Ein Zuhause für Ihre Ideen: Der „Nice to have“-Ordner



Sie haben eine Idee, die Sie bei Gelegenheit umsetzen möchten. Ihr Kollege hat Ihnen eine Broschüre mit einer interessanten Methode gezeigt und im letzten Newsletter war ein Thema, das Sie baldmöglichst aufgreifen möchten. Doch wohin mit den Ideen? Sie kleben einen Post-it-Zettel an den Bildschirm, der Newsletter bleibt als Gedankenstütze in der Inbox stehen und die Broschüre kommt auf den Stapel auf den Schreibtisch. Dabei geht es viel effizienter: Mit einem „Nice to have”-Ordner.

nice to have ordner anlegen
Sammeln Sie im "Nice to have"-Ordner alle Ideen – digital oder analog.

Das Problem: Die Aufgabenliste ist keine Ideen-Sammlung

Ideen müssen festgehalten werden, bevor man sie vergisst. Aber wer seine Inspirationen an drei verschiedenen Stellen sammelt, verliert bald die Orientierung. Eine übersichtliche Alternative ist es, Ideen in der Aufgabenliste in Outlook zu speichern. Aber die wenigsten Ideen ziehen gleich eine konkrete Aufgabe nach sich. Oft dauert es einige Zeit, bis eine Idee überhaupt aufgegriffen werden kann. Bis dahin besteht die Gefahr, dass die Aufgabenliste immer länger und unübersichtlicher wird.

Tipp Nr. 1: Der „Nice to have”-Ordner

Legen Sie in Ihrem Aufgabenordner einen Unterordner „Nice to have” an. Alternativ können Sie den Ordner auch schlicht „Ideen” nennen. In diesen schieben Sie alle Ideen und Aufgaben, die Sie irgendwann angehen wollen.

Tipp Nr. 2: Platz für analoge Materialien

Vielleicht gibt es zu den Ideen im „Nice to have” Ordner analoge Materialien wie Flyer, Broschüren etc. Stecken Sie diese in einen Karton, eine Hängemappe oder eine Heftbox. Schreiben Sie „Nice to have” darauf und setzen Sie in Ihrem digitalen Ordner einen Vermerk auf die analogen Unterlagen.

Tipp Nr. 3: Fälligkeitsdatum festlegen

Geben Sie Ihren Ideen ein fiktives Fälligkeitsdatum, das weit in der Zukunft liegt, zum Beispiel „100. Geburtstag“. Dann erscheinen Ihre Ideen in der Vorgangsliste ganz unten.

Tipp Nr. 4: Ordner regelmäßig ausmisten

Misten Sie Ihren „Nice to have”-Ordner regelmäßig aus, damit er nicht zum Ideengrab wird. Sie können das zum Beispiel im Rahmen der Wochen- oder Monatsplanung machen. Ideen, die Sie umsetzen möchten, können Sie einfach in Ihren nächsten Planungsabschnitt übernehmen. Ich persönlich nutze hierfür gerne Wartezeiten und Bahnfahrten. Ideen, die älter als sechs bis zwölf Monaten sind und auch noch nicht umgesetzt wurden, können Sie vermutlich getrost aussortieren.

Was der Tipp bewirkt

Ihre Ideen gehen nicht verloren. Gleichzeitig bleibt Ihre eigentliche Aufgabenliste bleibt frei von Ideen, um die Sie sich erst in Zukunft kümmern können. Sie haben eine klare Trennung von „Must have” und „Nice to have”.

Extra-Tipp für Analog-Denker: Das „Nice to have”-Heftchen

Vielleicht gehören Sie zu den analogen Denkern, die Geistesblitze gerne handschriftlich festhalten. Hierfür eignen sich einfache Notizheftchen. Im DIN A6 Format passen diese in jede Jackentasche. Auch Post-it-Zettel lassen sich hier sammeln. Gehen Sie auch dieses Heft regelmäßig durch. Ideen, die Sie tatsächlich umsetzen wollen, übertragen Sie anschließend in den digitalen „Nice to have”-Ordner, wo alles kompakt gesammelt wird.

Mehr zum Thema

Sie können auch OneNote als „Nice to have”-Ordner nutzen. Wie das funktioniert, erfahren Sie in meinem Blog-Beitrag Höchste Zeit für frische Ideen – wie Sie mit dem Ideen-Ordner Ihre Einfälle sichern.
Wie sieht Ihre „Nice to have”-Struktur aus? Lassen Sie es mich gerne wissen – ich bin gespannt.

Übrigens:

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