Netzplan Projektmanagement: Ressourcen im Blick = Projekt erfolgreich



Wie laufen Ihre Projekte? Geht so, eher schleppend oder hervorragend? Damit letztere Antwort künftig die einzige ist, die aus Ihrem Mund kommen wird, möchte ich Ihnen eine Methode vorstellen. Denn gutes Projektmanagement können Sie mit einer Netzplantechnik erreichen. Kurz zusammengefasst geht es darum, die eigenen Ressourcen optimal einzusetzen und Vorgänge zu visualisieren. Wenn das mal nicht hervorragend zu meinem Büro-Kaizen®-Verständnis passt, was dann? Lassen Sie uns also genauer hinsehen, was es mit einem Netzplan Projektmanagement auf sich hat.

Was ist das Problem

Während alle von modernsten Projektmanagement-Methoden sprechen und Zertifikate noch und nöcher anbieten, fehlt es oft an den ganz einfachen Dingen. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Sich weiterzubilden und das Fachwissen in Sachen Projektmanagement zu verbessern, ist nicht falsch. Aber die Grundlagen sollten Sie trotzdem zuerst kennen. Und die verstehen Sie mit dieser Methode ganz sicher ohne lange Schulungen.

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So funktioniert es

Es gibt neben kostenpflichtigen auch kostenfreie Methoden, das eigene Projektmanagement zu verbessern. Beispielsweise einen Netzplan Projektmanagement. Dabei werden alle Schritte eines Projektes miteinander vernetzt und in Abhängigkeit zueinander gesetzt. Was es damit konkret auf sich hat und wie Sie diesen Netzplan effektiv umsetzen können, ist mein heutiges Thema. Lassen Sie sich einfach darauf ein – Sie können nur gewinnen.

Zeit im Blick Netzplan Projektmanagement
Die Zeit immer im Blick: So funktioniert ein Netzplan Projektmanagement.

Schritt 1: Vorgänge erfassen

Ein Netzplan Projektmanagement ist im Grunde ein ganz simples Instrument, das alle Ressourcen aufgreift und möglichst effizient verteilt. Genau deshalb passt es auch so ausgezeichnet zu meinem Verständnis von effizientem Arbeiten. Das richtige Zeitmanagement ist das A und O, nicht nur, aber auch bei Projekten. Genau das greift auch der Netzplan Projektmanagement auf. Im ersten Schritt werden zunächst alle Vorgänge eines Projekts ermittelt und notiert. Hierfür reicht eine einfache Tabelle. Wichtig ist nur, dass Sie alle Vorgänge erfassen und aufschreiben. In der Praxis könnte dies zum Beispiel die Zusammenstellung des Teams sein, oder die einzelnen Schritte, die im Projekt gegangen werden müssen. Jeder Vorgang bekommt nun eine eigene Nummer.

Alle Vorgänge erfassen Netzplan Projektmanagement
Im ersten Schritt werden im Netzplan Projektmanagement alle Vorgänge erfasst und notiert.

Schritt 2: Vorgänge in den Netzplan Projektmanagement übertragen

Nun geht es an die grafische Umsetzung des Netzplans, denn Visualisierung spielt hier eine große Rolle. Hierzu können Sie ganz einfache Tabellen mit drei Spalten und drei Zeilen anlegen. In der obersten Zeile notieren Sie links die Nummer des Vorgangs und rechts die geplante Dauer. Ein Beispiel: Es sollen Angebote für eine bestimmte Dienstleistung eingeholt werden. Dieser Vorgang hat im ersten Schritt die Nummer 3 bekommen. Also notieren Sie in Ihrem Netzplan Projektmanagement links die Nummer 3 und rechts die voraussichtliche Dauer für das Einholen der Angebote, beispielsweise ein Datum in vier Wochen. Unterhalb der Nummer werden nun der früheste und der späteste Anfangszeitpunkt festgehalten, unterhalb der Dauer der früheste und späteste Endzeitpunkt. So behalten Sie die Zeit für jeden einzelnen Vorgang direkt im Blick. Warum eine konkrete Zahl so wichtig ist, erkläre ich umfassend in diesem Artikel zur Bedeutung von Deadlines. Kurzum: Nur wenn Sie sich ein konkretes Ziel setzen, können Sie dieses einhalten und erreichen.

