5 Mal Win-win: Die Mitarbeitermotivation fördern, aber richtig



„Zuckerbrot und Peitsche“ sind out – moderne Mitarbeitermotivation hat die Bedürfnisse der Mitarbeiter im Blick.

Ein schöner Satz, der jedoch längst nicht überall Wirklichkeit geworden ist. Da haben Mitarbeiter Angst, dass sie bei einem Fehler „erwischt“ werden, sie resignieren, weil ihre Verbesserungsvorschläge keine Beachtung finden und obendrein scheint sich der Chef keinen Deut für ihre Anliegen zu interessieren. So empfinden sie das Unternehmen, in dem sie Tag für Tag ihr Bestes geben, als fremd und unpersönlich.

Dabei sind positiv motivierte Mitarbeiter deutlich produktiver und tragen deshalb mehr zum Unternehmenserfolg bei als solche, die sich als Menschen nicht wahrgenommen fühlen.

Im Eifer des Tagesgeschäfts kommt dieser Gedanke in vielen Unternehmen noch immer zu kurz. Deshalb gebe ich Ihnen heute fünf bewährte Tipps, mit denen Sie ganz leicht die Mitarbeitermotivation fördern können – und damit eine klassische Win-win-Situation für Unternehmen und Mitarbeiter schaffen.

INHALTSVERZEICHNIS

1. Wohin? Dorthin!

In der Theorie ist alles klar: Erwartungen sollen verständlich formuliert und begründet werden, weil das die Mitarbeitermotivation fördert. In der Praxis sieht es leider manchmal anders aus: Da bleibt die Antwort auf die Frage nach dem „Warum“ oft auf der Strecke; stattdessen wird das „Wie“ umso stärker diskutiert.

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Wer die Mitarbeitermotivation fördern will, kommuniziert die Unternehmensziele.

Doch das beste „Wie“ nützt nichts, wenn der Mitarbeiter nicht weiß, wozu er hier eigentlich beitragen soll. Die Antwort darauf steckt in der Vision und im Ziel des Unternehmens. Denn die Unternehmensvision ist wie ein Dach, unter dem sich Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter versammeln. Sie gibt die Richtung vor für alles, was sie erdenken und umsetzen.

In Ihrem Unternehmen gibt es keine Vision und auch kein aktuelles Unternehmensziel? Dann lassen Sie sich inspirieren von meinem

Lese-Tipp für Visions-Finder: In meinem Artikel Wohin der Wind und weht? lesen Sie über die Vision von Walt Disney und wie ein Träumer, ein Kritiker und ein Realist sich endlich Zeit für Ziele nehmen.

Mit der Unternehmensvision können Sie die Mitarbeitermotivation fördern, denn nun kann jeder Mitarbeiter sein eigenes Ziel formulieren und in einer Zielvereinbarung festhalten. Dabei hilft Ihnen unser

Download-Tipp für Zielefinder: In unserem Download So gelingen Zielvereinbarungen finden Sie alles was Sie brauchen, um Zielvereinbarungen wirksam und motivierend zu gestalten.

Ziele sind auch deshalb wichtig, weil sie Erfolg messbar machen und Anerkennung ermöglichen.

2. Gut gemacht!

„Nichts gesagt ist gelobt genug“ – denken auch Sie so? Oder wissen Sie längst, dass eine ehrliche Anerkennung die Mitarbeitermotivation enorm fördern kann? Der Grund ist einfach und durch Psychologen längst erforscht: Lob und Anerkennung wirken sich positiv auf unser aller Selbstwertgefühl aus.

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Anerkennung ist ein wichtiger Beitrag, um die Mitarbeitermotivation zu fördern.

Eine wichtige Regel dabei ist: Ein Lob sollte ein Lob sein – und nicht der Auftakt zu einer Kritik. „Gut gemacht… aaaber…“ vergiftet das Lob und schmälert seine Wirkung.

