Nie mehr ohne: Ideensammlung für alle Fälle



Ideen sind eigenwillige kleine Geschöpfe: Sie schauen kurz vorbei und ziehen sich ebenso rasch wieder zurück, noch ehe wir sie greifen können. Andere wieder setzen sich hartnäckig in unseren Gedanken fest – und wenn wir endlich auf sie zugreifen wollen, finden wir nicht mehr als ein paar Fragmente vor.

Wenn wir die Ideen jedoch händeringend herbeirufen, um ein Projekt auf originelle Weise auf den Weg zu bringen, bleiben sie hartnäckig fern.

Damit ist nun Schluss: Hier zeige ich Ihnen, wie Sie eine Ideensammlung anlegen und ständig erweitern. Und Sie erfahren, mit welchen Kreativitätsmethoden Sie den Ideenfluss ins Sprudeln bringen.

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Lösungen für später finden Ihren Platz in der Ideensammlung.

Sicher ist sicher: Ideen festhalten

Sie kennen das: In der Supermarktschlange, in der S-Bahn, im Wartezimmer des Zahnarztes – Ideen suchen sich oft merkwürdige Gelegenheiten aus. Dann ist es gut, Notizbuch und Stift bei sich zu haben, um den spontanen Besucher gleich festzuhalten. Denn eine Minute später können wir schon wieder abgelenkt sein, so dass er sich zurückzieht.

Doch was eignet sich für das spontane Notieren von Ideen? Einfach alles, was Ihnen zusagt. Zum Beispiel ein dünnes Heft im A6-Format und ein kleiner Bleistift. Oder die freien Seiten Ihres Timeplaners und der zum Buch passende Stift.

Sie mögen es lieber digital? Dann empfehle ich Ihnen OneNote, denn hier können Sie Ihre Ideen sammeln, ordnen, speichern und später ausdrucken – ganz nach Belieben. Sogar das Teilen der Ideen mit Ihren Kollegen ist möglich. Wenn Ihnen OneNote noch nicht vertraut ist, empfehle ich Ihnen meinen
Kurz-Film-Tipp: So einfach legen Sie ein Notizbuch für Ihre Ideensammlung an:

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Ein One-Note-Notizbuch für Ihre Ideensammlung.

Nice to have: Ideensammlung im Ordner

Wenn Notizen kein Zuhause haben, gehen wertvolle, originelle und nützliche Ideen einfach verloren. Deshalb bietet es sich an, einen Ideenordner anzulegen. Sie können dafür einen digitalen oder analogen Ordner nutzen. Viele Büroarbeiter und Kreative nutzen auch beide Varianten; je nachdem, in welcher Form sie die jeweilige Idee gerade festhalten wollen.

Hier fünf Tipps, mit denen Ihre Ideensammlung im digitalen oder analogen Ordner gelingt:

  • 1. Nutzen Sie keinesfalls die Aufgabenliste für Ihre Ideen, denn Ideen haben keinen festen Termin, Aufgaben jedoch schon.
  • 2. Arbeiten Sie mit Kategorien: Im Analogen Ordner haben sich Einlegeblätter bewährt, die mit der jeweiligen Kategorie beschriftet sind. Ein Inhaltsverzeichnis als erstes Blatt erleichtert die Übersicht.
  • 3. Im digitalen Ordner können Sie Unterordner mit einem oder mehreren Dokumenten anlegen Überlegen Sie sich einheitliche Bezeichnungen für die Dokumente. Sechs Tipps dazu finden Sie in meinem Artikel Hier liegen Sie richtig.
  • 4. Haben Sie zu einer Idee im digitalen Ordner ebenfalls Materialien im analogen Ordner abgelegt, machen Sie jeweils eine Notiz, wo sich das passende analoge und das digitale Material befinden.
  • 5. Was man notiert hat, kann man leicht vergessen. Deshalb empfehle ich Ihnen: Sichten Sie Ihre Nice-to-have-Ordner regelmäßig. So vermeiden Sie, dass Ihre Ideensammlung zu einem Ideenfriedhof wird.

Doch was, wenn sich Ideen gar nicht einstellen wollen? Dann gilt es, etwas nachzuhelfen:

Walt-Disney-Methode: Die Ideen sprudeln lassen

Manchmal blockieren wir unsere Ideen selbst: „Das funktioniert nie. Das ist zu teuer. Das ist zu kompliziert”.
Kein Wunder, dass die Ideen die Flucht ergreifen, wenn sie mit einem solchen Kritikhammer weggeschlagen werden. Allerdings ist manch eine Idee eine bloße Illusion und Einwände sind berechtigt. Was also tun?

Hier können wir lernen von einem der berühmtesten Kreativen: Walt Disney. Er war – so sein Berater Robert B. Dilts – zugleich Träumer, Kritiker und Realist. Robert B. Dilts ließ sich von ihm zu einer überraschend gut funktionierenden Kreativmethode inspirieren. Und so geht’s:

  • 1. Wenn Sie eine Ideensammlung anlegen, nehmen Sie zuerst die Rolle des „Träumers“ ein. Der Träumer darf alles äußern, was ihm einfällt. Geben Sie sich zehn Minuten oder mehr, um alle Ideen zu einem Thema völlig ungefiltert zu notieren.
  • 2. Nun meldet sich der „Kritiker” ihn Ihnen zu Wort: Notieren Sie alle Einwände, die Ihnen zu den gesammelten Ideen einfallen. Jedes noch so kleine „Ja, aber” wird jetzt festgehalten.
  • 3. Zuletzt tritt der „Realist” auf den Plan ab: Wägen Sie alle Für und Wider zu den Ideen ab und filtern Sie diejenigen heraus, die sich aktuell oder später umsetzen lassen.

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Ideensammlung im Team nach der Walt-Disney-Methode.

Tipp: Diese Methode lässt sich auch gut in Gruppen anwenden. Hier werden zwei Mal die Rollen getauscht, so dass jedes Gruppenmitglied jede der drei Rollen einnimmt.

Und Sie?

Wie handhaben Sie Ihre Ideensammlung? Schreiben Sie mir oder hinterlassen Sie einen Kommentar, ich freue mich darauf.



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