unverbindlich“ die folgenden Tipps.

Tipp 1: Erfolge messen

Erfolge lösen Glücksgefühle aus, deshalb lieben wir sie. Doch woran erkennen Sie eigentlich einen Erfolg? Falls Sie diese Frage merkwürdig finden, dann notieren Sie doch einmal Ihre Erfolge der letzten 12 Monate. Und schreiben Sie jedes Mal dahinter, warum Sie das Ereignis als Erfolg ansehen. Wahrscheinlich fällt Ihnen dann auf, dass Sie jedes Mal ein Ziel erreicht haben. Ob Sie es nur im Kopf oder auch schriftlich formuliert haben – Erfolge lassen sich an Zielen messen.

 

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Ziele machen optimistisch. Gemeinsame Ziele machen stark.

 

Wenn Sie nun mehr von den Erfolgs-Glücksgefühlen möchten, dann arbeiten Sie doch ab jetzt mit Zielen. Falls sich jetzt der Pessimist in Ihnen meldet und meint, ein Ziel allein macht noch keinen Erfolg, dann hat er recht. Formulieren Sie ein „smartes“ Ziel mit folgenden Eigenschaften:

S – Spezifisch: Was genau wollen Sie erreichen und wie?
Legen Sie Ihre Zielmarke verbindlich fest, zum Beispiel: Ich will meinen Umsatz um 10 Prozent erhöhen. Dafür baue ich die Werbung aus, um neue Kunden zu gewinnen.

M – Messbar: Woran erkennen Sie, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben?
Werden Sie konkret: „Mehr Umsatz machen“ ist eine Tendenz; „5 neue Kunden gewinnen“ ist ein Ziel.

A – Attraktiv: Was verbessert sich durch das Erreichen Ihres Ziels?
Die Attraktivität Ihres Ziels bestimmt die Motivation: Mehr Umsatz bedeutet mehr Gewinn und ermöglicht die Investition in ein neues Firmengebäude.

R – Realistisch: Können Sie die beabsichtigten Schritte zum Erreichen Ihres Ziels realisieren?
Um mehr Umsatz mit neuen Kunden zu generieren, würden Sie den Markt analysieren und Ihr Werbebudget aufstocken. Eventuell beauftragen Sie einen spezialisierten Dienstleister. Die Mittel hierfür müssen Sie bereitstellen können.

T – Terminiert: Bis wann wollen Sie das Ziel erreicht haben?
Setzen Sie sich einen konkreten Termin, zum Beispiel: 12 Monate. Nur so können Sie die entsprechenden Schritte sinnvoll planen und auch Zwischenbilanz ziehen.

 

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EIN ZIEL IST EIN TRAUM MIT TERMIN.

 

Kurz-Tipp für Optimisten: Setzen Sie sich Zwischenziele. Diese sind wie Orientierungspunkte auf einem langen Wanderweg. Außerdem ermöglichen sie, jeweils eine kurze Zwischenbilanz zu ziehen: Ist der eingeschlagene Weg richtig, haben sich die Schritte bereits bewährt? Oder gilt es, neue Strategien zu entwickeln, um dem Ziel näherzukommen?

Mehr zu diesem Thema finden Sie in meinem

Lese-Tipp für Zielefinder: In meinem Artikel Ziele finden – Eine Anleitung zum Erfolg zeige ich Ihnen, wie Optimisten ihre Ziele ins Bild setzen und warum Sie Verbündete rechtzeitig ins Boot holen sollten.

Tipp 2: Die besten Freunde pflegen

Was halten Sie eigentlich von Freundschaft? Sind eher diejenigen Ihre Freunde, die Ihnen in jeder Situation schmeicheln oder diejenigen, die Ihnen zeigen, wo Sie sich verbessern können? Wenn sie bisher den Schmeichlern eher zugetan waren, dann schauen Sie doch jetzt einmal auf die Verbesserer. Wer das ist? Das sind Ihre Fehler und die Ihrer Kollegen. Wie jetzt: Fehler? Fehler tragen dazu bei, aus einem Pessimisten einen Optimisten zu machen? Ja genau und zwar so:

Nehmen Sie Fehler nicht mehr persönlich. Egal, ob Ihnen selbst oder einem Mitarbeiter der Fehler unterlaufen ist – trenne Sie den Fehler von der Person. Denn so richten Sie Ihren Blick auf die Ursachen des Fehlers: Lag es an der Organisation des Ablaufs, wurde ein Termin nicht notiert, passt der Platz für einen bestimmten Gegenstand nicht?

Dann – und jetzt kommt‘s – können Sie sofort an die Behebung der Fehlerursache gehen. Fragen Sie, wie im Kaizen praktiziert, fünf Mal „Warum“, und lassen Sie sich überraschen, welche Verbesserung sich daraus ergibt.

Wenn Sie das ein paar Mal erlebt haben, werden Sie Fehler nur noch mit den Augen des Optimisten sehen: Als Freunde, die Ihnen verborgenes Potential zur Verbesserung aufzeigen – egal, ob privat oder beruflich.

