So nehmen Sie Ihrer Mitarbeiterbeurteilung den Schrecken (Teil 1/2)



Wenn es um das Thema Mitarbeiterbeurteilung geht, sind viele zwiegespalten. Einige fürchten sie, weil das Vorsprechen beim Chef immer ein „Geschmäckle“ hat. Wie Sie das drehen und aus der Mitarbeiterbeurteilung ein To-do machen, auf das sich ihre Mitarbeiter sogar freuen, verrate ich Ihnen hier.

Was ist das Problem der Mitarbeiterbeurteilung

Der Schreck sitzt im Nacken, sobald eine Mail oder gar ein Brief mit der Einladung zum Mitarbeitergespräch ankommt. Ob wir es wollen oder nicht, für viele Mitarbeiter ist dieser Termin ein gefürchteter. Die Angst kritisiert zu werden, nicht den Erwartungen entsprochen zu haben oder gar die Kündigung zu bekommen, reist bei vielen mit, wenn diese Einladung kommt und die ersten suchen bereits vorab nach guten Ressourcen für die Stressbewältigung.

Doch wer Angst hat, kann sich nicht richtig konzentrieren und schon gar nicht effizient arbeiten. Kreativität kann unter der Angst sogar ersticken, wie uns zahlreiche Studien heute belegen. Der eigentliche Kern der Mitarbeiterbeurteilung ist es, zu fördern, statt zu hemmen.

So funktioniert die Mitarbeiterbeurteilung

Haben Sie den Eindruck, dass Ihre Mitarbeiter von diesen Gesprächen gestresst oder unter Druck gesetzt werden? Dann dürfen Sie jetzt umdenken.

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Nehmen Sie der Mitarbeiterbeurteilung endlich den Schrecken.

1. Tipp: Mitarbeiterbeurteilung als Gesprächsangebot

Machen Sie mit mir gedanklich folgende Schleife: Die Mitarbeiterbeurteilung ist keine Zwangsveranstaltung, sondern ein Angebot. Merken Sie bereits den Unterschied, den allein die Wortwahl auslösen kann? Führen Sie dieses Umdenken auch im Gespräch selbst fort. Geben Sie den Mitarbeitern das erste Wort und Raum für deren Anliegen und Probleme. Damit senken Sie die erste Hürde und nehmen sofort die Frucht, dass im Gespräch mit dem Chef eine Verteidigungshaltung eingenommen werden muss. Eine gute Hilfe ist es, wenn Sie vorab Checklisten zur Verfügung stellen, die den Einstieg ins Gespräch erleichtern. Schicken Sie dem Teammitglied, mit dem Sie sprechen möchten, diese drei Formulare vorab zu und geben ihm damit Inspiration für mögliche Punkte, die aus seiner Sicht gesprächswert sind:

2. Tipp: Mitarbeiterbeurteilung als Teil der positiven Fehlerkultur

Sie denken, der Schuss mit den Formularen könne gewaltig nach hinten losgehen, weil er die Ängste vorm Gespräch noch mehr schürt? Dann habe ich einen Vorschlag für Sie, der noch weiter an der Basis ansetzt, nämlich an der internen Fehlerkultur. Wie ist es in Ihrem Unternehmen, wenn jemand etwas falsch macht? Gibt es eine richtiggehende Angst vor Fehlern? Oder werden diese als Chance begriffen? Dieses Video zeigt Ihnen den entscheidenden Unterschied:

Investieren Sie also im Sinne aller in eine positive Fehlerkultur. Das ist ein enormer Win-win für beide Seiten, denn aus jedem Fehler kann eine Verbesserung resultieren. Aus lähmender Angst resultiert in der Regel nichts als Stress. Wie Sie dabei konkret vorgehen können, habe ich Ihnen in einem separaten Blogbeitrag aufgeschrieben. Lesen Sie hier mehr zum Thema „Angst hemmt Ideen! Stärken Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter mit einer positiven Fehlerkultur.“

Lesen Sie hier weiter

Der Weg zum Gespräch ist nun geebnet. Aber es gibt noch zwei Dinge, die entscheidend für den Erfolg des Gesprächs sind, aber mit dem ganzen Team zu tun haben. Im zweiten Teil dieses Artikels lesen Sie mehr dazu.




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