Schritt 3: Pufferzeiten beachten

Nicht nur im Wochenplan, auch bei Projekten lohnen sich Pufferzeiten. Sie sind sogar unverzichtbar. Genau für diese Puffer ist im Netzplan Projektmanagement die nun noch freie mittlere Spalte gedacht. Zwischen frühestem Anfangs- und frühestem Endzeitpunkt notieren Sie nun den freien Puffer. Das sind die Zeitreserven, die ohne Projektverzögerungen eingeschoben werden können, ohne spätere Vorgänge zu beeinflussen. Zwischen spätestem Anfangs- und Endzeitpunkt wird der Gesamtpuffer notiert. Beträgt dieser zwei Wochen heißt das, dass das Einholen der Angebote aus unserem Beispiel maximal um zwei Wochen nach hinten verschoben werden kann. Der Gesamtpuffer im Netzplan Projektmanagement gibt immer die Maximalzeit an, um die verschoben werden darf. Wird diese überschritten, drohen die nächsten Vorgänge im Projekt zu scheitern.

Pufferzeiten im Netzplan Projektmanagement
Lassen Sie im Netzplan Projektmanagement genug Pufferzeiten zwischen den Aufgaben.

Schritt 4: Prioritäten erkennen

Die Methode des Netzplans kennt außerdem die Begrifflichkeit des kritischen Pfades. Einfach ausgedrückt handelt es sich hierbei um die Projektbereiche, die keineswegs verschoben werden dürfen. Was also ist bei Ihrem aktuellen Projekt so wichtig, dass es den Endtermin maßgeblich beeinflusst? Notieren Sie diese Vorgänge separat und heben Sie sie grafisch hervor. Wie Sie vorgehen, um die wichtigsten Dinge herauszufinden, steht in meinem Beitrag zur richtigen Priorisierung von Aufgaben. Diese Tipps können Sie problemlos auf das Projektmanagement übertragen.

Darauf kommt es an

Wichtig ist, dass Sie Ihre gesetzten Deadlines zwingend einhalten. Die Variablen frühester und spätester Zeitpunkt und die entsprechenden Pufferzeiten erlauben eine gewisse Flexibilität. Aber irgendwo, sprich beim spätesten Anfangs- und Endzeitpunkt endet auch diese. Achten Sie zu Beginn des Projekts darauf, die Zeiten im Netzplan Projektmanagement korrekt einzutragen. Sie beginnen bei Vorgang 1 mit dem frühestens Anfangszeitpunkt. Dieser ist immer 0, denn das ist der Projektbeginn. Wenn Sie die Dauer festgelegt haben, kennen Sie auch den frühesten Endzeitpunkt des letzten Vorgangs. Denn dieser ist der früheste Anfangszeitpunkt zuzüglich der Dauer. Unter Berücksichtigung der Pufferzeiten legen Sie nun Schritt für Schritt die einzelnen Daten fest und notieren Sie in Ihrem Netzplan. Der späteste Endzeitpunkt für Vorgang Nummer 3 ist immer automatisch der späteste Anfangszeitpunkt für Vorgang Nummer 4. Der früheste Endzeitpunkt von Vorgang Nummer 4 ist der früheste Anfangszeitpunkt von Vorgang Nummer 5 und so weiter.

Was der Tipp bewirkt

Was nach großer Mathematik klingt, ist einmal in einer Tabelle grafisch dargestellt, eine simple Methode zum besseren Projektmanagement. Wenn Sie diese mit der richtigen Projektdokumentation verbinden, sind Sie bestens gewappnet für Ihr nächstes Projekt.

Alles greift ineinander Netzplan Projektmanagement
Beim Netzplan Projektmanagement greift alles ineinander. Das sichert funktionierende Abläufe.

Und Sie?

Haben Sie schon einmal mit einem Netzplan Projektmanagement gearbeitet? Ich freue mich über Ihre Erfahrungen. Hinterlassen Sie mir doch einfach einen Kommentar!



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