Kurz-Film-Tipp: Der Umgang mit Fehlern im Unternehmen ist mir sehr wichtig, deshalb habe ich es in meinen Video-Podcast aufgenommen:

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Optimisten sehen Fehler als Ihre Freunde an.

 

Tipp 3: Neue Besen ausprobieren

Nicht nur Fehler sind ein Hinweis auf Möglichkeiten der Veränderung. Im Alltag ergeben sich noch mehr Chancen, Neues auszuprobieren. Das wissen auch kluge Chefs und installieren ein betriebliches Vorschlagswesen. Dazu gehört gar nicht viel Aufwand, schauen Sie mal:

Sie brauchen:

  • Freude daran, das Potential der Mitarbeiter zu wecken.
  • Eine Definition, was als Verbesserungsvorschlag dient.
  • Eine Vorlage, die Ihren Mitarbeiter das Formulieren der Idee erleichtert.
  • Einen gut platzierten Briefkasten für die Vorschläge.
  • Wöchentlich etwas Zeit, um die Vorschläge auszuwerten.
  • Ein Prämiensystem, das gerecht und transparent ist.

Das klingt aufwendig, finden Sie? Dann nutzen Sie doch unsere praktischen Erfahrungen und Tipps, zusammengefasst in meinem

Lese-Tipp für Verbesserer: In meinem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie die Expertise Ihrer Mitarbeiter nutzen und Den Ideen ein Zuhause geben.

 

Optimisten sind offen für Veränderungen.

 

Tipp 4: Kleine Schritte führen auch voran

„Rom wurde nicht an einem Tag erbaut“ – den Ausspruch kennen Sie bestimmt. Falls Sie ihn für eine Binsenweisheit halten, schauen Sie einmal bei sich selber: Sind Sie bereit, kleine Schritte zu gehen und sich auch an Zwischenerfolgen zu freuen? Falls Ihnen das noch schwerfällt, dann nehmen Sie doch den folgenden Tipp mit, um sich von einem Pessimisten zum Optimisten zu verwandeln:

Praxis-Tipp: Ein Erfolgstagebuch hilft Ihnen, den Blick bewusst auf das Erreichte zu lenken, sei es auch noch so „unbedeutend“. Nehmen Sie ein schönes Notizbuch oder legen Sie auf Ihrem Computer eine eigene Datei an. Notieren Sie täglich mindestens drei Dinge, die Ihnen gut gelungen sind. Das können große Vorhaben sein, wie „Die Präsentation lief sehr gut“ oder kleine Ereignisse wie „Mit dem Kollegen aus dem Büro nebenan endlich mal wieder einen Gedankenaustausch gehabt“. Auch private Dinge können Sie hier aufnehmen: „Mit meinem Sohn eine halbe Stunde Fußball gespielt“ ist auch ein Erfolg, denn Sie haben gemeinsam ein schönes Erlebnis gehabt.

Tipp 5: Auszeiten einrichten

Schon Ovid wusste: „Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer“. So gesehen gehören Pausen zum Optimismus, denn sie schenken uns neue Kraft für unsere Vorhaben. Sie meinen, das ist leichter gesagt, als getan, denn gerade im Büroalltag sind Auszeiten oft nicht machbar und Sie können selbst Ihren Urlaub kaum beruhig genießen? Dann empfehle ich Ihnen meinen

Lese-Tipp für Kurz-Pausen: Hier finden Sie einfache und sehr praktische Tipps, zum Beispiel, wie Ihr Urlaub zur erholsamen Auszeit so dass Sie Ihren Optimismus schon bald wiederfinden: Warum Pausen die Arbeit beflügeln.

Übrigens kann auch ein ermutigendes Zitat Ihre Stimmung wieder optimistischer gestalten. Hier teile ich Meine geheimen Inspirationen mit Ihnen.

Und Sie?

Es gibt viele Möglichkeiten, zum Optimisten zu werden. Welche haben sich für Sie bewährt? Schreiben Sie mir oder hinterlassen Sie einen Kommentar unter diesem Artikel, ich freue mich darauf!

 

Zum Weiterlesen

Oft sind wir pessimistisch, weil die Arbeit uns zu überfluten scheint und die Übersicht verloren geht. Wenn es auch Ihnen so geht, und Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, dann nutzen Sie doch meinen

Kurz-Film-Tipp:

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So arbeiten Optimisten: Der Schreibtisch ist immer aufgeräumt.

Wenn Sie den Umgang mit Ihren Freunden, den Fehlern, verbessern wollen, dann empfehle ich Ihnen meinen Artikel Perfektionismus ade. Hier erfahren Sie, warum Perfektionismus Stillstand bedeutet und wie Sie die Angst vor Fehlern in gute Ideen umwandeln.

Optimismus fällt schwer, wenn man erschöpft ist und „kein Land mehr sieht“. Wie Sie es gar nicht erst dazu kommen lassen, zeige ich Ihnen in meinem Artikel Den Schwelbrand rechtzeitig löschen.



Auf der Suche nach mehr Tipps zum Themenschwerpunkt: Arbeitsplatz? Wir haben die wichtigsten Erfolgsstrategien zum Thema “persönlicher Arbeitsplatz” aufbereitet. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!


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