Sie haben keine Zeit, um Lob und Anerkennung zu vergeben? Oder es fällt Ihnen schwer, die passenden Worte zu finden? Dann habe ich für Sie einen nützlichen

Lese-Tipp für Anerkennung: In meinem Artikel Respekt, Alter zeige ich Ihnen, dass es ganz leicht sein kann, die richtigen Worte zu finden und mit welchen Gesten Sie sonst noch Anerkennung ausdrücken können – und damit die Mitarbeitermotivation fördern.

Doch was, wenn nicht alles glatt geht und ein Fehler besprochen werden muss?

Positives Feedback und eine angstfreie Fehlerkultur – Führen auf Augenhöhe ist eine Win-win-Situation für Unternehmen und Mitarbeiter. Klick um zu Tweeten

3. Wessen Haar in der Suppe?

Wenn der Mitarbeiter mit gesenktem Kopf in der Besprechung hockt und hofft, dass dieses Mal nicht er das Ziel einer gnadenlosen Fehleranalyse wird – das ist das Gegenteil davon, wie Sie als Chef Mitarbeitermotivation fördern sollten. Diese Art, mit Fehlern umzugehen, ist kontraproduktiv, denn sie schürt Versagensangst und löst Stress aus.

Denn genau genommen es gar nicht darum, WER den Fehler gemacht hat. Wichtiger ist doch, aus dem Fehler zu lernen, indem wir fragen, WAS führte zu dem Fehler.

Im Kaizen fragen wir fünf Mal: Warum? So kommen wir der Ursache eines Fehlers auf den Grund. Die daraus folgenden Veränderungen können minimal sein, oder auch mehrere Schritte beinhalten. Wichtig ist nur, dass wir einen Fehler als Chance zur Verbesserung ansehen und ihn von der Person, die ihn machte, trennen. Damit vermeiden Sie, dass sich Mitarbeiter persönlich gekränkt fühlen und ihre Motivation leidet.

Mehr Anregungen, wie Sie mit einer angstfreien Fehlerkultur die Mitarbeitermotivation fördern, sehen Sie in meinem

Kurz-Film-Tipp:

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Wer frei von Angst ist, kann kreativ sein und Ideen entwickeln, die dem Unternehmen zugutekommen.

4. Chef, mir fällt da etwas ein!

Wie sieht es in Ihrem Unternehmen mit dem Vorschlagswesen aus? Gibt es eine Anlaufstelle für Mitarbeiter-Ideen? Ist allen klar, welche Idee als Verbesserungsvorschlag gilt und gibt es eine faire Vergütung dafür?

Oder landen Ideen in unbeachteten Ablagestapeln, falls sie nicht von vornherein zurückgewiesen werden? Dann verschenken Sie nicht nur kreatives Potential, sondern auch die Möglichkeit, die Mitarbeitermotivation zu fördern. Denn ein betriebliches Vorschlagswesen ist eine Win-win-Situation für Mitarbeiter und Unternehmen.

Der Aufwand dafür ist relativ gering:
1. Definieren Sie, was ein Vorschlag ist. Zum Beispiel benennt er ein Problem und zeigt dafür eine Lösung auf, die neu ist und sich umsetzen lässt.
2. Richten Sie eine Sammelstelle für Vorschläge ein, zum Beispiel einen speziellen Briefkasten.
3. Erstellen Sie ein Formular, das den Mitarbeitern das Formulieren des Vorschlags erleichtert. Ein Beispiel dafür habe ich im Downloadcenter für Sie bereitgestellt.

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Ein betriebliches Vorschlagswesen fördert die Mitarbeitermotivation.

