So nehmen Sie Ihrer Mitarbeiterbeurteilung den Schrecken (Teil 2/2)



Im ersten Teil des Artikels lasen Sie, warum die Mitarbeiterbeurteilung oft Angst und Schrecken verursacht und wie Sie das vorab reduzieren können. Hier folgen nun zwei entscheidende Learnings fürs ganze Team, die Ihre Gespräche nachhaltig verbessern werden.

Gelassen durch die Mitarbeiterbeurteilung


Wenn sich beide Seiten gut auf das Mitarbeitergespräch vorbereitet haben, ist das bereits die halbe Miete. Wichtig ist, dass jeder der Anwesenden mit einem guten Gefühl ins Gespräch startet und keinerlei Druck aufgebaut wird. Eine derart gelassene Atmosphäre basiert auf einer angstfreien Fehlerkultur. Im ersten Teil des Artikels gab ich Ihnen erste Tipps dazu. In diesem Beitrag lesen Sie ergänzend, wie Druck von oben entsteht und welches Verhalten Sie als Vorgesetzter dringend ablegen sollten.

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Ideal ist es, wenn beide Seiten der Mitarbeiterbeurteilung gelassen entgegensehen.

Gute Mitarbeiterbeurteilungen sind Teamarbeit

Natürlich ist es wichtig, dass der einzelne Mitarbeiter mit einem guten und entspannten Gefühl ins Gespräch startet und Sie als Vorgesetzter eine angenehme Atmosphäre schaffen. Was viele aber nicht wissen ist, dass richtig gute Gespräche bereits im ganzen Team fußen. Zwei Dinge sind hier besonders hilfreich, wenn Sie mit jedem im Team zielführende Gespräche führen möchten.

1. Tipp: Ziel der Mitarbeiterbeurteilungen festlegen

Jeder weiß, dass Mitarbeiterbeurteilungen stattfinden. Aber weiß auch jeder, warum das eigentlich so ist? Was unglaublich naheliegend klingt, fehlt in vielen Unternehmen: eine gemeinsame Zielsetzung. Nutzen Sie daher Teambesprechungen, um zu klären, warum Mitarbeiterbeurteilungen sinnvoll sind und welche Ziele die Gespräche haben. Verknüpfen Sie die Beurteilung mit den gesetzten Unternehmenszielen und machen Sie dem Team bewusst, dass das Einzelgespräch immer auch ein wichtiger Bestandteil des Gesamtziels ist. Denn nur, wenn jeder seine Aufgaben optimal umsetzen kann, werden Sie gemeinsam die Unternehmensziele erreichen. Auch eine Visualisierung dieser Ziele kann hier helfen. Im Video gebe ich Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Zielsetzung und deren Visualisierung.

2. Tipp Mitarbeiterbeurteilung als Chance definieren


Wenn klar wird, dass das Gespräch mit dem Chef kein Führen zur Schlachtbank ist, sondern ein wichtiges Puzzleteil auf dem Weg zum Unternehmensziel, nimmt das den Druck und eröffnet neue Chancen. Dass diese Chancen auch für den Mitarbeiter selbst gelten, zeigen Sie, indem Sie das Potenzial des Gesprächs voll ausschöpfen. Sprechen Sie nicht nur darüber, wo Aufgaben noch nicht gut laufen und wo der Mitarbeiter Schwierigkeiten hat, sondern leiten Sie unmittelbar daraus Lösungen ab. Initiieren Sie Fortbildungen in Bereichen, in denen noch Defizite herrschen, sprechen Sie über Bildungsurlaube oder wichtige Zertifizierungen und behalten Sie dabei immer auch die Talente und Vorstellungen des Mitarbeiters im Auge.

Im Büro läuft es nicht rund?
Im Büro läuft es nicht rund? Klären Sie es bei der Mitarbeiterbeurteilung!

Nutzen Sie gerne auch das kostenlose Wissensprofil für Mitarbeiter, das Sie hier anfordern können. Wenn Sie gemeinsame Ziele definiert haben und gemeinsam über den Status quo sprechen, werden Sie auch gemeinsame Verbesserungen herbeiführen können. Die Mitarbeiterbeurteilung ist also immer eine Chance!

Darauf kommt es in puncto Mitarbeiterbeurteilung an

Seien Sie positiv und ein Vorbild für Ihre Mitarbeiter. Schaffen Sie die Grundlagen für ein offenes und wertschätzendes Betriebsklima und bewahren Sie sich ein offenes Ohr für die Anliegen des Einzelnen. Dann sind Sie auf dem besten Weg, jede einzelne Mitarbeiterbeurteilung zum Chancenpool zu machen.

Werden Sie aktiv!

Wissen Sie, was Ihre Mitarbeiter bewegt und beschäftigt? Kennen Sie die Hürden im Arbeitsalltag? Falls nicht, kann ich Ihnen ein kleines Experiment empfehlen: Mischen Sie sich unter die Mitarbeiter und arbeiten Sie einen Tag im Jahr in Ihrem eigenen Team nicht als Chef, sondern als Teammitglied mit. Sie werden überrascht sein, wie erkenntnisreich dieser Perspektivwechsel sein kann.

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Wie gut kennen Sie Ihr Team? Werden Sie aktiv und finden Sie es heraus!

Noch Fragen?
Konnte ich Ihnen die wichtigsten Fragen zum Thema Mitarbeiterbeurteilung beantworten? Haben Sie noch ungeklärte Dinge, die Sie endlich angehen möchten? Dann begleite ich Sie gerne weiter. Nutzen Sie meine kostenlosen eBooks oder entscheiden Sie sich für ein Intensivseminar mit Ihrem Team.





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