4. Honorieren Sie die Vorschläge.
Jeder freut sich über eine Anerkennung seiner Idee, auch wenn die Idee nicht umgesetzt wird. Wir bei Tempus haben ein Honorierungssystem, das für jeden nachvollziehbar ist und daher als gerecht empfunden wird:

  • Messbare Verbesserungen: Der Mitarbeiter erhält 20 Prozent der Ersparnis des ersten Jahres.
  • Nicht messbare Verbesserungen: Der Mitarbeiter erhält eine Pauschale von 25 Euro und ein Mittagessen.
  • Abgelehnte Vorschläge: Der Mitarbeiter erhält ein Mittagessen als Anerkennung für seinen Einsatz.

Sie können sich an diesem System orientieren oder ein eigenes aufbauen, um die Mitarbeitermotivation zu fördern. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter die Wertschätzung ihrer Ideen erfahren und am Erfolg beteiligt werden. So gewinnen beide: Die Mitarbeiter fühlen sich mehr mit dem Unternehmen verbunden und das Unternehmen profitiert vom Ideenreichtum seiner Mitarbeiter.

Mehr Tipps, wie Sie durch mit einem Verbesserungsvorschlagswesen die Mitarbeitermotivation fördern können finden Sie in meinem

Lese-Tipp für Verbesserer: Besser geht’s immer kann auch in Ihrem Unternehmen das Motto werden, das Mitarbeiter zu Mitdenkern macht.

5. Nur wir zwei…

Wissen Sie, was jeden Ihrer Mitarbeiter in Bezug auf seine Arbeit gerade bewegt und welche Fragen ihn beschäftigen? Im Trubel des Tagesgeschäfts ist oft keine Zeit, darüber ausführlich zu sprechen; das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Deshalb praktizieren wir bei Tempus mit Erfolg regelmäßige Mitarbeitergespräche. Einmal im Vierteljahr lade ich jeden Mitarbeiter ein und bespreche mit ihm seine Anliegen und seine nächsten Ziele. Den Inhalt des Mitarbeitegesprächs erfasse ich in einem Protokoll, so dass wir beim nächsten Mal daran anknüpfen können.

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Das Protokoll als Gedächtnisstütze für das Mitarbeitergespräch.

Wie dieses Vorgehen dazu beiträgt, die Mitarbeitermotivation zu fördern und wie ich mich darauf vorbereite, beschreibe ich Ihnen in meinem

Lese-Tipp für Zwiegespräche: Sprich mit mir, heißt es einmal im Vierteljahr, wenn ich jeden Mitarbeiter zum Gespräch einlade. Diese Begegnung ist eine Chance, einander in Ruhe zu begegnen und trägt zum besseren Kennenlernen bei. Die Rückmeldungen zeigen, dass die Gespräche wesentlich dazu beitragen, die Mitarbeitermotivation zu fördern.

Und Sie?

Wie steht es in Ihrem Unternehmen damit, die Mitarbeitermotivation zu fördern? Was gelingt schon gut und wo sehen Sie noch Verbesserungspotential? Schreiben Sie mir oder hinterlassen Sie einen Kommentar unter diesem Artikel, ich freue mich darauf!

Zum Weiterlesen

Es gibt noch mehr Möglichkeiten, wenn es darum geht, die Mitarbeitermotivation zu fördern und eine Win-win-Situation herzustellen. Hier stelle ich Ihnen noch drei weitere vor:

Wenn wir unsere Ziele erreichen, sind wir zufrieden, manchmal sogar stolz auf uns. Doch unsere Erfolge können wir nur würdigen, wenn wir konkrete, messbare Ziele formuliert haben. In meinem Artikel Motivation in Zahlen erfahren Sie, wie Sie mit Kennzahlen arbeiten und damit die Motivation Ihrer Mitarbeiter fördern.

Zufriedene Mitarbeiter sind motivierte Mitarbeiter. Doch was können Sie als Chef genau tun, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern? Hier gebe ich Ihnen Fünf Tipps an die Hand, die garantiert funktionieren.

Zum Abschluss zeige ich Ihnen in einem kurzen Video, wie motivierte Mitarbeiter das Unternehmen voranbringen:

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